Trump, die Projektionsfläche für die Ängste der linken Europäer

(WERNER REICHEL)  Warum der US-Präsident die ideale Projektionsfläche für die Ängste, den Hass und die Vorurteile der im Niedergag befindlichen Linken dies- und jenseits des Atlantiks ist. Die Arbeitslosenzahlen sind so niedrig wie seit 18 Jahren nicht mehr, auch bei den Afroamerikanern, das Wirtschaftswachstum robust, seine Popularitätswerte so hoch wie nie, er vertritt die Interessen seines Landes ebenso konsequent, wie er die konservative Agenda umsetzt, und seit er im Weißen Haus sitzt, halten sich die USA beim Führen von Kriegen und Bombardieren anderer Länder auffallend zurück. Zur Erinnerung: Unter Friedensnobelpreisträger Barack Obama haben die USA alleine im Jahr 2016 knapp 27.000 Bomben über sieben Ländern abgeworfen. Ein Jahr davor waren es rund 24.000. Und jetzt?
Solche Fakten sind für linke Europäer und amerikanische „Liberals“ – nicht u verwechseln mit Liberalen – Petitessen. Linke Gesinnungsethiker interessieren sich nicht für die Folgen politischen Handelns, es zählt die richtige Einstellung, die richtige Ideologie. Und die fehlt Trump. Und im postfaktischen Zeitalter zählen Gefühle, Vorurteile, Stimmungen und eine vorgefasste Meinung ohnehin mehr als belastbare Zahlen und Daten.
Donald Trump macht einfach alles falsch. Schon seine Wahl war ein politischer Betriebsunfall. Weil nicht sein kann, dass ein vermeintlich rechter Dummbatz wie Donald Trump die schlaue Hillary Clinton schlägt, mussten amerikanische und europäische Linke zahlreiche Verschwörungstheorien basteln, um ihr simples Weltbild von den intellektuell überlegenen Linken und den tumben Rechten wieder zurechtzurücken. Trump hat nach linker Legende die Wahl 2016 nicht durch intelligente Strategien, kluge Planung und überzeugendere politische Konzepte gewonnen, nein, es war wahlweise ein magischer Facebook-Algorithmus oder finstere, russische Agenten und Hacker. Diese Facebook-Zauberformel von Cambridge Analytica – das klingt schon nach Harry Potter – bzw. DER Russe haben die US-Bürger derart manipuliert, dass sie mehrheitlich das Kreuz an der „falschen“ Stelle gemacht haben. Anders konnten und können sich die amerikanischen Liberals und europäische Linke den Erfolg dieses geistig minderbemittelten Großmauls nicht erklären, das würde ihr Selbstbild zerstören.
Obama wurde 2011 für seinen intelligenten Online-Wahlkampf von den Mainstreammedien in höchsten Tönen gelobt und bewundert. Unter der Überschrift „Obamas App liest Facebook-Daten von Unterstützern aus“ schrieb damals die deutsche „Zeit“ bewundernd über Obamas intelligente Wahlkampfmethoden: „Mit einer Facebook-App sammeln die Statistiker von Barack Obama zahlreiche Informationen, um den Wahlkampf genau steuern zu können.“ Was für ein toller Hecht, dieser Obama.
Wenn der richtige Politiker, sprich, ein Sozialist, persönliche Daten aus sozialen Netzwerken abgreift und für seine Zwecke nutzt, dann ist die kleine Welt in der linken Blase in Ordnung, aber wehe, ein konservativer, ein rechter Politiker macht dasselbe und hat auch noch Erfolg damit. Dann wird zum Sturm auf alle geblasen, die man damit irgendwie in Verbindung bringen kann. Cambridge Analytica musste den Laden nach medialem Dauerbeschuss dichtmachen und Facebook-Chef Mark Zuckerberg avancierte zum Feindbild der Linken. Hätte Cambridge Analytica nicht für das Wahlkampfteam von Trump, sondern Clinton gearbeitet, hätte sich Zuckerberg viel Ärger erspart und viel Lob eingehandelt.
