Unheimliche Suizid-Welle unter Bankern geht weiter

“….Erneut sorgt ein Suizid in einem Schweizer Finanzkonzern für Aufsehen. Nach der Zurich Versicherung letzten Sommer ist es nun die Swiss Re, die in den Fokus gerät. Der Sicherheitschef Schweiz des Multis hat sich letzte Woche das Leben genommen. Laut einer Quelle war er zuvor von der Firma entlassen worden…” (hier)

12 comments

  1. FDominicus

    Dazu kann ich nur ganz böse kommentieren: Unendlich – 1 ist immer noch Unendlich. Obwohl ich hier Bankster und nicht Banker meine. Fakt ist aber: Es gibt keine Bank die a) Sichteinlagen der Kunden ausleiht (jedenfalls in D, AU, USA, AUS, NZ, EU) b) die Sichteinlagen als Anderkonten führt c) sich nicht mit Zentralbanken einlässt

    Meinetwegen können diese Vollbetrüger (Teilreserve) sich wie die Lemminge von jeder Klippe stürzen. Es gibt immer genügend “Nachwuchs” damit die Betrüger überleben können.

  2. Christian Weiss

    Innerhalb von einem Jahr haben sich zwei Kaderleute von Finanzdienstleistern umgebracht. Hat das irgendeine statistische Relevanz, die auf eine Häufung von Suiziden hindeutet?

  3. Christian Peter

    @fdominicus

    Nicht umsonst sprach Wilhelm Röpke :

    “Eine Bank ist eine Institution, die regelmäßig weniger zu halten braucht, als sie verspricht, und daher davon lebt, dass sie gleichzeitig mehr verspricht, als sie im Ernstfall halten kann.”

  4. Rennziege

    Vielleicht sind diese Menschen dem Hype von vegetarischer und veganer Ernährung aufgesessen?
    Soll nicht zynisch klingen, ist in Wahrheit auch O.T. Aber alkohol-, fisch- und fleischlose Ernährung führt zu Depressionen, Allergien, höherer Krebs-Anfälligkeit, etc., und zumehr Arztbesuchen, als Normalernährte brauchen:
    http://atlanta.cbslocal.com/2014/04/01/study-vegetarians-less-healthy-lower-quality-of-life-than-meat-eaters/

    Auffällig dabei: Diese solide Studie stammt von der Uni Graz, wurde in angesehenen medizinischen Fachblättern veröffentlicht (peer-reviewed) — tauchte aber bislang in keiner heimatlichen Publikation auf. Vermutlich weil ausgewogene gesunde Ernährung längst schon nimmer politisch korrekt ist.

  5. Reinhard

    Soll ich jetzt feuchte Augen bekommen oder was soll diese Meldung?
    Erstens bringen sich europaweit jährlich tausende Menschen aus allen Berufsgruppen, Gesellschaftsschichten und Altersklassen selbst um, über die kein Schwein schreibt. Unwichtig, wenn ein paar Arbeitsbienen verrecken; erst bei den Drohnen horchen wir auf.
    Zweitens gab es vor hundert Jahren eine Suizidwelle, als dutzende Banker an der Wallstreet aus den oberen Stockwerken sprangen, weil sie keine Chance mehr auf ein Leben in Ehre sahen, nachdem sie erkennen mussten, hart arbeitende Menschen um ihre Vorsorge gebracht zu haben. Zwei mehr oder weniger ist wohl keine “Welle”.
    Drittens, im Gegensatz zu damals, als Banker ihre Ehre verloren sahen und damit nicht leben konnten, sind es heute ganz andere Gründe. Denn damals musste man nicht erst so viel Mist bauen, dass man gefeuert wurde – nein, da sprangen die Banker selbst in die Kündigung.
    Also, was soll’s? Ich lass meine Tempotücher stecken und gehe zur Tagesordnung über…

  6. Rennziege

    2. April 2014 – 14:47 Reinhard
    Auch ich gehe zur Tagesordnung über. Suizide sind viel zahlreicher, als man denkt. Traurig genug sowieso, aber wenn sie aus materiellen Motiven erfolgen (weniger Geld, weniger Ansehen, etc., bis hin zur Desertion des Luxusweibchens), dann erweist sich die Hohlheit unserer Zeit.
    Da hab’ ich mehr Mitgefühl für die Dutzende von Selbstmorden aus Liebeskummer, die es nach Goethes “Die Leiden des jungen Werthers” (1774) gab. Ebenfalls traurig, aber wenigstens von Gefühlen getragen, nicht von Kontoauszügen. Und vor dem Hintergrund dieser Zeit zu sehen.

