Und was bitte ist mit den Kongolesen?

(C.O.) Dass Menschen, die aus relativ weit entfernten Kriegsgebieten wie Syrien geflohen sind, in den vergangenen Tagen vor allem in Deutschland freundlich aufgenommen werden und auch in Österreich (überraschend) viel Sympathie genießen, ist grundsätzlich eine gute Sache. Selbst dann, wenn sich in ein paar Jahren zeigen wird, welche Probleme sich daraus ergeben, die heute noch im leicht naiven Überschwang verdrängt werden.

Weniger befriedigend ist, dass diese Menschen großteils nicht als Folge rechtsstaatlicher Verfahren oder auch nur gezielter Politik einreisen durften, sondern dank einer Mischung aus Improvisation, Politikversagen, glatten Rechtsbrüchen und schieren Zufällen – und einfach ihrer enorm großen Zahl wegen, die schon allein Fakten schuf, etwa am Budapester Ostbahnhof.

Für eine Gemeinschaft von Rechtsstaaten, als die sich die EU ja gerne darstellt, ist es ein unhaltbarer Zustand, dass die Frage, wer eine Chance auf Asyl erhält und wer nicht, nach derart irrationalen, zufälligen und keinerlei Normen unterworfenen Kriterien beantwortet wird. Dass letztlich eine Chance auf Asyl erhält, wer zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, ausreichend viel Berichterstattung bekommt und so Druck auf die Politik ausüben kann, Recht durch Gnade zu ersetzen, ist weder “gerecht” noch vernünftig, sondern höchstens ein Produkt von Politikversagen unter den Bedingungen stimmungsgetriebener Demokratie.

Gerecht und vernünftig wäre es, endlich rechtlich verbindlich festzulegen, ob all jene, die weltweit unter ähnlichen Bedingungen leben wie in Syrien, ein Recht auf Asyl (oder auch nur temporäre Duldung) haben sollen oder nicht. Wer dafür ist, sollte aber wissen, dass die Willkommenskultur auch der flüchtlingsfreundlichsten Europäer dann auf eine ziemliche Probe gestellt würde.

Im Kongo etwa vegetieren derzeit knapp drei Millionen Vertriebene unter Bedingungen, die nicht weniger übel als jene in Syrien sein dürften. Seit 20 Jahren herrschen dort grausamste Gewalt, ist der Tod geliebter Menschen Alltag, der wiederholte Verlust aller Habe Routine und die Zukunft düster. Ihr moralischer Anspruch auf eine Chance auf Asyl wäre nicht geringer als jener der Syrer.

Und dann sind da zum Beispiel die Rohyingia, eine Millionen zählende muslimische Minderheit in Burma (Myanmar), die seit vielen Jahren dermaßen brutal drangsaliert wird, dass die UNO sie als “am meisten verfolgte Minderheit der Welt” bezeichnet. Hunderttausende versuchten in jüngster Zeit vergeblich, in wackeligen und überfüllten Booten zu fliehen, ganz ähnlich wie die Mittelmeer-Migranten. Auch diese Leute leben unter Bedingungen, die jenen in Syrien gleichen.

Und dann sind da noch viele andere. Rund 60 Millionen Menschen waren auf dieser Welt im vergangenen Jahr in Kriegsgebieten auf der Flucht, um das schiere Leben zu retten. Ihr moralisches Recht, eine Chance auf Asyl in Europa zu bekommen, ist um nichts kleiner als jenes der Syrer, die nun freundlich empfangen werden. Wer eine unbürokratische Einreise für Syrer befürwortet, wird das Gleiche diesen 60 Millionen nicht verwehren können, ohne grob ungerecht zu handeln. Ob deren Empfang dann besonders freundlich sein wird, ist eher ungewiss. (WZ)

