26 Gedanken zu „Uni-Finanzierung: Von Luzern lernen!

  1. Reinhard

    Viel zu wenig sozial, fair, gerecht und wie die ganzen linken Wortblasen so lauten, die hier durch die Medien ploppen. Ist in Österreich mit keiner Partei, Gewerkschaft, Kammer und wie die ganzen Schranzenvereine heißen, umzusetzen.

  2. Thomas Holzer

    @Reinhard
    Sie schreiben es; einfach menschenverachtend, diese turbokapitalistische Studierendenfinanzierung 😉

  3. Karl Markt

    Endlich, eine neue Form der Leibeigenschaft!

    Und was macht der Besitzer meiner Bildung, wenn ich mich mit 40 als freies Individuum dazu entschließe, einen anderen Job anzunehmen, wo ich 2000€ weniger verdiene?
    Hoffentlich schreibt er dann keine bösen Briefe…

  4. Karl Markt

    “Die radikalen Steuersenkungen der vergangenen Jahre haben dem Kanton zwar schweizweit die tiefsten Unternehmensteuern, aber nicht mehr Steuereinnahmen beschert”
    “…dem Volk reinen Wein einzuschenken: «Jetzt muss ich sagen: Die Finanzen beeinflussen die Bildungspolitik erbarmungslos»”

    Sehr schön dargelegt wohin es führt wenn nicht mehr Umverteilt wird:
    Das Bildungssystem geht krachen, Reiche kaufen sich Studenten und schmarotzen ein Leben lang von deren Lohn mit.

  5. Christian Weiss

    @ Karl Markt: Sie singen gleich im Chor mit den üblichen sozialistischen Betonköpfen mit: Neue Form der Leibeigenschaft. Aber vielleicht schauen Sie mal bei studienaktie.org nach, wie das ganze abläuft. Der Artikel des dunkelroten Tages-Anzeigers ist nämlich nur ein weiterer tendenziöser Versuch, den Schweizer Steuerwettbewerb zu diskreditieren: “Luzern hat sich zu Tode gespart!” wollen uns die Damen und Herren um den marxistischen Chefredaktor Res Strehle weismachen.

  6. Karl Markt

    Gehen wir es halt ökonomisch an.

    Das Kapital zahlt Löhne. Das Kapital ist partizipiert an den Löhnen.
    Wo kommt da Wachstum her?
    Typische neoliberale Voodooökonomie. Nach der Immobilienblase die Bildungdblase.

  7. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    Nein, gehen wir es nicht es ökonomisch an, sondern ´lassen Sie mich eine einfach simple, hoffentlich auch für Sie feststellbare Tatsache anführen.

    Kein Student wird gezwungen, dieses Studienfinanzierungsmodell in Anspruch zu nehmen
    im Gegensatz zum realen Sozialismus/Kommunismus: da wurden alle -außer den Bonzenj/Kadern natürlich, gezwungen, in/unter diesem System zu leben.

    Und das ist der einzige und wesentliche Unterschied; und da können’s mir Mehr- und/oder Wenigerwerttheorien anführen, jahrhundertelang über die Expropriation der Expropriateure diskutieren/faseln, sich über neoliberale Vodooökonomie alterieren usw.
    Alles nett, ist vielleicht für Ihren Zeitvertreib von Belang, aber an sich unwichtig.
    WEIL: wie schon oben geschrieben; es gibt NUR eines, Freiheit oder Zwang, alles andere sind maximal Nebensächlichkeiten!

  8. DailyMirror

    Man könnte auch sagen: Studenten in Luzern dürfen gratis studieren – dafür wird später Monat für Monat ein Teil ihres Gehalts zugunsten der Investoren enteignet. Gaaanz toll.

  9. DailyMirror

    @KarlMarkt

    Und was macht der Besitzer meiner Bildung, wenn ich mich mit 40 als freies Individuum dazu entschließe, einen anderen Job anzunehmen, wo ich 2000€ weniger verdiene?

    Kein Problem: dann werden die Credit Default Swaps, mit denen sich der Besitzer Ihrer Bildung gegen diesen Ausfall abgesichert hat, schlagend. Das führt dann, so wie 2008, zu Panik an den Finanzmärkten. Und die Neoliberalen werden dazu sagen: “Klarer Fall von Staatsversagen!!”

