Typisch deutsch halt

Von | 19. Februar 2016

“….Wenn es etwas gibt, das „typisch deutsch“ ist, dann ist es nicht das Oktoberfest, es sind nicht die „Meistersinger“ von Wagner und auch nicht Ausdrücke wie „Willkommenskultur“, „Trauerarbeit“ und „Zivilgesellschaft“. Es ist eine aggressive Form der Wehleidigkeit, der Wunsch, sich zum Opfer zu stilisieren, das seinen Nachbarn so viel Gutes angetan hat und dafür nichts als Undank erntet….” (hier)

8 Gedanken zu „Typisch deutsch halt

  1. Fragolin

    Deutschland erwacht gerade sehr unsanft aus dem Koma.
    Man hat diesem volk Jahrzehnte eingebläut, es könne nur durch Selbstkasteiung und aktive Buße darauf hoffen, den angeblich von ihnen selbst in die Welt gesäten Hass zu dämpfen und so etwas wie gegenliebe zu erfahren. Und jetzt, wo man sich in Über-Menschlichkeit und Selbstaufgabe suhlt muss es feststellen, dass es genau dafür verachtet wird. Es reagiert mit seiner ständigen Forderung nach einer “europäischen Lösung” des selbstverursachten Problems wie ein bockiges kleines Gör, das jetzt endlich von seinen Adoptiveltern Liebe einfordert, weil es ganz brav seine Suppe an die Armen verteilt hat und nun selbst nichts mehr zu essen bekommt.
    Das deutsche Volk ist unreif. Infantil. Und wird doch nicht geliebt. Bis es mal wieder in einem Anfall kindlichen Trotzes das Porzellan zerschlägt.
    Nächste Runde…

  2. sokrates9

    Was heißt eigentlich Solidarität? Man macht etwas was man unter Vernunftgründen nicht machen würde um einen anderen ” einen Gefallen” zu tun??Und im Sinne des Tauschgeschäftes erwartet man sich dann vom Gegenüber dass er sich solidarisch erweist und etwas macht was er unter Einsetzung des Verstandes nicht machen würde??Eigentlich Gegenteil von Kapitalismus!

  3. cmh

    Solidarität ist ein sozialistisches Wieselwort. Von Sozen immer eingefordert entpuppt sich Solidarität als Windei, fordert man Solidarität von Sozen.

  4. Reini

    … ja, man Träumt nur vom Guten im Menschen, und wenn “wir ” der Welt helfen kommt alles 100 mal zurück, zumindest wird es dann verlangt, Deutschland will vor idiotischer Selbstsicherheit anderen Staaten etwas aufzwingen, da es glaubt ganz Europa ist von ihnen abhängig,… aber das Leben ist doch schon durch die Rosarote Brille und geistiger Mitleidsmasturbation! 😉 aufwachen darf man nur nicht!

  5. Fragolin

    Der Ruf nach Solidarität ist der verzweifelte Hilfeschrei eines Idioten, der merkt, dass er sich gerade eine ordentliche Portion Hühnermist in seine Suppe gerührt hat und nun schreit, die anderen sollen sie für ihn auslöffeln. Da die Sozen fast immer bei dem Versuch, ihre hehren Ideale entgegen jeder Vernunft und mit aggressiv-fordernder Gewalt umzusetzen, haufenweise Mist produzieren und wirklich bei jedem Anlauf fulminant scheitern, ist das Geplärre nach den Anderen, die gefälligts dabei helfen sollen den Scherbenhaufen aufzukehren, bei ihnen besonders laut.
    Bei den Kapitalisten gibts das auch, aber nur, wenn die erhofften Gewinne ausbleiben und irgendwer die Verluste tragen soll…

  6. mariuslupus

    Dass erzwingen von “Solidarität” hat die FDJ und SED Ideologie bei Merkel epigenetisch in ihren Synapsen verankert. Solidarität im merkelschen Verständnis stammt ursprünglich von Stalin – Solidarität aller Werktätigen. Wer nicht solidarisch sein wollte, wurde von seinen reaktionären Gedankengut befreit. Aber Merkel hat noch gut die Solidarität, die Leonid Breschnev von Dubcek und seinen Abweichlern verlangt hat, in Erinnerung. Aber jetzt versteht sie nicht, sie kann es nicht verstehen, dass gewisse Reaktionäre, die aus ihren ehemaligen Bruderstaaten, kommen, ihre Auslegung von “Solidarität” zurückweisen.