29 comments

  1. mike

    Richtig erkannt, werter Herr Ortner ! Manch Zeitung und Kommentator überschlägt sich vor Freude, dass so viele “Flüchtlinge” kommen bzw. durch Österreich durchreisen. Dass es eigentlich Gesetze oder Verfahren zur Abwicklung der Einreise gibt, interessiert ja fast niemanden mehr.
    Nach wie vor lässt man all die Menschen, die nach Europa “reisen” im Glauben, das hier alles zum Besten stehen wird. Nicht all die Wünsche werden in Erfüllung gehen. Es kann wohl nicht sein, dass sich Millionen auf den Weg nach Europa machen, hier klarerweise keine Arbeit finden werden und wieder der Europäer als Goldesel drankommt. Gleichzeitig lehnt man aber die Integration in die europäische Gesellschaft ab, umgekehrt will man uns deren Kultur umhängen. Der linke Gutmensch geht damit ja locker konform.

    Die USA, Großbritannien, Frankreich wären jetzt gefordert, in den Ländern des Wahnsinns auch Verantwortung zu übernehmen und den Kampf gegen die Irren von IS und sonstigen muslimischen Idioten aufzunehmen.
    Ich kann mich nämlich an einen gewissen George W. Bush erinnern, der mit seiner blöden Politik dieses Choas mindestens mitverursacht wenn nicht ausgelöst hat.

  2. sokrates9

    Bin neugierig wann der linke EUGH festlegt dass alle Menschen die gleichen Rechte haben und zwischen einen Syrer und einem Bantuneger kein Unterschied gemacht werden darf! Was das bedeutet? – Das ist doch diesen Bürokraten völlig egal!

  3. Herr Superg'scheit

    Es ist völlig egal wie exakt und verbimdlich solche Regelungen in Gesetzestexten festgeschrieben wären. In einer linken Mediendemokratie wie in Ö oder D gelten Gesetze nur so lange, so lange sie keine “linken Werte” einschränken. In Ungarn ist es genau umgekehrt und dort kann die Regierung sogar einen Grenzzaun bauen. Man stelle sich sowas in Ö vor! Die Macht der Medien und die Ängstlichkeit der Politiker davor ist beängstigend.

  4. Thomas Holzer

    Keine Sorge, die scharren schon alle in ihren Startlöchern; außerdem ist die Zuwanderung via Mittelmeer sowieso schon voll im Gang

  5. Menschmaschine

    Papperlapapp.
    Orban ist böse, Faymann und Merkel sind gut, Räfjutschies sind wellkamm und wer was anderes sagt, ist ein Nazi.
    Das weiß doch jeder, sogar im Fernsehen wird das gesagt. Kongo hin oder her.

  6. H.Trickler

    “Weniger befriedigend ist, dass diese Menschen großteils nicht als Folge rechtsstaatlicher Verfahren oder auch nur gezielter Politik einreisen durften”

    Dies beschreibt mit dem letzten Absatz die eigentliche Ursache des Problems.

    Die im westlichen Wohlstand lebenden Menschen müssten endlich klar entscheiden, wie viel Geld sie für die weltweit riesige Zahl an Flüchtlingen ausgeben wollen und wie es am zweckmässigsten organisiert wird.

    So egoistisch es scheinen mag, es scheint mir unabdingbar die (inter)nationalen Gesetze und Verträge zu überdenken.

  7. Selbstdenker

    @mike:
    “Ich kann mich nämlich an einen gewissen George W. Bush erinnern, der mit seiner blöden Politik dieses Choas mindestens mitverursacht wenn nicht ausgelöst hat.”

    Die von George W. Bush initiierte Irak-Invasion war gleich aus mehrfacher Sicht eine Wahnsinnstat. Ich war von Anfang an ein Gegner dieser Invasion, auch wenn das verursachte Chaos in der Frühphase noch nicht für alle im vollen Umfang sichtbar war.

    Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich im Jahr 2005 einem Kollegen eine Graphik mit der Entwicklung vom US-Haushaltsdefizit (Quelle: Handelsblatt) zeigte: “Glaubst Du, dass das gutgehen wird?”.

