Über Drogen

Von | 8. Juli 2016

Die Prohibition überschreitet die Grenze jeder Vernunft, indem sie die Bedürfnisse des Menschen durch Gesetze zu kontrollieren versucht und Verbrechen aus Dingen macht, die keine Verbrechen sind. Ein Prohibitionsgesetz ist ein Schlag gegen die Prinzipien, die die Grundlage unseres Staates sind. (Abraham Lincoln)

15 Gedanken zu „Über Drogen

  1. chrisamar

    Dieses Thema ist zu komplex um es in wenigen Sätzen zu bezeichnen. Es betrifft Bereiche aus interdisziplinären Fächern. Aus sind die kriminellen Strukturen derartig bösartig, dass hier tatsächlich Reformen nötig wären. Durch die Invasion von Millionen von Menschen, ist auch hier gegenwärtig nichts mehr unter Kontrolle zu bringen. Durch das Diktat der “Willkommenskultur” einer launischen Kanzlerin, sind wir alle gezwungen mit unseren Abgaben den internationalen Terror und den Reichtum der Drogenkartelle zu finanzieren. Aus meiner Perspektive befinden wir uns in einem “Opiumkrieg” und das nicht erst seit gestern.

  2. Thomas F.

    @chrisamar
    Das Thema ist gar nicht komplex. Es geht um die ungebührliche Einschränkung der Freiheit des einzelnen, das zu konsumieren, was er will, solange kein Dritter dabei zu Schaden kommt.

  3. Fragolin

    @Thomas F.
    Richtig. Mündige volljährige Menschen sind hundertprozentig selbst für ihr Leben verantwortlich und benötigen daher keinerlei Verbote irgend einer Art. Erst die Inkriminierung des Drogenkonsums macht Drogenkonsumenten zu Verbrechern. Vorher sind es nur verantwortungsloise Idioten, aber dieses Recht hat jeder. Ebenso wie Krankenkassen das Recht hätten, die Kosten der Behandlung der Folgen der Sucht abzulehnen und die Spitäler nur gegen Cash behandeln. Wer es sich nicht leisten kann – Pech gehabt. Niemand wird gezwungen, sich zuzudröhnen und damit zu ruinieren.

  4. Falke

    @Thomas F.
    Absolut richtig. Und wenn dabei von “Schaden für die Gesellschaft” gefaselt wird: dann müssten Nikotin und vor allem Alkohol auch verboten werden; erstens sind das auch Suchtmittel und zweitens ist der durch Alkohol- und Nikotinsüchtige verursachte Schaden weitaus höher. Ebenso würde durch Freigabe der Drogen mit einem Schlag die Drogenkriminalität samt Drogenmafia verschwinden, die bekanntlich wesentlich mehr Tote produziert als der gesamte Drogenkonsum. Weiters würden auch durch Drogenprostitution verursachte Krankheiten verschwinden, vor allem Aids. Ganz abgesehen natürlich vom Grundsatz, dass man einem mündigen Erwachsenen nicht vorschreiben darf, was er konsumiert bzw. ihn nicht zwingen kann, sich selbst nicht zu schaden. Und da wären wir wieder bei Alkohol und Tabak, dazu Fett, Süßigkeiten usw.

  5. Christian Peter

    @Falke

    Nicht richtig, denn Drogenkonsum geht mit Beschaffungskriminalität etc. einher. Das bedeutet : Es besteht ein öffentliches Interesse, die Bevölkerung vor Junkies zu schützen – daher ist der Konsum harter Drogen verboten.

  6. gms

    Falke,

    “Ebenso würde durch Freigabe der Drogen mit einem Schlag die Drogenkriminalität samt Drogenmafia verschwinden, die bekanntlich wesentlich mehr Tote produziert als der gesamte Drogenkonsum.”

    Die Einarbeitung ins Thema “war on drugs” belohnt mit verdammt desillusionierenden Erkenntnissen. Ein Spoiler vorab: Dieser Krieg ist verdammt praktisch.

    “Weiters würden auch durch Drogenprostitution verursachte Krankheiten verschwinden, vor allem Aids.”

    Der Einwand güldet nur partiell, hat doch zumindest das deutsche Bevormundungskartell seinen Untertanen unlängst eine Präservativpflicht bei der Inanspruchnahme körpernaher Diensleistungen auferlegt. Wie man sieht, ist politischer Kreationismus definitiv nicht phantasielos.

  7. gms

    Trompeter,

    “Nicht richtig, denn Drogenkonsum geht mit Beschaffungskriminalität etc. einher.”

    Das mit den Kausalitäten rund um Prohibition mußt du nicht verstehen, sind diese ja auch verdammt komplex, nicht wahr? Danke dafür, einmal mehr als abschreckendes Beispiel gedient zu haben.

