Tom Wolfe: “Die Folgen der sechziger Jahre sind eher nicht so gut”

“Die sechziger Jahre haben viele soziale Schranken beseitigt, aber auch das gute Benehmen und die Höflichkeit. Höflichkeit ohne Absicht ist ein soziales Konzept, das man heute überhaupt nicht mehr kennt. Auch Pflichtbewusstsein ist weitgehend verschwunden. Ich erinnere mich an meine Anfangszeiten als Zeitungsreporter hier in New York. Ich war jung, ich musste oft eine der unbeliebtesten Aufgaben übernehmen, die Strassenumfrage. Die Leute gaben nicht gerne Auskunft. Aber dann kam ich auf einen Trick. Ich fragte nicht einfach: «Was halten Sie von dem und dem?» Ich machte ihnen zuerst einmal lang und breit die Wichtigkeit ihrer Auskunft klar, redete von der offiziellen Tagesumfrage der grossen, wichtigen «Herald Tribune» usw. Das gab den Leuten das Gefühl von Aufgabe und Pflicht. Ich glaube nicht, dass dieser Trick heute noch funktionieren würde. Heute würden die Leute vermutlich Geld für ihre Auskunft wollen. Und der Zusammenbruch aller Förmlichkeit im sozialen Umgang ist natürlich auch eine Folge der Sechziger. Ein Professor, der sich noch fünf Jahre vorher als James Miller vorgestellt hat, sagt bei der Begrüssung plötzlich nur noch: «Just call me Jim.» Und dann die ganze Veränderung der Sexualmoral und erst recht der Kleidervorschriften. Vor den Sechzigern sahen die Türsteher eines Apartmenthauses an der Park Avenue so aus wie Offiziere eines österreichischen Garderegiments aus dem 19. Jahrhundert. Heute trifft man selbst an Adressen, an denen die Wohnungen Dutzende von Millionen kosten, Türsteher mit zerschlissenen Jeans und T-Shirt. Nun, ich tendiere dazu zu sagen: Die Folgen der sechziger Jahre sind eher nicht so gut…” (NZZ, hier)

22 comments

  1. Rado

    Der alte Herr mit seiner Hochwasserhose und den Sternensocken scheint auf seine Art ebenfalls etwas schrullig. Unterhaltsame Lektüre!

  2. sokrates9

    Ich finde seine Analyse der Destabilisierung von vielen Werten und Substitution durch Political correctness welches eine absolute Gummiattitüde darstellt und beliebig mutiert werden kann, ist für sehr interessant!

  3. mariuslupus

    Die Katastrophe begann 1968 und setzt sich in den Kindern und auch den bereits ergrauten Enkeln der 68er Ideologieträger, fort. Es kommt noch schlimmer. Die Brut ist noch immer dabei zu schlüpfen.

  4. namor

    Christliches Schuldbewusstsein, meine Rede!

    die Linke (oder der Zeitgeist) hat sich diese Erbschuld zu eigen gemacht. Kreuzzüge, Sklaverei, Kolonien, Klima, Welthandel, etc. Überall sind wir Schuld. Wobei die ersten drei genannten nur durch massive Geschichtsfälschung wirksam werden können. Erster Akt zur Geschichtsfälschung: man lasse die Geschichtsschreibung mit dem Ereignis beginnen und setze voraus, dass vorher blühende Landschaften waren wo dann der Westen nur Schlechtes brachte. Als Zeuge rufe ich Prof. Egon Flaig in den Zeugenstand, seine Spuren im Netz sollen seine Aussage sein.

    Das Schuldbewusstsein ist tief verankert, der Opfergott für unsere Schuld. Wenn wir den Schuldfetisch los werden wollen, müssen wir Jesus endgültig begraben.

    Im Interview heißt es “Schuldgefühle wegen Reichtum”, man muss weiter gehen “Schuldgefühle wegen Stärke”, Nietzsche der alte Halunke wusste es, nur dass sich das Christentum aus den Krichen schleicht und in die Menschen kriecht, sah er nicht. Dass diese Krankheit sich nicht mehr Christentum nennt sonder Humanismus, Moderne, Menschlichkeit, konnte er nicht wissen. Wir fliegen zum Mond, wir schafften die Sklaverei ab, wir Revolutionierten die Landwirtschaft mit der Genetik zum siebten Mal (sic!), wir bändigen die Seuchen, blasen den Dampf in die Maschinen, bändigen die Zeit mit Turmuhren, …. Wir sind nicht nur reich, wir sind stark, wir sind klug, … Aber wir müssen uns schlecht dabei fühlen, schuldig. Schuldig nicht nur des Reichtums, das greift zu kurz. Schuldig jedweder Stärke. So funktionierte die Sozialdemokratie mit dem Proletariat und heute mit den Minderheiten,so funktioniert Feminismus, so funktioniert Grün, so funktioniert Kirche.