Wie gesagt, Trump kann gar nichts richtig machen. Selbst Wahlen kann er keine gewinnen, das haben schließlich die Russen bzw. Zauberalgorithmen für ihn getan. Und daran hat sich nichts geändert. Beispiel Nord-Korea-Konflikt: Selbst das historische Treffen Trumps mit Kim Jong-un wurde von den linken Mainstreammedien in den USA und Europa heruntergemacht. Und wenn der linken Medienmeute einmal gar nichts einfällt – was recht selten vorkommt-, arbeitet man sich an Trumps Familie ab. Selbst sein 12-jähriger Sohn ist vor verbalen Entgleisungen und Hassparolen der „seriösen“ Mainstreampresse nicht sicher. Ehefrau Melania ohnehin nicht. Sie trägt die falschen Schuhe, macht eine falsche Geste, ihr Kleid hat die falsche Farbe oder sie wird, so wie auch ihr Mann, falsch oder sinnenstellt zitiert. Bei rechten Feindbildern gilt noch die Sippenhaftung.
Es ist immer dasselbe Spiel: Trump handelt, die Linke trotzt und zetert. Er ist aus den absurden Klimaverträgen ausgestiegen, hat den windigen Atomdeal mit dem islamischen Gottesstaat Iran aufgekündigt, hat den UNO-Menschenrechtsrat verlassen, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt und den NATO-Sicherheitsparasiten die Rute ins Fenster gestellt. All diese Schritte haben für großes Entsetzen vor allem bei den Europäern gesorgt. Man hat Trump für seine angeblich verantwortungslose Politik geprügelt, für seine unberechenbaren Bauchentscheidungen. Der dumme, extremistische US-Präsident führt die Welt direkt in den Abgrund, so das Bild, das linke Medien und Politiker Tag für Tag verbreiten.
Bei näherer Betrachtung, wenn man all die linken Halbwahrheiten, Verdrehungen, Auslassungen, Meinungen, Umdeutungen und kreativen Übersetzungen ausklammert, sprich, wenn man die politisch korrekten Meinungsfilter und medialen Gate Keeper ausschaltet, erscheinen Trumps politische Entscheidungen plötzlich in einem ganz anderen Licht. Dann sind sie nicht mehr dumm und gefährlich, sondern nachvollziehbar, ja, vernünftig, notwendig und oftmals sogar zukunftsweisend.
Beispiel UN-Menschenrechtsrat: Wenn Länder wie Saudi-Arabien, Afghanistan oder Nigeria sich um die Einhaltung der Menschenrechte auf der Welt kümmern, dann ist das eine Farce. Nicht wenige Staaten in diesem seltsamen UN-Menschenrechtsverein haben die „Kairoer Erklärung“ unterzeichnet, für sie steht also die Scharia über der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“. Dass sich der UN-Menschenrechtsrat, der nichts anderes als ein islamischer/islamistischer Lobbyistenverein ist, mit Vorliebe Israel vorknöpft, während er bei vielen anderen Staaten doch recht großzügig selbst über gröbste Verstöße gegen die Menschenrechte hinwegsieht, ist die logische Folge. Trump hat diesen längst notwendigen Schritt endlich vollzogen.
Bei näherer Betrachtung erweisen sich auch die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem – die bekanntlich bereits über 20 Jahren vom US-Kongress beschlossen worden ist- , der Zollstreit oder die viel kritisierte US-Einwanderungspolitik als nachvollziehbare Entscheidungen. Eine restriktive und kluge Einwanderungspolitik ist nämlich nicht nur nicht dumm und menschenverachtend, sondern eine Existenzfrage für alle Nationen der Ersten Welt.
Dumm ist, wer das nicht begreift. Die Grenzen nicht dichtzumachen und nicht zu kontrollieren, wer sie überschreitet, ist verantwortungslos und tödlich, wie die vielen Terroranschläge, Vergewaltigungen, Mädchenmorde und die explodierenden Folgekosten für die Sozialstaaten eindrücklich beweisen. Doch davon will der linke Europäer nichts hören und nichts wissen.
Eines der beliebtesten Totschlagargumente gegen Trump ist, er sei völlig unberechenbar und gefährde damit den Weltfrieden. Ist das tatsächlich so? Trump hat eine konservative Agenda, klare politische Ziele, die er deutlich – zumeist über Twitter – kommuniziert und verfolgt. Der konservative Thinktank „Heritage Fundation“ hat vor Trumps Amtsantritt eine Liste mit 321 politischen Empfehlungen erstellt. Innerhalb nur eines Jahres hat Trump 64 Prozent davon umgesetzt. Damit hat er sogar Ronald Reagan überholt.
