„Totengräber seiner politischen Familie“

Von | 9. Oktober 2017

(von WERNER REICHEL)  Mit Christian Kern an der Spitze der Sozialdemokraten hat die politische Kultur in Österreich einen absoluten Tiefpunkt erreicht. Das ohnehin schon unterirdische Niveau wird von der Partei-Spitze fast täglich aufs Neue unterboten. Da mimt der Kanzler in seinem jüngsten Video den seriösen Staatsmann und setzt doch nur die rote Schmutzkübelkampagne mit anderen Mitteln fort, indem er sich erneut als Opfer und die anderen Parteien als die wahren Übeltäter darzustellen versucht. Manche Entlastungs- und Gegenangriffe kippen angesichts der Panik vor dem Macht- und Bedeutungsverlust allerdings zunehmend ins Skurrile bzw. Peinliche.

Die Angst von den Schalthebeln der Macht und den mit Steuergeld gefüllten Futtertrögen vertrieben zu werden, lassen bei einigen verunsicherten Genossen offenbar alle Sicherungen durchbrennen. Man schlägt wie ein Ertrinkender um sich.  Mittlerweile ist die rote Chaostruppe auch in den Fokus der internationalen Presse geraten. Le Monde, nicht gerade ein rechtes Hetzblatt, beschreibt Kern als „Totengräber seiner politischen Familie.“

Stimmt, die SPÖ zerstört in ihrem politischen Überlebenskampf allerdings nicht nur sich selbst, sie beschädigt auch den Staat, seine Institutionen und das demokratisch System. Vor seinem unvermeidlichen Abgang verwüstet Kern noch die heimische politische Landschaft nachhaltig. Das Einzige was zählt: Irgendwie an der Macht zu bleiben. Dafür sind praktisch alle Mittel recht. Österreich scheint in die Hände eines skrupellosen Polit-Clans gefallen zu sein. Es geht nicht darum, Politik für Österreich zu machen, sich für das Land einzusetzen, es geht nur noch darum zu verhindern, dass das dicht gewebte rote Netzwerk, von dem so viele profitieren, nicht zerreißt. Da man seit 1970 den Kanzler stellt (mit Ausnahme der für die SPÖ so traumatischen Schüssel-Jahre) glaubt man wohl, ein Anrecht darauf zu haben.

Das Dirty Campaigning der SPÖ scheint nach dem Ausscheiden Silbersteins erst richtig begonnen zu haben. Alles oder nichts scheint die Devise. Seltsam auch, dass die anständigen und braven Sozialdemokraten diesem Treiben taten- und mehr oder weniger wortlos zusehen. Sie müssten dem, nicht nur im eigenen, sondern auch im Interesse des ganzen Landes, endlich einen Riegel vorschieben und diese Clique stoppen, bevor das Schadensausmaß noch größer wird.

Dass die aktuelle SPÖ-Führung Österreich in ein schiefes Licht rückt und das politische System beschädigt, scheint dem Bundespräsidenten egal zu sein. Van der Bellen wird aus seinem politischen Koma erst erwachen, wenn es seine roten Freunde nicht mehr in eine Regierung schaffen sollten. Erst dann wird er sich um die Reputation unseres Landes „sorgen“.  Bis dahin wird er die negative Presse über die politische (Un)Kultur in Österreich und die SPÖ in der Hofburg einfach aussitzen. Die politischen und moralischen Bedenkenträger, die bei jedem Rülpser eines blauen Gemeinderates aus Hintertupfing um unsere Demokratie bangen, schauen nun zu, wie sich die roten Wahlkämpfer und deren Politsöldner mit immer absurder werdenden Entlastungsangriffen, selbst gestrickten Verschwörungstheorien, Drohungen und weinerlichen Auftritten versuchen, aus der Affäre zu ziehen und die ÖVP weiter anpatzen. Wer bis zum Hals im Dreck steckt, kann nur noch mit Dreck um sich werfen, damit auch die anderen möglichst schmutzig aussehen.  Die Taktik scheint bis zu einem gewissen Grad zu funktionieren. Mittlerweile ist auch Kurz und die Volkspartei einigermaßen angepatzt. Sie verstehen ihr Handwerk. Auch der ORF hält noch immer seine schützende Hand über Kern und berichtet äußerst wohlwollend. Man hat sich bereits zu sehr aus dem Fenster gelehnt. Auch für den Staasfunk gilt nun, alles auf die Karte Kern zu setzen. Ein Zurück gibt es nicht mehr, mit ÖVP und FPÖ wird man sich nicht wohl mehr arrangieren können.

