Trump, 1968, 2017

“Was die Linken, die sich jetzt auch in Europa wieder gern Liberale nennen, an den Trumpisten besonders schmerzt, ist Folgendes: Sie spüren am eigenen Leib, wie sie von den Reaktionären geschlagen werden. Die alten weissen Männer, die derzeit in pseudointellektuellen Hipster-Kreisen und ihren angeschlossenen Medienfabriken als Erklärung für alles herumgereicht werden, was irgendwie schlecht läuft, sind zwar rückständige Idioten, die Frauen unterdrücken, Ausländer deportieren und Habermas nicht lesen wollen. Aber eines ist ihnen gelungen: sich so zu inszenieren, dass sie als Minderheit wahrgenommen werden. Und damit haben sie es geschafft. Der alte weisse Mann, der sich missachtet, missverstanden, herumgeschubst und abmontiert fühlt, ist gleichsam unser Muslim. Problematisch, aber schützenswert….” (NZZ, hier)

14 comments

  1. Thomas Holzer

    Wiederholt sich hier Geschichte?! Außerdem, was folgt dem “Ende der Postmoderne”?! 😉

  2. waldsee

    @Holzer
    Ganz einfach. Je nachdem ,ob wir 16. oder 17. jhdt landen.In geschichtsbüchern kann man dann nachlesen,was wir wieder durchleben müssen,denn Spezialisten für diese Zeitalter kommen gerade genügend ins Land.
    Es. wird oft behauptet,wenn man nicht -” dies und das”- macht,droht eine hitlerähnliche diktatur,so wie in den 15/20 Jahren. vor dem 2.Weltkrieg.Aber wie war es damals wirklich.welche Gruppen unterstützten die nationalen,welche die internationalen sozialisten,die dumpen Zurückgebliebenen hier und die gescheiten Fortschrittlichen dort ?gibt es Paralellen zu heute?

  3. Selbstdenker

    Das beschreibt die bisherige Vorgangsweise recht treffend:

    “Der Deal lautete ungefähr so: Wir, die «progressive» Linke, sagen in Zukunft, wo es gesellschaftlich und kulturell langgeht, was gedacht und geschrieben werden soll und was nicht. Die anderen halten den Mund, dafür dürfen sie sich wirtschaftlich verwirklichen. Die Klügeren lassen wir reich werden und subversive Kunst kaufen, die weniger Klugen füttern wir durch und lassen sie fernsehen und Spass haben.”

    Ich begrüsse es ausdrücklich, wenn diejenigen, denen man bisher den Mund zugehalten und im zunehmenden Maße auch die Luft zum Atmen abgeschnitten hat, endlich eine Stimme bekommen.

    Die Menschen sollen frei und ohne Repressalien das sagen können, wonach ihnen der Sinn steht. Und das beinhaltet auch die längst überfällige Abrechnung mit dem Neoprogressivismus und den Kommunismus.

    Wie sehr diejenigen, die sich “Linke” nennen, intellektuell und moralisch bankrott sind, kann man an der folgenden (gewohnt scharfsinnigen und treffenden) Analyse von Sargon of Akkad ablesen:
    https://www.youtube.com/watch?v=BcSVfLV-2C4

    Die schweigende Mehrheit braucht sich die täglichen Angriffe linker Spinner – sei es über die Medien oder der damit verbündeten maskierten Faschisten, die sich “Antifa” nennen – nicht mehr gefallen zu lassen.

    Der produktive Teil der Gesellschaft hat es nicht nötig, sich wie die feigen Soziologie “studierenden” und Bong-rauchenden Muttersöhnchen der faschistischen “Antifa” zu maskieren, andere körperlich zu attackieren, zu bedrohen, zu verleumden oder in ihrem Eigentum zu schädigen.

    Es reicht eines aus: das unaufgeregte, couragierte Aussprechen der Wahrheit.

    Was wir seit dem Beginn von 2016 erleben ist eine friedliche Revolution gegen den Neoprogressivismus. Die für jedermann offen erkennbare Allianz zwischen leistungsfernen linken “Eliten” samt akademischen Anhang einerseits mit islamistischen Ideologen der Muslimbrüder samt terroristischem Anhang anderseits, hat das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht.