Er hat in atemberaubendem Tempo Deregulierungsmaßnahmen in der Energie-, Umwelt-, Finanz- oder Wirtschaftspolitik umgesetzt. Das ist es, was Linke in Wahrheit stört. Er ist mit seiner konservativen Wendepolitik erfolgreich. Er hat vieles von dem, was Obama seinerzeit per präsidialer Verfügung am Parlament vorbei durchgedrückt hat, wieder rückgängig gemacht. Unberechenbar oder sprunghaft ist das jedenfalls nicht. Um Trump zu verstehen, sollte man sein Buch „The Art of the Deal“ lesen, meint einer seiner Berater, Ed Feulner.
Seine Politik der Stärke, seine America-First-Doktrin, all das ist bekannt und schlägt sich in seiner Innen- wie Außenpolitik nieder. Natürlich kommt für einen konservativen US-Präsident Amerika zuerst. Was sonst? Und wohin die infantilen, vulgärmarxistischen Weltrettungsfantasien einer Angela Merkel führen, beginnen langsam selbst linke Hardcore-Multikultiapologeten zu begreifen.
Die linken Europäer – und dazu zählen auch die alten christlichen Volksparteien – verstehen Trump einfach nicht, sie sind mit seiner Politik, seinen Problemlösungsstrategien, seiner Art zu kommunizieren, seinen Deals und vor allem mit seiner Denkweise völlig überfordert. Sie haben in den vergangenen Jahrzehnten einen ganz eigenen Politikstil europäischer Prägung entwickelt. Probleme werden nicht gelöst, sondern moderiert, diskutiert, kommentiert, verwaltet, ignoriert und bezahlt. Man redet und redet, trifft sich, gründet Arbeitskreise, Kommissionen, täuscht Aktivität und Handlungskompetenz vor, und unterm Strich passiert nichts. Dieses Politikverständnis, diese Art der Politik oder besser der Politikvermeidung ist in der EU allgegenwärtig.
In der Europäischen Union hat man es darin zur hohen Kunst gebracht. Während Brüssel das Leben der Bürger immer stärker reglementiert und selbst persönlichste Angelegenheiten der Bürger gesetzlich regelt und überwacht, sind die entscheidenden Zukunftsfragen und Probleme allesamt ungelöst: Die EU-Außengrenzen sind nach wie vor offen wie ein Scheunentor, der wachsende Migrationsdruck auf Europa wird bestenfalls in Sonntagsreden angesprochen, die Finanz- und Schuldenkrise wird mit Voodoo-Ökonomie immer weiter verschärft und militärisch, außen- und geopolitisch ist die EU international ohnehin nur eine Lachnummer. Im Gegensatz zu den USA hat Europa auf der politischen Weltbühne nur noch eine Statistenrolle. Unter Trump wird das vielen nun bewusst.
Krisen und Fehlentwicklungen werden in Europa verschleppt, verwaltet und schöngeredet. Man ignoriert die Ursachen und bekämpft die Symptome und die Kritiker dieser Politik, etwa mit immer weitreichenderen Zensurmaßnahmen und Kriminalisierung von Meinungen, wie der Prozess gegen die Identitären in Graz unter anderem beweist. Brüssel, Berlin, Paris und deren Claqueure in Medien, Kultur und Wissenschaft haben es zur Meisterschaft darin gebracht, Feindbilder und Sündenböcke aufzubauen, um von der eigenen politischen Impotenz und vom eigenen Kontrollverlust abzulenken. Europäische Politik beschränkt sich in der Regel auf die Bekämpfung von Problemen und Feinden, die man selbst erfunden und aufgebaut hat: Dieselfahrzeuge, Feinstaub, AfD, TTIP, Rechtsextremismus, CO2, leistungsstarke Staubsauger oder unsensible Sprache.
Existenzielle Fragen lässt man hingegen unbeantwortet bzw. man bestreitet, dass sie überhaupt ein Problem darstellen: Massenzuwanderung aus dem islamischen Raum? Alles paletti, man muss sie nur als Chance und Bereicherung begreifen. Und die sich ausbreitenden No-go-Areas in den einstigen Vorzeige-Multikultiländern Deutschland und Schweden: Alles nur „Einzelfälle“, nur Problemchen, die man mit ein bisschen gutem Willen und viel Geld wieder hinbekommt.
