Verdienen Politiker, was sie verdienen?

Von | 10. März 2013

(FRANZ SCHELLHORN)  Es gibt Fragen im Leben, auf die sich keine zufriedenstellende Antwort findet. Etwa auf jene, wie viel Geld ein Mensch eigentlich pro Jahr verdienen darf. 40.000 Euro? 150.000? Oder gar 50 Millionen? Genau diese Fragestellung beschäftigt aber seit vergangenem Sonntag halb Europa. Die nicht gerade für sozialistische Umtriebe bekannten Schweizer haben nämlich befunden, dass die Maßlosigkeit an den Spitzen der Konzerne ein Ende finden müsse. Auslöser dafür waren 72 Millionen Franken, die der Pharmakonzern Novartis seinem Exchef Daniel Vasella bezahlen wollte. Dafür, dass er in den nächsten sechs Jahren vor allem eines macht: nichts.
Mehr brauchten die Schweizer nicht zu wissen. Eine Mehrheit von 68 Prozent hat hinsichtlich der Gierschläuche im Nadelstreif den Daumen gesenkt: Geldgeschenke zum Abschied werden ebenso verboten wie üppige Antrittsgelder. Die Gehälter der Manager werden nicht gesetzlich geregelt, dafür die Rechte der Aktionäre gestärkt. Medien aus aller Welt sind angerückt, um das richtungsweisende Urteil des Volkes in die Welt zu tragen. Sehr zur Freude der EU-Kommission, die sich in ihrem Vorhaben, die Bezüge von Managern zu begrenzen, vollauf bestätigt sieht (obwohl das die Schweiz nicht macht).

Auch dem Volk scheint es zu gefallen, es weiß mit Millionengagen in der Wirtschaft ohnehin herzlich wenig anzufangen. Vor allem in Zeiten, in denen viel vom Sparen geredet wird. Ganz so, als wäre es ihr Geld, das da verstreut wird. Das ist es aber nicht. Sondern jenes privater Eigentümer. Nun wäre es freilich interessant zu wissen, warum jemand einem Manager die absurd hohe Summe von 72 Millionen Franken fürs Nichtstun zusteckt. Oder wieso der Chef von Volkswagen 14 Millionen Euro im Jahr wert ist.
Gipfel der Frechheit. Das ist aber nicht die Frage. Die eigentliche Frage müsste doch sein, was es den Staat angeht, wie viel Geld private Firmen ihren Angestellten überweisen? Weil der Staat eingreifen muss, um das marktwirtschaftliche System vor sich selbst zu retten, wie gern behauptet wird? Come on! In ganz Europa laufen die Menschen scharenweise in die Fußballstadien, um einen Lionel Messi dabei zu beobachten, wie er sich für 33 Millionen Euro im Jahr das Leiberl überstreift. In ganz Europa sind die Kinos voll, um Schauspieler wie Angelina Jolie zu bestaunen, einen Filmstar, der 27 Millionen Dollar im Jahr verdient. Kennen Sie jemanden, der deswegen die Zukunft des Fußballs oder der Filmindustrie in Zweifel zöge? Oder findet, dass derartige Gagen der Gipfel der Frechheit wären? Eben.

Ob Saläre in dieser Höhe gerechtfertigt sind oder nicht, ist einzig und allein Sache derer, die sie überweisen (Arbeitgeber) und letztlich bezahlen (Kunden). Entscheidend ist, dass die Vorstände von Publikumsgesellschaften ihre Verträge gegenüber den Aktionären offenzulegen haben, so diese das wünschen. Den Rest sollen sich die Eigentümer untereinander ausmachen. Zum Beispiel, ob sie in der Hauptversammlung über die Höhe der Gehälter abstimmen lassen oder nicht.

So wie es eine Selbstverständlichkeit sein sollte, dass die höchsten Angestellten des Staates ihren Aktionären Bezüge und Pensionsregelungen zugänglich machen. Also dem Volk. Das gilt für die Vorstände verstaatlichter Konzerne wie für das politische Personal. Nun könnte die Bevölkerung natürlich darüber entscheiden, ob der Bundespräsident 319.000 Euro brutto im Jahr wert ist – und damit die Hälfte mehr als sein deutsches Gegenüber. Und ob es unter die Kategorie „Gehaltsexzess“ fällt, wenn der Bruttobezug des heimischen Bundeskanzlers um 28 Prozent höher liegt als jener von Angela Merkel. Gute Politiker sollten gut verdienen. Aber dass ein Finanzlandesrat, unter dessen Augen Milliarden verschwunden sind, ein höheres Gehalt in Euro bezieht als der US-Finanzminister in Dollar? Das sind Fragen, die in die Zuständigkeit der Bevölkerung fallen. Aber nicht, ob ein Privatbetrieb zu viel Geld an seine Führungsmannschaft ausschüttet.
Gefährliches Terrain. Der Politik geht es freilich darum, des Volkes Zorn öffentlichkeitswirksam zu besänftigen, „Aktion“ zu zeigen und ihren Einfluss auszuweiten. Aber was, wenn der Staat dem „Gagenexzess“ in privaten Unternehmen einmal ein Ende gesetzt hat? Kommt dann eine Anständigkeitsobergrenze für Firmengewinne? Nach dem Motto: „Also mehr als eine Milliarde muss doch nicht sein!“ Oder wird die Politik regeln, wie viele Autos in Ihrer Garage stehen dürfen? Wie viel Wohnraum Sie zum Leben brauchen?