    Wie wir das lassen können? Nur langsam, da niemand ahnen kann was kommt, wenn wir uns davon befreien.

  5. cmh

    Und wieder ist das Christentum schuld daran, dass wir immer und überall schuldig sein müssen.

    Merken Sie da nicht den Widerspruch?

    Alle faseln immer nur von der Schuld, tatsächlich ist es aber die nicht wahrgenommene Verantwortung. Schuld kann doch bitte jeder gerne auf sich nehmen, der sich stark genug hält, verantwortungslos zu leben. Die Schuld im christlichen Sinne ist nur, dass man sich nach einem verantwortungslosen Handeln nicht darauf ausreden darf, dass die anderen Schuld wären.

    Das Christentum ist da nur der Bote, denn es hindert ja auch niemanden, verantwortungsvoll zu handeln. Das ist nur verdammt schwer.

    Sozialismus (auch in seiner Variante des Feminsimus) funktioniert nicht, wie Sie meinen, auf der (eignen) Schuld, sondern Sozialismus funtkioniert damit, dass immer die anderen schuld sind. Die Proletarier sind doch nie schuld und die Sozen schon gar nicht. Das ist ein kleiner aber fundamentaler Unterschied. Da kommt dann das fatale Afterkonstrukt heraus, dass der echte Sozialismus noch nie bestanden hatte, sondern nur von allen möglichen Abweichlern ruiniert wurde.

  6. stiller Mitleser

    Mit der Lektüre von “The Bonfire of the Vanities” und “Back to Blood” war man eigentlich gegen die ganze journalistische Heuchelei nach dem Sommer ´15 gewappnet; unbedingt lesen !!
    “Radical chic” allerdings hatten schon die flapper (wie meine rasant Auto fahrende Mutter, die auch fliegen lernte und die Mussolinis Gemeindebauten toll fand, weil schließlich gerade die manuellen Arbeiter ein Badezimmer brauchen, um sich Dreck&Schweiß des Tages runterwaschen zu können).

    Nach ´89 stellte ich dann einen Bruch fest: die nach vorher für sie unerreichbaren Gütern strebenden Zuwanderer aus den Ländern hinterm Eisernen Vorhang konnten intellektuelles Sozialkapital nicht decodieren und bewerteten alle beinhart nach schlichten Statussymbolen, die bei uns als ordinär galten.
    Eine neue Verkäuferin eines Geschäftes etwa (geringfügig angestellt für Krankenversicherung, Resteinkommen escort service), in dem wir schon seit Jahrzehnten eingekauft hatten, holte die Polizei, als eine öko-gewandete Freundin und ich (in Gummistiefeln) Jacken aus der Kinderabteilung und V-Necks aus der Herrenabteilung probierten – sie konnte uns sozial nicht richtig einordnen.

    Aber auch in der guten, alten ÖVP mußten wir solchen cultural decline feststellen, sie war nicht mehr die gute, alte ÖVP, in der auch die schlimmeren Kinder guter, alter ÖVPler als solche decodiert werden konnten, was natürlich nur besagt, daß die gute, alte ÖVP in der ÖVP sehr minoritär geworden ist. Aber wer weiß, vielleicht wird´s ja wieder.

  7. stiller Mitleser

    @ namor
    Da muß ich Ihnen widersprechen (obwohl ich Ihre Beiträge hier sonst sehr erfrischend autonom finde!):
    die ganze Schuldgefühlssauce ist lediglich eine Nobilitierungsstrategie von social climbers, die genetisch gar nix mit Kolonialismusgewinnern ( Reichtum, Luxus und Eleganz des 18.Jhs beruhten auf kolonialem Surplus, das stimmt) zu tun haben.