Schuld an den Missständen sind stets die Warner, die Überbringer der schlechten Nachrichten. Nicht Messerattacken, Terror oder islamische Parallelgesellschaften sind das Problem, sondern jene, die es schaffen, die von linken Politkern, und Medienleuten errichtete Schweigemauer zu durchbrechen und die Kollateralschäden der unkontrollierten Masseneinwanderung in der Öffentlichkeit zum Thema zu machen. Die AfD gilt folgerichtig linken Politkern und Journalisten als weitaus gefährlicher als Islamisten und radikale Muslime. „Nun sind sie halt da“, hat Merkel über die illegalen Einwanderer gesagt, die sie selbst zu Hunderttausenden ins Land gelockt hat, die dank ihrer Politik der offenen Grenzen aus der Dritten Welt nach Europa geströmt sind. Unter ihnen eine unbekannte Zahl an Mördern, Islamisten, Terroristen, Vergewaltigern und Glücksrittern. Besser als mit diesem Merkel-Statement kann man die linke europäische Politik nicht beschreiben. Merkel sagt: „Nun sind sie halt da.“ Trump sagt: „If you don’t have Borders, you don’t have a Country!“ Das ist der Unterschied.
Doch quer durch Europa lassen sich immer weniger Bürger mit solchen zynischen Statements, mit politischen Beruhigungspillen, mit politischen Sprechblasen, mit dieser Nicht-Politik abspeisen. Der von den Linken als eine Art Naturgewalt dargestellte „Rechtsruck“ ist die Folge dieses wachsenden Widerstands gegen dieses Politikversagen und gegen den tiefen linken Staat. Kurz, Salvini, Orbán, Wilders oder Weidel sind die neuen politischen Kräfte, jene, die Probleme erkennen, ansprechen und zumindest versuchen, sie zu lösen. Schon alleine das ist für viele Linke ein Sakrileg. Weshalb sie von den in die Defensive geratenen Linkspolitikern und ihren Freunden in Medien, Kultur und Wissenschaft dämonisiert und mit allen Mitteln bekämpft werden.
Wer sich darauf beschränkt, den Niedergang zu verwalten und zu kommentieren, findet es obszön, gegen diesen anzukämpfen. Auf der anderen Seite steht das intellektuell ausgezehrte, sozialistische Europa mit Merkel, Macron und vor allem Juncker, der wie kein anderer den Niedergang dieser Kaste (auch optisch) verkörpert, wenn er etwa beim NATO-Gipfel mit „Rückenproblemen“ in aller Öffentlichkeit herumtorkelt. Ach ja, Trump gilt als peinlicher Politiker, nicht Juncker, der immer wieder aus der Rolle fällt, wobei das noch sein kleinstes Problem ist.
Und weil sich die Realität selten an linke Utopien und Drehbücher hält, verfangen die linken Einflüsterungen, Durchhalteparolen nicht mehr. Die Menschen wollen sich nicht mehr von politischen Sprechblasen einlullen lassen. Ja, man kann – entgegen linker Propaganda – Grenzen schützen, nein, Einwanderung ist kein Naturphänomen, dem Europa hilflos ausgeliefert ist, nein, wir müssen nicht mit Terrorismus leben, man kann aktiv etwas dagegen unternehmen, nein, wir sind nicht für Kriege, Elend und Armut in Asien und Afrika verantwortlich, nein, der Islam ist kein Teil Europas, im Gegenteil, seit Jahrhunderten hat sich Europa erfolgreich gegen den islamischen Expansionismus verteidigt. Wenn sich Politik darauf beschränkt, den Menschen jede Fehlentwicklung als unabwendbares Schicksal oder gar als nicht näher definierte Bereicherung zu verkaufen, hat sie sich selbst abgeschafft, sich aus dem Spiel genommen.
Trumps Politik ist das genaue Gegenteil der europäischen. Die USA haben sich schon immer deutlich von der kollektivistischen und staatsgläubigen europäischen Grundhaltung unterschieden und werden dafür von den meisten Europäern gehasst. Antiamerikanismus gehört zur geistigen Grundausstattung jedes linken und vieler „rechter“ Europäer. Unter Obama, der quasi der erste europäische Präsident der USA war, und deshalb die linken Europäer so verzückt hat, ist das etwas in Vergessenheit geraten. Trump versucht, die uramerikanischen Stärken, Tugenden und Werte wiederzubeleben. Er hat keine Lust, so wie Europäer herumzureden und zu -eiern, seinen Landsleuten mit Verweis auf angebliche moralische und historische Verpflichtungen, immer mehr Lasten aufzubürden, er macht, er lenkt, er verhandelt. Und natürlich macht er Fehler.