  10. Reinhard

    Karl Markt, es ist immer wieder erbauend, Worthülsen von Menschen zu vernehmen, die zwar ihre Phrasen brav auswendig gelernt haben, aber sich nicht mit deren Bezeihung zur Realität auseinandersetzen.
    “Das Kapital zahlt Löhne.”
    Was für ein Quatsch! Das Kapital stellt die Produktionsmittel zur Verfügung. Die Lohnarbeiter fertigen damit Waren. Den Preis für die Waren bezahlen die Kunden, und damit zahlen die Kunden auch die Löhne. Das Kapital feilscht um deren Höhe, da es, oh Schreck und Graus, auch einen Gewinn (=Lohn) haben möchte, natürlich so hoch wie möglich (was einem Arbeiter natürlich nie einfallen würde…), aber es zahlt die Löhne nicht.
    Dass es in Ihrem Weltbild eine unsägliche Schreckensherrschaft darstellt, wenn jemand, der sich (freiwillig) Geld für was auch immer gepumpt hat, dieses auch wieder zurückzahlen soll, während es absolut in Ordnung ist, jemandem, der sich einen Besitz erarbeitet hat, diesen (unfreiwillig) wieder zu enteignen, wirft ein erhellendes (und erschreckendes) Licht auf linkes Denken.

  11. Thomas Holzer

    @DailyMirror
    Ihre Naivität in Ehren, aber:
    Habe Sie auch so wie weiland Peer Steinbrück “in den Abgrund” gesehen?
    Wenn ja, wissen Sie auch, wie tief dieser Abgrund war/ist?
    Kennen Sie den Unterschied von Freiwilligkeit und Zwang?

    In der Hoffnung, Sie nicht überfordert zu haben,
    verbleibt mit freundlichen Grüßen
    Thomas Holzer
    der deklarierte Antidemokrat

  12. Reinhard

    Nachfrage, Herr Markt: Wenn jemand, der sich einen Bildungskredit verschafft hat, bereits ein “Leibeigener” ist, wie bezeichnen Sie dann jemanden, dem vom Staat einfach lebenslänglich die Hälfte seiner Bezüge enteignet wird und der sich dann, wenn der Rest zum Leben nicht reicht, beim Staat unter Versprechungen, auch brav zu funktionieren, untertänigst um Almosen anstellen darf?

  13. Karl Markt

    @ Reinhard
    “Das Kapital zahlt die Löhne nicht”

    Typisch ortneronline. Selbsternannte Wirtschaftsweise geben sich die Blöße.

    “Den Preis für die Waren bezahlen die Kunden, und damit zahlen die Kunden auch die Löhne”

    Ein Hinweis, gratis: Woher haben die Kunden das Geld? Doch nicht etwa durch Löhne?
    Aber Sie sind da durchaus was auf der Spur: Wenn die Löhne die Kaufkraft sind, wie kommt dann Profit bzw Wirtschaftswachstum zustande und was hat das mit dem Geld aus dem Nichts zu tun….

    “wie bezeichnen Sie dann jemanden, dem vom Staat einfach lebenslänglich die Hälfte seiner Bezüge enteignet wird und der sich dann, wenn der Rest zum Leben nicht reicht, beim Staat unter Versprechungen, auch brav zu funktionieren, untertänigst um Almosen anstellen darf?”

    Verelendeter Lohnarbeiter.

  14. Karl Markt

    @ DailyMirror
    “Kein Problem: dann werden die Credit Default Swaps, mit denen sich der Besitzer Ihrer Bildung gegen diesen Ausfall abgesichert hat, schlagend. Das führt dann, so wie 2008, zu Panik an den Finanzmärkten. Und die Neoliberalen werden dazu sagen: “Klarer Fall von Staatsversagen!!” ”

    Besser gehts fast nicht.

  15. Reinhard

    “Woher haben die Kunden das Geld? Doch nicht etwa durch Löhne?”

