Vebietet einfach alles, was Spaß macht!

Von | 17. August 2013

“…Deutschland diskutiert über das Fleischverbot der Grünen und die neue Welle von Geboten der Politik. Es wird vor lauter Vorschriften langsam unübersichtlich. Zeit für eine nachhaltige Lösung der Bevormundungsrepublik….” (Wolfram Weimer im “Handelsblatt“)

33 Gedanken zu „Vebietet einfach alles, was Spaß macht!

  1. Thomas Holzer

    Brillant; dieser Mann bringt es auf den Punkt. 🙂

  2. KClemens

    @ Thomas Holzer,

    in der Tat. Es dürfte aber nicht lange dauern, bis einige der Sarkasmen bei den Grünen als politische Forderung auftauchen. Das Schönheitswettbewerbe diskriminierend für Nicht-Schöne sind, und man deshalb auch Schönheitswettbewerbe für Nicht-Schöne veranstalten müsse, ist ja schon die Forderung einer Berliner Grünen.

  3. Thomas Holzer

    @KClemens
    Sie schreiben es; leider viel früher als wir zu denken wagen; Widerstand gegen derlei Schwachsinnigkeiten gibt es ja keinen, leider!

  4. Christian Peter

    Den Kontrollzwang und die Überregulierung einer einzigen Partei anzulasten, geht völlig an der Sache vorbei.

  5. norbert bender

    @Christian Peter
    Idee der Grünen > Unterstützung der Medien(die meisten Journalisten sind Grün-Sympatisanten)> Übernahme der Idee durch die restlichen Parteien(Angst vor Medienmacht,wollen ebenfalls modisch grün sein)
    So stellt sich, denke ich, der Dienstweg auch skurrilster Ideen dar….

  6. Christian Peter

    @norbert bender

    Dennoch ist abwegig, die Überregulierung einer Partei anzulasten, die im deutschsprachigen Raum in den vergangenen 60 Jahren erst einmal an einer Regierung beteiligt war (und diese auch noch eine der besseren Regierungen war).

  7. Weninger

    Schon sehr polemisch, aus dem Vorschlag in Kantinen einen fleischlosen Tag zu erwägen, ein “Fleischverbot” zu kosntruieren. Wieviele Bürger sind eigentlich schon vor der Grünen Zwangsherrschaft in BaWü geflohen?

  8. gms

    Kommissar Pjotr,

    gewiß ist es abwegig, besagte Überregulierung einer einzigen Partei anzulasten. Hätte man den grün lackierten Faschisten und ihren hyperaktiven Anhängseln in Medien, Schulen und Universitäten bereits früher die Luft rausgelassen, wäre es garnicht zur flächendeckenden Durchseuchung mit Jakobinismus und Tugenterror gekommen.

    Spinnereien wie jene der Grünen können erst mit einem gewissen Maß an Wohlstand aufkommen. Während aber die Mehrheit den Wohlstand weiter mehrt und sich um Familie, Freunde und Geschäfte kümmert, bekommt ein kleiner Teil ausreichend Zeit und Geld zum Ventilieren ihrer kruden Vorstellungen. Weil dieser kleine Teil zugleich links gedrallt ist, bedient er sich dreier Mittel, die Liberalen und Bürgerlichen zumeist fremd sind: Lautstärke, Penetranz und ein nicht enden wollendes Sendungsbewußtsein.

    Wer die Mehrheit tatsächlich hat, ist irrelevant, sobald via Diskurshoheit die schiefe Ebene erstmal ausreichend geneigt ist, und der Rest der Gesellschaft in einer Mischung aus Geprügeltwerden per Journallie und vorauseilender Selbstkastration (siehe etwa Pofallas asymmetrische Demobilisierung als Konzept für Merkel) als Geisel der Minderheit in Richtung Wohlfühldiktatur kullert.
    Das in Europa und insbesondere in Deutschland sich abspielende Drama ist lehrbuchhaft, es ist exakt jene Gesellschaftsklempnerei, wie sie von linken und der Evolution (statt Revolution) des Sozialismus’ anhängenden Protagonisten als erfolgreiche Marschrichtung vorgegeben und zugleich von wenigen schaftsinnigen liberalen Denkern als kommende Dystopie kritisiert wurde.

