Um Deutschland steht es schlechter als gedacht

“….In einem der wichtigsten Wettbewerbsrankings ist die deutsche Wirtschaft stark zurückgefallen. Deutschland liegt hinter den Philippinen und Spanien. Zudem zeigt ein neuer Echtzeit-Indikator, dass ein noch tieferer Abstieg droht…” (hier)

7 comments

  1. Fragolin

    Das Anbeten des Fetisch “Börse” gibt gar keine Auskunft. Deutschland und auch das sehr niedrig eingestufte Österreich haben eine Kultur des starken Mittelstandes. Noch, zumindest. Hier geht es an ganz anderen Fronten bergab. Es findet eine beispiellose Enteignung statt: dem Volk wird das halbe Einkommen gestohlen, Strafe für trotzdem erlangtes Vermögen aufgebürdet und nebenher auch noch die Kultur und das Land geraubt.
    Im Marxschen Sinne wurde ein “doppelt freier Lohnarbeiter” gezüchtet, und das unter aktiver Mithilfe der Linken: Frei von familiärer ebenso wie von Eigentums-Bindung. Single auf Miete. Und den befreien wir jetzt auch noch von kultureller und nationaler Identität. Der graue Einheitsbreimensch ist der neue Tagelöhner. Und da ist Deutschland weltweiter Vorreiter, und das wird dem Staat und dem Volk das Genick brechen und kein Börsenranking.

  2. rubens

    Dem ist zuzustimmen, Fragolin. Börse ist ein Indikator, die jede Volkswirtschaft über einen Kamm schert. Nicht schlau, sich nur an einem Indikator zu orientieren.

  3. sokrates9

    Börsenranking ist ein Indikator! Wichtig ist meiner Meinung welches politische System herrscht! Und unser Kapitalismus wird immer mehr in einen EU – konformen Kommunismus umgewandelt, wo Initiative und entsprechendes Einkommen verpönt ist! Man sieht es ja herrlich an der Philosophie der EU – Nomenklatura: Unverschämte Gehälter, Leistung zählt nicht, ist gar nicht erwünscht, Junker selbst sieht dass nur 4% der Abgeordneten arbeiten, sprücheklopfende Headlinemanager – das sind die neuen Ziele der Jugend!

  4. Christian Peter

    Logisch, das deutsche Wirtschaftskonzept beruht lediglich auf einer Blase, die irgendwann platzen wird. Der deutsche Exportsektor wird auf Kosten anderer Sektor hochsubventioniert, denn Deutschland erhält für einen Großteil seiner Exporte nichts als wertlose Forderungen. Sollte der Euro irgendwann wegen Erfolgslosigkeit beendet werden, werden Haftungen von über 1 Billion Euro im Rahmen der Target-Verbindlichkeiten fällig und die Bundesrepublik Deutschland ist über Nacht zahlungsunfähig.

  5. Iris Voss

    Ein entscheidender Faktor für die Börsenkapitalisierung in einem Land ist die Ausgestaltung der Altersvorsorge: die Notwendigkeit zur Eigenvorsorge hebt den Indikator, ein Umlageverfahren senkt ihn. Das erklärt teilweise die hohen Werte abseits von Europa oder auch die Zahlen für die Schweiz, wo Eigenvorsorge für die Rente seit jeher die dritte Säule darstellt. Einen starken Mittelstand wie in Deutschland gibt es dort ebenso. Attraktiv für Anleger aus dem Ausland ist die Schweiz zugleich durch den harten Franken. (Für Schweden müßte man sich die Reihen ansehen für den Zeitraum, als dort das Rentensystem umgestellt wurde.)

    Schlechter als gedacht steht es für Deutschland deshalb, weil die implizite Staatsverschuldung künftige Pensionszahlungen einschließt. Das aber relativiert wiederum die niedrige Börsenkapitalisierung / Jahresinlandsprodukt etwa in Griechenland.

    Ein anderer tauglicher Indikator ist der über den Zu- und Abgang von High-Potentials. Da verliert Deutschland speziell gegenüber der Schweiz, Großbritannien oder den USA.

  6. Johannes

    Deutschland ist ein kleines Land im Vergleich, aber es agiert als wäre es ein riesiger Kontinent der auf Besiedelung angewiesen ist, das kann nicht gut gehen, da gehen ihnen die landschaftlichen Ressourcen aus, Österreich detto.

  7. haircut in ten seconds

    @Johannes
    Landwirtschaftliche Ressourcen sind in Deutschland und Österreich im Allgemeinen kein Problem, durch globalen Freihandel ist Gottseidank kein Land auf Autarkie angewiesen. Der Sonderweg der BRD in Energiefragen gibt eher Anlass zur Sorge, durch die Energiewende knirschen schon jetzt versorgungstechnisch die grenzüberscheitenden Stromleitungen. Sollten bei Aldi deshalb die Lichter ausgehen, werden landwirtschaftliche Ressourcen aber tatsächlich wieder ein Thema. So gesehen haben Sie natürlich recht.

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