Teures Sparen?

Von | 31. März 2013

Dämmen lohnt sich: Mit diesem Versprechen werben Politik und Umweltschützer für die Sanierung von Gebäuden. Laut einer Studie im Auftrag der Förderbank KfW übertreffen die Kosten jedoch die Einsparungen. (SpOn)

3 Gedanken zu „Teures Sparen?

  1. luky luke

    der unbestechliche WKO obmann herr leitl ist schliesslich baustoffindustrieller

  2. GeorgK

    Irgendwann ist halt beim Dämmen (wie beim Energiesparen allgemein) das Ende der Fahnenstange erreicht – auch wenn uns gerne eingeredet wird, als könnte man alles locker herunter auf 10% einsparen, und das dann noch benötigte bisserl Energie kommt aus Wind und Sonne.
    Natürlich, wenn eine alte Hütte ohne jede Dämmung sowieso generalsaniert wird, lohnt es sich schon, möglichst viel zu machen. So häufig ist der Fall aber nicht mehr, da man jezt doch schon seit 30-40 Jahren zumindest eine rudimentäre Dämmung vorsieht.
    Aber so wie in Deutschland, wo man mittlerweile bei jeder Dachreparatur praktisch verpflichtet ist, gleich eine komplette Wärmesanierung durchzuführen (auch wenn eh nur ein unbewohnter Dachboden darunter ist), ist natürlich keine Rentabilität gegeben.
    Und es ist halt nicht jeder Hausbesitzer ein ökobewegtes pensioniertes Mittelschullehrer-Ehepaar mit Geld zum wegschmeissen.
    Und letztlich zahlt am Schluss der Schwächste – nämlich der Mieter. Aber Wohnen kann ruhig teurer werden, Hauptsache, der Benzinpreis bleibt über Ostern reguliert.

  3. gms

    GeorgK :
    Und letztlich zahlt am Schluss der Schwächste – nämlich der Mieter.

    Was in der ganzen Debatte bislang ausgeblendet wird: Der Mieter wohnt idR in einem Haus mit mehreren Einheiten. Hat das typische Einfamilienhaus fünf energietechnisch relevante Oberflächen (eine pro Himmelsrichtung und eine nach oben), strebt dieser Wert gegen 1.0, je mehr Wohnungen im Haus untergebracht sind.

    Je größer der umbaute Raum, desto geringer ist das Verhältnis der Außenfläche hierzu. Genauso sinkt damit auch jedes durch Außendämmung erzielbare Einsparungspotential.

    Zweitens: Ein Hauseigentümer kann und wird ggfs. einen sich erst in einigen Jahrzehnten einstellenden Amortisierungsgewinn an seine Erben weitergeben wollen. Der Nutzen, selbst wenn er sich erst sehr spät einstellt, bleibt in der Familie resp. in der Firma. Ob eine vergleichbare Zeitpräferenz bei Mietern angebracht ist, selbst wenn sie völlig rational kalkulieren, bleibt dahingestellt. Diese Mieter müssen aber Daumen mal Pi innerhalb von 9 Jahren für die Kosten aufkommen, sprich ab dann ist der Breakeven für den Vermieter erreicht.

    Drittens: Der Wärmeverlust eines Objektes ist direkt proportional zum Temperaturunterschied zur Umgebung. Ergänzende Effekte gibt es hinsichtlich der Lage innerhalb des Hauses durch Sonneneinstrahlung und Windrichtung.

    Dementsprechend hoch ist das Einsparungspotential, das sich allein durch eine Absenkung der Raumtemperatur ergibt. Der Nutzen für unterschiedliche Mieter mit unterschiedlichen Präferenzen fällt dementsprechend verschieden aus, ohne daß dies einen Einfluß auf die anteilig zu übernehmenden Kosten für die Dämmung hätte.

    Teures Sparen? – Die aufgelegte Anschlußfrage muß lauten: Teuer für wen? Einmal mehr schafft ein ökostalinistischer Zugang Profiteure und Verlierer. Und dies noch lange bevor die Frage nach der Rentabilität für die Gesellschaft insgesamt beantwortet ist.

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