    Nein, teurer Pjotr, nicht nur die Grünen sind schuld an den Zuständen, sondern alle Linken inklusive ihrer nützlichen Idioten, zu denen auch und insbesondere jene Bürgerlichen zählen, die mit linken Methoden nicht vertraut sind und zugleich als oftmals vernunftbegabte Wesen von sich auf Dritte und damit insbesamt auf eine weniger unheilvolle Entwicklung schließen.

    Der Mensch irrt, solange er strebt. Die Liberalen irren, wenn sie glauben, der rotzgrüne Kelch ginge auch ohne nennenswerte Gegenwehr ungetrunken an der Gesellschaft vorüber. Die Linken irren, wenn sie glauben, ihr dann errichteter Wohlfahrtsausschuß mit ihnen an der Spitze würde dem Tugendterror Ewigkeitscharakter verleihen können. Das einzige von Bestand ist das Hamsterrad der Geschichte mit immer neuen unbelehrbaren Strampelnden.

  9. gms

    Lieber Weniger, Behaimb, Maybach oder unter welchen Kürzeln Sie hier noch zwecks Vorgaukelung von Vielfalt aufschlagen,

    Sie konstatieren: “Schon sehr polemisch, aus dem Vorschlag in Kantinen einen fleischlosen Tag zu erwägen, ein “Fleischverbot” zu kosntruieren.”

    Ihr “Kosntruktionsfehler” ist mit der Unkenntnis des offiziellen grünen Wahlprogrammes erklärbar. Oder Sie kennen es, weswegen Polemik gegenüber Ihnen und Ihren Geistebrüdern noch das gelindeste Mittel wäre. Und weil wir gerade beim Thema sind: Manch ein begnadeter Polemiker, wie etwa Broder, spricht sich sogar für ein Recht aufs Beleidigen aus.
    Was er dabei verkennt: Weder ist die Mehrheit derer, auf die er dieses Recht münzen will, beleidigbar, noch ist es notwendig, diese Witzfiguren über Gebühr zu diskreditieren.

    Laßt sie reden, die Wenigers, die Maybachs, die Behaimbs und Pjotrs! Nichts ist der Erkenntnis dienlicher, als die empirisch bewiesene Existenz all der kleinen Doppel-Denker und “Alles halb so schlimm”-Konstrukteure. Wie schwierig wäre andernfalls doch für Liberale die Veranschaulichung grassierender geistiger Unredlichkeit, gäbe es keine kleinkarrierten Polemik-Alarmisten als Wasserträger der Bevormundungskaste, die vorhersagbar wie der Punkt am Ende des Satzes hier regelmäßig den leeren Kopf aufs Keyboard fallen lassen.

  10. Weninger

    @gms
    Na nur gut, dass Sie niemanden bevormunden wollen mit Ihrer Selbstgerechtigkeit und “liberalen” Sendungsbewusstsein, dass jedes Abweichlertum von der reinen Lehre zum Marxismus erklärt. Insofern sind Sie von Ihren herbeifantasierten Komissaren nicht so sehr unterschieden wie Sie gern gleuben, denn penetrant und laut sind Sie auch, und ein Bully noch dazu, wie er im Buche steht.

  11. Rennziege

    @Thomas Holzer:
    Vielen Dank für Ihre “Presse”-Empfehlung! Dieser Сергей Николаевич Галицкий ist ein höchst interessanter Bursche. Dass so ein entspannter und g’scheiter Unternehmer, der seine Jugend (bis zum 23. Lebensjahr) im Kommunismus zubrachte, es so weit bringt, überrascht mich zutiefst. Um so mehr, als er keiner der “Oligarchen” ist, die dank alter Nomenklatura-Seilschaften ihrem eigenen Volk die Substanz raubten. (Aber Putin hat, wenn auch zwangsläufig zu spät — die großen Verbrechen wurden unter seinen Vorgängern begangen und von diesen geduldet —, den eisernen Besen längst in die Hand genommen.)