    Das nunmehrige Chaos im Arabischen Bogen von Marokko bis Jemen – insbesondere in Syrien – geht aber auf das Konto von B. H. Obama und den von ihm unterstützten “Arabischen Frühling”. Egal ob linksrum oder rechtsrum: er tanzt den gleichen Walzer des Wahnsinns wie sein Vorgänger.

    Wenn die Einstellung der Bevölkerungsmehrheit nicht mit demokratischen und rechtsstaatlichen Grundsätzen vereinbar ist, lässt sich ein Land weder mit Bomben, Geld oder Twitter-Postings in eine Demokratie verwandeln. Beide Präsidenten hätten ihrem Land und dem Rest der Menschheit viel Leid erspart, wenn sie vorher den sehr aussagekräftigen Bericht vom PEW-Institute gelesen hätten.

    Ich wage zu bezweifeln, dass die meisten arabischen Gesellschaften in ihrer heutigen Verfassung mit der Demokratie umgehen können. Ein wohlwollender Monarch wie in Marokko, Jordanien oder den Oman könnte die Menschen allerdings langsam und behutsam in Richtung Frieden, Wohlstand und Freiheit hinführen.

    Im Westen haben sich – befeuert über das Medien- und Internetzeitalter – ein paar toxische Denkfehler eingeschlichen:
    a) Das Zusammenfassen höchst unterschiedlicher Individuen in Gruppen,
    b) der Glaube, dass Ungleichheiten per se schädlich wären,
    c) der Glaube, dass sich durch materielle Gleichheit die Lebensverhältnisse angleichen würde und insbesondere
    d) der Glaube, dass wir uns alle in ein und derselben (wahrgenommenen) Welt befinden würden.

    Punkt a) bis d) führt bereits in westlichen Ländern zu enormen Verwerfungen, die in der Vergangenheit jedoch durch die materiellen Erfolge vom kapitalistischen Wirtschaftsssystem ausgeglichen werden konnten. In einem globalen Kontext sind die Punkte a) bis d) jedoch ein derartiges Sprengstoff-Gemisch, das die Welt gänzlich aus ihren Angeln heben könnte.

    Keiner ist gleich! Und nein: die meisten Leute leben eben nicht in der gleichen Welt.

    Anstatt sämtliche Invidiuen und Lebensweisen gleichzuschalten, sollte man kultivierte Schnittstellen der Interaktion völlig unterschiedlicher Individuen fördern, so dass jeder sein Glück finden kann ohne jemand anderen zu schädigen.

  8. astuga

    Kamil Bulonis, a polish journalist, globetrotter, travel writer and gay activist is giving account of what he happend to live trough on the border from Italy to Austria when the refugees arrived.
    Granica z Austrią: wstrząsająca relacja Polaka z autokaru napadniętego przez imigrantów
    http://m.niezalezna.pl/70607-granica-z-austria-wstrzasajaca-relacja-polaka-z-autokaru-napadnietego-przez-imigrantow

    One and a half hours ago, on the border of Italy and Austria, I saw with my own eyes massive incidents involving immigrants… in all my solidarity with people finding themselves in a difficult life situation I must say, that what I saw breeds fear…
    This great mass of people — sorry that I write this, but it’s an absolute horde. Vulgar words, thrown bottles, loud cries of “We want Germany” — is Germany at present some kind of paradise? I saw how they surrounded the car of an older Italian lady, pulled her out by her hair and wanted to drive off in that car. The coach I was on in a group, they attempted to overturn. Excrement was thrown at us, they banged on the doors, so that the driver would open them, they spat at the window… I ask, for what purpose? How can this wild horde assimilate in Germany? For a moment, I thought I was in a war…