Die SPÖ-Strategie ist simpel: Man versucht sich, trotz aller am Tisch liegenden Fakten, als Opfer einer von langer Hand geplanten Intrige zu inszenieren und Sebastian Kurz, gegen den Kern in einem direkten politischen Duell ohnehin eine Chance hat, als den finsteren Strippenzieher im Hintergrund darzustellen. Beim nächsten Mimimimi-Video tragen Matznetter und Kern vielleicht schon Alu-Hüte.

Wir sind die wahren Opfer, so das SPÖ-Mantra. Das ist angesichts der Vorgeschichte (wer hat Silberstein geholt und bezahlt?) eine riskante Strategie, die bestenfalls bei Menschen verfängt, die ohnehin schon immer rot gewählt haben und sich ausschließlich via ORF informieren. Außerhalb der heimischen Geriatriezentren dürften das nicht mehr allzu viele Menschen sein. Ebenfalls Teil des SPÖ-Plans: Ein so lautes mediales Getöse veranstalten, soviel Verwirrung stiften und so viel Pulverdampf produzieren, dass sich am Ende kaum noch jemand auskennt und der an Politik nur mäßig interessierte Wähler meint: De hom eh olle Dreck am Steckn. Bei all dem geht man wie ein gewöhnlicher Krimineller vor: Alles abstreiten, immer nur zugeben, was ohnehin schon bekannt ist, ansonsten ablenken, den Gegner anpatzen und Flucht nach vorne antreten.

Dabei stellt sich die Frage, wie es überhaupt so weit kommen konnte? Wie konnten windige Politdesperados überhaupt an die Spitze des Wahlkampfteams einer altehrwürdigen Partei gelangen und warum hat man sie einfach schalten und walten lassen, bzw. lässt sie das noch immer. Und wo ist der Aufschrei der Partei-Basis?

Es ist wohl die Kombination aus zwei Faktoren. Einerseits war und ist sich die SPÖ nach Jahrzehnten an der Macht sehr sicher, mit solchen Methoden durchzukommen. Schließlich hat man überall seine Leute, seine Freunderln und Günstlinge sitzen: in den Medien, Ämtern, der Justiz, den NGOs, den Bildungseinrichtungen oder im Kulturbetrieb, der sich gerade auffällig ruhig verhält. Es ist noch nicht lange her, da wurde Kern von dieser mit Steuergeldern finanzierten Blase als der neue Polit-Messias gefeiert. Filmemacher David Schalko bezeichnete Kern gar als brillanten Mann, der alles richtig macht.

Dank des tiefen roten Staates hat die SPÖ schon viele Krisen mit nur kleinen Blessuren überstanden, die für jede andere Partei tödlich gewesen wären. In Wien funktioniert dieses System noch immer ganz gut, hier wird nach wie vor viel Steuergeld durch diese weitverzweigten Netzwerke gepumpt. Wer so viel Macht und sich so ein großes Heer an Anhängigen geschaffen hat, wird unvorsichtig.