    Schenkt uns so ein Galizki die zarte Hoffnung, so etwas wie er könnte auch auf dem kryptokommunistischen Boden der geliebten Alpenrepublik entstehen und gedeihen? Ohne Korruption, ohne Freunderlwirtschaft, ohne ergaunerte Steuergelder und Subventionen?
    Ich hab’ noch keine Antwort auf diese Frage.
    Aber wie so oft: Herzliche Grüße!

  12. Thomas Holzer

    @Rennziege
    my pleasure 🙂
    aber: leider schenkt er uns für unser Land KEINE Hoffnung, sagt er doch: “Im ewigen Kampf zwischen Sozialismus und Liberalismus wird immer der Sozialismus siegen, weil die Politik sich nach dem Volke richtet”; und das ist mehr als nobel formuliert!

    in einer Demokratie wird, langfristig, bis zum nächsten Zusammenbruch (siehe das Hamsterrad von “gms”) immer der Sozialismus obsiegen, so wage ich zu behaupten, leider!

  13. gms

    Weninger,

    “Na nur gut, dass Sie niemanden bevormunden wollen [..]. Insofern sind Sie von Ihren herbeifantasierten Komissaren nicht so sehr unterschieden [..]”

    Der Vergleich mit Bully Herbig sitzt, denn anders hätte man den Aufruf nicht deuten können, Ihnen hier die größtmögliche Bühne zu lassen. Daß ich Ihnen und Ihren Alter-Egos einmal im Monat ergänzend Futter zur Selbstdemontage liefere, war ausgemachte Sache. Sie können sich freuen, daß im wahrsten Sinne des Wortes jemand mit Ihnen spielt und Ihrer Masochismus-Seele das Gefühl von kommissarischer Bevormundung vermittelt, und ich verbuche es als gelegentlichen hedonistischen Zeitvertreib.

  14. Reinhard

    @Thomas Holzer

    “In einer Demokratie wird, langfristig, bis zum nächsten Zusammenbruch … immer der Sozialismus obsiegen…”

    Getreu dem Motto “Überlasst das Denken den Pferden, die haben einen größeren Kopf!” wollen die meisten Leute weder denken noch lenken, weder entscheiden noch verantworten. Der Sozialismus verspricht ihnen den gütigen Vater Staat, der alles Denken und Entscheiden übernimmt und dem Einzelnen Raum für sorglose Selbstbedienung schafft. Man kann nicht reich werden, aber muss nicht hungern, so sieht das Paradies der Kleingeister aus.
    Der Liberalismus fordert Bildung, Entscheidungsfähigkeit und Verantwortung. Deswegen erreichen sozialistische Parteien und ihre bürgerlich verkleideten Steigbügelhalter immer wieder locker die Mehrheit, während solche mit wirklich liberalen Forderungen unterhalb der 5%-Grenze dahindümpeln.
    Alle zaghaften Einwendungen, dass die praktische Umsetzung des Sozialismus generell zum drastischen Absinken des Wohlstandes, Diktatur der Größenwahnsinnigen, Verarmung der Massen und Zusammenbruch der Wirtschaft bis in die Pleite geführt hat, werden vom Tisch gewischt, denn “das war ja alles nicht richtiger Sozialismus, das nächste Mal wird es richtig…”
    Die Masse ist bequem, spaßorientiert, denkfaul und scheut Selbstverantwortung wie der Beelzebub das geweihte Wasser – und sie ist wahlberechtigt.
    Daher kann ich dieser Aussage nur zustimmen, so weh es mir im Bauch auch tut.

  15. Weninger

    @gms
    Sie haben natürlich nicht gerafft, dass ich nicht Bully Herbig, sondern den englischen Bully gemeint habe, der in englischen Internaten mit Vorlieb Jüngere und Schwächer piesakte und zum Spaß quälte. Soviel zu Ihrer bildungsbürgerlichen Fassade, die Sie trotz rüpelhaften Benehmens zu wahren versuchen. Nochmals: In Ihrer Welt ist jeder, der nicht dem LIberalismus demütig in allen Punkten Treu und Glauben schwört ein böser Kommunist. Sehr raffiniert, muss ich schon sagen. Auch Ihre Grobheiten beeindrucken mich wenig, entlarven sie Sie doch nur wie so manch andere Kanditaten hier auch nur allzu peinlich.