    I really feel sorry for these people, but if they were to reach us [Poland] — I don’t think they would receive any understanding from us… For three hours we waited at the border, which ultimately we did not cross. The whole group was escorted back to Italy in a police cordon. The coach looks destroyed, covered in excrement, scratched and with broken windows. And this is the idea to solve our demographic issues? These great, giant regiments of barbarians? Among them, there were almost no women, no children — the overwhelming majority were young aggressive males…
    Yesterday, reading the news on all the websites, I was still subconsciously caring, worried about their destiny, but today, after what I saw, I am simply afraid, but happy at the same time that they do not choose our nation as their destination. We Poles are simply not ready to accept these people — not culturally, and not financially. I don’t know if anyone is ready. A pathology is entering the EU…

  9. astuga

    @Selbstdenker & mike
    Klar haben die USA Fehler gemacht.
    Etwa der verfrühte Abzug aus dem Irak durch Obama (wovor man ihn gewarnt hatte).
    Aber es wäre jetzt zu einfach, alles nur auf die USA zu schieben.

    Die sind auch nicht für den idiotischen Umgang mit dem Schengen-Reglement und den Illegalen bzw Asylwerbern verantwortlich.
    Auch nicht für den Migrations-Multikulti-Schwachsinn unserer politischen Eliten.
    Die arabischen Staaten wiederum sind überwiegend Konstrukte aus despotischem Sozialismus mit stark nationalistischer und religiöser Komponente.
    Alle verhätschelt und umworben zuerst von der Sowjetunion, dann, etwas weniger, von Russland.
    Sie scheiterten jetzt der Reihe nach, so wie alle sozialistischen Experimente und Despotien irgendwann scheitern.
    Jene die sich noch halten (unterschiedlich gut) sind nicht zufällig alles Monarchien (Marokko, Jordanien, Golfstaaten) und dabei sind sie nicht mal alle wohlhabend.

    Genauso gut könnte man den USA die “Schuld” für den Kollaps des Sozialismus in Osteuropa geben.
    Zuviel war schon zusammengekommen: freier Informationsfluss in der Bevölkerung, Wirtschaftskrisen, alternde Diktatoren, Islamismus und Überbevölkerung.
    Die Umbrüche waren unvermeidbar.

  10. Christian Peter

    @Christian Ortner

    ein ‘Recht oder Anspruch auf Asyl’ existiert nach der Genfer Konvention nicht, nur ‘das Verbot, Menschen in Länder zurückzuweisen, in denen ihnen nach genannten Gründen Verfolgung droht’, was einen gewaltigen Unterschied macht.

    Verrückt : Nach der gängigen Praxis in Deutschland und Österreich wären 4/5 der Weltbevölkerung bzw. 5 Milliarden Menschen asylberechtigt.

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/wilkommen-in-packistan-empoert-euch-bei-den-drahtziehern-.html

  11. Selbstdenker

    @astuga:
    “Aber es wäre jetzt zu einfach, alles nur auf die USA zu schieben.”
    So ist es nicht gemeint.

    Der Arabische Frühling wurde mit Unterstützung der USA primär von der EU losgetreten. Offenbar sah man eine Chance den Arabischen Bogen mit “eruopäischen Methoden” zu “demokratisieren” und wollte sich in der Welt als europäische Supermacht (“Wir sind nicht so wie die Amis”) profilieren. Die EU sucht ständig solche Themen bei der sie allen zeigen kann, wie “wichtig” sie doch ist (Euro, Klima, Gender, Arabischer Frühling, Griechenland, Palästina, Iran, etc.)

    Die Amerikaner haben zumindest daraus gelernt. Die Luftangriffe auf Lybien, der Sturz von Muammar al-Gaddafi, das anschließende Chaos und die nunmehr geöffnete Schleuse für Migrationsströme ging primär von Frankreich und seinen europäischen Verbündeten aus. François Hollande war damals (so wie auch heute) innenpolitisch sehr unter Druck und wollte dies mit (erhofften) außenpolitischen Erfolgen kompensieren. Beides scheiterete und der FN ist laut Umfragen nunmehr die stärkste politische Kraft in Frankreich.