Das sind Fragen, die man lieber nicht die Politik beantworten lassen sollte. Sondern jene Menschen, die es unmittelbar betrifft. Auch wenn das mitunter schwerfallen mag, weil Gehälter in zweistelliger Millionenhöhe oft nicht zu verstehen sind. Aber deshalb sollte man nicht gleich Türen öffnen, die man möglicherweise nicht mehr schließen kann. (Presse)

17 Gedanken zu „Verdienen Politiker, was sie verdienen?

  1. Thomas Holzer

    Die letzten 2 Absätze bringen das ganze Dilemma auf den Punkt.

    Ein Schelm, welcher den Politikern und deren Beratern unterstellt, mehr als nur sogenannte “Exzesse” beschränken zu wollen.

    Das Volk jubelt der Politik zu, daß diese sich öffentlichkeitswirksam in Bereiche einmischt, die sie eigentlich nichts angeht, und schon gar nicht das Volk, und läßt sich andererseits ohne Murren und Klagen fremdbestimmen -von der Wiege bis zur Bare.

    Ein Trauerspiel.

    Auf jeden Fall sind unsere Politiker auf Grund ihrer “Leistungen” definitiv überbezahlt. In der Privatwirtschaft wären 90% der Minister/Parlamentsabgeordneten/Landtagsabgeordneten etc. schon längst gekündigt worden.

  2. Christian Peter

    Völlig richtig. Gesetzliche Begrenzungen der Manager – Boni für alle Branchen sind
    Unfug. Sehr wohl aber sind diese gerechtfertigt, wenn Subventionen aus öffentlich-
    en Mitteln fließen, wie etwa für die Finanzindustrie (Staatsgarantien, etc.) Denn na –
    türlich gilt auch in diesem Zusammenhang : “Wer zahlt, schafft an”.

  3. Christian Peter

    Völlig richtig. Gesetzliche Begrenzungen der Manager – Boni für alle Branchen
    sind Unfug. Sehr wohl sind diese aber in Branchen gerechtfertigt, die Subven-
    tionen aus öffentlichen Mitteln erhalten, wie etwa die Finanzindustrie (Staats-
    garantien, etc.). Denn auch hier gilt auch hier der Grundsatz : “Wer zahlt,
    schafft an”.

  4. Gerhard

    Bei den bisherigen Supergagen der Manager wird meistens vergessen, dass der Geschäftserfolg immer die Summe der Arbeit aller Mitarbeiter ist. Daher sollten Erfolgsprämien breit gestreut werden. Völliges Unverständnis kommt dann auf, wenn so ein “Wunderwuzzi” seinem Aufsichtsrat (im Schweizer Jargon: Verwaltungsrat) solche Forderungen stellt und gleichzeitig zigtausende Mitarbeiter abbaut.

    Völlig anders ist die Beurteilung der Einkommen bei Eigentümern, welche das volle Risiko tragen. Da ist Neid völlig fehl am Platz. Genauso ist es, wenn eine Person sich mit großen Einschränkungen durch das Studium bringt und anschliessend eine Firma – wieder mit großem Risiko – gründet und erst nach einer Durststrecke ein überdurchschnittliches Einkommen erzielt. Dem sei alles vergönnt, denn schliesslich konnte er – im Vergleich zu einem Lehrling – oft erst mit 10 bis 15jähriger Verspätung Geld verdienen.

  5. Pingback: Gut Gebloggtes: Russell, Legg Mason, Jyske Invest, Rochus1090, EU, Methode Kim | Christian Drastil

  6. Thomas Holzer

    @Gerhard
    Nochmal:
    Das gesamte netto-EInkommen des Herrn Winterkorn aufgeteilt auf alle anderen VW-Mitarbeiter weltweit ergibt ca. EUR 2,– pro Mitarbeiter pro Monat zusätzlich

    Man möge bitte alles in entsprechender Relation sehen.