Faktor 2: Die Angst, eben diese Macht zu verlieren, weil man in den vergangenen Jahren zu viele und zu schwere politische Fehler gemacht hat, zu unverschämt geworden ist, sich immer weiter von den Bürgern entfernt hat und in Folge dessen immer mehr Wähler der SPÖ den Rücken gekehrt haben. Der Anfang vom Ende war und ist die linke Politik der offenen Grenzen und des Sozialstaates für alle, die es irgendwie nach Österreich schaffen. Damit hat man nicht nur dem Land, sondern auch der eigenen Partei massiv geschadet. Der so geschwächten Sozialdemokratie dürfte Kern nun den endgültigen Todesstoß versetzen. Dazu braucht es keine finstere Verschwörung, keine „Betriebsspionage“, dass schafft die SPÖ von ganz alleine.

Wer Angst hat, macht bekanntlich Fehler. Dazu kommt, dass die FPÖ bisher der größte Konkurrent der SPÖ war. Im Kampf gegen die Freiheitlichen verstand es die SPÖ stets geschickt die Medien, Kirchen, die „Zivilgesellschaft“ und den Kulturbetrieb für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Bei der Abwehr der angeblich so bösen Blauen machten stets alle „Guten“ des Landes geschlossen mit, die SPÖ brauchte sich nur zurückzulehnen und die Stimmen einzusammeln, die ihr so unverdient zufielen.

Angesichts von Sebastian Kurz als schärfsten Konkurrenten und den Folgen der unkontrollierten Masseneinwanderung funktioniert die altbewährte Haltet-die-Nazis-Strategie der SPÖ nicht mehr. Dass in diesem Wahlkampf plötzlich einige Medien ihren jahrzehntelangen SPÖ-Kuschelkurs verlassen würden und nicht die FPÖ, sondern die SPÖ im Zentrum der Kritik steht, damit hat man offenbar nicht gerechnet.  Bisher konnte sich die Sozialdemokraten immer auf die überwiegend linke Publikzistik verlassen. Jeder Wahlkampf der vergangenen Jahrzehnte lief nach demselben Muster ab: Praktisch alle Medien haben sich auf die FPÖ eingeschossen und mehr oder weniger direkt SPÖ und Grüne unterstützt. Es ist eine völlig neue Erfahrung für die SPÖ, plötzlich selbst medialen Gegenwind zu spüren. Selbst dezidiert linke Blätter sind vom Kern-Kurs mittlerweile angewidert. Wer über Jahrzehnte von den Medien hofiert wird, kann mit einer solchen Situation nur schwer umgehen, ist völlig überfordert.  Die SPÖ schätzt Situationen immer öfter falsch ein, manche ihrer Aktionen sind völlig Gaga, etwa wenn sich ausgerechnet der SPÖ-Kanzler von einem Medien- und Machtkartell verfolgt fühlt, man aus der ÖVP einen Spionagering machen möchte oder ernsthaft den Rücktritt von Sebastian Kurz fordert. Das ist für jeden Österreicher, der SPÖ buchstabieren kann, nur noch lachhaft. Die Partei, die einen internationalen Dirty-Campaigning-Star für über eine halbe Million Euro (nach derzeitigem Erkenntnisstand) engagiert hat, versucht sich nun als Opfer einer „Intrige“ darzustellen. Kerns Ehefrau erzählt holprig eine rührselige Geschichte, die sich anhört, als hätte sie ein Rudi Fussi zwischen Tür und Angel hingeschmiert.

Kerns Familie war von Anfang an Teil der politischen Inszenierung. Deshalb ist es auch völlig abstrus, wenn der Kanzler nun versucht, seine Angehörigen als arme, unschuldige Opfer medialer und politischer Hetze darzustellen. Es war Kern, der seine Familie vor den Vorhang geholt hat, es war sein Sohn, der Sebastian Kurz mit dem Massenmörder und angeblichen Kannibalen Idi Amin verglichen hat. Dass sich Medien für die Geschäfte seiner Frau, interessieren, ist in einem Land, in dem Pressefreiheit herrscht, völlig normal. Wenn Kern damit Probleme hat, sagt das viel über sein Demokratieverständnis und wenig über die entsprechenden Medien aus.  Aber in der Opferrolle fühlt sich Kern pudelwohl, auch wenn das mit dem Macher-Image, das er so gerne hätte, nicht kompatibel ist.  Schuld sind nach klassischer linker Tradition ohnehin immer die anderen. Dazu zählt auch der Versuch, jene anonyme antisemitische Hetzseite auf Facebook, mit der man sowohl ÖVP als auch FPÖ schaden wollte, mit konservativen und kritischen Internetmedien wie unzensuriert.at oder fass-ohne-boden.at gleichzusetzen.