    Den letzten Akt haben die “moralische Supermacht” Schweden und zeitversetzt die Deutschen eingeläutet: in einer Mischung aus Weltrettungs-Manie, einer erhofften Abbitte für den Holocaust sowie einer weltweiten Imagepflege haben sie de facto offene EU-Außengrenzen ausgerufen.

    Ich behaupte, dass dieses gut gemeinte Experiment der europäischen Zauberlehrlinge nicht gut ausgehen wird.

    Nicht weil ich etwas grundsätzliches gegen die Menschen hätte, die migrieren oder tatsächlich flüchten, sondern weil ich mir sicher bin, dass von den Entscheidungsträgern – so wie auch in der Vergangenheit (siehe oben) – niemand die vollen Konsequenzen bedacht hat.

  12. Christian Peter

    @Christian Ortner

    Nachtrag : Ein Recht auf Asyl existiert nur aufgrund staatlicher Regelungen wie etwa Art. 16a GG, welche man jederzeit ändern könnte, aber nicht durch völkerrechtliche Verträge.

  13. Selbstdenker

    @astuga:
    “A pathology is entering the EU…”

    Absolut richtig. Wobei diese bereites seit Jahren tief in den Köpfen vieler Westeuropäer sitzt.

  14. Christian Peter

    ‘Recht auf Asyl besteht aber nicht aufgrund völkerrechtlicher Verpflichtungen’, sollte es besser heißen.

  15. astuga

    @Selbstdenker
    “Der Arabische Frühling wurde mit Unterstützung der USA primär von der EU losgetreten. Offenbar sah man eine Chance den Arabischen Bogen mit “eruopäischen Methoden” zu “demokratisieren”…”

    D`accord
    Hier spielte wohl auch das “französische” Projekt der Mittelmeerunion eine Rolle.

  16. Selbstdenker

    @astuga:
    Ein weiteres Projekt das ohne demokratische Legitimation von Politikern intiiert wurde.
    Wenn etwas in Europa wirklich eine demokratische Kontrolle benötigt, so ist dies die Politik.

  17. Selbstdenker

    @astuga:
    Das hat was: durch und durch undemokratische Projekte (EU, Mittelmeerunion) versuchen Leuten die Demokratie aufzuzwingen, die diese gar nicht wollen, während sie diese mitten in Europa abschaffen.

  18. Fragolin

    @Selbstdenker
    Wenn die Obertanen die Demokratie abschaffen, hat das neben dem eigenen Machtgewinn den Vorteil, eine für unsere Räfjutschies akzeptable Grundordnung zu schaffen. Wenn die Regierigen dann auch noch rechtzeitig zum Islam übertreten und zu Wesiren der Königsfamilie Saud werden, ist alles bestens. Dann ist die Invasionsarmee auch bereit, für die Herrschenden von Scheichs Gnaden gegen ihr ungläubiges Pack (FKA Wahlvolk) vorzugehen. Immerhin heißt Islam Unterwerfung und nicht Diskussionsrunde.

  19. Thomas Holzer

    Und die “Obertanen” können anscheinend so ganz ohne Widerstand die “Demokratie” abschaffen?!
    Hoch interessanter Ansatz; wenn dem so ist, dann ist dies einmal mehr der Beweis dafür, daß Demokratie nicht funktionieren kann 😉
    Das grundlegende Problem jeder “demokratischen Gesellschaft” besteht darin, daß es für die demokratische Durchdringung der Gesellschaft keine Grenzen gibt, da alle “überzeugten” Demokraten de facto Fundamentalisten sind, welche per demokratischem Entscheid andere zwingen wollen, nach den “Grundsätzen” der Fundamentalisten zu leben

  20. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Die Obertanen können die Demokratie nur abschaffen, wenn das Volk genug radikalisiert wird. Hat bei Adolf auch geklappt. Dann wird begeistert die “Ermächtigung” begrüßt.
    Das Problem an der Demokratie ist, dass sie nur funktioniert, wenn alle mitmachen und ihrer Entscheidungsverantwortung nachkommen. Aber der moderne Großstadtaffe lebt immer noch im Rudel und glaubt, der Silberrücken wirds schon richten und für saftige Bananen sorgen.

