TU-Forscher Popper: “Virus infektiöser als gedacht”

“….Die aktuellen Daten würden die Wirksamkeit der Maßnahmen widerspiegeln. Der Druck sei allerdings höher als erwartet. mehr hier

11 comments

  1. TomM0880

    “Das soll ermöglichen, dass einerseits die Wirtschaft wieder in die Gänge kommt, andererseits Zehntausende Leben gerettet werden und das Gesundheitssystem intakt bleibt. ”

    Das Gesundheitssystem kann aber nur intakt bleiben, wenn jemand einzahlt. Weiters fordert eine zerstörte Wirtschaft mehr Tote als dieses Virus. Was nützt es mir, wenn ich gesund bin, aber mit meiner Familie auf der Straße sitze, da ich mir die Miete oder die Kreditkarte nicht leisten kann.

  2. Gerald

    Eine weise Führerin sagt: „Wir schaffen das! Zumindest ich , der Olaf, der Horsti, der Heiko, der Peter, den Anton, die Annalena und den Robert nehmen wir auch mit!“
    Die Anderen verrecken leider auf der Straße……..

  3. Wolfgang Niedereder

    Influenza-Virus, Pech gehabt !
    Killervirus- richtig für Influenza , Corona???
    Techniker und Hochrechnungsakrobaten (100.000 -150.000 Tote in AT) erklären uns also jetzt Krankheiten und deren Auswirkungen.Wir haben in den vergangenen Jahren achselzuckend durchschnittlich 2000 Todesfälle bei Influenza hingenommen (AGES).Das Killervirus Corona hat nach derzeitigem Stand 05.04.20 einfach gerechnet 200 Todesfälle und 12.000 getestete Infizierte inklusive Dunkelziffer ca. 120.000 Infizierte dh. 0,166% der Infizierten sterben, dies ohne Berücksichtigung der Fehlerquelle(eher weniger Todesfälle) bei der Todesfeststellung – ist das ein Killervirus?
    Der Fairness halber müsste man jetzt die derzeit praktizierte Vorgangsweise auch für Influenza-Epidemien jährlich anwenden, oder hat man bei Influenza Infektionen einfach nur das falsche Virus erwischt?
    Übrigens noch einmal zur Hochrechnung: Lancet 2018; geht von 250-600.000 Influenza-Todesfälle jährlich aus.

  4. sokrates9

    Hammer und Tanzmethode- Einverstanden – welche Maßnahmen sind sinnlos und können zurückgenommen werden? denkt da wer wissenschaftsbasiert nach? eher NEIN. Virologe Streechk in der BRD hat nachgewiesen dass Virus nur durch Tröpfcheninfektion ( hochgefährlich) nicht aber mit Schmierinfektion – Virus auf glatten Oberflächen übertragen wird! interessiert das wem? offensichtlich nicht! Da könnte man ja mit der (richtigen 1 Meterabstandphilosophie) wieder 80% der Maßnahmen zurückfahren!
    Wir diskutieren lieber wie man den Verkauf von nicht lebenswichtigen Gütern einschränken und die Kunden zu Amazon treiben kann! Was kann man von einer populistischen WirtschaftsministeIn erwarten?

  5. FiBu

    @Niedereder Die Zahl der Grippetoten (2000 im Jahr) kenne ich auch, was mich aber stutzig macht: Ich habe in 50 Jahren keine Grippetoten in meiner Bekanntschaft erlebt, wenn ich meine Bekannten frage hat auch keiner einen Grippetoten gekannt oder auch nur von einem Grippetoten gehört. Das ich in einer solchen Insel der Seligen wohne ist extrem unwahrscheinlich und weckt letztendlich Skeptik an den Zahlen.
    Als Gegenprobe habe ich nach Verkehrstoten (ca. 300 im Jahr) gefragt und die erwartete Antwort bekommen: Jeder kennt zumindest jemanden der betroffen ist.
    Ich kann es mir nicht erklären (und glaube auch nicht an Verschwörung). Es bleibt, für mich, ein Rätsel.

  6. astuga

    @FiBu
    Influenza Bericht der Saison 2017/18 des Robert Koch Institutes (Zahlen gelten für Deutschland).
    https://influenza.rki.de/Saisonberichte/2017.pdf
    Seite 46:
    “Saison 2009/10: 258 Todesfälle, Saison 2015/16: 237 Todesfälle
    In der Saison 2017/18 wurden 1.674 Todesfälle mit Influenzavirusinfektion gemäß IfSG an das RKI übermittelt. Verglichen mit der Saison 2016/17 sind dies mehr als doppelt so viele gemeldete Todesfälle mit Influenza-Infektion.
    Ob tatsächlich im Verhältnis so viel mehr Menschen in der Saison 2017/18 an einer Influenza verstorben sind, lässt sich anhand dieser Daten jedoch nicht feststellen.
    Wie bereits eingangs beschrieben, ist die Anzahl der Meldungen davon abhängig, ob und wie häufig eine
    Labordiagnostik für den Nachweis von Influenza eingeleitet wurde.”

