“Unser Geld geht vor die Hunde”

Von | 16. August 2013

“….Es ist völlig klar, dass aus der Währungsunion, wie sie einmal sein sollte, inzwischen eine Transferunion geworden ist, die unweigerlich in eine Schuldenunion münden wird. Am Ende dieser Entwicklung wird eine Inflationsunion stehen. Ich bin davon überzeugt, dass die Staaten sich nur noch über die Inflation entschulden können. Das wird noch etwas dauern, weil es nicht möglich sein wird, schnell die Preise zu erhöhen, da die Kapazitäten nicht ausgelastet sind. Aber am Ende wird eine vom Staat induzierte Inflation mit Steuererhöhungen, Lastenausgleich oder sogar Enteignungen à la Trittin stehen. ..” (Hans-Olaf Henkel, hier)

4 Gedanken zu „“Unser Geld geht vor die Hunde”

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  2. Christian Peter

    Die heutige Krise ist nicht bloß Währungskrise, sondern vor allem ein Krise der Geldordnung, eine Krise des kollabierenden Teilreservesystems (Fractional Reserve Banking), welches den Banken erlaubt, Kaufkraft aus dem Nichts zu schöpfen und dafür auch noch Zins zu verlangen.

    In einem Geldsystem, in dem – Schulden niemals getilgt werden können – die Geldmenge kontinuierlich erhöht werden muss – stets neue Schulden gemacht werden müssen, um alte zu bedienen – kontinuierliches Wachstum vorausgesetzt wird – ist der Staatsbankrott und der Crash des Finanzsystems unausweichlich. Nach Berechnungen von Experten implodiert ein solches Finanzsystem etwa nach 70 – 80 Jahren.

    http://www.rottmeyer.de/einlagenverunsicherung/

  3. PP

    @Christian Peter
    Das alles haben wir 1000 x gelesen und gehört. Und die Politik sagt: Na und?
    Glauben Sie im Ernst, es interessiert jemand, ob er oder sie mit 10.000 oder 100.000 € verschuldet ist? Das Leben ist erträglich und auf lange Sicht sind wir alle tot!

  4. Reinhard

    “Das wird noch etwas dauern, weil es nicht möglich sein wird, schnell die Preise zu erhöhen…”

    Da gibt sich einer als Analyst aus und fällt blind auf den Sand herein, den die Politik dem Volk plump in die Augen schaufelt. Nur weil statistische “Warenkörbe” so zusammengestellt werden, als würden wir 3-D-Fernseher fressen und Druckertinte saufen, damit der Preisverfall bei asiatischen Billiggeräten die rasante Verteuerung der wirklichen Lebenskosten verschleiert, heißt das noch lange nicht, wir hätten keine Inflation. Der normale, nicht statistiktheoretische sondern realpraktische Haushalt braucht sein Geld vor Allem für Wohnen, Energie und Lebensmittel. Und in diesen 3 Bereichen brummt es bekanntermaßen gewaltig; bei Lebensmitteln gibt es Teuerungsraten bis über 30%.
    Nein, die Inflation dauert nicht, sie ist schon da. Was dauern wird ist die Unmöglichkeit der statistischen Verschleierung, Was dauern wird ist die Existenzkrise des Normalverbraucherhaushaltes. Noch haben genug Leute genug Einkommen, um die Teuerungen zwar zu spüren, aber trotzdem ihren Lebensstil nicht entscheidend einschränken zu müssen. Noch.

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