Und was, wenn Texas aus den USA austritt?

Von | 5. Juli 2016

“….Während eine Sezession Amerikanischer Staaten oft als absurd abgetan wird, gibt es wenige Gründe, warum ein Staat wie Texas, um nur ein Beispiel zu nennen, nicht sofort zu einem Nationalstaat werden könnte. Mit einer starken Wirtschaft, Hafenstädten, Öl und leichtem Seezugang zu den Europäischen, Lateinamerikanischen und sogar Asiatischen Ökonomien, fallen wirtschaftliche Argumente gegen eine Trennung flach. Darüber hinaus beweisen erfolgreiche kleine Staaten, wie Norwegen, Dänemark und die Schweiz, dass Größe wahrlich unnötig ist. Natürlich können viele andere der nicht so großen Staaten, wie Pennsylvania, New Jersey, North Carolina, etc. dasselbe versuchen. Diese Staaten wären dann einige der größten Volkswirtschaften der Welt, falls sie die Vereinigten Staaten verlassen würden.

„Aber was geschieht dann mit der nationalen Verteidigung? Wäre Texas nicht permanent im Krieg mit den Vereinigten Staaten?“ Die Erfahrung legt nahe, dass Texas sich wohl genauso oft im Krieg mit den USA befinden würde, wie Kanada und die USA: Seit 1815 null mal….” (hier)

7 Gedanken zu „Und was, wenn Texas aus den USA austritt?

  1. Fragolin

    Die Schreckgespenster der Folgen von Sezessionen werden genauso oft wahr wie die Verheißungen von Mannaregen, Tausendern und Wohlstandsexplosionen durch Vereinigungen: NIE.
    Warum spätestens seit Goebbels noch irgend ein Mensch auf Propaganda hört ist mir rätselhaft. Wenn Völker (nicht Politiker, sondern Völker!!) sich vereinigen wollen, sollen sie. Wenn sie einen Bund verlassen wollen, sollen sie. Das einzige Argument dafür oder dagegen ist im Bereich der Machtausübung über diese Völker zu finden, also dort, wo erfahrungsgemäß die Feinde und Ausbeuter der Völker sitzen.
    Stellt euch vor es ist Propaganda und keiner hört hin!

  2. Fragolin

    Übrigens interessant, dass die Propagandatrompeten jeden Gegner ihrer Volksverblödung so gerne als “Modernisierungsverlierer” bezeichnen, ohne dass jemand hinterfragt, wie es solche überhaupt geben kann, wo sie selbst doch immer trompeten, es gäbe nur Gewinner bei (ihrer Form) der Modernisierung?

  3. Lisa

    @Fragolin: so einfach: wenn sie sich verbünden wollen, sollen sie, wenn sie aus Verbünden austreten wollen, sollen sie. In der Schweiz wollte mal der jetzige Kanton Jura austreten, nicht nur los von Bern, sondern bot sich den Franzosen als neues Département an. Die wollten die streitbaren und Bomben legenden Béliers indes nicht: jetzt sind sie eben ein eigener Kanton (=Staat) – das hat ihnen zwar nichts gebracht ausser mehr Armut und Abhängigkeit von Ausgleichszahlungen, aber man darf in einer freien Welt schliesslich auch sein Elend selbst wählen…

  4. Christian Peter

    Bloß sind Sezessionen in den USA höchst unwahrscheinlich, denn Texaner und alle anderen Bürger der USA fühlen sich als Amerikaner. Ganz anders als in Europa, wo man mit totalitären Mitteln versucht zu vereinen, was nicht zusammen gehört.

  5. Thomas F.

    Wenn Texas vorgibt unabhängig werden zu wollen, um der EU beizutreten, wird der ORF das als sein selbstverständliches Recht darstellen.

  6. Dorfbewohner

    @ Fragolin 8:08
    Nun, bei deren Form der Modernisierung gäbe es nur Gewinner.
    Wie können Sie das anzweifeln?
    Aber es gibt noch viele Schurkenstaaten auf dieser Welt, die dann in direkter Wirkung selbst in den gelobten Ländern leider Modernisierungsverlierer noch nicht absolut verhinderbar machen.
    Deshalb muss die Nomenklatura doch auch so hart arbeiten, daß sie gar nicht mehr zur richtigen Erklärung der Unfehlbarkeit ihrer Wohltaten gegenüber den Untertanen kommt.

  7. mariuslupus

    Die EU könnte, wieder ein Adjektiv, wirklich im Sinne von Europa handeln, sollte sie die Selbstbestimmung der Regionen ernst nehmen. Aber dass kann ein zentralistischer Moloch, nicht einmal erwägen. Auch Europa ist aus zentralistischen Staaten zusammengesetzt. Es ist nicht nachvollziehbar welche Rolle dieser Zentralismus noch im 21 Jahrhundert haben soll. Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland sind alles zentralistische Staaten die im 18. 19. und 20 Jahrhundert, bestimmte Regionen militärisch besetzten um sie sich anschliessend einzuverleiben.
    Es hat die Sezession der Baltischen Staaten von Russland gegeben, der Zerfall der Tschechoslowakei hat auch stattgefunden. Warum sollte es nicht möglich sein , dass einzelne Regionen in Europa selbst bestimmen, ob sie unabhängig sein wollen, oder welche Allianzen sie eingehen wollen.
    Dass würde aber, bedeuten dass, das Volk in Referenden entscheiden würde Ein Referendum, ein Volksentscheid, dass ist für die Brüsselokraten eine existenzielle Bedrohung.

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