Unfaire “Solidarität”

Von | 18. Juli 2015

“…….Ist es denn fair gegenüber anderen europäischen Staaten, Griechenland mehr Zeit, Aufmerksamkeit und Geld zu schenken als jedem anderen Land? Wie soll man die Vorzugsbehandlung für Griechenland den Esten, Spaniern Iren oder Portugiesen erklären, die allesamt schmerzhafte Reformen durchführen mussten, um der Eurozone entweder beizutreten oder in ihr zu bleiben?….” (hier)

6 Gedanken zu „Unfaire “Solidarität”

  1. Der Realist

    Die arg strapazierte Solidarität soll ja nur an das Gewissen der Steuerzahler appellieren, sie soll die Leute beruhigen, denn der einfache Bürge weiß schon längst, dass auch diese neuerlichen Hilfsgelder unwiederbringlich verloren sind.
    Wenn schon Solidarität mit einem Pleitestaat eingefordert wird, darf wohl auch jeder Bürger Solidarität von seinen Nachbarn oder Gemeindemitgliedern erwarten.

  2. Thomas Holzer

    So viel Solidarität, wie derzeit von allen eingefordert wird, gibt es auf der ganzen Welt nicht 😉

  3. Fragolin

    Solidarität ist immer eine freiwillige Leistung.
    Erzwungene Solidarität gibt es nicht. Ebensowenig wie aus Zwang Fairness und Gerechtigkeit – und wie diese ganzen roten Kampfparolen heißen – werden kann.

  4. sokrates

    Feymann ist gestern auch voll dioe Solidaridätswelle geritten! Solidaridät mit 80 MRD uneinbringliche Steuerschulden der Griechen, solidaridät muit den Oligarchen die mindestens 200 MRD für ihre Jachten abgezweigt haben, Solidaridöät mit dem 2.größten Panzerkampfverband der EU!Aber keine Solidaridät mit den österreichischen Bürgern die mit 2 MRD zB ein gutes numerusclaususfreies UNiversitätssystem auf die Beine stellen könnten!

  5. gms

    Dr. Oliver Marc Hartwich: “Vor dem Euro-Gipfel letzte Woche wollte Deutschland daher fünf fruchtlose und teure Jahre gescheiterter Rettungsstrategien verabschieden.”

    Nun, das kann man glauben, oder angesichts des bisherigen konsequenten Umfallens wohl begründet bezweifeln. Weder Angela “alternativlos” Merkel verdienen Glaubwürdigkeit, noch ein Schäuble, der schon mal unbeabsichtigt in Reichweite aktiver Kameras einräumte, sein eigenes Verhalten solle den Deutschen zuhause vermitteln, er meine es ernst mit dem Wahren deren Interessen.

    Angesichts der reinen Fakten, ist rückblickend der Befund einer bloßen Inszenierung plausibler als die These, hier hätte man einmal mehr sich heldenhaft wehrend, aber letztlich erfolglos, ein beinhartes politisches Gefecht geführt.

    Hartwich: “Dazu [zur Wende, Anm.] kam es aber nicht, weil Deutschland sich enormem Druck an mehreren Fronten ausgesetzt sah.”

    Auf gut Deutsch (pardon the pun): Deutschland ist nicht mehr souverän. Falls das stimmen sollte, so gebührt Deutschland — besser gesagt: Dessen Sachwaltern — erst recht der Schwarze Peter.
    Nichts vom Geschehenen war unvorhersehbar, im Gegenteil, gab es doch weder bei der EZB, dem IWF, Frankreich oder den USA unlängst irgendetwas Neues mit dem Potential zum Game-Changer, das sich einer Beurteilung hätte entziehen können.

    Ob das Resultat nun beabsichtigt wurde, weil alle beteiligten Agenden insgeheim die prolongierte Misere selbst bewirkten und hernach für sie genehme Rechts- und sonstige Umbrüche nützen (ein Gedanke, dem auch Schauble bekanntermaßen zugetan ist), oder tatsächlich wie nun allseits getrommelt als tragische Helden den Kürzeren zogen — so oder so bewies die deutsche Führung einmal mehr Letztklassigkeit.

    Die medialen Tränen angesichts des unterstellten Deutschland-Bashings wirken nicht minder inszeniert. Glaubt man der veröffentlichten Meinung, sind mehr als 60% der Deutschen mit der jüngsten Verhandlungsführung von Merkel und Schäuble zufrieden. Besser hätten die Schmierenkomödianten ihr Treiben nicht heimspielen können.

  6. aneagle

    Die Inszenierung wurde gefährlich, seit die Darsteller begannen, diese mit der Realität zu verwechseln. Oder hat sich irgendetwas in Griechenland maßgeblich verändert seit uns die bisher letzte Folge der EU-Soap ( Titel: das 3.Hilfspaket) über die GEZ- finanzierten TV- Schirme geflimmert ist?

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