Toleranz, eine Tugend für starke Gemüter

Von | 16. April 2017

“….Tolerieren heisst auch: etwas ertragen können. Darum zeugt Toleranz, recht verstanden, nicht von Schwäche, sondern von Stärke….” (hier)

8 Gedanken zu „Toleranz, eine Tugend für starke Gemüter

  1. nattl

    Nur wird in der westlichen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts kriecherische Unterwerfung mit Toleranz verwechselt.

  2. Thomas Holzer

    @nattl
    Sie schreiben es; nur ist dies -meiner Meinung nach- darauf zurückzuführen, daß es zu einer permanenten Bedeutungsveränderung auch schon der einfachsten Wörter durch Medien, Politikerdarsteller und Konsorten kommt

  3. Thomas Holzer

    @Wanderer
    Aus Ihrem “verlinkten” Artikel: “Der Moralist spricht alle schuldig, die ihm nicht folgen”

    Man merke (sich): Moralist = Fundamentalist = Gutmensch = Kollektivist = links

  4. Falke

    Die richtige Antwort auf diese Art der “Toleranz” hat Henryk M. Broder in seinem Buch “Kritik der reinen Toleranz” gegeben.Unter dem Deckmäntelchen der Toleranz werden Gesetzlosigkeit, Regelverstöße, Gewalt und Respektlosigkeiten einfach hingenommen. Broder velangt daher vehement die Intoleranz.

  5. braquarius

    “Und auch wer sich nicht erhaben dünkt, kann sich gegenüber einem anderen, der auf Toleranz angewiesen ist, de facto in einer überlegenen Position befinden.”
    Was heißt schon “überlegene Position”!
    Derjenige, der Toleranz erwartet, ist ja der “Eindringling”, jener, der seine abweichende Meinung/Kultur/Lebensweise/… gegenüber den anderen (die natürlich auch nicht immer recht haben) durchsetzen möchte.
    Derjenige, der Toleranz bietet, ist bereit, sich auf das Gegenüber einzulassen, ABER nicht uneingeschränkt.
    Daher ist Toleranz etwas Gefordertes GEGEN die Mehrheit, in der der Fordernde lebt oder in die er eingedrungen ist, von der er vielleicht auch profitiert – der Fordernde kann dieses Umfeld ja auch verlassen.
    Integration hingegen eine Leistung, die FREIWILLIG erbracht werden muss, um in diesem Umfeld akzeptiert zu werden.
    Daher betrachte ich Toleranz nicht als “Tugend für starke Gemüter”, die allerhand Negatives aushalten können, sondern als Ergebnis rationalen Denkens, das bereit ist, eine von der bisherigen abweichende Sichtweise als eine auch für sich selbst denkbare Alternative zu sehen – ohne zwingend diese zu übernehmen, aber sehr wohl als wohlwollendes Nebeneinander zu akzeptieren. Dann – aber nur dann – ermöglicht Integration im Sinne von “Evolution in gegenseitigem Einverständnis” Anpassungen in beide Richtungen, zu beider Vorteil.

  6. stiller Mitleser

    Toleranz interpersonell bedeutet, daß man sich nicht zu schnell in Frage gestellt fühlt, selbstsicher und gefestigt ist, so daß man einem andern auch geduldig einen Entwicklungs-Raum vorstrecken kann, oder wenn absehbar keine Entwicklung erfolgen wird, die richtige Distanz einnimmt.
    Toleranz ist eine große Kulturleistung.
    Man kann Andersartigkeit auch ästhetisch und intellektuell viel abgewinnen, denn Homogeneität kann langweilen – aber ohne sich aufzugeben oder zu Veränderung gezwungen zu werden.

    Politisch und sozial bedeutet Toleranz daß Andersartigkeit innerhalb gewisser – verbindlicher – Grenzen
    akzeptiert wird. Toleranz bedeutet nicht, sich von Intoleranten und Gewalttätern drangsalieren zu lassen!

  7. mariuslupus

    Die Linken haben bereits in den 60er Jahren eine merkwürdige, ideologisch begründete, Spaltung der Toleranz in den gesellschaftlichen Diskurs eingeführt. Absolut intolerant gegenüber Andersdenkennden, absolute Toleranz gegenüber anders Handelnden. Die Toleranz der Linken setzt, immer eine Andersartigkeit voraus. Insbesondere eine fremde Abstammung,vermeintlich hilfsbedürftig und Anhänger einer totalitären Ideologie. Deswegen die Verliebtheit der Linken in den Islam. Damit wären auch die Fragen warum linke Feministinen Anhänger der Zwangsverheiratung, der Zwangsverschleierung und der Zwangsgenitalverstümmelung sind, eigentlich beantwortet. Linke Feministen gibt es auch. Der Glauben ist der gleiche.

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