    Aber jetzt hab ich hier für ein Weilchen genug sozialgeklempnert, Jasmin duftet, die Rosen öffnen sich und “in the long run we are all dead” .
    Surplus der Kolonien, das stimmt,

  8. namor

    @stiller Mitleser
    danke für die Rosen. ich sehe nur den Widerspruch nicht. Die Linke Hälfte adelt sich mit moralischer Überlegenheit. Sie erkennt die Schuld (wo Schuld da auch ein Opfer) an und bittet alle zur Kassa (für die Opfer). Ganz so teuer wird es nicht werden, da die Rechte dagegen hält. In diesem Sinne ist 2015 spannend, da in der Migrationsdebatte das konservative Gegengewicht ohne Vorankündigung die Seite wechselte und stramme Linke sich mit den Konsequenzen ihrer Utopie auseinandersetzen müssen. Diese kostenlose Parteiergreifung für alles Schwache hat die große Stärke, dass sie unverdächtig ist. Man kämpft nicht aus egoistischen Gründen*. Ihre Nobilitierungshypothese straft diese kindische Annahme Lügen.

    *die ersten 20 Sekunden zeigen wofür die Gerechten kämpfen.

  9. stiller Mitleser

    @ namor
    Da ich mit webstick lese, seh ich Videos kaum an (und wenn, dann nur solche mit Musik, danke astuga!). Seit mein Hund tot ist, nehm ich manchmal die Abkürzung über den Hietzinger Friedhof, was ich mit Hund nicht konnte, und kam dabei zufällig an Lesers Grab vorbei. Ich war nicht beim Begräbnis, obwohl ich auch sein kleines Institut beim Salzburger Bahnhof frequentierte und seine Kritik der SP schätze. – Nietzsche mußte sich aus einer abscheulichen Familie rausbaggern, wobei ihm seine Kritik des Christentums half. Die beliebte einschlägige Nietzsche – Lesart ist mir einfach zuwider, da bin ich mal freimütig subjektiv, und sie reduziert ihn auch unangemessen, denn es gibt andre Arten und Schulen der Rezeption (u.a. le cercle vicieux etc..). Libertäre zeigen doch stark Spuren des 19.Jhs mit seinen – mittlerweile doch – verjährten Kämpfen – seufz.

  10. Oliver H.

    @Selbstdenker

    ‘Creative destruction is our middle name, both within our society and abroad. We tear down the old order every day, from business to science, literature, art, architecture, and cinema to politics and the law. Our enemies have always hated this whirlwind of energy and creativity which menaces their traditions (whatever they may be) and shames them for their inability to keep pace (..) We must destroy them to advance our historic mission.’
    Michael Ledeen, 2003

    Obiges Zitat als Ersatz für eine mit Fußnoten gespickte Darlegung, was es mit dem “Hoover Institute” aufsich hat, möge einmal mehr der Verdeutlichung des Aberglaubens dienen, der Feind unserer Feinde sei unser Freund.

  11. namor

    @cmh
    Ihre Kritik geht fehl, da Sie mein Ansinnen nicht verstanden haben. Die Schuld am Klimawandel kann ich mir nicht aussuchen. Das EEG wird in Deutschland auf alle angewandt. Nein! Ich habe nirgends gesagt, Sozialismus funktioniere auf eigener Schuld, bzw dies so vereinfacht. Die Schuld wird kollektiviert. Und zu Zeiten als noch für Proletarier gekämpft wurde sind auch vorbei. Über den Umweg Kolonialismus kämpft man heute für jede Minderheit, fast jede. Das Christentum verehrt das Schwache, steigt hinab zum Leprakranken. Der Proletarier war nicht schuld, er war leprakrank. Der Sozialdemokrat ist nicht schuld er ist am Weg zur Seligwerdung, steigt er doch hinab. Die Anfänge der Schuldausweitung kann man evtl bei Dostojewskis Brüdern Karamasow finden. Starez legt den Baustein.
    @stiller Mitleser
    ich habe keine Ahnung von Schulen der Rezeption, da lausche ich gerne Ihren Worten. ich lese/höre Nietzsche und denke mir meinen Teil. Aktuell seine ecco homo, sein Wagner-Fanboy-Tum ist nicht auszuhalten. Wäre er ein Kind der 1980er, ob er an Axel Rose weißer HotPant gehangen wäre? Kill your Idol kann ich da nur sagen.

