USA: So wird die Inflation wegretuschiert

Von | 29. Mai 2014

“….In den vergangenen Jahren haben Ben Bernanke und Janet Yellen wiederholt erklärt, dass sie die ultra laxe Geldpolitik fortsetzen müssten, weil die Inflation angeblich zu niedrig sei. Die Zeiten, in denen die Notenbank Verbraucher vor einer höheren Inflation geschützt haben, sind offensichtlich lange vorbei. Wenn man sich die Zahlen der vergangenen Jahre genau anschaut, ist von niedriger Inflation allerdings keine Spur…” (Warum das so ist, hier)

4 Gedanken zu „USA: So wird die Inflation wegretuschiert

  1. FDominicus

    Inflation = Geld drucken. Die FED und alle Zentralbanken inflationieren wie noch nie in Friedenszeiten. Der Preisanstieg wird irgendwann kommen und der Zusammenbruch auch…

  2. gms

    Ah, da sind wieder mal die imputierten Kosten im Handwerkskoffer der amputieren Geister: “Das liegt hauptsächlich an der Kennzahl „Owners Equivalent Rent” (OER). [..] Obwohl diese Umfragen reine Fantasiezahlen ergeben, hat die OER ein so hohes Gewicht bei der Berechnung der Inflation.”

    In Austriachstan gehen laut Inflationsbeschönigungsbehörde IBB [1] läppische 18,34% der Gesamtausgaben*) von Privatpersonen fürs Wohnen drauf, inklusive Wartung und Instandhaltung für Haus oder Wohnung, sowie eingerechnet Wasser und Heizung mit ebenfalls allen hierfür anfallenden Kosten, sei es für Geräte, Verbrauchsmaterial oder Dienstleistungen. (Angaben hier immer auf zwei Dezimalstellen gerundet.)

    Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränge fallen laut IBB mit 11,78% ins Gewicht, Bekleidung und Schuhe scheinen mit 6,07% auf. Unterm Strich machen somit die lebensnotwendigen Basics 36% aus, was wiederum für den unselbständigen Medianeinkommensbezieher hierzulande [2] (sogar bei Einrechnung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld) gerademal 641 Euro bedeutet. Addiert man die amtliche bekundeten 7,68% für Hausrat, läßt sich’s für Angestellte mit 778.- leben — median, versteht sich, und mit weiteren 13,88% (=247.-) für alle Verkehrsausgaben ist man sogar mobil dabei.

    Otto-Normal-Median-Unselbständig verbleiben somit amtlich bestätigt von seinen monatlichen 1.781.- netto rund 750.- zur völlig freien Verfügung. Um weitere 11,17% gibt’s Freizeit und Kultur, inklusive Blockföte, Flachfernseher, Topfplanze und Rubbellos, und mit 8,60% sind Urlaub und Restaurantbesuche auch schon finanziert. Tu felix Austria!

    Liebe Geldsozialisten, entweder ihr pfeift eure verlogenen Statistiklakaien zurück, oder eure gewerkschaftlichen und kammeralistischen Vorfeldorganisationen, die am andere Ende der Propagandaorgel eine Pauperisierung der Gesellschaft behaupten. Nicht daß ausgeprägte innere Widersprüchlichkeit dem Sozialismus nicht wesensimmanet wäre, aber müßt ihr uns diese auch noch mit fünf Nachkommastellen aufs Aug’ drücken?

    [1] statistik.at/web_de/static/warenkorb_und_gewichtung_des_hvpi_2014_022258.pdf
    [2] statistik.at/web_de/statistiken/soziales/personen-einkommen/nettomonatseinkommen/index.html

    *) Laut OSZE-Statistik liegt die Sparquote i.e. bei 10%. Unter der Annahme, daß das Ersparte irgendwann auch wieder ausgegeben wird, sind obige Absolutwerte ohne diesen Abschlag angeführt.

  3. Thomas Holzer

    “Otto-Normal-Median-Unselbständig verbleiben somit amtlich bestätigt von seinen monatlichen 1.781.- netto rund 750.- zur völlig freien Verfügung ”

    Das ist natürlich eindeutig zu viel! Wo kommen wir denn hin, wenn der Untertan wesentlich mehr als ein u.U. vom Sozialistenumverteilungsstaat akzeptiertes Taschengeld von ca. € 250,– zur freien Verfügung hat. Da ist noch sehr viel Spielraum für ein Anziehen der Steuerschraube! Natürlich nur im Sinne der Gerechtigkeit 😉

  4. rider650

    “Die Zeiten, in denen die Notenbank Verbraucher vor einer höheren Inflation geschützt haben…”

    Solche Zeiten gab es noch nie. Notenbanken drucken Geld und legen Mindestreservemengen fest, sie sind die einzigen, die Inflation (=Geldmengenausweitung) erzeugen. Ihre Existenz zu beenden wäre der einzig wirksame Inflationsschutz.

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