Das überfordert die verweichlichten und effeminisierten Europäer, die jahrzehntelang vom Kalten Krieg profitiert haben, gut geschützt im russisch-amerikanischen Spannungsfeld. Europäer, die – von militärischen, strategischen und geopolitischen Aufgaben entbunden – auf einem gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Ponyhof lebten und diese Ausnahmesituation mit einer Art historischen Normalzustand verwechselt haben. Nein, Wohlstand, Frieden, Fortschritt und Freiheit gibt es nicht umsonst.
Man degenerierte im Laufe der Jahrzehnte zu einer Art kontinentaler Hippiekommune, die dank des damals noch vorhandenen technologischen Vorsprungs und Know-hows gut finanziert werden konnte. Weite Teile der Linken, darunter etwa viele österreichische Grüne, forderten gar die Abschaffung der Heere, weil sie nie kapiert haben, dass die Sicherheit Europas nur zwischenzeitlich ausgelagert worden war.
Die Nachkommen und letzten Vertreter dieser politischen Althippies sind Politiker wie Angela Merkel, Claudia Roth, Christian Kern oder Alexander Van der Bellen. Noch kämpfen sie mit allen Mitteln um ihr politisches Überleben, sie können dabei auf die Strukturen und Netzwerke zurückgreifen, die sie in den vergangenen Jahrzehnten bei ihrem Marsch durch die Institutionen in allen gesellschaftlichen Bereichen aufgebaut haben.
Es ist ein zähes Rückzugsgefecht zu Lasten der Zukunft unseres Kontinentes. Auch wenn es die europäische Linke nicht wahrhaben möchte und sie sich nach der „guten alten Zeit“ zurücksehnt, Europa steht jetzt alleine da. Pazifismus kann sich nur leisten, wer von anderen beschützt wird. Vorbei die Zeiten, als man noch ungestraft über die „kulturlosen“ und „dumme“ Amis lästern und sich trotzdem sicher sein konnte, dass die USA ihre schützende Hand über Europa halten. Trump spielt da nicht mehr mit. Und Europa ist für diese neue Situation nicht gerüstet.
Die deutsche Bundeswehr verfügt mittlerweile über mehr Kinderbetreuungsstätten als einsatzfähige Kampfflugzeuge und Panzer. Mit einer solchen Armee kann man nicht nur keinen Krieg gewinnen, man kann nicht einmal einen führen, kann seine Freiheit, seinen Wohlstand und seine Bürger nicht verteidigen. Aber das hat Angela Merkel ohnehin nicht vor.
Obwohl sich die Sicherheitslage in Europa dramatisch verändert und nichts mehr mit den harmlosen 1980ern gemein hat, sitzen an den Schaltstellen Menschen, die den Sprung ins neue Jahrtausend geistig noch immer nicht vollzogen haben. Trump führt den Europäern drastisch vor Augen, wo sie auf der Weltbühne politisch, militärisch und wirtschaftlich tatsächlich stehen, wie ohnmächtig sie sind. Dafür hassen sie ihn von ganzem Herzen.
Die Europäer stehen weltpolitisch im Abseits. Während die USA, China und Russland die Zukunft bestimmen, sind Merkel und Juncker zu traurigen Witzfiguren abgesunken. Angesichts seiner militärischen Schwäche hat sich Europa selbst zum internationalen Bittsteller degradiert, der nur noch durch seine Scheckbuchpolitik bestehen kann. Angesichts der Schuldenkrise und dem absehbaren politischen Ende Merkels hat diese Strategie allerdings auch ein Ablaufdatum. Was dann? Was, wenn Europa keine Schutzgelder mehr für seine innere und äußere Sicherheit zahlen kann?
Trump ist die Projektionsfläche für all die Ängste der linken Europäer, der Sündenbock für den Niedergang Europas. Trump ist deshalb eine Hassfigur, weil er die politische und militärische Impotenz der Europäer in ein grelles Licht gerückt hat, weil er nicht mehr die Nanny für die ewig in Richtung Washington quengelnden und nörgelnden Europäer spielen möchte. Statt Trump zu hassen und ihn für die eigenen Fehler und Versäumnisse verantwortlich zu machen, sollten die Europäer ihr Schicksal endlich selbst in die Hand nehmen. Sonst tut es nämlich keiner.

