“Um Euren Gefährtinnen die Kehlen durchzuschneiden”

Erstaunlich aktuell – der Beginn der französischen Nationalhymne in deutscher Übersetzung: Auf, Kinder des Vaterlands, Der Tag des Ruhmes ist gekommen!
Gegen uns Tyrannei, Das blutige Banner ist erhoben. Hört ihr auf den Feldern Diese wilden Soldaten brüllen? Sie kommen bis in eure Arme,
Um euren Söhnen, euren Gefährtinnen die Kehlen durchzuschneiden.

16 comments

  1. cmh

    Der Unterschied zwischen Deutschen und Franzosen besteht nur darin, dass die Franzosen eine bessere Presse haben. Tatsächlich waren das schon immer recht ordentliche Krätzen.

    Und gäbe es eine historische Gerechtigkeit, dann müsste man als erstes den “großen Korsen” mitsamt seinen Marschällen und Polizisten vor ein Tribunal stellen. Metternich war ein Lercherl gegen diese “Humanisten”.

  2. Lisa

    Nationalhymnen haben auch eine psychologische Funktion, falst alle haben einen Kämpferischen Ton – warum wurde wohl “Deutschland Deutschland über alles” zugunsten der dritten Strophe abgeschafft? Die Schlacht am Kahlenberg und der Einmarsch der Alliierten 1945 waren auch brutal… gegen Gewalt kommt man nur mit Gegengewalt an.

  3. Mario Wolf

    Interessant ist der Wandel der Beurteilung von Persönnlichkeiten der Geschichte und ihrer Taten, sowie auch die Glorifizierung der eigenen Geschichte. Franzosen haben da einen wunderbaren Wandel durchgemacht. Die Terrorherschaft der Jakobiner, der Völkermord in der Vendèe, die Milionen Toten in Europa verursacht durch den Grössenwahn des kleinen Korsen, nicht der Rede Wert, geblieben ist die Grande Nation.
    Metternich hat nach dem napoleonischen Desaster durch das Gleichgewicht der Mächte Frieden in das zerstörte Europa gebracht. Jedes Volk, jede Nation, jeder Staat hat irgendwo Leichen im Keller, nur irgendwann kann man sie entsorgen , dass sie nicht zu Zombies werden, und neu anfangen. Der sizilianische Brauch die Leichen in den Katakomben immer neu aufzufrischen, ist auch nicht unproblematisch

  4. Der Realist

    @Lisa
    bei der unsrigen kann ich beim besten Willen keinen kämpferischen Ton finden, die war immer schon lauwarm, und jetzt sind auch noch die großen Töchter drin

  5. Plan B

    Stefan Zweig hat in seinem Buch “Sternstunden der Menschheit” der Entstehung der Marseillaise ein literarisches Denkmal gesetzt.

    Weniger prosaisch ist wiki (und Österreich ist Schuld 😉 )

    = Die Marseillaise wurde von Claude Joseph Rouget de Lisle in der Nacht auf den 26. April 1792 während der Kriegserklärung an Österreich im elsässischen Straßburg verfasst. Sie hatte zunächst den Titel Chant de guerre pour l’armée du Rhin, d. h. „Kriegslied für die Rheinarmee“, und war dem Oberbefehlshaber und Gouverneur von Straßburg, dem im Jahr zuvor zum Marschall von Frankreich ernannten Grafen Luckner, gewidmet. Daher ertönt die Marseillaise noch heute täglich um 12:05 Uhr vom Glockenspiel auf dem Marktplatz in Cham in der Oberpfalz, dem Geburtsort des Grafen. =

  6. O.d.S.

    Ich weiß nicht, was es hier zu diskutieren gibt. Genau diese Art von Stärke würden europäische Staaten jetzt brauchen.
    Wer glaubt, im Krieg gibt es Regeln, der soll auf den Spielplatz.

  7. Mona Rieboldt

    Napoleon hat aber auch das Dezimalsysten in Europa eingeführt, ansonsten wären in den vielen Kleinstaaten Deutschlands in jedem Land die “Elle” ein anderes Maß. Auf Malta hat er erst mal den Großinquisator, der dort noch herrschte, nach Hause geschickt. Ja, er war ein Eroberer und hatte sich übernommen mit Russland, halt wie die Deutschen auch im II. Weltkrieg. Der Rußlandfeldzug der Deutschen wurde ja eh “Napoleon-Gedächtnis-Rennen” genannt.

  8. Thomas Holzer

    @Mona Rieboldt

    Und bis die Nationalsozialisten in Österreich die Macht übernahmen, hatten wir hier in diesem Lande den guten Linksverkehr 😉

  9. Gutartiges Geschwulst

    @Lisa: “Nationalhymnen haben auch eine psychologische Funktion, falst alle haben einen Kämpferischen Ton – warum wurde wohl „Deutschland Deutschland über alles“ zugunsten der dritten Strophe abgeschafft?”

    Die erste Strophe wurde aus purer Dummheit abgeschafft!
    Die Textpassage “Deutschland, Deutschland über alles” bedeutet nämlich keineswegs, dass Deutschland über alles herrschen soll, sondern stellt lediglich die Aufforderung dar, Deutschland über alles zu lieben.
    Als August Heinrich Hoffmann von Fallersleben den Text unserer späteren Nationalhymne schrieb, war Deutschland in zahlreiche Zwergstaaten zerfallen, weshalb er die Deutschen aufforderte, ihre kleinstaatlichen Egoismen aufzugeben und statt dessen “Deutschland, Deutschland über alles” zu stellen.

  10. Lisa

    @Gutartigen Geeschwulst: Weils aber danach heisst: “über alles in der Welt” versteht man das eben schon eher politisch/militärisch. Oder sagen Sie Ihrer Liebsten : !ch liebe dich über alles in der Welt? die letzten drei Worte lassen Sie bestimmt weg.

  11. Gutartiges Geschwulst

    @Lisa: “Weils aber danach heisst: „über alles in der Welt“ versteht man das eben schon eher politisch/militärisch.”

    Wer nicht logisch denken kann, mag es wohl so verstehen. Indessen schreibt v. Fallersleben:
    “Von der Maas bis an die Memel, Von der Etsch bis an den Belt – Deutschland, Deutschland über alles, Über alles in der Welt!”
    Wenn unsere Hymne nach der Weltherrschaft verlangte, würde sie sich bestimmt nicht auf die benannten geographischen Grenzen beschränken.

  12. Lisa

    Ok. Aber mit Litauen, Italien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden gäbs schon ein Problem, würde man das aktualisierend umsetzen…;-)

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