  8. Falke

    @Christian Peter
    Sie haben nicht zu Ende gedacht. Wenn Drogen freigegeben werden, also etwa in Trafiken oder sonstigen Läden frei erhältlich sind, erübrigt sich auch jede Beschaffungskriminalität. Es gibt ja auch für Alkohol und Tabak so etwas nicht, oder (außer Schmuggel, aber nur wegen des Preises)?

  9. Falke

    @gms
    Und wie wird, bitte schön, diese “Präservativpflicht” kontrolliert? Sitzt da in jedem Bordellzimmer ein Beamter des Gesundheitsministeriums und beobachtet genau, was da im oder auf dem Bett passiert? Ganz abgesehen davon, dass die Drogenprostituierten (genauer gesagt: diejenigen – meist sehr jungen – Damen, die auf den Strich gehen, um sich Drogen kaufen zu können) kaum offiziell angemeldet sind und einen Deckel haben, also ohnedies außerhalb der behördlichen Kontrolle arbeiten.

  10. Christian Peter

    @Falke

    Das Problem der Beschaffungskriminalität ließe sich nur lösen, wenn man Drogen gratis auf Kosten der Steuerzahler anbieten würde – das kann keine Lösung sein.

  11. gms

    Falke,

    ich muß gestehen, Ihren fundierten Einwand bei meinem jüngsten Loblied auf die Weisheiten deutscher Obertanen nicht vorweggenommen zu haben. Verzeihen Sie diesen mentalen Fingerfehler und honorieren Sie das nachgereichte Gelöbnis auf künftig gesteigerte Achtsamkeit im Umgang mit dieser hochbrisanten Fragestellung.

    Konkret und basierend auf begleitendem Hintergrundrauschen bei der Genese der zur Debatte stehenden stattfindenden Pönalisierung unterlassener Verwendung physischer Trennmittel im Kontext kommerziell betriebener Vereinigungsakte sei festgehalten, die behördliche Vollzugskontrolle stelle eine Ultima-Ratio dar, deren Durchführung bereits durch die Inkriminierung der Tat selbst vorgebeugt werden soll.

    Die intendierte Wirkungsweise des Gesetzes basiert auf drei Säulen: Erstens auf der Abschreckung durch Strafe ansich, zweitens der geringeren Delikthäufigkeit angesichts einer erwartbaren Preissteigerung des verbotenen Angebots, sowie drittens der unwahrscheinlichen, wengleich existenten Gefahr für fallierende Konsumenten, tatsächlich behördlich in flagranti ohne widmungsgemäß applizierte Gummischranke ertappt zu werden. Widersprüche zur allumfassend geforderten Barrierefreiheit sind laut herrschender Rechtsmeiunung allenfalls hypothetischer Natur.

    Dem im Vorfeld beratend hinzugezogenen Experten für Zwischenmenschliches, Woody Allen, wurde weiters indirekt vollumfänglich Rechnung getragen, zumal er zur Causa festhielt: “Is sex dirty? Only when it’s being done right.”
    Daraus resultiert knochentrockene Stringenz zur übergeordneten Agenda, festgemacht an Heiko Maas’ Bestrebungen zur Verbannung sogenannter “sexualisierter” Werbung, folgt dem Griff in die Geldbörsen und Köpfe der Bürger doch unvermeidbar jener zwischen deren Beine.

    Nachdem der verhaustierte Bürger schon weitgehend eingehegt ist, wird er sich bis zum Beweis des Gegenteils mit aufgelegten Spill-over-Effekten aus bisherigen Drangsalierungen ebenfalls arrangieren. Wie Sie also sehen, ist der Wahnsinn zumindest methodenbehaftet, also kein Grund, an der positiven Umsorgung von oben zu zweifeln.

  12. gms

    Trompeter,

    “Das Problem der Beschaffungskriminalität ließe sich nur lösen, wenn man Drogen gratis auf Kosten der Steuerzahler anbieten würde – das kann keine Lösung sein.”

    Die implizite Behauptung ist tollkühn, sogar der vollumfänglich gesunde Mensch sei süchtig nach Mitteln zur Befriedigung seiner Primärbedürfnisse und allein ein Aufkommen hierfür aus öffentlichen Mitteln stellte hierfür eine Lösung dar.

  13. Falke

    @gms
    Wirklich umfassend und vor allem sprachlich hervorragend argumentiert 😉

  14. Christian Peter

    Von einer Legalisierung der Drogen träumte auch die Hippie – Bewegung in den 60-ern : Erfreulicherweise ist nichts daraus geworden.

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