Dieser Text ist in „Frank&Frei – Magazin für Politik, Wirtschaft & Lebensstil“ (Nr. 6/2018) erschienen.

17 comments

  1. Rupert Wenger

    „The Art of the Deal“ ist tatsächlich der Schlüssel zum besseren Verständnis des US-Präsidenten. Sein Antrieb ist das deal-making, also Taktik und Strategie in Verhandlungen, die ihm höchstes Vergnügen bereiten. Geld hätte er genug, meint er, sein Verzicht auf den Gehalt als Präsident der USA bestätigt diese Aussage. Langjährige erfolgreiche Tätigkeit in der Baubranche weisen seine Fähigkeit genügend nach. Wenn so ein Mensch in Verhandlungen auf ideologisch und/oder alkoholisch betrunkene “Gutemenschen” trifft, ist das Ergebnis vorhersehbar.

  2. sokrates9

    Junker zeigte doch perfekt wo die EU – angeblich Europa – heute steht! – Ob sich der bei Trump lange halten könnte? Würde sofort gefeuert – in Europa zerbricht man vor Mitleid dank seiner Krankheit, ein Karas und Hahn ist entweder nicht fähig zu erkennen dass dieser Präsident voll besoffen ist, nimmt somit die Worte eines Betrunkenen als “die große Weisheit wahr” oder lügt eiskalt die Bevölkerung an – eine alternativlose Situation!
    Das größte Problem Europas sind all diese linken Journalisten, falls überhaupt mit Studien wie Genderwissenschaften und ähnlichen esoterischen Wissen ausgestattet – wer der Jungen Journalisten hat ein Doktorat in einem Mint – Fach?- die halt ihre linkes marxistisches gutmenschliches Weltbild nun verteidigen wollen. Warum werden die Meisten Aktionen Trumps niedergeschrieben? Weil diesen Journalisten der Weitblick fehlt und es leichter ist mit Häme auf Trumps Gattin hinzuwerfen da sie in ein Flugzeug welches in ein Überschwemmungsgebiet fährt mit High Heels einsteigt und nicht mit Gummistiefel und Rettungsweste!

  3. Der Realist

    Für die Linken ist alles was nicht ihrem Weltbild entspricht eine Projektionsfläche für ihren Hass. Man braucht sich ja nur Äußerungen hiesiger Altkanzler, Staatskünstler und sonstiger im linken Kulturbetrieb verhätschelter Loser als Beispiel nehmen, ihr Hass und Frust muss wohl grenzenlos sein.

    @sokrates 9
    Karas hatte wie Junker ja auch einmal einen schweren Verkehrsunfall, ob es bleibende Schäden gibt, entzieht sich meiner Kenntnis.

  4. Falke

    Die “Presse” hält sich in Herrn Vieregge ja sogar einen “Fachjournalisten”, der ganz auf das tägliche Trump-Bashing spezialisiert ist.
    @Der Realist
    Doch, es gibt bleibende Schäden 😉

  5. Bösmensch

    Super Artikel. Kleine Ergänzung…
    Zitat:
    “Auf der anderen Seite steht das intellektuell ausgezehrte, sozialistische Europa mit Merkel, Macron und vor allem Juncker, der wie kein anderer den Niedergang dieser Kaste (auch optisch) verkörpert, wenn er etwa beim NATO-Gipfel mit „Rückenproblemen“ in aller Öffentlichkeit herumtorkelt.”
    Nicht zu vergessen, der Linksaußen Quasselborn.

  6. Franz Meier

    In Österreich scheint man die Gefahren gerade noch erkannt zu haben. Die Stimmung und die Meinungen im Volk können aber sehr schnell kippen. Man kann nur hoffen und beten, dass diesmal keine dummen “Fehler” von der ÖVP/FPÖ Koalition begangen werden. Wenn sich die beiden Parteien einig bleiben, nicht auseinander dividieren lassen und zielstrebig arbeiten besteht immerhin Hoffnung. Es ist bleibt dramatisch: Es geht um nichts weniger als um die Rettung der Republik Österreich. Sonst kommen die Rot/Grünen zurück und zerstören Österreich endgültig.

    In Deutschland leben viele Millionen Menschen denen vom Kindergarten an links-anarchistisches Gedankengut eingetrichtert wurde. Die können nicht mehr umdenken, die wollen diesen Irrsinn und finden ihn auch gut – 87% haben die Altparteien und eine sehr gefährliche Person wieder ins Kanzleramt gewählt. Die deutsche Gesellschaft ist wie in Trance, wie im Rausch. Die Deutschen merken gar nicht wie sehr sie sich aufspielen und wichtig machen. Die denken alle wie toll sie sind. Der Unsinn den man im Radio hört, im Fernsehen sieht und in der Presse liest, ist unfassbar. Noch vor wenigen Jahren hätte man sich das nicht vorstellen können. Die wenigen Deutschen die noch normal sind, werden mit allen undemokratischen Mitteln niedergemacht und zum Schweigen gebracht. Ich fürchte es wird auch für die AfD zu spät sein, die können auch nicht zaubern.

    Schweden, Holland, Belgien, Frankreich, England und Deutschland sind schon verloren. Dort traut sich der Staat schon nicht mehr durchzugreifen, aus Angst vor Bürgerkrieg. Aber bitte bloss keine Ängste schüren.

  7. jaguar

    Die EU Außenzölle sind höher als die US Zölle, die europ. NATO Mitglieder erfüllen mit wenigen Ausnahmen ihre Leistungsversprechen aus dem Vertrag von Wales 2014 nicht….da kann wohl ein verantwortungsvoller CEO der USA nur seine Pflicht erfüllen und entschieden auftreten, entsprechend seinem Amtseid, den eine europ. Politikerin schon lange verdrängt hat.