    Übrigen rät das RKI in seinen Empfehlungen davon ab, bei Corona-Opfern gründliche Autopsien vorzunehmen um die Todesursache eindeutig festzustellen.
    Nur eine oberflächliche Totenbeschau sei sicher (als ob es sonst keine infektiösen Krankheiten geben würde auf die ein Pathologe achten muss): “Eine innere Leichenschau, Autopsien oder andere aerosolproduzierenden Maßnahmen sollten vermieden werden. Sind diese notwendig, sollten diese auf ein Minimum beschränkt bleiben…”
    www . rki . de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Verstorbene . html

  7. FiBu

    @astuga Danke für die Information.
    Wenn die Zahlen stimmen, d.h. nicht 2.000 Grippetoten im Jahr sondern, grob aus den Zahlen gerecht, so 300-400 im Schnitt (ca. wie Verkehrstote) müßte es trotzdem den einen oder anderen einen Fall in meinem Bekanntenkreis geben. Was das ganze erklären könnte: Wenn der Grippetot alte und kranke Menschen trifft kann für die Angehörigen der Tot durch Grippe durch die Vorerkrankungen “verdeckt” sein – vermute ich.
    Ganz zufrieden bin ich aber mit der Erklärung nicht – aber zufriedener als vorher.

  8. Wolfgang Niedereder

    Zu den Grippe-Todesfällen noch eine Anmerkung.
    Die Zahlen sind keine privaten Vermutungen sondern von AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit – und so mit hoher wissenschaftlicher Akzeptanz und Seriosität verbunden. Die Erstellung der Zahlen sind übrigens sehr gut auf der hmpg erläutert und werden schon einige Jahre erhoben. Auch die zitierte Publikation der MeduniWien; Lancet 2018
    https://t3-web.meduniwien.ac.at/ueber-uns/news/detailseite/2018/news-jaenner-2018/weltweit-bis-zu-650000-influenza-todesopfer-pro-jahr/
    hält einer wissenschaftlich objektiven Überprüfung stand.
    Natürlich steht auf dem Totenschein als Ursache meistens Pneumonie etc.,oder banal Herzversagen und nicht Grippe. Meine Intention ist es endlich auf Impfungen zu setzen, denn wäre die österr. Bevölkerung wenigsten zu 60-70% geimpft (aktuell unter 10%)wären viele KH/Intensiv Betten frei, aber in der Vergangenheit wurde vor allem Gegnern von Impfungen, im speziellen der Grippeimpfung, breiter Raum gegeben. Vielleicht ändert sich wenigstens diese Gepflogenheit jetzt.

  9. astuga

    @FiBU – Exakt die Frage habe ich mir auch bereits gestellt.
    Beruflich wie privat ist mir zusammengenommen im Laufe der Jahrzehnte bereits alles an Todesursachen untergekommen, unmittelbar oder durch Erzählungen der Angehörigen…
    Krebs, Unfälle, Suizide, diverse Krankheiten, Drogentote, eine vermisste Person, sogar ein Mordfall (Bruder eines Bekannten id. USA).
    Aber ein Influenza-Opfer war noch nie darunter.

    Ich bezweifle nicht, dass es das gibt.
    Nur eben weniger häufig als behauptet, und dann id Regel in Folge von Multimorbidität.
    Ähnlich wie bei Covid-19.

  10. Marianne Gollacz

    Hans Ulrich Gumbrecht schrieb in seinem am 25.3. hier veröffentlichten Artikel “der Notstand-Staat”:
    “Die nun schon mehrere Wochen anhaltende Unfähigkeit der einschlägig kompetenten Spezialisten, kohärente diagnostische oder gar therapeutische Orientierungen zu liefern, hat erstaunlicherweise noch keinen definitiven Vertrauensverlust ausgelöst. Dies macht einerseits überdeutlich, wie Wissenschaft als abgehobene Autorität während der vergangenen Jahrzehnte die Religion ersetzt hat.”

    Die med. Wissenschaft braucht genauso wie die Wirtschaft Wettbewerb. Nicht nur in der Herstellung von Medikamenten, sondern auch in der Sichtweise einer Krankheit, im Zugang zur Heilung, bei den Heilmethoden, etc. Unsere Gesundheit ist viel zu wichtig, als dass wir sie Monopolisten überlassen. Das wäre genauso wie wenn wir sie den Kommunisten überlassen würden.
    Für mich ist auch nicht nachvollziehbar, warum so negative Begriffe, wie “Durchseuchung” verwendet werden.

    Aktuell hat die Wissenschaft die Lösung eines med.Problems, bis sie vielleicht eine Lösung in form eines Medikaments oder einer Impfung gefunden hat, an die Politik abgegeben, das ist absurd.
    Und was passiert, falls in einem Jahr das nächste Virus auftaucht?

  11. astuga

    @Wolfgang Niedereder
    Wenn man sich die Anmerkungen zur Studie durchliest (verlinkt unten auf der Artikelseite), dann sieht man allerdings, dass hier lediglich die sog. Übersterblichkeit (Excess mortality) zusammengefasst wurde (ein rein statistischer Wert).

    Die liegt aber, wie am Bspl. der Publikation des RKI aus Deutschland gezeigt, bis zu zwei Zehnerpotenzen höher als die real erfassten Todesfälle.
    Ich bin zugegeben kein Experte, aber mir scheint das ganze Konzept der Berechnung von sog. Übersterblichkeit etwas fragwürdig zu sein.
    Ist sicher ein nützliches Hilfsmittel in Ermangelung von etwas besserem, aber eines mit mehreren Fragezeichen dahinter.
    Nichts was man als zuverlässige Abbildung der Realität verkaufen sollte, aber genau dazu neigen wir Menschen leider, wenn Experten uns mit Statistiken kommen.
    Was bei der Übersterblichkeit rauskommt hängt von den eingesetzten Werten ab (aber wie zuverlässige sind zB historische Zahlen die man in die Gleichung einsetzt? Wie zuverlässig sind Zahlen bei einer neuen Krankheit?).
    Schwieriges Thema.

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