Terrorversteher irren: “Labil sind wir alle”

Von | 27. Juli 2016

“….Die Attentäterpsychologie macht es sich zu leicht, wenn sie auf die psychische Labilität der Täter verweist. Die Dimension der Propaganda kommt dabei zu kurz.” (FAZ, hier)

12 Gedanken zu „Terrorversteher irren: “Labil sind wir alle”

  1. Fragolin

    Die Häufung der ethnischen Zugehörigkeit oder Mitgliedschaft in einer bestimmten Religionsgemeinschaft wird gerne komplett ausgeblendet. Man erklärt lieber alle Terroristen zu Geistesgestörten, ohne darüber nachzudenken dass psychisch kranke oder labile Menschen somit ein Etikett umgehängt bekommen, um nicht in den Rassismus- oder Islamophobieverdacht zu kommen.
    Das Herausarbeiten der wirklichen Ursachen wird schwierig, wenn das Ergebnis Tatsachen enthalten könnte, die nicht sein dürfen.
    Es gibt Dogmen, die dürfen nicht angetastet werden.
    Das Klima muss gerettet werden.
    Die Frau Merkel ist alternativlas.
    Der Islam hat nichts mit dem Islam zu tun.

  2. Christian Peter

    Dass sich nur psychisch Labile für den Dschihad eignen, ist ein Märchen. In einigen muslimischen Ländern sind es vor allem Hochgebildete und Söhne/Töchter aus der Mittelschicht/Oberschicht, die sich für den Dschihad zur Verfügung stellen. Was völlig logisch ist, denn nach islamische Recht gibt es (unter bestimmten Voraussetzungen) eine Verpflichtung zum Dschihad für Muslime, im Namen Allahs Ungläubige zu töten gilt als eines der ehrenswertesten Heldentaten.

  3. Falke

    “Einen Generalverdacht gegen die Religion abzuwenden, ist das eine” – da weiß man sofort, woher der Wind weht. Wieso die (zweifellos auch existierenden) vielen labilen Chinesen, Inder und – ja – auch Deutsche, Österreicher usw. nicht gleich zu Gewehren, Bomben, Äxten und Messern greifen, wird wohlweislich nicht erklärt.

  4. Gerald Steinbach

    Erfunden hat das ja Österreich, hierzulande wurde ja den Grazer Amokfahrer eine starke Psychose/Labilität zugebilligt und ist hier bestens damit “gefahren”.
    Kaum ein Österreicher definiert diesen Grazer “Geniestreich” als Terrorakt und die Terrorstatistik ist weiß.
    Die Gefahr besteht natürlich das sich bald der dümmste autochthone Europäer fragt, ob die wirklich alle so krank sind und dies in frage stellen, bin aber sicher das in diversen Hinterzimmer neue Gründe für die kommenden Terrorakte gesucht und da bin ich sicher auch gefunden werden

  5. mariuslupus

    Tout comprendre, c`est tout pardonner. Die Zunahme der Versteher – von Islamverstehern, zu Islamistenverstehern, zu Terroristenverstehern. Nur ein kleiner Schritt zu Mörderverstehern und ein noch kleinerer zu Exkulpierern.
    Eine Vulgarisierung und Verdrehung aller psychopathologischen und entwicklungspsychologischen Erkenntnisse.
    Nach der Überzeugeung dieser versteherischen Experten führt jede Labilisierung zu unbeherrschbaren Zwang gewalttätig zu sein. Der nächste “Experte” wird nach dem nächsten Mord wieder die gleiche, redundante, einfältige Erklärung abgeben.

  6. astuga

    Neben einem grundsätzlichen Einwand muss man auch festhalten, dass die “psychosozialen” Relativierungs- und Erklärungsmuster ja ausschließlich einseitig angewandt werden.

    Noch nie wurden damit linke oder rechte Gewaltakte relativiert.
    Man erkennt hier die übliche paternalistische wie überhebliche linke Grundhaltung gegenüber offenbar nur bedingt mündigen und schutzbedürftigen Ausländern (und hier vor allem Muslimen).
    Denen unreflektiert eine Opferrolle aufgedrückt wird.

  7. astuga

    Aber wehe ein solcher “Ausländer” wagt es zu widersprechen und sich auf diskursive Augenhöhe zu begeben.
    Dann wird er umgehend verdammt – siehe Hamed Abdel Samad, Akif Pirinci, Ayaan Hirsi Ali oder auch Efgani Dönmez.

  8. MM

    Labilität ist eine Frage dessen, wie man das medial verkaufen kann:

    Bild teilt gerade mit, dass Ali David S. Rechtsextremist und Rassist war, der als Iraner stolz darauf war, „Arier“ zu sein. Manche hatten das ja schon mit etwas Zynismus vermutet, dass dieses Argument kommen würde. Und schwups:
    Plötzlich gilt er auch nicht mehr als psychisch krank, wie die Bild weiter mitteilt.

  9. astuga

    Die Linken stecken in einer Zwickmühle.
    Einerseits wollen sie jede abweichende Meinung und natürlich jede radikale Gegenposition als Pathologie darstellen.
    Und andererseits gieren sie geradezu nach rechtsextremen Straftaten (zur Selbstbestätigung ihres Weltbildes).
    Deren allgemeine gesellschaftspolitische Relevanz sie durch eine Pathologiesierung aber wieder relativieren.

    Dieser Widerspruch scheint aber den wenigsten bewusst zu sein.
    Und so wird jedes Verbrechen im Namen des Islam zu einem Einzelfall und zur Ausnahme, während jeder kleine rechte Rülpser zur Gefahr hochstilisiert wird, selbst wenn gar keine Gewalt im Spiel ist.

  10. Mona Rieboldt

    Dieser Ali S war Iraner und Schiit. Die Türken sind Sunniten, so werden ihn junge Türken, da sie die Mehrheit stellen, gemobbt haben. Und gerade weil Moslems so zart besaitet sind, tötet er dann gleich neun Menschen.
    Dieser Ali S war sicher kein Rechtsextremist. Aber das passt der Systempresse gut ins Geschäft. Sie haben schon geschrieben, er hätte die AfD bewundert. Da er nun ja rechtsextrem sein soll, wird bestimmt nicht mehr gesagt, er sei psychisch krank.

  11. astuga

    @Mona Rieboldt
    Muslim und Nazifan zu sein schließt einander nicht aus, shiitischer (persischer) Iraner zu sein macht sogar besonders anfällig dafür.

    Aber es gibt auch eine völlig andere Sichtweise, die ich jetzt nicht unbedingt teile, die aber dennoch interessant ist – Google: “Walid Shoebat Munich Massacre”

  12. Antonia Feretti

    Gegen welche Religionen richtet sich denn der Generalverdacht, welcher so ganz und gar unangebracht ist? Was für ein unsägliches Geschwurbel! Es ist kein Verdacht sondern Tatsache, daß der Islam die Überlegenheit der Mohammedaner betont und zum Kampf gegen alle anderen, die “Ungläubigen”, aufruft. Alle anderen Religionen sind ganz und gar nicht in Verdacht, sie dienen nur feigen Journalisten als “Feigenblatt”

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