  8. carambolage

    Europas linke Parteien/Gesellschaft, dazu gehören auch viele christlich-soziale Altparteien, repräsentiert durch einen Anonymen-Ischiasleidenden, einer komplett enterdeten Merkel, einem arroganten Macron und einem noch arroganteren Asselborn, wird – wenn diese sogenannten Leader mitsamt den Lügenmedien nicht bald davongejagt werden – unrettbar in ein prekäres diktatorisches EU-Reservat verkommen. Hoffentlich kann sich Ö rechtzeitig mit z.B. den Visegradstaaten retten.

  9. sokrates9

    Nicht dier Verursacher, die Botschaftsüberbringer sind die Bösen! Typische Linke Denke! Diese können nicht in mehreren Schritten hintereinander denken! Selbst wenn tatsächlich Russen die Schweinereien Clintons ( z.B.Umleitung von Haitispenden auf ihr Wahlkampfkonto)aufgedeckt haben, wurde Clinton wegen dieser Schweinereien nicht gewählt! Auch Velinsky ist derzeit der BUH – Mann weil er die EU “befleckt” – Junker ist natürlich sakrosankt und unschuldig!

  10. Franz Meier

    Wenn man die Meldungen der linken Presse liest und die linken Blogs, die linken TV Sender verfolgt, greift man sich an den Kopf. Was geht in den Köpfen der fanatischen, deutschen Befürworter einer illegalen Masseneinwanderung aus dem arabisch-muslimisch-afrikanischen Raum vor? Lesen sie nicht von den ständigen Vergewaltigungen, von den Morden, den Diebstählen, den Messerstechereien, dem Antanzen, der hohen Kriminalität, den kriminellen Familenclans die in deutschen Städten Schutzgeld Zahlungen erpressen, von dem massiven Sozialbetrug, von den Milliarden Kosten? Geht das alles an den rotgrün/linken/christlich/ sozialen Fans der Migranten vorbei? Was sind das für Menschen – dieser Fanatismus, diese irrationale Argumentation, dieser Hass auf den eigenen Staat, die eigene Polizei, das eigene Militär, der Hass auf alle Mitbürger die Bedenken und Angst haben vor den enthemmten, männlichen, gewaltbereiten Migranten. Was sind das für Menschen – wie ticken diese Menschen? Haben die keine Kinder, keine Geschwister, keine Schwestern oder Töchter die sich abends nicht mehr auf die Strasse trauen? Machen die sich keine Sorgen um die Zukunft? Haben die nicht verstanden wie es in französischen und englischen Städten bereits seit vielen Jahren zu und her geht? Wissen die nichts von den vielen No-Go Zonen in Europa?

    Mich erinnert das an 1933 als die Deutschen auch wie im Rausch waren, als sie fanatisch wurden und der Meinung waren, sie hätten nun die moralische Hoheit und die Erleuchtung gefunden…jeder Kritiker müsse mundtot oder am besten gleich ganz tot gemacht werden. Kritik sei Landesverrat. Ich habe viel mehr Angst vor deutschen Politikern als vor Donald Trump. Amerika ist trotz allem eine funktionierende Demokratie – das kann man von Deutschland nicht mehr behaupten. In Deutschland sehe ich eindeutige Parallelen zu den 20er und 30er Jahren.

    Frau Merkel spricht immer von der Wertegemeinschaft: Welche Werte meint sie? Die enorme Kriminalität, die Undankbarkeit der Migranten, die Vergewaltigungen, die Frauen verachtende Einstellung der Männer, die Zerstörung der deutschen Kultur, der zehntausendfache Sozialbetrug, die vielen Diebstähle und Einbrüche, die Belästigungen, die ständig zunehmenden Forderungen der Migranten, die vollkommene Verweigerung der Integration, die Unzufriedenheit der Migranten, die Hetzreden der Imame in den Deutschen Moscheen? Sind das die humanitären Werte die Frau Merkel meint? Ich muss mich wundern über ihre Werte. Ich sehe diese Werte nicht.

  11. mariuslupus

    Eine leider absolut zutreffende Zusammenfassung der aktuellen Situation. Die Entwicklung ist divergent. Europa in Geiselhaft der EU steigt in der weltpolitischen Bedeutung ab, die USA mit Trump gewinnt wieder durch MAGA an geostrategischen Bedeutung. Die EU hat sich aus eigenen Antrieb und aus ideologischer Verblendung in die Bedeutungslosigkeit manövriert. Die USA wären auf dem gleichen Abstellgleis gelandet hätte HRC die Möglichkeit bekommen Obamas Politik fortzusetzen.
    Die EU hätte noch die Chance mit Trump den eigenen Abstieg aufzuhalten. Diese Möglichkeit wird und kann, von der EU Führung nicht genutzt werden. Lieber wird der Weg in den Untergang mit hohlen Sprüchen der Nomenklatura gepflastert.