  7. Mona Rieboldt

    @Fragolin
    Verwechseln Sie bitte nicht die Merkel-Regierung mit der deutschen Bevölkerung, die ist alles andere als begeistert von den Asylanten. Und diejenigen, die “Willkommen” geschrien haben, gab es in Österreich genau wie in Deutschland. Es scheint in Österreich beliebt zu sein, auf die “Deutschen” zu schimpfen.

    Das Problem in Deutschland, alle Parteien wollen noch mehr Asylanten mit Ausnahme der AfD. Die AfD ist aber noch sehr jung und wird täglich von Politikern wie der Presse beschimpft, als rechtsextrem etc.
    Warten wir mal die drei Landtagswahlen am 13. März ab.

    Auch in Österreich wurde doch mehrheitlich SPÖ und ÖVP gewählt. Also wozu stets auf “die Deutschen” schimpfen. Und Deutsche sind nicht dümmer als Österreicher, sie sind nur leidensfähiger 😉

  8. gms

    Ob die vormalige Edelfeder Broder nur einmal mehr gepatzt hat, oder doch den Weg aller Tonbandkassetten geht, die zu Beginn ihrer Karriere rauschen und am Ende ebenso, sei dahingestellt, sein jüngstes Werk jedoch ist der Inbegriff eines vermeidbaren Störgeräusches.

    Wenn eine Bauchrednerpuppe wie der ARD-Brüsseler Rolf-Dieter Krause in Talkshows sein Skript verbreitet, die Deutschen stünden hinter Merkel und deren Kritik an Osteuropa, so war das so verhersagbar, wie daß sie vor Kameras überhaupt den Mund bewegt.

    Krause und dessen Tun und Lassen, sei es als Person oder mit seiner Aussagen über Deutsche, ist im Gesamtkontext ein sprichwörtlich umfallender Reissack in einer chinesischen Provinz, und damit nichts von in unseren Breiten Tragfestes, worauf sich eine noch falschere Behauptung Broders stellen ließe, Deutschland hätte wie kein anderes Land von der EU profitiert.

    Broders ansich schon linkes Solidaritätsgemurmel übertönt, oder zumindest versucht zu übertönen, daß das Spiel um die Einhegung Europas seit Anbeginn die BRD ins Zentrum gestellt hat.
    Selbst wenn dabei nicht die intensivierte Entkernung und Versaftung des Landes das Zwischgericht schaffte, das danach locker aufgetunk werden kann, sondern in der Tat die Errichtung einer Vereinigung friedlich interagierender autonomer Staaten angestrebt worden wäre, die gemeinsam einen Player innerhalb einer mulipolaren Weltordnung bilden, irrt Broder dennoch mit Anlauf.

    Ob man profitierte oder nicht, bemißt sich an Alternativszenarien, doch diese Alternative wurde unterbunden, weshalb es mangels Vergleichbarkeit sinnfrei ist, die herbeigeführten Zustände als Ursache für Gutes zu behaupten, wenn das Verhinderte noch mehr Glück gebracht hätte, und sei es bloß, weil der Einäugige unter Blinden immer besser abschneidet.
    Nicht nur sind daher vergangene Vorteile Deutschland in der Union zu hinterfragen, sondern angesichts der zunehmend näher kommenden Endabrechnung alle Aspekte, die man sich mit der EU in bloße Füße konsequent tiefer eingetreten hatte.

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