“Trumps großes Experiment war kein Erfolg”

In diesem Jahr machte die US-Regierung drei Vorhersagen, die sich als völlig falsch erwiesen. Erstens hieß es, es werde keine Vergeltungsmaßnahmen für Zölle geben Zweitens hieß es, dass Handelskriege leicht zu gewinnen seien. Und Drittens hieß es, dass amerikanische Exporteure und inländische Produzenten die Sieger sein würden. Nichts davon ist passiert. In allen drei Fällen trat sogar das Gegenteil ein. Das große Experiment 2018, mittelalterlichen Handel wiederzubeleben und Träume nationaler Autarkie aus der Zeit zwischen den Kriegen zu verwirklichen, war ein großer Misserfolg – genau wie es Tausende von Kaufleuten, die Washington angefleht hatten, dies nicht zu tun, vorhergesagt hatten. weiterlesen hier

5 comments

  1. CE___

    Schade dass auch dieser Artikel sich Larmoyanz und Trump-Bashing hingibt.

    Einige Gedankensplitter:

    Warum fordert und redet die westliche (Finanz)Journaille eigentlich nicht jeden Tag davon dass endlich das totalitär-kommunistische Rotchina seine prohibitiven Importzölle, Abschottung von Investitionen in gewisse Branchen, erzwungene Technolietransfers, usw. gegenüber der restlichen Welt (es trifft ja nicht nur die USA) endlich aufgibt? Und über Trump einmal kein Wort verliert? Oder san’s alle schon zu schön geschmierten Aussenposten des Propagandaarms der KPC mutiert?

    Welche anderen, im Vergleich zu anderen doch immer noch relativ schonende, (Druck)Möglichkeiten ausser Zöllen hätten den denn die USA sonst noch zur Hand um Rotchina endlich zu einer reziproken Öffnung seiner Märkte zu bringen so wie es Rotchina im Westen auch vorfindet? Nachdem man jahrzehnte wie auf Godot darauf gewartet hat, und die letzten Jahre wie einem kranken Hund zugeredet hat? Oder findet Hr. Tucker die Situation so wie ist (Rotchina abgeschottet, USA bzw. generell restliche Welt offen) eh’ so in Ordnung?

    Diese andauernde Larmoyanz in der westlichen Journaille vielleicht auch der Grund ist warum Rotchina versucht Trump auszusitzen und höchstens bisher kleine kurzfristige Zugeständnisse macht. Weil Rotchina ja darauf spekuliert das im Westen lauter kleine individuelle psychologisch-existentielle Krisen ausbrechen wenn das Unterhöschen im Walmart 5 US-Cent mehr kostet und ein paar Tonnen weniger Sojasprossen oder Erdnüsse exportiert werden und Rotchina ein paar Mal ärgerlich mit dem Füssen stampft für die Dauer des Disputs?

    Woher kommt überhaupt dieses “Wohlgefallen” und Entgegenkommen gegenüber einer totalitär-kommunistischen Diktatur?

    Wie lange soll denn laut Hr. Tucker dieses derzeitige Welthandelssystem noch so weitergehen mit solchen Handelsungleichgewichten? Ein System welches imho NICHT das ist was Smith, Ricardo und auch ein Mises im Sinn hatten und auf was deren schlüssige Theorien aufgebaut sind dessen Anhänger ich auch bin. Deren Freihandelsidee war voll in einem weltweiten Gold- und/oder Silber-Standard-System eingebettet. Dieses haben wir aber heute einfach nicht (mehr).

    Würden diese Herrschaften heute noch leben würden sie imho sagen “Na’ aber, soooo war das nicht gedacht” wenn sie sehen wie sich eine Volkswirtschaft (noch dazu eine per se einmal marktwirtschaftliche) langsam aber stetig de-industrialisiert und im Gegenzug eine merkantlistisch-kommunistische Volkswirtschaft der Gewinner ist (nicht umsonst hat Ricardo seine Theorien auf dem Freihandel zwischen den Verbündeten England und Portugal aufgebaut und nicht zwischen England und zum Beispiel Frankreich gegen welches kurz davor rund 20-25 Jahre lang ein Weltkrieg mit Napoleon stattfand)

    Es gibt also für mich kein Beschweren über Trump wenn im sowieso falschen Geldsystem, welches imho das Grundübel der jahrzehntelangen Handelsungleichgewichte zwischen hier konkret den USA und Rotchina ist, dem aber ALLE angehören, jetzt einer noch mit Zöllen daherkommt.

    Zölle sind hier leider dann das nötige Korrektiv, welches in einem Goldstandard die “Goldbremse” (kein Gold im Tresor mehr, keine Importe mehr) übernehmen würde.

  2. jaguar

    China hat mangelhafte Sozialgesetzgebung bzw. wird diese auch nur tw. eingehalten.
    China hat mangelhafte Umweltgesetzgebung bzw. wird diese auch nur tw. eingehalten.
    Beides führt zu unfairen Wettbewerbsvorteilen auf der Kosten- bzw. Preisseite!
    China hat eine unterbewertete Währung.
    China subventioniert auf allen Ebenen bis zur Lokalebene seine Wirtschaft oftmals gut getarnt.
    Und China verletzt oftmals Patent- und Musterschutz.
    Etc.etc.
    Damit ist alles gesagt, Trump hat wie fast immer in der Handelspolitik Recht, seine Vorgänger haben z.B. die hohen EU-Zölle auf US – Produkte nicht aufgegriffen und damit ihre präsidialen Pflichten verletzt.

  3. astuga

    Würde doch bloß die EU auf derart hohem Niveau scheitern wie Trump…

    Auch unterschätzt der Autor die Bedeutung von Taktik und Bluffen in der Politik.
    Niemand mit Verstand wird von Beginn an öffentlich Nachgiebigkeit und Kompromissbereitschaft signalisieren und damit seine Position in Verhandlungen schwächen.
    Aber fast jeder Chinese lernt bereits als Kind die Kunst der 36 Strategeme, und Trump kann offenbar Pokern.
    https://de.wikipedia.org/wiki/36_Strategeme

    Btw. hat China zuletzt nicht deutlich eingelenkt im Zollstreit?

  4. Falke

    Trump hat natürlich nicht alles durchgebracht, was er vorher angekündigt hat – aber er hat es zumindest versucht und durchaus auch Erfolge gehabt. Jedenfalls hat er die EU, die ja nur Probleme hat und nichts weiterbringt (Brexit, Frankreich, Italien, Deutschland) noch ein weiters Stück hinter sich gelassen.

  5. sokrates9

    Die EU könnte froh sein wenn sie das ökonomische Verständnis und die Umsetzungspotenz eines Trump hätte! Was ist das EU – Thema der letzten 3 Jahre?? Brexit, Brexit, Brexit!

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