Und ewig reguliert das europäische Murmeltier

Von | 28. August 2014

“…Was folgt nach dem EU-Glühbirnen-Verbot und der obsoleten Kaffeemaschinen-Verordnung? Insgesamt 27 Produktgruppen stehen derzeit in der Diskussion. Überblick hier.

5 Gedanken zu „Und ewig reguliert das europäische Murmeltier

  1. Thomas Holzer

    Nur weiter so, es ist noch niemals genug reguliert worden 😉
    Anbieten würde sich auch die EU-weite Festlegung von Höchsttemperaturen in Wohnungen; Büros, Häusern; dies wäre ein wirklich wichtiger Beitrag zum Klimaschutz

  2. Stefan Wehinger

    Es mag aus heutiger Sicht durchaus seltsam erscheinen Glühbirnen und Aquarien im Sinne des Energieverbrauches zu regulieren. Tatsächlich aber werden bereits die heute geborenen es einmal durchaus amüsant finden, dass wir einst glühende Glasbirnen zur Erzeugung von Licht verwendet und dabei 90 % Wärme erzeugt haben. Das war schon immer so, die Wehleidigkeit der alten Generationen gegenüber technischen Regulierungen der Vergangenheit sind aber dank Internet gut dokumentiert (Gurtenpflicht, Höchstgrenzen des Verbrauchs bei Gefriertruhen, …)

    Was mich vielmehr amüsiert und manchmal auch ärgert sind diese EU-Kritik-Lemminge die sich fleissig bemühen, jede Art von Regulierung durch die EU augenzwinkernd aber durchaus deutlich in den Schmutz zu ziehen. Nach dem Motto, wenn alle sagen dass diese Regelungen nicht vernünftig sind, dann muss es doch so sein. “Kudos”, “+1” und “Gefällt mir” sind schnell verteilt, die Mehrheit muss ja Recht haben!

    Tatsächlich hätte die österreichische Politik alleine nie die Kraft gehabt auch nur eine der heute selbstverständlichen Regulierungen der EU durchzusetzen. Ob diese sinnvoll waren oder nicht sollten die kommenden Generationen entscheiden!

  3. Thomas Holzer

    “Ob diese sinnvoll waren oder nicht sollten die kommenden Generationen entscheiden!”
    Verzeihung: falsch!

    Warum dürfen/sollen Ihrer Meinung nach die unmittelbar Betroffenen nicht darüber entscheiden, ob Regelungen sinnvoll sind oder nicht?

    Vor 100 Jahren waren die damaligen Ingenieure halt noch nicht in der Lage, LED-Lampen zu entwickeln; auch im Mittelalter verwendete noch niemand ein Gaslicht, sondern die meisten den Kienspan.
    Ihre Argumentation klammert den technischen Fortschritt (bewußt) aus.
    Als anscheinend Staatsgläubigem muß natürlich jedes Verbot und Gebot, von nationalen und/oder supranationalen Organen erlassen, höchst willkommen sein.

  4. gms

    Stefan Wehinger,

    “Es mag aus heutiger Sicht durchaus seltsam erscheinen Glühbirnen und Aquarien im Sinne des Energieverbrauches zu regulieren.”

    Es erscheint nicht nur derart, es ist auch so.

    Für die ganz Jungen unter uns, denen es an eigener historischer Erfahrung fehlt: Es gab einmal eine Zeit vor der EU, und in dieser Zeit haben sich technische Innovationen ganz ohne Bevormundung von oben durchgesetzt. Klingt komisch, ist aber so.
    Da war es sogar noch legal, einem Terrariumbesitzer eine Lampe zu verkaufen, die gleichzeitig Licht (mit allen Spektralfarben) und Wärme spendet. Heute darf man diese Dinge aber nicht mal mehr als ‘Heatball’ vertreiben.

  5. Marcel Elsener

    @Stefan Wehinger
    Amüsiert es Sie, dass unsere Vorfahren noch Öllampen, Talglichter und Kerzen zur Beleuchtung verwendet haben? Wohl kaum, denn sie hatten seinerzeit halt nichts anderes. Wir haben keinen Grund, uns über unsere Vorfahren lustig zu machen. Weshalb sollten sich also unsere Nachkommen darüber amüsieren, dass wir Glühlampen verwendet haben?

    Wie der Kommentator ‘gms’ oben richtig bemerkte: der Fortschritt hat in früheren Zeiten ganz ohne obrigkeitliche Bevormundung stattgefunden. Das erscheint gewissen staatshörigen Untertanen unglaublich, um nicht zu sagen obszön, aber es ist so.

    Vielleicht amüsiert es unsere Nachkommen einmal, dass wir uns so von unseren Obertanen haben gängeln und ausbeuten lassen. Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass sie uns bittere Vorwürfe machen werden, weil wir diese totalitären Bevormunder nicht frühzeitig zum Teufel gejagt haben, bevor sie ihren Totalitarismus überhaupt erst installieren konnten.

    Können Sie den Sinn der im verlinkten Bericht genannten gesetzlichen Regelungen begründen, Herr Wehinger? Wieviel Strom wurde beispielsweise durch das Glühbirnenverbot gespart? Bitte mit handfesten Nachweisen unterlegen und nicht mit irgendwelchen Phantasiezahlen aus der subventionierten Ökolobby.

    Fortschritt war noch nie durchsetzbar, wenn er mit Entbehrungen und Einschränkungen einherging. Fortschritt muss eine Erweiterung der menschlichen Möglichkeiten beinhalten, er muss einen Vorteil für den Menschen darstellen, ansonsten wird er nicht akzeptiert. Das ist ein kulturelle Konstante, die wir überall und in jeder Epoche feststellen können.

    Deswegen sollte man sich darauf konzentrieren, mittels technischem Fortschritt die Stromerzeugung zu verbilligen und nicht mit bürokratischen Massnahmen zu verteuern – letzteres ist definitiv kein Fortschritt, ausser natürlich für die parasitär existierenden Bürokraten und die Machthaber, welche mit den bevormundenden Massnahmen ihre Machtgier befriedigen können.

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