  12. Thomas Holzer

    Niemand wird gezwungen, soziale Schranken, gutes Benehmen und Höflichkeit zu beseitigen, abzulegen, nicht mal im Internet.
    Aber da sich anscheinend niemand mehr für seine eigenen Worte, “postings”, geschweige denn Taten nicht mal mehr verantwortlich fühlt, sind natürlich sämtliche Dämme -bewußt- gebrochen worden

  13. Selbstdenker

    @Oliver H.:
    Mir geht es um die Aussagen von Thomas Sowell. Sollte es ein vernünftiges ORF-Interview (also keines das von Armin Wolf gehalten wurde) von ihm geben, könnte ich meinetwegen auch dieses posten.

    Die Aussagen von Thomas Sowell in seinen Büchern und Inverviews aus den 1980iger und 1990iger Jahren beschreiben bzw. prophezeien präzise die zahlreichen negativen Entwicklungen, die den Westen von innen heraus zerfressen.

    Mit dem Hoover Institute habe ich mich bislang nicht befasst. Allerdings zweifle ich daran, dass es sich um eine ähnlich organisierte Bösartigkeit wie die diversen Soros Organisationen handelt. Immerhin zählten auch Margaret Thatcher, Ronald Reagan, Alexander Solschenizyn und Milton Friedman zu den (Ehren-)mitgliedern.

  14. Selbstdenker

    @cmh:
    “Sozialismus (auch in seiner Variante des Feminsimus) funktioniert nicht […] auf der (eignen) Schuld, sondern Sozialismus funtkioniert damit, dass immer die anderen schuld sind. Die Proletarier sind doch nie schuld und die Sozen schon gar nicht. Das ist ein kleiner aber fundamentaler Unterschied. Da kommt dann das fatale Afterkonstrukt heraus, dass der echte Sozialismus noch nie bestanden hatte, sondern nur von allen möglichen Abweichlern ruiniert wurde.”

    Perfekt beschrieben. Vielen Dank!

    Wie schon öfters im Ortner Blog erwähnt, ist der Sozialismus vom Wesen her ein System der Knechtschaft. An die Stelle von freiwillig abgeschlossenen Verträgen tritt ein auf­ok­t­ro­y­ie­rtes Herrschaftsverhältnis:

    Um von weltlichen und geistlichen Herrschern im Diesseits in Ruhe gelassen zu werden, sind Steuern, Frondienste, Schutzgelder und Unterwerfungs-, Konformitäts- bzw. Symphatiegesten zu leisten.

    Die Nichtleistung des Herrschers erkauft sich der Beherrschte duch den erwähnten Transfer. Findet kein Transfer statt, “leistet” der Herrscher in Form von Gewalt, Freiheits- und Besitzentzug, soziale Ausgrenzung, Rufmord, etc. an den Beherrschten.

    Das Bindeglied ist ein fiktiver kollektiver Schuldtitel.

    Über diesem Weg kann die Allgemeinheit gegen bestimmte Gruppen (und umgekehrt) ausgespielt werden. Und es können auch verschiedene Gruppen untereinander ausgespielt werden. Elementar ist, dass das Schuldverhältnis kollektiviert ist und dass es einen Dritten (“Mittler”) gibt, der aus jeder Konfliktsituation profitiert.

    Beispiel:

    Unhinterfragte Entwicklungshilfeprojekte, pauschale Geldzuweisungen und neuerdings die Aufnahme von Sozialvagabunden sind die Transferleistung mit denen sich die Europäer (=Gruppe) von der “Erbsünde” des Kolonialismus (=fiktiver kollektiver Schuldtitel) freikaufen sollen. Auch die Schweizer, die Finnen und die Iren.

    Im Jahr 2017 noch zu behaupten, dass die Zustände in Afrika westlicher Ausbeutung geschuldet wären, ist einigermaßen absurd. Man sollte sich auch vor Augen halten, dass sich im nördlichen Teil Afrikas über Jahrhunderte hinweg der Islam ausgetobt hat, bevor hier eine Kolonialisierung durch die Europäer stattgefunden hat.

    Während sich die Araber keiner Schuld bewusst sind (obwohl sie dazu gute Gründe hätten), lassen sich viele westliche Leichtgläubige – auch aus Ländern, die nie eine Kolonialmacht waren – auf diesen fiktiven kollektiven Schuldtitel ein. Vielleicht deshalb, weil sie sich selbst mit diesen “freundlichen Gesten” einparfümieren und die Rechnungen ihren Nachbarn schicken.

    Die lokalen Machthaber in Afrika sehen es pragmatisch: wahr ist was (der eigenen Geldtasche) nützt.

  15. Oliver H.

    @Selbstdenker

    “Mir geht es um die Aussagen von Thomas Sowell.”