Völlig abstrus auch die Einsetzung der Matznetter-Task-Force. Die SPÖ untersucht ihre eigenen Schweinerein. Sehr glaubwürdig. Nach mehreren Tagen präsentiert der unerschrockene interne Ermittler Inspektor Matznetter der Öffentlichkeit einige irrelevante Kaszettln. Darunter ein nicht unterzeichneter Vertrag, eine Rechnungsaufstellung (mit peinlichem Rechenfehler) und Rechnungen der Silbersteinfirma mit Rechnungsnummern, die erneut Fragen aufwerfen. Um dieses Material zu präsentieren, hat die Task-Force übrigens mehrere Tage benötigt. Neben dem Slim-Fit-Kanzler, der den Macher und das Opfer spielt, scheint Matznetter für den humoristischen Part in dieser Polit-Inszenierung zuständig zu sein. Im Gegensatz zu seinem Chef ist er darin wirklich gut. Das hat er mit den Rücktrittsforderungen an Sebastian Kurz und seinem Spionage-Geschwurbel unterstrichen.

Die Absicht hinter all diesen Schachzügen ist klar, aber die SPÖ-Spitze hat mit dieser Groteske jede Glaubwürdigkeit verspielt, mit so einer Partei ist kein Staat zu machen, auch wenn man nach der Wahl Kern in die Wüste schickt. So eine Partei darf keine Regierungsverantwortung übernehmen. Noch dazu, wo sich die Sozialdemokraten seit Jahren als moralische Instanz, als verlässliche Kraft und als Partei für Gerechtigkeit inszenieren. Das war zwar auch schon bisher wenig glaubwürdig, nun sind auch die letzten Spurenelemente von Seriosität vernichtet worden.

Das Dirty-Campaigning geht trotz allem munter weiter. Silberstein versichert den Medien treuherzig, Kern habe von all dem nicht gewusst (und der ORF bläst das triumphierend raus) und Herr Puller versucht weiterhin die ÖVP anzupatzen … Was kommt als nächstes? Egal.  Hoffentlich geben die Österreicher am 15. Oktober die richtige Antwort und setzen dieser Schmierenkomödie endlich ein Ende.

 

 

21 Gedanken zu „„Totengräber seiner politischen Familie“

  1. Christian Peter

    Noch spannender sind die Vorwürfe gegen die ÖVP, die für die Bespitzelung der SPÖ € 100.000 geboten haben soll. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, möglicherweise kommt es zu Anklagen wegen Bestechung und Werksspionage gegen führende Politiker der ÖVP.

  2. Selbstdenker

    @CP:
    Die halbe Million Euro sind real von der SPÖ an die eingekaufte Dreckschleuder geflossen. Und diesen “Herrn”, der international bereits seit 2002 in einschlägigen Kreisen als der Auftrags-Rufmörder schlechthin gilt, beauftragt man nicht einfach zum Auswerten von ein paar Umfragen.

    Die Sache mit dem angeblichen EUR 100.000,- Angebot der ÖVP ist eine reine Behauptung eines Polit-Halllodris der eine ähnliche “Glaubwürdigkeit” zukommt wie der “Jungfräulichkeit” von Dolly Buster.

    Und dann noch die Sache mit der Nötigung des SPÖ Beraters gegenüber der Whistleblowerin. Ohne sie könnten die meisten Steuerzahler weiterhin nur vermuten wofür die Politmafia das von uns per Zwang abgepresste Steuergeld raus schmeisst. Gut dass diese Machenschaften endlich an das Licht der Öffentlichkeit gelangen.

