4 Gedanken zu „Uber tot, Kunde hat den Schaden

  1. GeBa

    Mein Gott, dieses Gejeier um UBER ist schon widerlich! Wer dem nachweint hat keine Ahnung, wie UBER seine eigenen Fahrer behandelte. Die kamen/kommen meist aus der Slowakei, verdienten so wenig, dass sie sich nicht einmal ein Bett, geschweige denn ein Zimmer zum Übernachten in Wien leisten konnten und im Auto schliefen, aber Hauptsache auf das Taxigewerbe hinhaun.
    Ich fahre 10 x lieber mit einem Taxilenker der einen Kurs gemacht hat, der weiß was Sorgfaltspflicht bedeutet und wo im Notfall eben ein direkter Unternehmer oder die Funkzentrale als Beschwerdestelle das ist. Leben könnte ein Taxifahrer sowieso davon nur, wenn er 7 Tage rund um die Uhr im Auto sitzt, oder glaubt jemand, das ist ein Geschäft wo jemand reich wird dabei?
    Ich habe vermutlich mehr Einblick in dieses Gewerbe als jeder der sich da Journalist nennt!!!!!

  2. Menschmaschine

    @GeBa
    Sehe ich nicht so. Ich kenne einen persönlich, der für Uber gefahren ist und der lebte ganz normal in Wien in einer Wohnung. Ja, die Bezahlung war nicht toll, aber er machte viel Trinkgeld, viele Kunden waren wegen des günstigen Fahrpreises beim Trinkgeld recht spendabel. Die Frage ist halt auch immer, was die Alternative ist. Uber-Fahrer wird man halt eher nicht mit einer tollen Ausbildung, die einem viele Möglichkeiten der Berufswahl lässt.
    Interessant, dass Sie die im Presse-Artikel angespochenen Punkte nicht erwähnen. Das sind allesamt Punkte, mit denen sich Uber wohltuend von herkömmlichen Taxis abhob. Vor allem Frauen wussten Uber mit dem System der Fahrerbewertung zu schätzen. Punkte also, mit denen Uber beim Kunden punktete. Anmerkung für die Taxi-Innung: Der Kunde, das ist der Typ, der dafür sorgt, dass Taxifahrer überhaupt einen Job haben.
    Ich habe übrigens auch Erfahrung im Gewerbe, ich hatte den Taxischein. Ok, als Student, ist schon eine Zeit her, zugegeben, aber immerhin.
    Ich fahre ungern Taxi, die Fahrer fahren oft so, dass mir schlecht wird. Als Frau würde ich bei vielen sicher nicht einsteigen.

  3. GeBa

    @Menschmaschine
    Ich habe auch den Taxischein und bin auch tageweise für einen Bekannten gefahren, der zum WE wenig Fahrer hatte. Wenn man davon nicht leben muss, ist es etwas, das – mir zumindest – sehr viel Spaß machte.
    Ich habe meine Stadt sehr gut kennengelerbt, war in Firmen, wo man sonst nicht hineinkommt und habe Menschen kennengelernt, die ich sonst nie kennengelernt hatte. Wenn ich nachher einen Künstler im TV sah, konnte ich sagen, ja, mit dem habe ich auch geplaudert. Und ich kann wahrscheinlich sagen, ich bin die einzige Frau, der A.H. nachgelaufen ist, da ich irrtümlich eine Hausnummer zu weit gefahren war. Aber eben weil ich eine Frau bin, sind sehr viele Frauen gerne mit mir gefahren. Ich bin aber nur am Tag gefahren. Und gerade am Sonntag Morgen waren die ungutesten Fahrgäste unterwegs, kamen betrunken aus Lokalen, gerade noch an der Kippe zu noch erträglich zur Unverschämtheit.
    Das war auch die Zeit wo ich mich für Wien oft geschämt habe, wenn ich mit Touristen unterwegs war, die am Sonntag vor heruntergelassenen Rollläden standen und dann auswichen ins nahe Ausland. Seither bin ich 7 Tage offene Geschäfte – wer will! Dass man Geschäftsleute in der City! bestrafte, obwohl sie selbst im Geschäft standen, tja, Wien ist anders.
    Jedenfalls – ich habe Kurs und Prüfung gemacht, Uber Fahrer mussten NICHTS machen.
    Den Presse Artikel kann ich nicht lesen, da ich kein Bezahl-Abo habe und auch keines nehme, aber ich habe genug eigenen Einblick um mir vieles was da verbreitet wird, gar nicht zu lesen, weil ich weiß dass es nicht stimmt.
    Das Gewerbe hatte nie einen guten Ruf, auch nicht als es Konzessionen gab und nur Österreicher unterwegs waren, Taxifahrer auf der ganzen Welt muss man kontrollieren, man ist immer im Vorteil wenn man sich selbst in einer Stadt auskennt. Aber man muss das ganze Leben aufpassen, dass man nicht über den Tisch gezogen wird, das ist nicht nur in diesem Gewerbe so.

  4. Iceman

    Es gab schon Handlungsbedarf, aber wie es für Österreich nun mal typisch ist, nivellierte man alles talwärts.
    Wenn ein völlig ungeregeltes Gewerbe auf ein durch und durch staatlich festgefahrenes Gewerbe stößt, die um die gleichen Kunden buhlen, dann führt das letztlich zur Zetrümmerung des Taxigewerbes.

    Anstatt eine Lösung der Mitte anzustreben und Uber durchaus ein paar Regel aufzulegen, das strenge gesetzliche Korsett der Taxi etwas tu lockern, hat man Uber nun auch das Taxikorsett verpasst. Damit ist niemanden geholfen. Weder den Taxlern, noch Uber-Fahrern oder den Kunden.

    Eine typisch österreichisch, protektionistische Lösung eben, wie man sie hundertfach aus der Vergangenheit kennt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.