Und schon wieder Köln

“…..Früher sagte man, Journalismus sei, abzudrucken, wovon ein anderer möchte, dass es nicht abgedruckt wird, denn alles andere sei PR. Ein anderes Wort für Regierungs-PR ist „Propaganda“. Heute sind es nicht selten Journalisten, die sich als Beschwichtiger verdingen, auf dass weniger laut bekannt wird, was Menschen vor Ort mit eigenen Augen sahen./ mehr

2 comments

  1. Mourawetz

    Zeit für einen neuen Journalismus, der Alte hat ausgedient.
    Wenn man bedenkt, dass Ortners wöchentliche Kolumne in der „Presse“ mit „Quergeschrieben“ übertitelt den Status eines Außenseiters verpasst bekommt, obwohl er doch nur genau den Dingen auf den Grund geht, an denen andere nicht einmal rühren wollen, ist es hoch an der Zeit für einen neuen Journalismus alter Façon, der sich wieder vom Kopf auf die Füße stellt. In Ortners Kolumne stehen halt unangenehme Wahrheiten, die die Beschwichtiger in allen Zeitungen geflissentlich übersehen. Heutiges Beispiel: die Hand in Hand mit den Schleppern arbeitenden NGOs auf dem Mittelmeer, die jegliches Bemühen, das Schleppertum abzustellen, konterkarieren. Hören die Beschwichtiger gar nicht gerne, ist aber trotzdem so.
    Die Freitag-Presse kauft man sich wegen dem Ortner und nicht etwa dem Gaulhofer, der im selben Zeitungsbuch gedruckt ist, dem zum hundertjährigen Jubiläum Oswald Spenglers Buch „Der Untergang des Abendlandes“ nichts Besseres einfiel, als: ein echtes Abendland geht nicht unter, wodurch das lächerliche Gehabe, sich zu behaupten, evoziert wird, wie es in „Ein echter Wiener geht nicht unter“ so trefflich vorgeführt wird. Schon klar, das Abendland wird es auch noch in hundert Jahren geben, nur wird es halt nicht mehr zum Wiedererkennen sein, nicht wirklich. Eine disruptive Religion wird alles ausgelöscht und durch sich ersetzt haben. Aber disruptiv ist ja bekanntlich positiv konnotiert.
    Oder ein anderer Beschwichtiger gleich neben Ortners Kolumne, der ist zwar kein Journalist, dafür Rassismus-Forscher, der die latente Fremdenfeindlichkeit im Alltag nur gegenüber Minderheiten sieht, darüber den Kampfbegriff „Islamophobie“ stülpt, und den kämpferisch verteidigt mit: „Wer Islamophobie leugnet, will Muslime diskriminieren“.
    Offenbar gilt der Rassismus derjenigen, die diese Gesellschaft als ihre Beute ansehen, nichts. Ich glaube, das kommt da her, weil der wissenschaftliche Auftragsumfang so abgesteckt ist, dass nur der Rassismus gegen Minderheiten in Betracht gezogen werden darf, nicht gegen Mehrheiten, der fällt durch den Rost.
    Aber auch wenn das nicht Teil der wissenschaftlichen Arbeit ist. Man muss die Scheuklappen schon sehr eng tragen, um sich nicht zu fragen, woher denn diese Feindlichkeit kommt. Dass es vielleicht daran liegt, dass es Leute gibt, die sich dem importierten Wahn gegenüber Luft machen, wird ignoriert, das Warum, die Ursache wird ignoriert, es wird nur die Wirkung angeprangert. Denn wenn man die Aktion/Reaktion-Kette zurückverfolgen würde, könnte man ja vielleicht bis zur Wurzel des Übels vorstoßen. Und sie ahnen es vielleicht schon, es ist womöglich eine dieser unangenehmen Wahrheiten, die da am Ende hockt, vor denen sich die PR-JournalistInnen und PR-ForscherInnen so fürchten, weshalb sie daran besser nicht rühren.

  2. Seerose

    Warum sind in der “Presse” Frau Rohrers Artikel immer tagelang zu lesen (wobei ja immer wieder das gleiche drinsteht, ich mach sie ja gar nicht mehr auf) und Herrn Ortners Kommentare und auch die von Frau Walterskirchen nur kurze Zeit?

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