  21. astuga

    @Fragolin
    Die Herrscher am Golf machen niemandem zum Wesir. 😉
    Es ist bei uns wenig bekannt, aber die Araber aus diesen alteingesessenen Familienclans (Sauds, al-Maktums etc) betrachten sich als Asil.
    Als von reinem Blut, und sie kennen ihre Blutlinie bis in die Zeit Muhammeds oder noch weiter zurück.

    Für diese Leute sind alle anderen Araber (aus Nordafrika, Ägypten oder der Levante), und erst recht alle anderen Muslime minderwertig (Türken, Inder, Pakistanis, Bengalen etc).
    Wo sie Europäer einordnen kann ich nicht sagen. Aber historisch betrachtet galten weiße Sklaven bei Muslimen als höherwertig als die afrikanischen.
    Und Konvertiten (also neuen Muslimen) gegenüber hielt man immer eine gewisse Distanz, was mitunter auch durch eine rechtliche Schlechterstellung zum Ausdruck kam.

  22. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    So eng würde ich das nicht sehen. Die Frage ist doch vielmehr: wer darf über was abstimmen und werden die rechtsstaatlichen Spielregeln eingehalten? In einem Staat mit funktionierender Verfassung ist das klar geregelt und der Spielraum für die Politik eingeschränkt.

    Das Problem ist meines Erachtens, dass es nur wenig Länder in Europa gibt, die eine Verfassung haben, die diesen Namen auch verdient. Die Politik, Medien, Lobbies und inzwischen auch die Justiz haben fundamentale Grundsätze über Jahre hinweg verwässert. Daran ist nicht die Demokratie an sich schuld, sondern primär die Politik:

    Sie hat Dinge erst zur demokratischen Disposition gestellt, über die bei Beachtung individueller Freiheitsrechte nie in so einem Ausmaß abgestimmt werden dürfte. Wenn Leistung und Ertrag bzw. Entscheidung und Haftung auseinanderfallen, wird die “demokratische” Abstimmung zum Betrug.

    Die Voraussetzungen, dass mehr als die Hälfte der Stimmberechtigten Nettoempfänger sind, wurde übrigens unter der schwarz-blauen Regierung geschaffen. Keine Ahnung welcher Teufel die da geritten hat.

  23. Thomas Holzer

    Die Frage ist: Warum z.B. überhaupt über die Einführung von Quoten abstimmen?
    Was berechtigt, sogenannte Demokraten, darüber abstimmen zu lassen, ob z.B. Kinder verpflichtend beim Fahrradfahren einen Helm tragen oder “Vermögen” offengelegt werden müssen?
    Der Beispiele sind keine Grenzen gesetzt, diese 3 Beispiele zeigen nur exemplarisch. daß es der Demokratie immanent ist, in Bereiche einzudringen, welche die Demokraten nicht mal peripher zu tangieren haben.
    Und jede Verfassung ist ganz demokratisch veränderbar, und steht daher ganz demokratisch permanent zur Disposition

  24. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Das ganze Tschänderastentum wird aktuell – da überhaupt nicht mehrheitsfähig – ganz undemokratisch eingeführt. Wo liegt da jetzt die Ursache: in der Politik oder in der Demokratie?

    Im Grunde genommen bestimmen heute vielfach kleine aber radikale Gruppen das politische Geschehen. Sie schaffen es ihre Anliegen zum Nachteil der apathischen Mehrheit über die Politik, die Medien und die Justiz zu hebeln.

    Die direktdemokratischen Abstimmungen in der Schweiz führen im Regelfall nicht nur zu den vernünftigen Ergebnissen, es wird auch die Mehrheitsmeinung besser repräsentiert.

