Trump? Nein, Juncker!

Von | 7. Juli 2017

(ANDREAS UNTERBERGER)”Das Parlament ist lächerlich, sehr lächerlich.” Oder: “Ich werde nie wieder an so einer Art von Sitzung teilnehmen.” Die Aussprüche des Präsidenten werden immer ärger und undemokratischer. Haben da die Mainstreammedien nicht doch Recht mit ihren giftigen Attacken auf den Präsidenten?

Kleiner Irrtum, der da manchen Lesern unterlaufen sein dürfte: Zwar ist es in der Tat der US-Präsident, der ständig von sehr vielen Medien attackiert wird. Aber der Mann, der da so gesprochen hat, war nicht der amerikanische Präsident, sondern jener der EU-Kommission, der sich mit solchen Worten über das EU-Parlament ausgelassen hat. Donald Trump hingegen hat noch nie das US-Parlament als Ganzes beleidigt. Er legt sich nur heftig mit den Medien selbst und einzelnen Fernsehmoderatoren an. Auch das ist zwar überflüssig und dumm – aber lange nicht so fundamental wie diese Attacke des Jean-Claude Juncker.

Und dennoch regen sich die Medien alltäglich mit Schaum vor dem Mund nur über Trump auf, während Juncker zu den Säulenheiligen der Political Correctness zählt und daher weitgehend geschont wird. Dabei hat er schon viel mehr echten Schaden angerichtet hat als Trump.

Übrigens hat Juncker mit seiner Aussage durchaus Recht, auch wenn in ganz anderem Sinn, als er es gemeint hat. Denn er hat sich nur darüber aufgeregt, dass zuwenige EU-.Parlamentarier anwesend gewesen sind, obwohl zwei in Junckers Augen wichtige Personen gesprochen haben, nämlich der maltesische Regierungschef und er selber. Na ja. Schlechte Präsenz bei langweiligen Tagesordnungspunkten gibt es in Wahrheit in sämtlichen Parlamenten der Welt (sofern man diese nicht nur zur Bejubelungsmaschine voller unerfahrener Quereinsteiger degradiert hat, wie der neue französische Präsident beziehungsweise die französischen Wähler).

Das Europaparlament macht sich hingegen in ganz anderen Dimensionen lächerlich: Es ist ein ganz übler Hort des linksliberalen Zentralismus und der europäischen Geldausgabewut. Obwohl halbdemokratisch gewählt, sind die EU-Parlamentarier jene Menschen in der EU, die am schnellsten von allen EU-Institutionen ihre nationale Herkunft und Identität vergessen haben. Die am stärksten zum Opfer europäischer Macht- und Regelungsgier geworden sind. (TB)

 

6 Gedanken zu „Trump? Nein, Juncker!

  1. Hausfrau

    Kinder und Narren (manchmals auch Alkoholisierte) sagen die Wahrheit.

  2. mariuslupus

    Bitte nicht Juncker und Trump gleichzeitig nennen. Ein nicht demokratisch legitimierter Sesselkleber wie
    Juncker ?

  3. humanist

    …quod licet jovis (juncker), non licet bovis (trump)!
    hicks

  4. Christian Peter

    Die Steuergeldvernichtsungseinrichtung EP sollte aufgelöst werden und stattdessen eine Versammlung der nationalen Parlamente treten, wie der britische Sozialdemokrat Jack Straw und viele andere seit langem fordern.

  5. Falke

    @Christian Peter
    Dazu sollte man hinzufügen, dass die Steuergeldvernichtung durch das EP noch wesentlich dadurch verstärkt wird, dass es ständig zwischen Brüssel und Straßburg hin- und herpendeln muss, nur damit Frankreich einen Prestigestandort des EP besitzt. Das kostet jährlich weitere – völlig sinnlos hinausgeworfene – Millionen, zusätzlich Zeitaufwand und Umweltverschmutzung durch tausende unnötige Flugkilometer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.