  12. sokrates

    Franz Maier@ Wie ticken die Linken??offensichtlich fehlt ihnen die Eigenschaft eines Denkens in mehreren Stufen, Analysefähigkeit und Denken in Alternativen! Deswegen sind auch die Handlungen der kommunistisch sozialisierten Merkel immer Alternativlos!
    Anderes Beispiel: ZIB 2 17.07: Spitzenmeldung: Van der Bellen ist empört über die Aussagen Velinskis zur Schnapsdrossel Junker und vermisst eine scharfe Rüge der ÖVP an den Freiheitlichen!
    Es wird nicht hinterfragt ob es opprtun ist einen Alkoholiker in führender Position zu haben, nein der Aufzeiger der Wahrheit ist der Böse! Mit so einer Philosophie kann es mit der EU nur bergab gehen!

  13. Franz Meier

    Interessant auch die Einstellung der vielen Profiteure der gegenwärtigen Situation: Die Sozialarbeiter, die Dolmetscher, die Taxifahrer, die Sozialpsychologen die “traumatisierte” Migranten behandeln, die Hotelbesitzer die Zimmer an Migranten vermieten, die Matrazenverkäufer, der Essens Service, die Ärzte und Zahnärzte die nach mehr Migranten-Patienten schreien und all die vielen anderen Trittbrettfahrer, die sich ihre Migranten-Dienste vom Staat teuer und zu überhöhten Preisen bezahlen lassen. Auch die NGO Leute, die von Spenden leben. Sie alle denken:”Zahlt eh der Staat”…”Fuck my Country” – das ist die Devise, wen kümmert es schon. Sie wollen den schnellen Gewinn, den schnellen Reibach, die wollen an der Migrantenkrise verdienen und reich werden. Wird ja alles vom Staat bezahlt. Das sind aber alles Steuergelder, die von hart arbeitenden Mitbürgern erwirtschaftet werden. Diese Gelder werden in einem rotgrünen/linkssozialistischen, anarchistischen “Wohltätigkeits-Rausch” verbrannt. Es ist wie eine zusätzliche Solidaritätssteuer. Zuerst die an sich schon hohen Steuern für den überbordenden Sozialstaat und dann nochmals eine zusätzliche Lage Sozialstaat für Millionen kulturfremder Migranten, die nie einen Cent Steuern bezahlt haben, geschweige denn in die Rentenkassen und in die Krankenkassen ein bezahlen werden. Unglaublich, unfassbar! Die Deutschen sind ein besonders dummes Volk – sorry.

    Was für eine kurzsichtige, morbide, egoistische Einstellung zum eigenen Staat. Ihre Kinder, Enkeln und Grossenkel werden genauso unter dieser fatalen Fehlentwicklung leiden wie alle anderen. Auch sie werden bitter büssen.Viele Generationen werden verzweifeln an der Charakterlosigkeit dieser Profiteure, die diesen Unsinn angerichtet haben. Der Schaden wird mit jedem Tag grösser, dieser Schaden ist irreparabel.

    Die früheren linken Spielchen “Anti-Vietnam”, “Ho-Ho-Ho Chi Minh”, “Antiautoritäre Erziehung”, “Anti-AKW”, “Lieber rot als tot”, “Fuck for Peace and not for children”, “gegen NATO Nachrüstung”, “Kampf gegen Kastortransporte”, “RAF”, “Startbahn West”, “Stuttgart 21” etc. haben wir noch irgendwie überlebt und konnten zur nächsten Mode-Demo gehen – dieser heutige Migranten-Schaden sitzt tief in Deutschland und kostet und kostet und kostet die deutschen Bürger und Bürgerinnen viele Milliarden für die Ewigkeit. Die linken Lehrer, Professoren, Klimaforscher, Rockstars, Campino, Schauspieler, Till Schweiger, Richter und Staatsanwälte, Journalisten, Fotografen und Politiker sind dann schon alle pensioniert oder gestorben.

  14. E. Richter

    @Franz Meier
    “…die Ärzte und Zahnärzte die nach mehr Migranten-Patienten schreien …”
    Denken Sie mal darüber nach. Ich kenne keinen Kollegen und erst recht nicht die angestellten Fachkräfte, die v nach Migranten-Patienten schreien. Woher haben Sie das?

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