  16. gms

    Weniger,

    “Sie haben natürlich nicht gerafft, dass ich nicht Bully Herbig, sondern den englischen Bully gemeint habe”

    Welcher unnatürliche Geist hatte Sie am Nasenring denn auf diesen morschen Holzweg gezerrt? Sie können ja sogar mich noch zum Lachen bringen, und das will ‘was heißen!

    Daß Sie der Schwächere und, wie die meisten dauerblinkenden Mittelspurfahrer, geistig Kindlichere sind und damit ein naturbedingtes Abonnement aufs Gepiesaktwerden besitzen, haben Sie richtig festgehalten, doch im Gegensatz zu Ihnen, der schwächebedingt sein Heil im Kollektivismus und dessen Macht durch Masse sucht, aufdaß Pappa Staat das Zepter wider seine ungehorsamen Schutzbefohlenen schwingt, nehme ich mir die besonders Auffälligen zeitweise selbst zur Brust — insbesondere dann, wenn sie absolut schmerzbefreit sind und die Grünen für eine Ansammlung kauziger Waldschrate halten, die bloß gelegentlich durch mißverständliche Sager auffallen.

    Keine Sorge, niemand klatscht Ihnen hier ein “Marxist!” auf die Stirn. Niemand behandelt Sie gröber, als Sie es aushalten würden, aber irgendwer muß halt Ihre konstanten und unter wechselnden Pseudonymen hier vorgetragenen “Die wollen ja nur spielen”-Spüche wieder aufwischen, und wenn’s nur einmal alle paar Wochen ist. In diesem Sinne .

  17. KClemens

    @ Thomas Holzer,

    Satte Leute neigen zum Sozialismus.
    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

    Zumindest in nicht sozialistischen und/oder kommunistischen Ländern. Das war in der in der ehemaligen BRD gut zu beobachten. Die Gründungsmitglieder der Grünen kamen zwar teilweise aus dem ultra-rechten Milieu oder waren gar alte Nazis, aber die große Masse der neuen Parteimitglieder rekrutierte sich in den späten 70ern/frühen 80ern aus bürgerlichem bzw. großbürgerlichem Umfeld und nicht aus der “Arbeiterklasse”.

    Das hat sich bis heute nicht geändert. Größtenteils rekrutiert sich der grüne Parteinachwuchs aus den Kindern der Grünen selbst, und haben sich so mittlerweile ein um sich selbst kreisendes Universum geschaffen, das von der Realität so weit entfernt ist, wie seinerzeit Wandlitz vom Prenzlauer Berg, als es die DDR noch gab. Nach der Wiedervereinigung haben sich übrigens etliche prominente Bürgerrechtler, die der Grünen Partei nahestanden, mit Grausen abgewandt. Übrig geblieben ist die “zweite” Garnitur und Opportunisten wie z.B. Karin Göring-Eckart.

    Außerdem sind die Grünen wahre Meister und Meisterinnen! darin, Minderheitsmeinungen- und Probleme zu überhöhen und mittels wohlgesonnener Journaille als “staatstragend” in der veröffentlichten Meinung zu verankern.

    Seit der “Wiedervereinigung” allerdings ist eine gesamtdeutsche SEDierung zu beobachten, die mittlerweile, bis auf wenige Ausnahmen, die gesamtdeutsche Parteienlandschaft erfasst hat, und die auch bewirkt, daß grüne Ideologien, aus Angst vor Wähler- und Machtverlust hemmungslos adaptiert werden, ohne daß dies der Mehrheitsmeinung der Bürger entspricht. (Güllner, “Die Grünen”).

