Ursula von der Leyen: Wie man nach oben scheitert

Die EU-Kommissionspräsidentin zeichnet sich vor allem durch den richtigen Stallgeruch und ein problematisches Verhältnis zur Wahrheit aus. Wer sich keine Illusionen über die EU macht, wird von all dem kaum überrascht sein. Die Wählerinnen und Wähler wurden nie gefragt, ob sie der neuen Kommissionspräsidentin vertrauen. Jetzt steht die EU vor größeren Problemen denn je./ mehr

5 comments

  1. Gerald Steinbach

    Man sollte, wenn man Polit Karriere machen will, in der EU, Deutschland,….unbedingt einmal oder besser öfters in der Opferrolle gewesen sein, sich gegen Rassismus /Sexismus eingesetzt haben und Greta die Hand geschüttelt haben.
    Wenn man dies in seinen CV hat und nie in der Privatwirtschaft gearbeitet hat , steht einer Karriere nichts mehr im Wege

  2. sokrates9

    Die Frauenpower zeigt Wirkung!Wie viele wirklich qualifizierte Frauen die strukturiert arbeiten und einen realistisch background kommen nach oben? Es heißt doch oft. Typisch Frau, emotionale Entscheidungen mit kurzfristigem Erfolg.Ein weiterer wichtiger Sargnagel für die EU. In der Gründerzeit der EU gab es Leute mit Charisma, der Begriff ist bei den diversen Tussis durch Attraktivität ersetzt worden:

  3. aneagle

    Da tut man UvdLeyen schweres Unrecht an. Ihre größte Leistung blieb nahezu unbeachtet und wäre wohl niemandem außer ihr so vollkommen gelungen.
    UvdLeyen hat es im Alleingang geschafft das deutsche Militär komplett lahm zu legen, ohne einen einzigen Schuß abfeuern zu müssen. Eine Leistung, die nicht einmal Genosse Stalin vollbrachte.

    Nun führt sie teils unbedankt die große Konversion der EU in eine zentralistische Ökodemokratur durch. Zwar mit vielen grünen NGO-Helferleins, aber wieder ohne die entsprechende Würdigung dieses Friedensprojektes. Danach kommt der Aufbau einer Nato Friedensmacht. Und zwar, was die Wirkmächtigkeit betrifft, nach deutschem Vorbild. Strategisch ist Putin gut beraten, täte er alles in seiner Macht stehende, um diese Frau in den Sessel des NATO Geberalsekretärs zu hieven. Ev. um des Friedens willen, mit einem Stellvertreter Martin Schulz. Die immerwährende Freundschaft der Genossen wäre auf ewig gesichert, die strategische Abhängigkeit auch. Das alles ist nur einer zuzutrauen – der fabelhaften UvdLeyen. 😉

  4. Falke

    Einen großen Teil der Schuld hat natürlich auch das Europäische Parlament, das es ja in der Hand hatte, sie abzulehnen. Dass das EU-Parlament sie (knapp, aber doch) gewählt hat – obwohl sie ja ursprünglich gar nicht zr Wahl stand – bestätigt nur den häufig geäußerten Verdacht, dass dort nur Quotenpolitiker sitzen, die für ernsthafte innenpolitische Aufgaben nicht zu gebrauchen sind. Es wird ja vermutet, dass es einen Kuhhandel mit Ungarn gab: Von der Leyen betreibt die “Bestrafung” Ungarns nicht, dafür bekommt sie dessen Stimmen; ohne die (recht wenigen) ungarischen Stimmen wäre sie gescheitert..

  5. Johannes

    Sie spricht excellent französisch, die Tatsache das sie die Wunschkandidatin Frankreichs war und die Tatsache das Frankreich vom Euro-Coronabond profitieren wird ist sicher rein zufällig.

    Die Deutschen fühlten sich geehrt und wenn sich die Deutschen geehrt fühlen werden sie schnell weich. Endlich werden wir geliebt, man möchte uns in höchster Position in der Kommission haben.
    Da nützt alles nichts da kann man den “ungeizigen“ Ländern keine Vorwürfe machen, da muss man ihnen geben was sie verlangen. Es kann nicht sein das eine Deutsche Schuld ist am Untergang der EU.

    Ein sehr geschickter Schachzug eine Deutsche zur Präsidentin der Kommission zu machen.
    War Junker noch der“ Deutsche “mit dem luxemburgischen Pass so ist nun die Vertreterin des Zahlmeisters im Epizentrum der Macht und es wird (werden) viel (Euros) von ihr verlangt.

    Zur Unterstützung feuert Junker ganz militärisch eine Breitseite ab.

    Junker im Original “Er habe Verständnis dafür, dass die Länder einen pfleglichen Umgang mit Steuergeldern pflegten. „Aber dass man sich da nicht aus den Schützengräben heraus und sich aufeinander zubewegt – ohne zu schießen –, dafür fehlt mir das Verständnis“

    Hätte ein AfD oder FPÖ Mann einen solchen Blödsinn (Schützengraben, schießen…) formuliert, er wäre zu Recht verrissen worden.
    Martialische Kriegsrhetorik, plumper und einfältiger geht es wohl nicht mehr.

    Und weiter Junker:
    „Ich nehme das ernst, was Österreich und die anderen sagen, aber ich wehre mich gegen den Eindruck, den die vier vermitteln, als ob es in den letzten Jahren zu keinerlei Haushaltskonsolidierungen gekommen wäre.“

    Wenn es so wäre wo liegt dann der Finanzbedarf?

    Und munter weiter:
    „Es geht nicht darum, dass die Menschen in Österreich, die ich sehr mag, in Haftung genommen werden für Fehler der Vergangenheit. …“

    Uff, der Kelch ist also an uns vorübergegangen?
    Zu früh gefreut, das war nur die Einleitung zur eigentlichen Message, die da lautet:

    “Es geht darum, dass kein Land der Union völlig abgleitet. Es ist im Interesse Österreichs, dass Italien mit der besonderen Last der Pandemie zurande kommt.“

    Ja eh, aber was hat das mit meinem Geld zu tun?
    Mit messerscharfer Logik setzt er zum finalen Schlag an:

    „wenn das Mutterland der Rabatte, Großbritannien, aus der Union ausscheidet, warum sie dann unbedingt an Rabatten festhalten wollen“.

    Chapeau! jetzt hat er den Sack zugemacht und die Schäfchen sind im Trockenen.
    Als Sahnehäubchen noch eins oben drauf:

    In der Covid19-Krise forderte er eine europäische Reaktion, statt dass „jedes Land sein eigenes Corona-Süppchen kocht“. Juncker: „Wenn es grenzüberschreitende Gesundheitsbedrohungen gibt, dann müssen die Staaten und die Kommission koordiniert handeln.“

    Na also, es geht doch, Geld ist nicht so wichtig, viel wichtiger wäre es koordiniert zu handeln.
    Das selbe habe ich übrigens zu Beginn der Krise gedacht…als ich von der Brüssel-EU nichts hörte.

    Zum Schluss noch ein Kompliment an Tirol, im Stile wie einst der selige Raab in einer Karikatur zu Figl sagt “und jetzt noch die Reblaus und doun sans wach..(die Russen)

    Fast ist man geneigt Sympathie für die jetzige Präsidentin zu entwickeln das sie keine solche Wuchteln schiebt.

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