Töten im Namen Allahs?

“Geben Gründungsgeschichte und Gründungsidee des Islam eine Handhabe, um im Namen Allahs begangene Gewalttaten theologisch prinzipiell zu verurteilen? Nein – der Islam müsste sich erst in seiner religiösen Substanz wandeln….” (NZZ)

6 comments

  1. sokrates9

    Verhaltensoriginell finde ich den Vorschlag von Kurz Den Islam neu zu übersetzen und zu Interpretieren (Zb Heiliger Krieg heißt nicht Kopfabschneiden der Ungläubigen, sondern Kampf um wissenschaftliche Erkenntnis, usw..)Wenn in Islamischen Länden bekannt wird dass Kurz / Österreich eine neue Koraninterpretation wollen- Stichwort Kuschelkoran – brennen weltweit die österreichischen Botschaften! Kurz zurück auf die Schulbank

  2. Astuga

    Wenn beispielsweise Mein Kampf hetzerisch und menschenverachtend ist, dann liegt das auch nicht an den arabischen, türkischen (beides Bestseller) oder englischen Übersetzungen, sondern bereits am deutschsprachigen Original.
    Auf den Quran bezogen kann sogar festgehalten werden, dass gerade Übersetzer eher die Tendenz haben, problematische Passagen zu entschärfen oder mehrfache Bedeutungen zu überbetonen.
    Eine auch von Islamisten bevorzugt verwendete Übersetzung im deutschsprachigen Raum stammt etwa vom Altösterreicher und jüdischen Islamkonvertiten Muhammad Asad, nach dem als Ehrung vor einigen Jahren von der Stadt Wien sogar eine Straße benannt wurde (interreligiös, Multikulti – eh schon wissen).
    Zu Lebzeiten arbeitete er im Umfeld des saudischen Königshauses und der Wahabiten, und agitierte gegen Israel, aber gegen Ende seines Lebens wandte er sich enttäuscht wieder von Islam ab, aber das nur als Pikanterie am Rande.
    Jedenfalls sind Übersetzungen (und so viele gibt es davon nicht), relativ gemäßigter oder mehr auf Poesie (siehe Rückert) oder wissenschaftliche Verwendbarkeit ausgerichtet als das Original.
    Natürlich nur relativ, am gewalttätigen Inhalt und dem Anspruch einer göttlichen Legitimierung von Gewalt ändert sich dadurch nichts.
    Wenn schon, dann müsste man den Quran umschreiben, versteht sich aber von selbst, dass das ein sinnloses Unterfangen wäre.
    Es kann auch keinen Kinderkoran geben, wie vergleichsweise eine Kinderbibel, das wäre sogar eine frevelhafte Veränderung des Qurantextes.
    Als heiliges Buch gilt für Muslime ohnehin nur der Quran im arabischen Original, radikale Muslime verwenden das sogar als – sehr durchsichtige – Rechtfertigung wenn man ihnen konkrete Textstellen vorhält.
    Denn der Sinn erschließt sich ja angeblich nur im Original, eine gewagte Behauptung in einer Religion in der bereits das auswendige Behrrschen des Textes auch ohne jede Sinnerfassung als lobenswert gilt, solche Personen dürfen den Ehrentitel Hafis tragen (Bewahrer).
    Auch unter diesem Aspekt ist der Ruf nach anderen Quranübersetzungen kontraproduktiv, weil er den Islamisten eine Steilvorlage liefert (das versteht man nur im Arabischen…).
    Der Hinweis auf den einzig echten Quran in Arabisch besitzt dann auch einen anderen Hintergrund, denn im Islam herrscht die Vorstellung vor, dass der eigentliche und wahre Quran bei Gott und Teil Gottes ist.
    Alles andere sind demnach nur Abschriften der göttlichen Offenbarung Muhammeds.
    Übrigens entspricht der Quran auch nicht der Bibel, so man schon Vergleiche anstellt müsste man den Quran mit der Person Jesu vergleichen (das Wort Gottes, einmal fleischgeworden und einmal als verschriftlichte Offenbarung, und beide Male von den Gläubigen jeweils als göttliches Wunder bewertet: Mu’giza), während die Bibel eher den Ahadith und Sirah entspricht.
    Und diese Hadtihsammlungen (in der Shia 400 Usul genannt) wären dann das nächste das man einer Übersetzung unterziehen müsste, wollte man den Quran entschärfen, denn für die Sharia sind sie fast noch normativer als der Quran, weil sie am Beispiel Muhammeds zeigen sollen, wie einzelne Aussagen des Quran konkret umgesetzt werden müssen (siehe besonders al-Ghazali), zB die Steinigung, die so wörtlich im Quran gar nicht vorkommt.
    Denn wenn Muhammed als letzter Prophet und perfektester Mensch der je gelebt hat, und als Prototyp eines Muslim der nach der Sunna lebt so oder so gehandelt hat, dann ist das die moralische Blaupause für jeden Muslim.
    Also Herr Minister Kurz, noch viel Vergnügen bem Verstricken im islamischen Morast.
    Mit solchen Visionen sind sie ein würdiger Nachfolger von Spindelegger dem Ahnungslosen, der uns das saudische Religionszentrum am Ring beschert hat.
    PS. fragen Sie dort doch mal spaßeshalber nach, weshalb noch immer Menschen wegen Hexerei in Saudi Arabien geköpft werden!

  3. Leitwolf

    Den Koran umzuschreiben ist doch ein valider modus operandi. Man kann die fehlerhaften und inakzeptablen Passagen streichen und die vielen Irrtümer Mohammeds korrigieren.

    In weiterer Folge wird sich dann zeigen, wer sich zum reformierten Islam bekennen will, und für wen das Morden unabdingbarer Bestandteil der “Religion” sein muss. Anhand dieses Kriteriums lässt sich dann leicht entscheiden, wie mit dem jeweiligen Islam umzugehen ist.

  4. Astuga

    @Leitwolf
    Kann man nicht..
    Der Quran stammt auch nicht von Muhammed – aus islamischer Sicht – er hat lediglich das Wort Allahs empfangen.
    Um die fehlerhaften Offenbarungen der Juden und Christen zu korrigieren, die deshalb auch keineswegs “Bruderreligionen” sind, sondern nur fehlerhafte Vorgänger.

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