    Und deshalb @Weniger, wird es auch einen fleischfreien Tag in Kantinen geben, wenn die Grünen keine Regierungsbeteiligung im September erhalten werden, und es z.B. eine große Koalition, oder geben wird. Das wird dann über Landesebene laufen, da die Grünen da in ausreichend Landtagsparlamenten mit an der Regierung beteiligt sind. Dann wird man den Bundestag mit Eingaben so lange löchern, bis das Minderheitenproblem der angeblichen fehlenden schmackhaften und abwechslungsreichen Veggie-Kost zu Lasten der Mehrheit der Nichtvegetarier/Nichtveganer gelöst sein wird.

    Und das wird nicht das einzige Luxusproblem aufgrund persönlicher Befindlichkeiten einer Grüner sein, für das es ein Gesetz geben wird. Beim fleischfreien Tag in den Kantinen wird es nicht bleiben. Das “Schlupfloch” private Gastronomie, das an diesem Tag keine Fleischfreiheit auf der Speisekarte hat, gilt es dann zu schließen.

    Das glauben Sie nicht, @Weniger? Ich fürchte, ich werde recht behalten. In ca. 3 – 4 Jahren dürfte es soweit sein.

  18. Weninger

    @gms
    Gottseidank haben Sie jemanden gefunden, über den Sie sich aufregen können. Aber anstatt selbst poitisch was verändern zu wollen, ist das Einzige was Sie können, Leute anpöbeln, die Ihrer Ideologie nicht zustimmen. Schwächer fühle ich mich gegenüber sowenig wie gegenüber einem rabiaten Wirtshausgegenüber, das einen anstänkert und dessen Nähe man besser meidet, weil es nichts bringt.
    Ob Sozialismus, Staat oder Kirche, es ist alles dasselbe ob mit Geld, Macht, Prestige oder faulem Zauber will eine Kaste über die andere bestimmen. Ob das Zusammenraffen von Geld oder das Ansammeln von politisch Macht oder von Leicht-Gläubigen die größere Leistung ist, darüber kann man geteilt sein. Mit Ihrem Pseudo-Darwinismus beeindrucken Sie mich jedoch wenig. Aber Sie werden es ohnehin nicht lassen, den großen Belehrer raushängen zu lassen. Sie wären ein guten Grünen-Oberlehrer, auch wenn ich deren Vorschläge für weniger gefährlich als Ihre Hirngespinste halte.

    @Holzer
    Jaja, die grüne Weltherrschaft wird kommen, und wir werden alle unter ihrem schweren Joch seufzen, und ja: im Mittelalter und unter Ludwig dem XIV. war alles besser. Tut mir leid, ganz ernst nehmen kann ich Euch schon lange nicht mehr … Nicht alles an den Grünen Oberlehrer-Ansätzen gefällt mir, aber was Sie für einen Popanz an die Wand malen, sit einfach lächerlich.
    Apropos, was bekomme ich wenn in fünf Jahren noch nicht das absolute Fleischverot existiert?

  19. Selbstdenker

    In der Politik herrscht parteiübergreifend der unausgesprochene Konsens, die Bürger dieses Landes nicht mehr als den Souverän sondern als dumme Untertanen zu begreifen.

    (Später) teuer zu bezahlende Wahlkampfzuckerl, das Ausspielen der Bürger untereinander, die ausufernde Gesetzesflut sowie die fortschreitende Aushöhlung der Privatautonomie skizzieren immer deutlicher, wie sich die Politiker “ihre” Bürger vorstellen:

    Wenn gerade Wahlkampf ist, kriegen sie etwas Taschengeld, werden von Politikern an die Hand genommen und dürfen sich unter deren fürsorgliche Anleitung einen gendergerechten, wiederverwendbaren öko-Holzlutscher kaufen, der nach gar nichts schmeckt.

    Die auffallende Asymetrie zwischen der Überwachung der Bürger durch den Staat einerseits und der Überwachung des Staates durch die Bürger anderseits rundet dieses Bild ab. Die Politik lässt sich eben nicht gerne in die Karten sehen und sammelt schon mal vorsorglich Munition, falls sich der eine oder andere Bürger damit nicht zufrieden gibt.