  3. Christian Peter

    @Selbstdenker

    ‘Die Sache mit dem angeblichen € 100.000 Angebot der ÖVP ist unglaubwürdig’

    Warum sollte sich dieser Berater Derartiges aus der Nase ziehen ? Dass es ein Treffen mit dem Sprecher von S. Kurz gab, ist unbestritten. Glauben Sie, die beiden haben sich bei diesem Gespräch über das Wetter unterhalten ? Es kursiert die Vermutung, dass die ÖVP bei anderen Personen im Umfeld der SPÖ erfolgreicher war als bei diesem Berater Puller, was erklärt, dass der Skandal um das Dirty Campaigning der SPÖ so knapp vor den Wahlen an die Öffentlichkeit trat. Trifft dies zu, hat die Staatsanwaltschaft in dieser Angelegenheit noch einiges zu klären.

  4. Rizzo C.

    @Christian “Tal” Peter
    “Werksspionage in der SPÖ”

    Der Lacher des Jahres! Ja, wir wollen alle wissen, was im Werk in der Löwelstrasse so ausgetüftelt wird, wir wollen ihre geheimen Schweinereien in allen Details kennenlernen, wir möchten ihre hochintellektuellen Methoden lückenlos ausspioniert haben. Zugegeben, man braucht einen starken Magen, um die Resultate dieser Werksspionage runter zu würgen, aber wirksame Medikamente schmecken eben sehr oft grauenhaft.

  5. dna1

    @Christian Peter
    Hahaha, machen sei sich doch nicht selbst so lächerlich. Soviel kann ihnen die SPÖ doch gar nicht bezahlen.

  6. mariuslupus

    Totengräber ? Kann man Zombies bestatten ? Der Öffentlichkeit hat es negiert, dass diese Partei sich bereits mehr, wie mit einen Bein in der Gruabn befindet. Aber die Totgesagten leben immer länger. Die SPÖ wird die meisten, hier Schreibenden, in guter Gesundheit, gut ernährt, überleben.

  7. KTMTreiber

    @Selbstdenker:

    Sie zweifeln an der Jungfräulichkeit einer Dollly Buster ? *kopfschüttel” 😉

    @Rizzo C:

    Ziehen Sie die Betriebsspionage nicht so ins Lächerliche. Ich denke das es in der Löwelstraße mit Sicherheit grandiose Workshops zum Thema, – “Leichen schminken” und “tote Pferde reiten”, gibt !

    @mariuslupus:

    Man könnte Zombies bestatten; – nach einem gezielten Kopfschuss. Da jedoch so viele von denen “am Weg sind”, macht dies keinen Sinn und überlässt die Arbeit besser den Krähenvögeln … 😉

  8. sokrates9

    In der SPÖ gibt es ein großes Pool von Absolventen der neuen Mittelschule, Genderexperten, Publizistiker und anderer Elitestudien! Schön langsam zeigt sich die intellektuelle Kapazität dieser Elite! Und das fällt nun der Partei auf den Kopf!!

  9. Fragolin

    @Christian Peter
    Lassen Sie’s. Es ist lächerlich.
    Greifen Sie Kurz da an, wo ers vergeigt hat. Da finden Sie genug. (Meine Güte, der Strache hätte den gestern abend sowas von zerlegen können – man wird schon handzahm gegenüber dem möglichen Koalitionspartner.)

    Aber mit dem ständigen Wiederholen der Parolen, die Leute ausgegeben haben, die sechsstellige Beträge dafür bekommen haben, genau das zu tun, verbreiten Sie die Optik, selbst ein Roter Maulwurf hier beim Ortner zu sein. Warum sonst sollten Sie so auf diesem Kurz-Bashing bestehen?

  10. Christian Peter

    @Fragolin

    Schlagen Sie im Strafgesetzbuch nach, wenn sie keine Ahnung von den Gesetzen haben. Dirty Campaigning ist moralisch fragwürdig, aber legal. Die Vorwürfe gegen die ÖVP haben hingegen strafrechtliche Relevanz, dabei geht es um kriminelle Machenschaften.

