Unter Genossen

Nachdem Eugen Freund, der SP-Spitzenkandidat zur EU-Wahl seine Ahnungslosigkeit über die Lebensbedingungen seiner Wähler öffentlich gemacht hat, eilen ihm seine Genossen zu Hilfe. “An Freunds Fähigkeiten wollte am Montag auch der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ)  nicht zweifeln. Offenbar verdiene man im Umfeld des Ex-Moderators so viel und er habe gedacht, das sei überall so, meinte Niessl.” (“Presse”) – Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.

9 comments

  1. Graf Berge von Grips

    man sollte “sich in Nessel setzen” auf “in Nissel setzen” ändern.
    Rote Baggage…

  2. rubens

    “Man darf Fehler machen.” Die Schlagzeile zu Freund in der Presse. Wie wäre es wohl dem Herrn Stronach gegangen?

  3. Rennziege

    20. Januar 2014 – 14:33 — rubens

    Rotgrünlila darf lügen, sich irren, täuschen und peinlich verplappern; die staatlich geblasenen Fanfaren der ach so “uanbhängigen” Medien werden das auftrags- und subventionshörig stets verharmlosen. In diese Falle ist Frank Stronach, offensichtlich beratungsresistent, leider getappt. Starker Auftritt, schwacher Abgang. Schad’ drum, aber dem knorrigen alten Herrn mangelte es an Schlitzohrigkeit.
    Ohne diese, wie wir aus schmerzlicher Erfahrung wissen, ist in Österreich kein politischer Blumentopf zu gewinnen.

  4. Herr Karl jun.

    Der Weg in die Politik bewahrheitet die alte Bauernweisheit: Wer sich mit Hunden ins Bett legt, darf sich nicht wundern, wenn er mit Flöhen aufwacht.
    Zur Sache: Bei Stronach haben wir gelernt, welche anderen konkreten Fragen unserem “Freund” noch zu stellen wären, z.B. wieviel er zuletzt beim ORF tatsächlich verdient (oder bekommen?) hat (brutto und all in), und ob auch er – wie in vielen Staats- oder staatsnahen Betrieben oder bei der Gewerkschaft lange Zeit üblich – das Doppelte der Abfertigung durch Erlaß des Finanzministerium steuerbegünstigt erhalten hat? Das könnte einmal mehr eine Überraschung ergeben…

  5. Rennziege

    20. Januar 2014 – 17:08 — Herr Karl jun.
    Zu alten Weisheiten hätt’ ich noch eine, aus dem Dreißigjährigen Krieg, aufgezeichnet von Grimmelshausen:
    “Wer die Wahrheit geigt, dem schlägt man die Fiedel auf den Kopf.”
    Stimmt heute noch: Siehe Klaus, Schüssel, Kirchhof, Merz, Schäffler und einige andere Aufrechte. Dazu passt auch: “Nur ein toter Fisch schwimmt mit dem Strom.” (Urheber unbekannt.>)

  6. Georg Huber

    Also man kann über Eugen Freund denken was man will, ich finde diese 3000 Euro Debatte echt lächerlich, zumal garantiert jeder Arbeiter infolge Überstunden und Zulagen mehr verdient als die statistischen 2.1xx,-. Der Typ hat halt keine Ahnung und hat irgendwas gesagt, na und schön. Leider muss ich feststellen, dass an einer wirklichen politischen Auseinandersetzung mit ökonomischen und oder gesellschaftspolitischen Argumenten offenbar kein Interesse mehr besteht, Hauptsache man kann “den Gegner” düpieren.

    Bevor ich jetzt als Maoist verunglimpft werde, weil ich einen roten ORFler in Schutz nehme, ich war und bin für die Abschaltung des staatlichen griechischen Rundfunks, obwohl der ORF so tut, als wäre ohne öffentlich rechtlichen Rundfunk jedwedes Leben auf dem Planeten dem Untergang geweiht.

  7. cmh

    Sie als Maoist zu verunglimpfen wäre zu billig.

    Der Vorwurf an Sie ist viel schlimmer: Weil so viele wie Sie oder so ähnlich denken, können sich die “Freunde” soviel erlauben. Oder können Sie sich an eine ökonomisch fundierte und ergebnisoffene Diskussion mit der roten Reichshälfte erinnern?

    Ich kann mich von dieser Seite eigentlich nur an noch dümmlichere Einwürfe erinnern. Und vor allem auch an ganz bewusste Falschvorwürfe wider besseres Wissen. Sie erinnern sich doch noch an die Pflegerin im Hause Schüssel?

  8. otto h.

    kann jemand checken, ob es stimmt, dass freund beim ORF gersuchte, die zahnregulierungen seiner kinder in USA in sein spesenabrechnungen reinzuoperieren ?

  9. gms

    Georg Huber,

    “Also man kann über Eugen Freund denken was man will, ich finde diese 3000 Euro Debatte echt lächerlich, zumal garantiert jeder Arbeiter infolge Überstunden und Zulagen mehr verdient als die statistischen 2.1xx,-.”

    Arbeiter: Durchschnittliches Jahresbruttoeinkommen 2010: 18.588.-
    Die durchschnittliche Bezugsdauer hierbei belief sich übrigens auf 284 Tage, verglichen mit 324 Tage bei Angestellten. [1]

    Soviel Zulagen, Inflationsabgeltung oder Überstunden hat es — um Ihre Wortwahl zu strapazieren — garantiert nicht gegeben, alsdaß irgendwas über 2.000.- in Betracht käme, selbst wenn man das Jahresgehalt durch 12 dividiert. Allenfalls ist das Arbeitslosengeld in den aktuell ventilierten 2.000.- schon mit eingerechnet.

    Ob die Debatte lächerlich ist? — Nun, wenn Sie Sätze eines egozentrischen und dünnhäutigen Menschen lesen wollen, der sich neben Eigenlob in Pampigkeit und Lobhudelei verliert, siehe [2]. Die expliziten Highlights dabei, und derer gibt es genug, mag kommentieren wer will. Für einen Rookie ohne jede Scheinwerfererfahrung mag das Ergebnis als schlechtes Mittelmaß durchgehen, für einen vorgeblichen Profi ist es letztklassig.

    [1] statistik.at/web_de/statistiken/soziales/personen-einkommen/allgemeiner_einkommensbericht/index.html
    [2] profil.at/articles/1403/980/371743/eugen-freund-mir-bill-clinton

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