Ukraine-Konflikt: Die Feigheit der österreichischen Politik

(A. UNTERBERGER) Ein Königreich für auch nur einen einzigen österreichischen Politiker, der so klare Worte findet. Wenn Staaten anfangen, „nach Teilen anderer Staaten zu greifen, dann werden wir in ein unglaubliches Unheil kommen. Das geht nicht. Das muss völlig klar sein, dass das nicht geht. Deshalb bin ich auch bei der Sache mit der Krim sehr streng.” Aber es war kein österreichischer Politiker, der da so gesprochen hat. Es war nur Angela Merkel. Sie bringt es auf den Punkt: „Die territoriale Integrität ist der Pfeiler unserer europäischen Nachkriegsordnung”. Warum versteht das in der Wiener Regierung niemand? Kann sich da gar niemand erinnern, mit welcher Klarheit einst ein Julius Raab, ein Leopold Figl oder ein Adolf Schärf immer gesprochen haben? Wohlgemerkt nach der Neutralitätserklärung.

PS: Ist die Konsequenz des russischen Vorwands dessen Unterstützern überhaupt bewusst? Moskau erklärt als Grund seines Eingreifens nämlich, dass es in der Ukraine um russisch sprechende Menschen ginge (wobei wir einmal die “Kleinigkeit” beiseite lassen, dass diese Menschen überhaupt nie in demokratischer Weise gefragt worden sind). Denn mit absolut der gleichen “Berechtigung” kann dann auch die Türkei zum angeblich notwendigen Schutz der türkisch sprechenden Menschen militärisch intervenieren. In Österreich, in Deutschland, in Bulgarien. Da braucht man dann nicht einmal die (ebenfalls legitimen) historischen Vergleiche, um die Ungeheuerlichkeit des russischen Vorgehens zu zeigen.

PPS: Jeden Tag wird auch klarer, dass Moskau auf der Ukraine die Täter aus jener Unterwelt vorschickt, die schon in Tschetschenien die Hände voller Blut bekommen habe.

5 comments

  1. Heinrich Elsigan

    Was soll Österreich in der Ukraine denn machen, dieses Land kann nicht einmal seine eigenen Probleme lösen.
    Wenn Putin sich die Krim nehmen will, dann soll er. Sollte er weitere Expansionsgelüste haben, dann muss man ihn einschränken.
    Österreich und Frankreich sind z.B. zu marod für irgendwelche militärischen Interventionen, die Leister können kaum den Niedergang im eigenen Land aufhalten.

  2. Klaus Woltron

    So dunkel erinnere ich mich an Irak, Libyen, Maidan – Finanzierung, USA – Söldner in Donezk, ÄGYPTEN – Backlash etc. Ein Binkel Hadern.

  3. Thomas Holzer

    Ich sehe schon die Panzer der türkischen Armee, auf Züge verladen, durch den gesamten Balkan fahrend, welche dann an der österr. Grenze entladen werden, im Niemandsland Aufstellung nehmen um dann Österreich zu besetzen; parallel dazu fährt die türkische Marine ganz friedlich die Donau aufwärts, um dann bei Hainburg die Beschießung der Festung Österreich zu beginnen…………………… 😉

  4. S.M.

    Nichteinmischung ist oberstes Gebot, wie ich hier schon öfters ausführte. @ Reinhard zeigt die ersten Konsequenzen einer Einmischung in solche Konflikte sehr schön. Die weitaus schlimmeren Konsequenzen sehen wir in Libyen z.b.
    Dort gehen alle Toten auf unser Konto! In Syrien sterben zwar weitaus mehr Menschen, diese wollten es aber wenigstens so und können nachher nicht uns die Schuld daran geben. Jedes Land muss solche Phasen der Werdung durchlaufen, solche Prozesse sind bereinigend und sind leider Elemente einer Staatswerdung.

    @ Holzer zeigt allerdings, was wir wirklich tun sollten. Ein wehrfähiges Heer hat oberste Priorität, da der Aufbau eines solchen Heeres sehr lange dauert und es daher zu spät ist, wenn man damit bei Konfliktsituationen beginnt.

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