  11. Weninger

    Diese Jammereien über dirty vcampaigning sind sowieso lächerlich, genauso das ständige Gewäsch punkto “Anpatzen”, da sind doch eh alle Parteien gleich. Die lächerlichen FB-Seiten vom Silberstein hätte gar keiner regsitriert, wenn nicht so ein Gezeter veranstaltet worden wäre. Ich hoffe nur, die Kurzianer werden mit ihrem neuen Führerkult glücklich. Der türkise Firnis wird aber schnell ab sein, und die Bünde wieder hervorkommen, auch wenn man jetzt im uniformen (!) Dirndl auftritt, eine zemlich Schande für eine Partei, die mal auf Invidualität gesetzt hat im Gegensatz zu den Roten.

  12. aneagle

    Eine Woche vor Torschluss ist es Zeit die wahre Österreich- Wahl Geschichte in die Welt zu setzen. Für alle Verschwörungstheoretiker und Paranoia-feinspitze, so einfach wie genial, hier:
    In der FPÖ, Heimat der österreichischen BrutaloKleptokratie, bricht nach dem alle- gegen- einen – Wahlkampf um den Präsidentendarsteller, die Panik vor einem ewigen rot-schwarz, schwarz- rot Ringelspiel aus, bei dem es in absehbarer Zeit mangels Masse nichts mehr abzustauben gibt. Der geniale Dreifach Agent Silberstein, direkter Nachfolger von Tullius Destructivus, (s. Streit um Asterix), wird engagiert. Er kassiert bei allen drei Parteien den üblichen Obulus, mahnt die FPÖ streng ab, ja alle ihre Leichen aus vergangenen Taten in den Kellern bedeckt zu halten und einen Wahlkampf zu führen, wie ihn die heiligen drei Könige noch nicht erlebt haben. Dann patzt er, recht mühelos, die beiden seit Jahrzehnten mit und gegeneinander regierenden Gruppierungen an, indem er nur deren beider reichlich vorhandenen eigenen Denunziantenkohorten kommunikativ fördert und ihre charakterlichen Eigenschaften mit kreativen Ideen inspiriert.
    Der Wähler wendet sich mit Grausen, die FPÖ, Mutter aller Scheinheiligenscheinbesitzer, gewinnt die Wahl. Der Agent, dem man so gerne alles in die Schuhe schieben möchte, ist längst auf und davon. Angeblich sitzt er im Gefängnis, tatsächlich aber ist er in Südamerika, wo er sich um den künftigen Wahlerfolg eines Herren Maduro kümmert, dessen Kampagne er kürzlich mit großem Abstand vor allen Mitbewerbern errungen hat. Ausschlaggebend für seinen Erfolg, war sein Präsentationsclip der Wahl in einem kleinen Land namens Österreich. 🙂 😉

  13. Christian Peter

    @Weninger

    Völlig richtig, die Aktion der SPÖ mag zwar moralisch fragwürdig sein, ist aber völlig legal. Skandalös wir es meines Erachtens erst, wenn gegen Gesetze verstoßen wird, wie z.B. die Vorwürfe gegen die ÖVP.

  14. Fragolin

    @Christian Peter
    Die Paragrafen gegen Beleidigung, Ehrabschneidung, Rufschädigung, Betrug und Verhetzung gelten aber auch für Ihre Genossen. Einen Straftatbestand “dirty campaigning” halte ich sowieso für lächerlich, aber der Rest ist sehr wohl strafbar. Und ich hoffe, die Klage gegen den Fußi steht auch schon, denn das war nicht nur versuchte Bestechung sondern gefährliche Drohung und versuchte Nötigung. Straftatbestände.
    Übrigens war die Puller-Aussage der Vorwurf einer Straftat; wenn diese nicht vorgelegen hat wird es auch hier strafrechtlich relevant. Da können sich Ihre Genossen aber warm anziehen, das wird noch ein paar Monate nachhallen, wenn der Slimfit-Yuppie schon wieder abgetaucht ist. Nastrovje, Towarischtsch!