    An der Frequenz und der Intensität der zunehmend einseitigen Repressalien kann man die Geschwindigkeit ablesen, mit der das ideologische Lügengebäude von denen, die sich “Linke” nennen, zusammenkracht.

  4. Selbstdenker

    An diejenigen, die sich “Linke” nennen: legt die Waffen nieder, Ihr habt den Kulturkampf verloren.

    Conservatism is the NEW Counter-Culture

  5. Falke

    Und da bekanntlich nicht sein kann, was nicht sein darf, gibt es weltweit (und natürlich besonders in den USA) Demos gegen das Ergebnis einer demokratischen Wahl, was ein besonders schräges Licht auf das Demokratieverständnis dieser Demonstranten (bzw. – wenn sie gewalttätig sind – “Aktivisten”) wirft.

  6. Karl

    Trump wird mit Sicherheit keine Revolution auslösen, denn eine Revolution war noch nie friedlich.
    Trump wird vom “deep state” massiv bekämpft und wird es keinesfalls leicht haben, seine Pläne umzusetzen. Zumindest die gesellschaftlichen Themen.

  7. mariuslupus

    Reaktionär, ist ein relativer Begriff. Diesen Begriff hat die Linke für ihre Gegner reserviert. Jeder der gegen die Linke Ideologie war, wurde von den Linken zum Reaktionär gemacht.
    Die Frage ist , wer ist der Reaktionär, was ist die Reaktion. Es ist eindeutig die Linke. Gegen jede Veränderung, nur immer die gleiche Ideologie der Umverteilung, Kontrolle, Bevormundung, Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten.
    Die Linke kann nicht verstehen, dass die Bevölkerung sich für mehr Mitbestimmung und weniger Gängelei entschieden hat.
    Aber, keine Illusionen. der Kampf der Linken geht weiter. Der unmündige Bürger, den die Linke produziert hat, ist noch immer bereit die Linke, die von sich behauptet demokratisch zu sein, auch in der Zukunft zu wählen.

  8. Rennziege

    11. Februar 2017 – 11:51 — Selbstdenker
    Trotz wenig Zeit: Danke! Ihre Beiträge, auch die Links, lohnen sich stets in voller Länge.

  9. Johannes

    Sehr gut beschrieben wie ich finde, die 68iger sind in der Rente jetzt wird sich zeigen ob ihre Saat aufgegangen ist, denn bekanntlich war ja gerade die Lehrerschaft stark 68iger angehaucht und hat dieses Gesellschaftsmodell sehr stark in die Jugend zu pflanzen versucht.
    Da ich hoffe das die Jugend von der Natur so ausgestattet ist das sie sich gegen Bevormundung auch wenn sie noch so geschliffen daherkommt wehrt, das sie allem was als Dogma unumstößlich präsentiert wird mißtrauisch gegenübersteht und so sicherlich weltoffen aber bestimmt nicht blöd die Probleme einer Islamisierung erkennen wird. Da nützt dann die Phrasendrescherei der Linken nichts mehr sie werden als destruktive Chaoten ihren Platz in der Geschichte finden.

  10. Rennziege

    11. Februar 2017 – 22:04 — Johannes
    Eselsbrücke zum Gebrauch von “das” und dass”: Sooft Sie “das” durch “welches” ersetzen können, reicht ein S; ist das nicht der Fall, schreiben Sie bitte “dass”. (Könnt’ man auch ausführlich mit Konsekutivsätzen und deren Grammatik erläutern, aber es geht auch simpel.)
    Ich mag nicht schulmeistern. Aber es ist schade, wenn man so viele Ihrer Sätzte doppelt und dreifach lesen musss, um sie zu verstehen. Und ein kleines Komma vorm “dass” und oft auch beim “das” tät’ auch nicht schaden, gööö? 🙂

  11. Menschmaschine

    @ Selbstdenker

    Danke, sehr nett der Film von Dave Rubin. Kurz und knackig wird alles gesagt.

  12. Menschmaschine

    Zu Fleischhacker und seiner letzten Sendung “Talk im Hangar 7” möchte ich noch sagen, dass es interessant war zu sehen, wie der Herr von den Identitären teilweise Aussagen gemacht hat, die man früher nur von Linken kannte. Insofern scheint es zu stimmen: “Rechts ist die neue Gegenkultur”.

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