    Man tut den Grünen unrecht, wenn man sie als die Vorreiter in Sachen Verbote hinstellt. Pratisch alle etablierten Parteien pflegen diesen unappetitlichen Verbots- und Überwachungsfetisch bereits seit Jahrzehnten; er fällt eben nur nicht mehr so auf.

    Auch selbsternannte “Bürgerliche” stehen an vorderster Front, wenn es um mehr Verbote, Regulierung und Überwachung geht. Kostproben? Vorratsdatenspeicherung, Rauchverbote, Ladenöffnungszeiten, repressive Drogenpolitik, etc.

    Bei den Grünen fällt es deshalb am meisten auf, weil sie sich – als vergleichsweise neue Bewegung – rasch gewandelt und an die Regeln vom politischen Establishment angepasst haben.

    Die “Revoluzzer” von gestern sind heute pragmatisiert, saturiert und versnobt. So wie ihre Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, der ÖVP, der FPÖ und dem BZÖ.

  20. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Das Bedienen von Klischees bis zum Erbrechen ist eine ziemlich ermüdende Angelegenheit, vor allem wenn man bedenkt, dass Die Grünen noch zu den seriösen Parteien im deutschsprachigen Raum zählen.

    Sprechen wir einmal über andere Parteien, z.B. über den lustigen Umstand, dass 2013 eine Partei unter verschiedenen Bezeichnungen bei Wahlen antritt : BZÖ – alt als BZÖ – neu (Team Stronach).

  21. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    Die Seriosität und die Bereitschaft zur -vielverlangten- Transparenz zeigt sich gerade bei den Wiener Grünen!

    Und der “lustige Zustand” sollte wohl jedem halbwegs politisch Interessiertem bewußt sein, so schwierig ist es nicht, zu dieser Erkenntnis zu kommen!

  22. Christian Peter

    @thomas holzer

    Mir gehen die Grünen genauso am A… vorbei, das können Sie mir glauben. Im Vergleich mit den anderen Rattenfänger – Parteien in Österreich erscheinen sie aber noch direkt sympathisch.

  23. Rennziege

    @Christian Peter:
    “Mir gehen die Grünen genauso am A… vorbei, das können Sie mir glauben.”
    Welche Spielart von Auspuff meinen Sie mit “A.”? Mit solchen Bemerkungen sollten Sie vorsichtig umgehen; denn die könnten Sie in grünen Augen zu einem Hauptverursacher der anthropogenen Klimaerwärmung (Methan!) stempeln. Und dann ham S’ Eahna den Scherben sööba aufg’setzt. 🙂

  24. Weninger

    @Selbstdenker
    Sie machen Ihrem Namen wirklich alle Ehre und erstellen mit Distanz und Wissen eine objektive Beurteilung der Situation. Danke dafür. Noch ein Beispiel ad “Verbotspartei”: Das “Glühbirnenverbot” wurde von einer Industrielobby durchgesetzt und von den Systemparteien, egal ob konservativ oder oder sozialdemokratisch mit ganz wenigen Gegenstimmen durchgewinkt.

    @Christian Peter
    Man kann an den Grünen manches aussetzen, aber dass die die Erfinder der Bürgerunterdrückung waren, hält nicht stand. Hierin stimme ich Ihnen vollkommen zu, man denke nur an die jüngere deutsche Geschichte Anfang der 70er Jahre als SPD und CDU7CSU im Rahmen der Terror-Bekämpfung so ziemlich alle Bürgerrechte verletzten, die man aufzählen könnte.

  25. KClemens

    @ Weniger

    Das “Glühbirnenverbot” wurde von einer Industrielobby durchgesetzt und von den Systemparteien, egal ob konservativ oder oder sozialdemokratisch mit ganz wenigen Gegenstimmen durchgewinkt.
    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

    Das ist nicht ganz richtig.

    Das Glühbirnenverbot beruht auf einer Initiative des auch ansonsten eher glücklos agierenden Siggi Popp aka Siegmar Gabriel. Zu einer Zeit, als Deutschland mal wieder turnusmäßig die Leitung in der EU spielen durfte.

    Das Grüne da gerne auf den Zug aufsprangen, war klar, und das die Industrie sich das ebenfalls nicht nehmen ließe, auch.

    Aber angefangen hat Siggi Popp damit. Ohne seine “Initiative” könnten wir heute noch unsere geliebte Glühbirne in jedem Geschäft kaufen.

  26. Weninger

    @KClemens
    Aha, un die konservative Mehrheit in BRD und EU hat natürlich keine Chance diesen roten Anschlag zu verhindern, alles klar!

    Zitat aus Der Zeit Sep 2009:
    “Am 28. März 2008 trat in Brüssel ein weiterer beratender Ausschuss der Kommission zusammen. Das Gremium nennt sich »Konsultations-Forum« und ist besetzt mit etwa 80 Vertretern von Regierungsbehörden, Umweltschutzgruppen und der Industrie. Besser beschrieben wäre die Gruppe allerdings als supranationales Abnickungsorgan. Christoph Mordziol vom Umweltbundesamt vertritt das Umweltministerium. Auch das damals von Michael Glos (CSU) geführte Bundeswirtschaftsministerium schickte (in Gestalt eines Mitarbeiters der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung) einen Vertreter. Beide Beamten erklärten erwartungsgemäß, sie »heißen die Einführung von umweltgerechten Pflichtanforderungen für allgemeine Beleuchtung willkommen und unterstützen sie«. Niemand machte sich für die Glühbirne stark. »Alle Interessenvertreter stimmen darin überein, dass Kompaktleuchtstofflampen die derzeit effizienteste … Technik darstellen, um Glühlampen zu ersetzen«, hält das Protokoll fest.”

  27. KClemens

    @Weniger,

    die hätten aber alle nicht dafür gestimmt, wenn Siggi Popp nicht in wildem Aktionismus sich da einen Namen hätte machen wollen.

    Und wenn der Industrie quasi die gesamte EU-Zone als neuer Markt für ein Produkt präsentiert wird, wer würde dazu schon nein sagen?

  28. Christian Peter

    Lächerlich, pausenlos über eine Partei zu diskutieren, die mit den gegebenen politischen Verhältnissen so gut wie gar nichts am Hut hat. Außerdem misst keiner, der von Politik auch nur die Bohne versteht, politische Parteien an ihren Worten oder Programmen. Fakt ist : Die rot-grüne Regierung unter Schröder war die beste der neueren Geschichte.

  29. Weninger

    @KClemens
    Hä, die Konservativen CDU/CSU haben für die Abschaffung der Glühbirne gestimmt, weil sie Gabriel (SPD) einen Gefallen tun wollten und nicht weil sie den Interessen von Siemens und Philips gefällig sein wollten? Das müssen Sie mir erklären?

  30. KClemens

    @Weniger

    Warum nicht. CDU und FDP haben doch auch den Hartz4-Gesetzen zugestimmt, wenn es darum geht Klientelpolitik zu betreiben, sieht man mitunter über solche Feinheiten wie “falsche” Partei hinweg.

    Und Siggi Popp war damals so ziemlich kurz vor dem Verlust sämtlicher Posten, inklusive des so wichtigen Postens wie “Popbeauftragter” der Bundesrepublik. Ein Amt, das geschaffen wurde, damit er nicht in der niedersächsischen Provinz ein Eremitendasein fristen muss.

    Da legt man sich dann gerne mal ins Zeug.

  31. Weninger

    @KClemens

    Ihre vergleiche sind nicht sehr stichhaltig, erstens waren bei Hartz IV Rot-Grün an der macht un hatten eine parlamentarische Mehrheit. Und zweitens hat die CDU nichts gegen Hartz IV,ist es doch alles andere als sozialistisch, sonst hätte man es in den es in den vergangenen Jahren wohl auch rückgängig machen können, wenn es so sehr gegen CDU-Linie gelaufen wäre.
    Also erzählen Sie mir nicht, CDU/CSU haben aus Liebe zum Gabriel der Glühbirnenverordnung zugestimmt, das glaube ich nämlich anhand Ihrer diversen Erklärungsversuche immer weniger …

  32. Christian Peter

    Irgendjemandem der Begriff “Parteienkartell” geläufig ?

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