  7. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    Dieses Röpke-Zitat passt aber auch perfekt auf die demokratisch “legitimierte”, herrschende Politikerdarstellerkaste

  8. Erich Bauer

    Als ich letztens mit dem ICE nach Frankfurt reiste, kam der Zug ein paar Kilometer nach Würzburg zum Stehen. Die Durchsage verhieß einen “Aufenthalt mit unbestimmter Dauer”. Schließlich fuhr der Zug nach Würzburg zurück und von da gab’s dann eine Ausweich-Verbindung nach Frankfurt. 4 Stunden Verspätung…

    Ich erfuhr von einem Bahnvorstand, dass “wieder mal ein Selbstmörder” eine Zug gestoppt hat. Er hat behauptet, dass in Deutschland pro Jahr um die 1.000 Personen diese Form des Freitodes wählen.. Ich halte das für sehr ärgerlich.

  9. Rennziege

    2. April 2014 – 17:19 Erich Bauer
    Auch ich fahre viel mit der Bahn; da kann ich spontan online buchen, muss mir von keiner grantigen, meist ungeduschten Ex-Stasi-Schnüfflerin an (manchmal sogar in) die Unterwäsche fassen lassen, und die gute alte BahnCard wird bisweilen sogar mit Freifahrten belohnt.
    Was im DB-Jargon als “Personenschaden” verlautsprechert wird, ist mir schon oft passiert; aber die Bahn kann für die anschließenden mehrstündigen Verzögerungen nichts. Denn da müssen Kripo und Staatsanwälte zum (oft nur mit Geländefahrzeugen erreichbaren) Ort des Selbstmordes anreisen, den Vorfall auf Fremdverschulden untersuchen, vergeblich nach eventuellen Zeugen forschen, dann die Leichenteile für die Forensik verpacken … und manchmal ist sogar die Schnauze des ICE so eingedellt, dass an ein Weiterfahren nicht zu denken ist. Das kostet viel Zeit.

    Sehr ärgerlich, wie Sie sagen, findet man das als Reisender: platzende Termine und so … Aber die Menschen, die sich auf diese Weise umbringen, tun es nicht Ihnen oder mir zu Fleiß. Sie sind verzweifelt, und die gute alte Luger oder Glock, die dem Rest der Leut’ keine Umständ’ machen tät’, verwehrt ihnen der Staat. Also wählen Sie diese Methode, die von ihnen nur ein paar blutige Knochenfragmente und Gewebefetzen hinterlässt. (Vor zwei Jahren, ICE München – Hamburg, hab’ ich so was sehen dürfen — oder müssen.)
    Der Ärger verraucht schnell (auf den Gleisen wird man noch nicht verhaftet, wenn man sich eine anzündet, und die braucht man bei diesem Anblick auch dringend) und weicht Gedanken à la: Warum hat dieser Mensch sich umgebracht? In unseren wohlhabenden Zeiten, wo jedermann, der keinen Bock mehr hat auf die Tretmühle (echt oder nur so empfunden) der täglichen Maloche, sich ins soziale Netz sinken lassen kann, anstatt sich vor einen Zug zu stürzen? — Man kommt ins Grübeln, wie ausgerechnet der allseits geliebte Sozialstaat so viele Verzweifelte und Hoffnungslose zu seinen Bürgern zählt. Am Materiellen allein kann’s nicht liegen.

  10. Der Realist

    @Reinhard

    ja das stimmt!!! das ist wie mit den Toten bei Flugzeugabstürzen, wochenlange Berichterstattung, während in dieser Zeit allein in Europa weit mehr Verkehrstote zu beklagen sind, diese sind aber offenbar weniger tot.

  11. Erich Bauer

    @Rennziege,

    Der Sarkasmus in meinem Beitrag war sicher unangebracht. Es ist vielleicht ein gewisser Selbstschutz. Denn ich habe so etwas schon öfter erlebt. Mich nervt die “Fliegerei” in der heutigen Zeit. Daher benütze auch ich oft die Bahn. Bei dieser letzten “Verspätung” bot mit die DB einen Kostenersatz an. Ich hätte mich geniert, wenn ich das angenommen hätte. Ich will mich über diese Ausformung des “Konsumentenschutz” gar nicht näher auslassen… Ich bin bei diesem kundenfreundlichen Kostenersatz-Angebot-nach-Freitoid-Aufenthalt nach “EU-BetulichkeitsNorm” ins Grübeln gekommen.

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