Veranstaltungshinweis: Warum soll man Unternehmer werden?

(A. TÖGEL) Wer will in Europa heute noch Unternehmer werden? Die Bildungselite jedenfalls nicht. Rund 2/3 der heimischen Studenten strebt nach dem Abschluß eine Tätigkeit im Dunstkreis von Rabenvater Staat an. Der Historiker Lothar Höbelt: „Wer studiert hat, will Beamter werden.“ Wer nicht in eine Unternehmerfamilie geboren wird und/oder einen Betrieb zu übernehmen hat, zieht gewöhnlich eine unselbständige Tätigkeit mit fixem Einkommen und voller sozialer Absicherung der rauhen Welt des unternehmerischen Wettbewerbs vor. Wer heute ein Unternehme gründet, tut dies in vielen Fällen nicht etwa aus tiefster Überzeugung, sondern weil er mit dem Rücken zur Wand steht. Er hat seine Anstellung verloren und lebt jetzt mit einem einzigen Kunden – dem einstigen Arbeitgeber, der seine „Payroll“ verkürzt hat und nun, kostengünstiger, mit „selbständigen“ Partnern arbeitet – unter prekären Verhältnissen.

Was Menschen in unserer heutigen Zeit, die von steigender Rechtsunsicherheit und der laufend zunehmenden Benachteiligung selbständigen Handelns geprägt ist, noch dazu treibt, „echte“ Unternehmer zu werden, also aus freien Stücken, auf eigenes Risiko und mit meist erheblichem Einsatz – etwas zu unternehmen, ist Thema dieser Veranstaltung.

Die Zielgruppe (Zitat aus der Werbeankündigung): „Unternehmer und unternehmerisch Denkende, die über die wirtschaftliche und politische Entwicklung besorgt sind und Freiheitsdrang mit starkem Verantwortungsbewußtsein verbinden.“

Als Referenten fungieren, neben anderen hochkarätigen Fachleuten, Prof. Guido Hülsmann von der Universität Angers, DI Rahim Taghizadegan vom Wiener Institut für Wertewirtschaft und DI Stefan Pierer, Vorstandsvorsitzender der KTM-AG.

Eine Anmeldungsmöglichkeit und sämtliche zweckdienlichen Informationen zum Symposion finden sich unter folgender Internetadresse:

http://wertewirtschaft.org/symposion/

5 comments

  1. Karl Markt

    Lothar Höbelt:
    In der Medienöffentlichkeit tritt Höbelt immer wieder als Kenner und Vertreter des so genannten Dritten Lagers auf, dem sich in Österreich die Deutschnationalen und Nationalliberalen zugehörig fühlen.

    Im April 2005 war Höbelt neben Otto Scrinzi und Herbert Fleissner Referent bei einer Diskussionsveranstaltung der Innsbrucker Burschenschaft Brixia, des Ringes Freiheitlicher Studenten und des Freiheitlichen Akademikerverbandes zum Thema 8. Mai 1945 – 60 Jahre Befreiung oder Niederlage. Dort sprach er davon, dass es eine Befreiung nur „für ganz wenige, die aus den Gefängnissen befreit wurden“ gegeben habe, der „Zusammenbruch“ für „uns Deutsche“ hingegen eine Niederlage gewesen sei. Der Begriff „Befreiung“ für das Ende der NS-Herrschaft in Österreich sei erst von einer Generation, die das Kriegsende nicht erlebt hat, aus geschichtspolitischen Motiven eingeführt worden.

    Liberale und der rechte Rand – Brüder im Geiste.

  2. Sybille Stoa

    Herr Karl, sie denken nicht wie der Markt, sondern wie ein Linker.

    Wenn jemand aus dem Umfeld der Burschenschaftler einen guten Wirtschaftsvortrag hält, dann kenne ich das genau so an, wie wenn ein Grüner eine guten Vortag zur Wirtschaft hält. Prof. Van der Bellen und manche der Grünen Wirtschaft hielten auch schon gute Vorträge.

    Ich kenne sogar 2 Grüne, die so ähnlich jetzt rein in Bezug auf dieses Thema denken. (Es ist zwar die Minderheit, aber trotzdem.)

    Kanns nicht endlich wieder nur um die Sachen gehen und nicht, ob einer links-rechts, Mann-Frau, Jude-Christ, Schwarzer-Weißer ist?
    Die Linken haben eine Unart entwickelt, Dinge zu Themen miteinzubeziehen, die damit nichts zu tun haben. Da sind sie schlimmer als die Rechten und die Liberalen/Konservativen so und so.
    Wenn ein Migrant, wie Efgani Dönmez gewisse Dinge gut formuliert anspricht, wird das auch von rechten respektiert, weil es um die Sache geht.
    Wenn ein Burschenschaftler was anspricht, dann akzeptieren die Linken das nicht, weil er Burschenschaftler ist. Die linken sind die Intolerantesten.

  3. Sybille Stoa

    Und noch was Herr Markt,

    wenn jemand im privaten Kreis einer Burschenschaft sich vielleicht hineinsteigerte, ist das für mich so, wie wenn eine Lesbe im privaten Kreis im Jugendlichen Leichtsinn radikale feministische Äußerungen tätigte.
    Auf gut Deutsch, ich messe dem nicht so viel Bedeutung bei, wenn das vor langer Zeit und nur im privaten Kreis etwas hineingesteigert war.

  4. gms

    Sybille Stoa,

    “Auf gut Deutsch, ich messe dem nicht so viel Bedeutung bei, wenn das vor langer Zeit und nur im privaten Kreis etwas hineingesteigert war.”

    Höbelt hat sich dabei in nichts hineingesteigert, sondern als Historiker über die Vergangenheit berichtet. Genau genommen müßten die Linken ihm dafür besonders dankbar sein, waren sie doch nach deren Narrativ und dessen Nabel am Heldenplatz die einzige kleine Minderheit, die sich der Machtübernahme Hitlers entgegenstellten. Demgemäß sollte es auch nicht verwundern, wenn die Mehrheit hernach eine Niederlage empfindet.
    Eine halbwegs tragfähige Argumentation kann man bei Linken aber selten erwarten, speziell dann nicht, wenn sie jemandem ans Bein pinkeln wollen.

  5. he23 - Heinrich Elsigan

    Gut formuliert Herr/Frau gms,

    “den Linken geht es nur um ans Bein pickeln”,
    selbst wenn jemand ein Problem von großer Tragweite für die Zukunft der Republik anspricht.

    Die Linken handeln absolut verantwortungslos im Sinne der Republik

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