    Doch, auch, Herr Markt. Aber eben nicht nur. Auch durch Erwirtschaftung von Gewinn (Sind Ihre bösen Feindbilder etwa keine Kunden? Kaufen Unternehmer nicht ein?). Oder durch Steuergeld. Ja, auch Beamte, Verwaltungsangestellte und Ihr örtlicher Bezirksparteisekretär sind Kunden. Nicht nur Löhne sind Kaufkraft, auch Gewinne (außer Sie schließen sich überraschend meiner Meinung an, dass auch die Gewinne der bösen Kapitalisten deren Lohn für ihre unternehmerische Tätigkeit sind…) und Bezüge aus Zwangsabgaben.
    Wenn es Ihnen zu schwer fällt, die Welt in mehr als zwei Gruppen (Ausbeuter und Arbeiter) einzuteilen und Ihnen die Welt jenseits der produktiven Wertschöpfung ein Rätsel bleibt, dann sollten Sie über “selbsternannte Wirtschaftsweise” lieber nicht lästern, denn im Glashaus ist das Steineschmeißen auch dann gefährlich, wenn man die Brocken in Seiten aus dem “Kapital” einwickelt.

  16. Mourawetz

    Ist doch alles freiwilliges Tauschen. Was sollte daran verwerflich sein. Ist doch fair, sozial und gerecht. Nur ein Sozialist, der sich per Zwangsabgabe bei den anderen bereichert, kehrt permanent die moralischen Vorzeichen um, um sein frevelhaftes Tun zurechtfertigen. Tauschen am freien Markt ist buh. Diebstahl ist Bravo.

  17. Karl Markt

    Kredit hat nichts mit Tauschen zu tun, sondern mit Abhängigkeit und profitieren von fremder Arbeit.

  18. Reinhard

    Kredit ist der Tausch von gegenwärtiger Kaufkraft gegen zukünftige Kaufkraft.
    Abhängigkeit schafft nur die Verpflichtung, etwas, was man bereits bekommen hat und das einem nicht gehört, auch wieder zurückzugeben. Diese Abhängigkeit kann man (im Gegensatz zur sozialistischen Enteignung) aber umgehen, indem man sich einfach entscheidet, keinen Kredit aufzunehmen. Nicht einem der jammernden Schuldner wurde von seiner Bank mit Gewalt das Geld aufgezwungen.

  19. Karl Markt

    Na hoffentlich wird dieses Finanzierungsmodell nicht irgendwann auf Lebensmittel und Wohnen auch ausgedehnt. Wobei – beim Wohnen haben wirs eh schon längst.

    Jetzt muss nach der Bildung nur mehr die Gesundheit und die Nahrung durchkapitalisiert werden.
    Aber der Neoliberale wird sagen: Niemand wird gezwungen, Sie haben immer noch die Möglichkeit zum Freitod.

  20. Christian Weiss

    Man staunt immer wieder über die Ansichten der Klassenkämpfer. Ohne Kredite gäbe es wohl kaum soziale Durchlässigkeit. Die Klassen wären zementiert. Keiner der aufsteigen kann, indem er sich Kapital beschafft und ein Unternehmen gründet oder eine Immobilie anschafft.
    Ich nehm’ an, wenn Kredite Sklaverei sind, dann sind Mietwohnungen auch Sklaverei. Nur blöd, dass man nie aus einer Mietwohnung rauskommt, wenn man keinen Kredit für ein Eigenheim kriegt.

  21. Christian Peter

    @christian weiss

    das stimmt nicht. Kredit ist seriös, wenn dahinter reale Ersparnisse stehen und nicht Luftbuchungen der Banken (Geldschöpfung aus dem Nichts). Giralgeldschöpfung verursacht
    Inflationierung und somit eine Umverteilung vom armen, kapitallosen Teil der Gesellschaft zu den wohlhabenden Schichten – im heutigen Geldsystem werden durch Kreditvergabe Klassenunterschiede verursacht, nicht beseitigt.

  22. Reinhard

    @Karl Markt

    In Deutschland blüht ein Modell, in dem Kleininvestoren in regionale Kleinbetriebe investieren und als Rendite freie oder verbilligte Leistungen bekommen – zum Beispiel beim Friseur oder im Bio-Laden um die Ecke. Ein Geschäftsmodell, das (oh Schreck und Graus für linke Rattenfänger) aus einigen tüchtigen Lohnsklaven böse Freie Unternehmer und aus mündigen Kunden mutige Gesellschafter macht. Funktioniert wunderbar; die Gewinne und möglichen Verluste sind für alle Beteiligten überschaubar.
    Und ja, auch sich daran zu beteiligen bleibt freiwillig. Es bleibt jedem nämlich frei, sich zu beteiligen oder die vollen Verkaufspreise zu zahlen.

