Und dann sagte Frau Merkel einen unglaublichen Satz….

Von | 26. April 2016

(ANDREAS UNTERBERGER) “Manche Dinge sind so unglaublich, dass man sie erst drei Mal lesen muss, um sie ganz zu begreifen. Das ist der Satz, den jetzt Angela Merkel (ohne den leisesten Hauch der Kritik an der Alpenrepublik) laut „Spiegel“ bei einem CDU/CSU-Treffen gesagt hat: „Dann macht Österreich den Brenner dicht.“ Der Satz kam als Antwort auf die Frage, was ist, wenn jetzt (nach der Sperre der Balkanroute) bald über Italien Hunderttausende „Flüchtlinge“ nach Deutschland strömen wollen. Angela Merkel sieht in dem, was Österreich nun vorhat, ganz offensichtlich eine ausreichende Antwort auf beunruhigende Fragen.

Einen größeren Triumph für die Richtigkeit der österreichischen Politik der letzten Wochen kann man sich gar nicht vorstellen als diesen Merkel-Satz. Freilich, hätte sie auch noch (wie etwa die CSU) in irgendeiner Form „Danke, Österreich!“ gesagt, wäre das noch schöner. Und würde vor allem Charakter zeigen. Aber das ist in der Politik wohl zuviel verlangt (Österreich hat ja auch nicht „Danke, Ungarn!“ gesagt, sondern durch seinen Bundeskanzler mies gegen Budapest gestänkert).

Man erinnert sich noch sehr gut, wie empört Merkel und viele andere waren, als Österreichs Außen- und Innenminister (mit externer, aber klarer Unterstützung des Verteidigungsministers) in Wien eine Konferenz organisiert haben, bei der eine Sperre der Balkanroute organisiert worden ist. Und selbst Sebastian Kurz hat unlängst zugegeben, wie unsicher er damals war, ob dieser Alleingang (zu dem Bundes- wie Vizekanzler anfangs auffallend geschwiegen haben) gut gehen wird.

Man hat ohnedies nicht allzuviel Anlass, Österreich zu loben. Daher sei es hier an dieser Stelle ausdrücklich getan. Und man muss der Regierung die Daumen drücken, dass sie in Sachen Brenner unter dem Druck Italiens, der EU-Kommission und der üblichen linksradikalen Krakeeler bei SPÖ, Grünen und zugehörigen Medien nicht umfällt.

Auf orf.at sucht man allerdings längere Zeit diesen Merkel-Sager vergeblich (Zum Unterschied von „Presse“ und „Standard“, die ihn beide sofort prominent gemeldet haben). Dafür fand man dort längere Zeit ein Lob des Deutschland-Besuchers Barack Obama für Merkel: Ihre Flüchtlingspolitik sei „beispielhaft“ gewesen, als viele Migranten nach Europa gekommen seien. Und Obama fügte auch gleich ein Selbstlob für die USA hinzu: Diese wollen heuer 85.000 Flüchtlinge aufnehmen.

Großartig. Das ist weniger, als allein das kleine Österreich im Vorjahr aufgenommen hat (von der Dunkelziffer illegal hier befindlicher Menschen ganz zu schweigen). (hier)

11 Gedanken zu „Und dann sagte Frau Merkel einen unglaublichen Satz….

  1. Fragolin

    Alles was vorher war, war reiner Theaterdonner. Nochmal: Faymann hätte nichts gemacht ohne sich bei Merkel abzusichern und die EU hat nachweislich den “Österreichischen Alleingang” bereits im vorhinein gewusst. Alles nur Schmierenkomödie.

  2. Rado

    Feigheit, Dein Name ist Merkel! (neben ein paar anderen Eigenschaften)

  3. aneagle

    Erdogan kann Allah gar nicht genug für Merkel danken. “Göttlicher” Wille entsteht durch menschliche Schwäche.

  4. Hanna

    @Selbstdenker: Stimme vollinhaltlich zum, besonders, was das “Unterschätzen” des Ausmaßes an Planung betriff. Aber – was ist das Ziel des Ganzen, konkret? Jetzt nicht abstrakt wie “Destabilisierung Europas”? Was genau? Wenn man konkret ausmalt, was passieren soll, würden ev. auch einige unreflektierte IdeologInnen “aufwachen”? Was soll also geschehen, in Europa, gemäß dem Plan der Großen?

  5. gms

    Hanna,

    eine ausführliche Antwort auf Ihre obigen Fragen wurde von der Forenmoderation eingezogen, ein Schicksal, das vermutlich auch dieser angedeihen wird. (Danke, werter Blogherr, mir den Abschied von hier dermaßen leicht zu machen.)

    Daher etwas lustlos in Kürze: Ziel ist die Auflösung der Nationalstaaten. Psychologisch destabilisiert wird durch das permanente Feuerwerk gezielt herbeigeführter Krisen insbesondere der mündige Bürger, er soll eingedenk des Chaos sich in seine Souveränitätsabgabe fügen und den Köder schlucken, einzig mehr vom selben — sprich weitere Abgabe von Mitbestimmung — brächte Abhilfe.

  6. Selbstdenker

    @gms:
    Das Ausmaß an planerischer Vorarbeit zeigt, dass das hier ein Organisationsgrad vorliegt, der weit über temporäre Zweckgemeinschaften hinausgeht. Da bin ich inzwischen bei Ihnen.

    Was ich aber weiterhin nicht verstehe, ist die Frage nach dem ultimativen Warum. Darauf dürfte auch die Frage von Hanna abzielen.

    Wozu das Ganze? Selbst die wahnwitzigsten Herrscher gaben zumindest vor etwas schaffen zu wollen. Bei den gegenwärtigen Vorgängen in Europa und den USA sehe ich aber nur Destruktivität.

  7. Dr.Fischer

    Selbstdenker heute 10.08 h

    Gute Zusammenfassung und m.E. richtig. Es fehlt lediglich die Benennung des Fädenziehers hinter den finanzierenden vorgeschobenen Personen. Und da ist Vorsicht schon angebracht.

  8. Fragolin

    Herr Ortner, zum wiederholten Male wurde ich jetzt gelöscht ohne jemanden beleidigt oder irgend etwas strafrechtlich relevantes geschrieben zu haben. Es passt scheinbar die politische Aussage nicht.
    Liberal ist etwas anderes. Danke.

  9. gms

    Selbstdenker,

    “Was ich aber weiterhin nicht verstehe, ist die Frage nach dem ultimativen Warum. Darauf dürfte auch die Frage von Hanna abzielen.”

    Die Frage hatte ich gestern lange und ausführlich beantwortet, bloß dem Blogherrn gefiel sie nicht. Die Vorstellung liegt mir inzwischen denkbar fern, hier ins Forum jemals wieder etwas einzustellen, was über einen entbehrlichen Einzeiler hinausgeht, von dem es egal ist, ob er sofort, mit stundenlanger Verzögerung oder garnicht freigegeben wird.

    Dessen eingedenk als Kurzantwort auf die Frage nach dem ultimativen Warum: Das Ziel ist Macht, manifestiert im Täterverbund aus Big-Money und Big-Government. Für global agierende Oligarchen sind souveräne Nationalstaaten die potentesten Gegenspieler auf dem Weg zu einer von ihnen kontrollierten Weltregierung, wofür wiederum speziell UNO, IMF und Weltbank ins Leben gerufen wurden.

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