    Die Worte von Sowell sind tadellos, abgesehen vom typischen Neocon-Gelaber rund um Osama bin Laden und Atomwaffen (etwa ab Minute 28:00 im Video). Der Mann ist ohne jeden Zweifel billiant und auch fähig, seine Meinung zu ändern, siehe etwa betreffend Fed oder Obama.

    “Die Aussagen von Thomas Sowell in seinen Büchern und Inverviews aus den 1980iger und 1990iger Jahren beschreiben bzw. prophezeien präzise die zahlreichen negativen Entwicklungen, die den Westen von innen heraus zerfressen.”

    Vor Kurzen war hier Huntingtons ‘Clash of Civilization’ ein Thema, erinnern Sie sich? Die Grenze zwischen Prophetie und Handlungsanweisung ist verdammt schmal, speziell dann, wenn die Erkenntnisse aus notorischen Thinktanks stammen. Sei’s d’rum, Sowell als Person war nicht mein Thema, sondern das Aufzeigen, wonach es nicht die erkennbaren Linken sind, die betreffend ‘subversion’ das tatsächliche Sagen haben.

    “Mit dem Hoover Institute habe ich mich bislang nicht befasst.”

    Dann tun Sie es, bitte! Bereits in diesem Jahr gibt es von dieser Einrichtung zur Aufzucht und Pflege neokonservativen Nachwuchses bereits zwei Schriften, die den USA ein neues 9/11 durch Islamisten vorhersagen. Komisch, nicht wahr? Aus einem Umfeld mit Kissinger in Zentrum, flankiert von Shultz, Rumsfeld und Rice und aus einem Institut, das gegründet wurde zur Erforschung das Krieges und George W. Bush auf den Knien verehrt aber auch nicht verwunderlich.

    “Allerdings zweifle ich daran, dass es sich um eine ähnlich organisierte Bösartigkeit wie die diversen Soros Organisationen handelt.”

    Es ist klassische Fake-Opposition! Die meisten halten sich für Durchblicker, wenn sie Soros als ‘bösartigen’ Strippenzieher erkannt haben. Daß es daneben auch Carnegy-, Ford- oder Rüstungsindustrie-Funds geben kann, das wäre dann aber schon zuviel der Verschwörung.

    “Immerhin zählten auch Margaret Thatcher, Ronald Reagan, Alexander Solschenizyn und Milton Friedman zu den (Ehren-)mitgliedern.”

    Auch Mises war Mitglied der Mont-Pellerin-Society. Was sagt uns das jetzt? Er wenigstens hatte sich irgendwann abgewandt, während etwa ein Friedmann bis zum Ende seines Lebens an den Segnungen der FED festhielt und damit bei der Hoover Institution perfekt aufgehoben war.

    Eine zweite Bitte: Oben brachte ich ein Zitat von Michael Ledeen, beginnend mit ‘Creative destruction is our middle name, both within our society and abroad’. Haben Sie es vollständig gelesen, verstanden und versucht, Michael Ledeens Hintergund zu erkunden? Der Mann ist ganz und gar nicht klassisch links oder irgendwie der Soros-Nähe verdächigt, er ist aber (siehe Zitat) sehr offenherzig, eine Unverblümtheit, die er mit vielen NWO-Protagonisten teilt.

  16. Selbstdenker

    @Oliver H.
    Das Zitat von Michael Ledeen (offenbar bezieht er sich – aus welcher Motivation auch immer – auf Schumpeter) sticht tatsächlich hervor. Wobei mich der genaue Kontext interessieren würde.

    “Auch Mises war Mitglied der Mont-Pellerin-Society. Was sagt uns das jetzt?”

    Ich werde mir die Hoover Institution näher ansehen. Sollte an der NWO-Sache was dran sein, so gehe ich aber nicht automatisch davon aus, dass die zum Teil sehr hochkarätigen Fellows geschlossen diese Ziele teilen.

  17. Oliver H.

    @Selbstdenker

    Das Zitat entstammt dem Buch: “The Field of Fight: How We Can Win the Global War Against Radical Islam and Its Allies”

    “.. so gehe ich aber nicht automatisch davon aus, dass die zum Teil sehr hochkarätigen Fellows geschlossen diese Ziele teilen.”

    Detto. Aber dasselbe kann man identer Überzeugung von der Open Society Foundation, TRC oder dem CFR behaupten.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .