Unfug “Bedingungsloses Grundeinkommen”

“….Am 5. Juni stimmt die Schweiz über die Volksinitiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen» ab. Der Staat soll bei Annahme der Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen sorgen. Wie hoch dieses sein soll wird nicht explizit festgelegt, doch es soll der ganzen Bevölkerung ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen. Ein monatlicher Beitrag von 2500 Franken pro Kopf (625 Franken für unter 18-Jährige) wurde als Minimum erachtet um ein solches Dasein zu ermöglichen. Basierend auf den Berechnungen für das Jahr 2012 würde dies den Staatshaushalt um zusätzliche 208 Milliarden Franken belasten. Einig sind sich die Regierung und ein Teil der Initianten darin, dass der grösste Teil des Grundeinkommens über die bestehenden Löhne finanziert werden müsste. Hinzu käme ein Transfer aus den Sozialleistungen, die durch die Initiative angeblich obsolet würden. Über die genauen Beträge und in welcher Form der Besteuerung sie erhoben werden sollen, ist man sich jedoch nicht einig. Ausser den Grünen haben sich alle Parteien und Organisationen gegen ein solches Einkommen ausgesprochen. Dennoch hat sich in der Schweiz eine rege öffentliche Debatte um die Frage entwickelt, ob eine solch utopisch anmutende Initiative nicht doch eine passende Antwort auf die gefühlten wachsenden sozialen Kosten der Globalisierung sein könnte…. (weiter hier)

15 comments

  1. Alfred Reisenberger

    Gibt es eigentlich auf dieser Welt noch Gruene, die bei klarem Verstand sind?

  2. aneagle

    soweit mir bekannt hat Österreich bald einen unabhängig grünen Präsidenten. Kann man davon ausgehen, dass sich Österreich der erfolgreichen grünen Wirtschaftspolitik anschließen wird? 😉

  3. Fragolin

    @Alfred Reisenberger 07:14
    Etwa genausoviele wie vegane Fleischfresser.
    Es gibt Dinge, die schließen sich gegenseitig aus.
    GRÜN und HIRN zählen offensichtlich dazu.

  4. Lisa

    Die Initiative wirdvermutlich abgeschmettert. Es gibt zwar Sympathisanten, die trotz fehlender genauer Kostenberechnung eiJa absandten, aber mehr, um ein Zeichen zu setzen, dass dieser ganze unübersichtliche Sozialapparat endlich zugunsten eines Minimaleinkommens abgeschafft wird. Leben – vor allem in der Schweiz – kann man damit allerdings nur seher, sehr bescheiden . und wenn jeder neue Technikschnickschnack, Markenklamotten, grosszügige Wohnungen in schönen Vierteln, Autos und Urlaubsreisen auch zu einem “menschnwürdigen Leben” gehören, werden sich bald wieder “Bettler” einstelllen…

  5. Falke

    Dafür muss man weder Schumpeter noch Hayek bemühen. Für die Erkenntnis, dass sich das weder finanziell noch sonstwie ausgehen kann, genügt ein Kind in der 2. Klasse Volksschule.

  6. Mona Rieboldt

    Falke
    Sehr richtig. Das Geld wird ihnen dabei bald ausgehen. Niemand arbeitet dann 40 Stunden die Woche oder mehr, wenn ein Grundeinkommen ohne Anstrengung da ist. Dann wird vielleicht nur noch an 3 oder 4 t

    Falke
    Sehr richtig. Das Geld wird ihnen dabei schnell ausgehen. Das Ganze ist völliger Unsinn.

  7. Fragolin

    Die Menschen rechnen anders als die Elite sich das vorstellt.
    Die rechnen nicht: Ah, 1000 Euro gratis plus 400 für einen 40-Stunden-Job, das macht 1400 Euro, super!
    Nein, die rechnen: 1000 Euro krieg’ ich sowieso und für 2,50 die Stunde zusätzlich mach ich mich nicht krumm! Da gehe ich lieber für’s Dreifache schwarz Hecke schneiden oder bleibe gleich vor der Glotze hängen.
    Hat man alles im Hartzer-Land bereits erlebt, aber bisher nix daraus gelernt.

  8. Tom Jericho

    Wie immer man zum bedingungslosen Grundeinkommen steht – die Schweizer dürfen darüber abstimmen. Wenn hingegen bei uns zB ein Norbert Hofer davon spricht, als Bundespräsident die direkte Demokratie ausbauen zu wollen, ist das selbstverständlich rechtsbraun und darf so jemand selbstmurmelnd nicht gewählt werden. In diesem Sinne: Bravo, Österreich – wir lassen lieber über uns bestimmen!

  9. mariuslupus

    Das bedingungslose Grundeinkommen ist in vielen sozialistisch regierten Staaten bereits eine Tatsache. Immer mehr Menschen beziehen ein ausreichendes Grundeinkommen ohne zu arbeiten. Diese Leute holen sich das Geld beim Sozialamt oder sonstigen sozialen Wohltäterorganisationen.
    Diese Volksinitiative hat am 5.Juni, der direkten Demokratie sei Dank , keine Chance.
    Aber die Sozialisten sind bereits dabei den Leuten das Interesse an der Arbeit weiter zu verderben. Ab einen allgemeinen Steuersatz von 55% , werden sich immer mehr Leute die Frage stellen ob sich dass arbeiten noch lohnt

  10. Thomas Holzer

    Ich wollte mich ja eigentlich zu diesem Thema nicht äußern, weil ich meine Meinung eh schon des Öfteren hier veröffentlicht hatte.
    Aber, um nur einige Beispiele zu nennen:
    Die Aufstände gegen die Webstühle wurden von Weltuntergangsphantasien getrieben
    Als die Sklaverei verboten wurde, ging detto für viele die Welt unter
    Bei der Durchsetzung des Verbotes der Kinderarbeit (zumindest in der “westlichen” Welt) detto
    Erst recht bei der Reduzierung/Beschränkung der Wochenarbeitszeit
    Und die 40 Stunden Woche hat sowieso die ganze Weltwirtschaft zum Erliegen gebracht

    In Österreich besteht ein Großteil der Arbeitseinkommen aus (natürlich nicht nur) Transferzahlungen mit einem exorbitanten Verwaltungs-, Bürokratieaufwand.

    Warum diesen nicht einfach auf das nötigste Minimum reduzieren?!

    Im Gegenzug zu diesem BGE würden ja sämtliche! andere Transferzahlungen eingestellt werden; es gäbe kein AMS und keine Sozial- und Wohnungsbeihilfen et al. Ämter mehr, auch die bis dato dafür notwendige Infrastruktur wäre obsolet, das unproduktive Personal detto.

    Mit der Einführung des BGE müsste natürlich eine völlige Liberalisierung, sprich Nichtreglementierung, von Gewerbeordnung und Ladenöffnungszeiten einhergehen, detto Abschaffung des 13., 14. Gehaltes, detto Abschaffung sämtlicher! Pensionszahlungen, welche über der Grenze des BGE erfolgen

    Alleine die Einsparung des Gehaltes des Herrn Kopf würde ihn selbst und zumindest 3 weitere BGE-“Bezieher” pro Jahr finanzieren

  11. Johannes

    Ein Mensch der in der Blüte seines Lebens steht hat das bedingungslose Recht, und eine ebensolche Pflicht seinen Lebensunterhalt mit einer sinnvollen Tätigkeit sprich Arbeit zu bestreiten.
    Zwei Ausnahmen gestehe ich zu :Krankheit und unverschuldeter Verlust des Arbeitsplatzes.
    Alles andere ist wieder ein paar Stufen hinab in die gesellschaftliche Agonie. Wenn das eingeführt wird ist niemand auf dieser Welt in dem es diese Regelung nicht gibt und der arm ist, in seinem Heimatland zu halten, wer soll dann noch in Afrika oder sonst einer armen Gegend bleiben wenn es den Himmel auf Erden gibt?
    Auch unseren lieben Autonomen käme diese Regelung sehr gelegen – noch mehr Geld und Zeit um noch renitenter die Gesellschaft die einen füttert zu hassen oder gar zerstören zu wollen.
    Vorsicht man will uns und unsere Leistungen nicht mehr, viel einfacher für Politiker und wohl auch Industrien eine dumme Masse von Menschen die nur konsumieren und sich wie eine Schafherde treiben lassen.

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