    Was das Stichwort Nahrung betrifft: Das gibt es auch schon lange, dass Bauern Saatgut oder Jungvieh auf Kredit kaufen und den Kreditgeber dann am Gewinn des Ertrages beteiligen. Na und, schmeckt dem Genossen seine Brüstelsemmel jetzt nicht mehr?
    Erstaunlich, woher die am Erfolg der kapitalistischen Marktwirtschaft vollgefressenen wohlstandssatten Salon-Marxisten bis heute die feste Überzeugung beziehen, kapitalistische Marktwirtschaft würde Mangel und Not produzieren. Real haben das bisher hauptsächlich kommunistische Planwirtschaften geschafft.

  23. Karl Markt

    “Ohne Kredite gäbe es wohl kaum soziale Durchlässigkeit”

    Das stimmt für einzelne, individuelle Fälle.
    Sie müssen aber bedenken, dass jeder Kredit ja auch Profit erwirtschaften muss.
    Kredite können also nicht die Schichten und “Klassen”-Unterschiede aufheben.
    Der Kreditnehmer muss ja Leute anstellen – also (möglichst) billige Lohnarbeiter.
    Ohne billigen Lohnarbeiter gibt es kein Wachstum.

    Kredite für soziale Durchlässigkeit ist ja gerade das Modell des “deficit Spending”, in Österreich auch bekannt unter dem K-Prinzip.
    Einfach so lange Kredite vergeben bis alle aufgestiegen sind.

    Wie Sie sich vielleicht denken können, gemäß der Marx’schen AWT völlig unmöglich.
    Gläubiger und Kreditnehmer teilen sich den Profit (Zins), jedoch der Profit kommt durch Mehrwertproduktion zu stande, Kredit hin oder her. Irgendwo, und seis in Taiwan oder China, muss es einen armen Teufel geben der ausgepumpt wird.

    Und “in einen Studenten investieren” ist nämlich wieder was ganz anderes. Der Student produziert ja nichts, was der Gläubiger (oder “Investor”) dann verkaufen könnte.
    Kredite sind eigentlich vorgeschossenes Kapital, dass in Produktion (also letztlich in Löhne) geht. Der Zins ist im Wesentlichen der Profit der von dieser Produktion zurückkommt.

    Im Fall des Studenten ist der Zins dann nurmehr ein bloßes Ausbeutungs- und Abhängigkeitsverhältnis.
    Der Ivestor hat einen vorab-Anspruch auf einen Teil des Lohnes.

    Und wie gesagt moralisch hin oder her, letztlich alles “fiktives Kapital”, weil es nicht in Produktion geht.
    Da können Sie gleich bei den Immobilien bleiben. Auch der Immobilieninvestor hat ein vorab-Recht auf einen Teild der Löhne (=Mieten). Credit Default Swap lässt grüßen.

  24. Karl Markt

    @Reinhard
    “In Deutschland blüht ein Modell, in dem Kleininvestoren in regionale Kleinbetriebe investieren…”

    Genau das ist es ja.
    Ohne Kredite geht gar nichts mehr.
    Vom Friseur bis zum Saatgut. Alles basiert auf Schulden.
    Und da wundert sich noch wer über das “Geld aus dem Nichts”?

    Was glauben Sie wohl, warum es Kleinkredit Modelle gibt wie Sand am mehr?
    Weil krampfhaft versucht wird, Wachstum herbei zu führen.

  25. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    Sind es nicht Ihre Realsozialisten, welche durch eine extrem hohe Besteuerung von Arbeitseinkommen den Empfängern dieser Einkommen es verunmöglichen, Kapital zu akkumulieren, um schlußendlich der “Mietfalle” entgehen zu können?

  26. Karl Markt

    Sind es nicht die Realsozialisten, die Umverteilen so dass einige mehr bekommen als sie einzahlen?

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