  25. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Was wir heute haben, hat mit Demokratie nichts zu tun. Nur weil sich ein Pseudo-Feudalsystem mächtiger krimineller Clans mit der irreführenden Bezeichnung “Partei” dieses Begriffes bedient, heißt es noch lange nicht, dass es demokratisch ist. Namen sind Schall und Rauch. Die DDR war ja auch keine “demokratische Republik” sondern eine verkappte sowjetische Militärdiktatur, in der sich eine kleine Gruppe selbstgefühlter “Revolutionäre” die Backen füllte – “wohlverdient” natürlich.
    “Demokratie” gibt es nur in der Schweiz, und selbst dort wird von den “Partei”-Clans ständig der Volkswille bekämpft und eigenen Zielen zu unterwerfen gesucht. In einer Demokratie wird der Kampf machtbesessener Gruppierungen um Führerschaft samt der damit verbundenen Möglichkeit, das Volk gegen seinen Willen auszuplündern, niemals nachlassen. Deswegen wird jedes Volk, das in einer Demokratie einschläft, in einer Diktatur erwachen.

  26. Syria Forever

    Shalom Fragolin.

    Europa bekommt was es verdient. Absolut!
    Als Beispiel Österreich. Die Naaz haben einige Kleinigkeiten geändert und sich wieder in die selben Stühle gesetzt. Beste Beispiel dieser Renner, ein Naaz der ersten Stunde. Die Naaz haben einige mehr Parteien gegründet, sonst nichts.
    Partei-Bücher. Von den Naaz, und auch das wichtigste Instrument des Faschismus. Bist du Mitglied hast du Vorteile, aber dafür musst du etwas Geld locker machen. Wien, als besonders schmutziger Ort in Europa, als Beispiel.
    Nein, nein. Alles das da komme ist “Wohlverdient!”.

    Guten Tag.

  27. giovanni B.

    Solange im Nahen Osten nicht aufgeräumt wird, politisch wie militärisch, wird sich der Zustrom dieser illegalen Grenzgänger nichts ändern.
    Ich bin sicherlich kein Anhänger diverser kursierender Weltverschwörungstheorien, trotzdem sind mir die Motivation und vor allem die Ziele der fast schon hyperventilierenden “Gutmenschen” nicht klar.
    Vor einigen Tagen wurde im Kreml laut darüber nachgedacht in Syrien in welcher Größenordnung auch immer zu intervenieren. Jedenfalls wurde eine Bodenradarstation nahe Damascus, sowie Wohncontainer für mehrere hundert Soldaten (?!) bzw. Militärberater installiert. Kaum geschehen, schon meldet sich Herr John Kerry und droht Russland, das eine derartige Einmischung salopp gesprochen gar nicht geht.
    Ich kann mir nur auf den Kopf greifen – Russland würde sich, natürlich auch aus Eigeninteresse, schließlich ist Präsident Assad Bündnispartner, anbieten, den IS- und den fast genauso schlimmen Al Nusra Terror wirkasam zu bekämfen und dann das. Vor allem hat Russland ja durch den Tschetschenenterror und den Afghanistankrieg wesentlich mehr Erfahrung in der Region, als die Vereinigten Staaten. Von Israel einmal abgesehen.
    Apropos Israel – der IS weiß ganz genau, warum er sich nicht an die syrisch – israelische Grenze herantraut, was er durchaus könnte!
    Aber zurück zur Migrationsdebatte. All jenen EU Staaten, die nicht willens sind, moslemische Einwanderer zu dulden gewissermaßen Rassismus zu unterstellen ist ein starkes Stück! Und da ich gerade über Russland geschrieben habe, meine mit mir in Wien lebende russische Frau und deren in Russland lebende Familie sind der Meinung, das man seitens Österreichs vollkommen verblödet und durchgeknallt ist. Fein, ich gebe meiner Frau und ihrer Familie recht!

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