  15. Christian Peter

    @Fragolin

    Sie scheinen parteipolitisch verblendet zu sein, die Kampagne der SPÖ hat gegen keine Gesetze verstoßen, während gegen den Sprecher von S. Kurz strafrechtliche Ermittlungen wegen Bestechung und Werksspionage laufen.

  16. Historiker

    Christian Kern ist nicht nur der TOTENGRÄBER der SPÖ, sondern er beschädigt auch ganz Österreich

    Christian Kern und seine Silberstein-Strategie:
    1. Alle Erfolge für sich selber beanspruchen, Misserfolge auf andere und Untergebene abwälzen.
    2. Wenn ein Misstand aufgedeckt wird, den Verräter des Misstandes verfolgen, nicht den Misstand selber beheben.
    3. Wenn dir jemand eine Schuld nachweisen möchte, wende die Täter-Opfer-Umkehr-Strategie an.
    4. Niemals die persönliche Verantwortung für einen Fehler übernehmen. Suche den Schuldigen immer woanders.
    5. Konkurrenten mit genau jenen Vorwürfen attackieren, die auf einem selber zutreffen.
    6. Nebelstrategie

  17. Fragolin

    @Christian Peter
    Sie machen sich lächerlich. Sie haben langsam das Tauben-Format von unserem Karlchen erreicht. Deshalb bin ich raus. Ihre Propagandablasen kann man nur noch ignorieren.

  18. Fragolin

    @Christian Peter
    Und zum abgewöhnen, aber dann reicht es mir:
    „Der Informant, auf den sich Krainer beruft, könnte bald Probleme mit der Justiz bekommen: In Österreich gilt ein striktes Steuergeheimnis. Das Finanzministerium hat eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft übergeben, weil der Verdacht besteht, dass vertrauliche Informationen weitergegeben wurden.“ – derstandard.at/2000065563638/Stefan-Pierer-Steuergesetz-wurde-2015-verschaerft
    Das zum Thema Sozen und Strafverfahren. Dieser Gesetzesbruch ist echt. Ciao.

  19. kreuzberg4

    @Christian Peter
    Abgesehen davon dass Sie Ihre Vermutungen auf die Aussage eines Zeitgenossen stützen, dessen Berufsanforderungsprofil Moral nicht vorsieht, überlegen Sie folgendes:
    Laut Aussage Puller war der Kurz-Mitarbeiter bei dem Gesprächstermin so vorsichtig, daß er aufs Abstellen der Telefone bestand und den angeblichen Vorschlag auf einen Zettel notierte.
    Es ist es kaum logisch, dass dieser ihm dann das Alles Beweisende “unmoralische Angebot” per SMS übermittelt haben soll.
    Das sieht nach einem jämmerlichen Versuch aus, vom SPÖ Debakel wirkungsvoll abzulenken.

  20. kreuzberg4

    @Christian Peter
    Abgesehen davon dass Sie Ihre Vermutungen auf die Aussage eines Zeitgenossen stützen, dessen Berufsanforderungsprofil Moral nicht vorsieht, überlegen Sie folgendes:
    Laut Aussage Puller war der Kurz-Mitarbeiter bei dem Gesprächstermin so vorsichtig, daß er aufs Abstellen der Telefone bestand und den angeblichen Vorschlag auf einen Zettel notierte.
    Es ist kaum logisch, dass dieser ihm dann das Alles Beweisende “unmoralische Angebot” per SMS übermittelt haben soll.
    Das sieht nach einem jämmerlichen Versuch aus, vom SPÖ Debakel wirkungsvoll abzulenken.

  21. Christian Peter

    @kreuzberg4

    Dass eine Gespräch des Sprechers von Kurz mit Puller stattfand ist unbestritten. Glauben Sie, die beiden haben sich über das Wetter unterhalten ?

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