TTIP: Freiheit auf Bezugsschein

Von | 28. Juli 2014

Ganz schlaue Anmerkungen zum Freihandelsabkommen TTIP: “Nicht alles was nach Verbraucherschutz und Sozialstandards klingt, ist auch so gemeint. Sondern eigentlich stecken mächtige Industrie-, Agrar- und Gewerkschaftsinteressen hinter diesen Organisationen und ihren Forderungen. Diese wollen ihren Gemütlichkeitsfaktor im eigenen Land behalten oder die „Demokratisierung der Gesellschaft in allen Lebensbereichen“ verwirklichen. Letzteres ist nichts anderes als die Mehrheitsdiktatur über den Einzelnen, seine Privatheit und sein Eigentum.

Diese Nutznießer haben ein großes Interesse, Preise durch Zölle und Einfuhrbeschränkungen hoch zu halten und den Verbraucher im Inland abzukassieren. Das ist eigentlich unsozial, wird uns aber als solidarischer Akt verkauft. Dieses vermeintliche Samaritertum soll zur „Erhaltung der Kulturlandschaft“, zu „gesünderer Ernährung“ oder zu „sicheren Arbeitsplätzen“ führen. ” (hier)

9 Gedanken zu „TTIP: Freiheit auf Bezugsschein

  1. J.Scheiber

    Was der Herr Schäffler da von der Atlantikbrücke an Unsinn herunterplärrt, das richtet sich schon durch die Kommentare auf seinem eigenen Blog!

  2. FDominicus

    Sollte es mich wundern? Warum nur werden diese Sachen von Politikern beschlossen? Weil Sie nur das Wohl Aller im Blick haben?

  3. MM

    Bezüglich der linken Organisationen, dem “Kulturschutz”, “Verbraucherschutz”,… hat der Schäffler natürlich recht. Für solche Worte liebt man ihn ja (leider nur in der Szene).

    Aber bei TTIP macht halt doch skeptisch, warum man zum Freihandel Regulierung braucht. Entweder Freihandel oder Geheimabkommen. Das schließt sich doch aus. In der Zwischenzeit hätte man bereits etliche Handelshemmnisse jeweils unilateral abbauen können. Und während die Linken sich mal wieder profilieren, indem sie “finstere Machenschaften” aufdecken (um dann den angeprangerten Lobbyismus durch den eigenen Lobbyismus zu ersetzen), schauen die Liberalen, die Befürworter des echten Freihandels, kampagnenmäßig in die Röhre.

  4. Thomas Holzer

    @MM
    Deswegen ist das ganze Gerede von freier Wirtschaft, vom Markt, etc. lächerlich.
    Eine wirklich freie Wirtschaft braucht keine Handelsabkommen; Abkommen brauchen Politiker und Bürokraten, um deren steuerfinanziertes Dasein zu rechtfertigen

  5. FDominicus

    @Thomas Holzer:
    “Eine wirklich freie Wirtschaft braucht keine Handelsabkommen; Abkommen brauchen Politiker und Bürokraten, um deren steuerfinanziertes Dasein zu rechtfertigen”

    Wahreres wurde hier lange nicht mehr geschrieben 😉

  6. Mike

    Die meisten, die über TTIP richten, haben keine Ahnung davon. Offenbar alles kronenzeitungleser. Und: natürlich braucht es Abkommen, die Regeln festlegen, jeder, der dies verneint, ist einfach unwissend und ungebildet.

  7. Thomas Holzer

    @Mike
    Eben nicht!
    z.B. Ich brauche kein Abkommen, um zu entscheiden, ob ich ein “Chlorhuhn” kaufe und/oder esse oder nicht.
    Ich brauche kein Abkommen, um Produkte von Monsanto zu kaufen oder nicht
    Ich brauche auch kein Abkommen, um für € 10,–pro Stunde, weniger oder mehr zu arbeiten.
    Ich hätte gerne einen freien Markt, und keinen, welcher von Schwachköpfen eingeschränkt wird.
    Wenn ich mit “uber” zum Airport fahren möchte, sollte dies meine alleinige Entscheidung sein, und wenn ich mit diesem Service unzufrieden bin, dann fahr ich halt das nächste Mal mit dem Taxi oder den ÖBB, oder gehe zu Fuß
    Sie hingegen bedürfen anscheinend des Staates, um Ihre persönlichen Entscheidungen zu treffen.
    Warum geben Sie Ihre persönliche Verantwortung für Ihr eigenes Leben nicht gleich bei der entsprechenden Stelle ab, welche noch geschaffen werden muß.
    Aber mit etatistischen Epigonen wie Ihnen wird diese sicherlich baldigst, natürlich burokratisch ganz schlank, installiert werden

  8. MM

    @Mike: Am Thema vorbei.

    Dass man Abkommen braucht um Regeln festzulegen ist eine Tautologie – da braucht es keine Bildung. Unser Punkt war eben, dass Freihandel genau meint, dass der Handel nicht reguliert ist, sondern frei. – Keine Regeln, kein Abkommen. So einfach.

    Natürlich können Sie für regulierten Handel sein (den haben wir ja z.B. jetzt). Andere sind eben für freien Handel. Und ein Anfang wäre, einseitig die Importzölle abzuschaffen. Dann zieht die Gegenseite schon nach.
    Wenn Sie z.B. “gegen Gene” sind (ich unterstell das jetzt nicht Ihnen, aber Monsanto ist ja ein beliebtes Beispiel der TTIP-Gegner), dann hat das nichts mit Handel zu tun. Das kann jedes Land unabhängig vom Handel zulassen oder verbieten.

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