    Ich denke, die VW-Mitarbeiter werden bei dieser Rechnung wohl dem Herrn Winterkorn sein Gehalt gönnen und selbst lieber die zusätzlich zum Jahresgehalt ausgezahlte Prämie von EUR 7.200,– für das Jahr 2011 vorziehen, so sie rechnen wollen und/oder können 😉

  7. gms

    @Gerhard

    Was zum Henker läßt Sie glauben, Erfolgsprämien würden /nicht/ breit gestreut werden? Woher meinen Sie zu wissen, der Abbau von Mitarbeitern ließe sich per Los durchführen und bedürfe daher keiner besonderen Fertigkeiten?

    Wie kommen Sie ergänzend auf das dünne Brett, Spitzenmanager mußten keine Durststrecken durchmachen, bevor sie irgendwann zu fat cats werden?

    Daß Sie Ihre Ignoranzparade mit “Dem sei alles vergönnt” abschließen, macht den Befund vollends wasserdicht, woraus sich Ihre Motivation speist.

  8. Gerhard

    @Thomas Holzer
    @gms
    Herr Winterkorn hat ohnehin keine Extras bekommen.
    Als (ehem.) Schweizer verfolgte ich die Minder-Initiative – welche schon seit Jahren brodelte – sehr genau. Die Erfolge von Novartis, Nestle usw. darf man nicht nur den CEOs allein in die Schuhe schieben, dazu haben auch viele andere Leute und auch ein weniug Glück dazu beigetragen. Ausserdem ist es bei manchen Spitzenleuten so, dass sie ab einer bestimmten Leiterstufe nicht mehr hinunterfallen können. Da ist oft der Name mehr wert als dessen Leistung (siehe Josef Ackermann, Franz Pinkl, div. salzb. Festspielindentanten usw.).
    Mich erinnert das immer an das – vermutlich gut erfundene – Interview von einem Zeitungsmann mit Pablo Picasso. Der Künstler zeigte ihm in einem unversperrten Schuppen viele seiner noch nicht veröffentlichten Werke. Auf die Frage, warum diese Bilder nicht versperrt und versichert sind, antwortete Picasso: “Solange ich die Bilder nicht signiert habe, sind sie ohnehin nichts wert.”

  9. Thomas Holzer

    @Gerhard
    So what?!?

    Sie zerbrechen sich den Kopf darüber, was, wer in irgendeiner AG verdienen darf, muß, soll, oder was auch immer………

    Sie sollten sich für’s EU-Parlament bewerben, dort dürfen Sie über Dinge abstimmen, die Sie gar nichts angehen

  10. Gerhard

    @Thomas Holzer
    Nein, in einer AG sollen nur die Aktionäre entscheiden, was ihre Vorstände verdienen sollen. Aber man sollte endlich mit dem Unsinn (auch vieler Headhunter) aufhören, dass ein woanders gefeuerter Mann auf Grund seiner früheren Position “gut” ist. Ausserdem sind Bonis stupid, wenn diese auch bei Missmanagement und Verlusten (siehe AUA) ausbezahlt werden.
    Es gibt genug Flaschen in den Vorstandsebenen, welche nur durch Freunde, Partei oder andere Seilschaften zu diesen Positionen gekommen sind (und bei Misserfolg trorzdem weitergereicht werden). Ich habe in meiner 50jährigen Praxis genug solche Leute kennengelernt.

  11. Passant

    “…die Bezüge von Managern zu begrenzen, vollauf bestätigt sieht (obwohl das die Schweiz nicht macht).”! Dieser Beisatz, auch in diesem Beitrag nur in Klammern, ist aber der Kernsatz, der den Unterschied zwischen Demokratie (in der Schweiz) und Prolokratie (bei uns)ausmacht. Diesen wesentlichen Aspekt zu ignorieren, stempelt die ganze öffentliche Diskussion über dieses Thema zum Geschwätz.

  12. Reinhard

    Zitat:
    “Der Politik geht es freilich darum, des Volkes Zorn öffentlichkeitswirksam zu besänftigen…”
    Sie vergessen zu erwähnen, dass die politik diesen Zorn erst bewusst entfacht hat, um an unwichtigen Nebenfronten aktionistisch mit Nebelgranaten um sich zu werfen, die davon ablenken sollen, was wirklich passiert. Während Europa in ein Billionendesaster rutscht, sich die Nationen in einem Umfang zerstreiten, der auf Kriegsgelüste hinausläuft und das aufgebaute und ersparte Eigentum des Mittelstands vernichtet wird, plänkelt man im Fokus der Medien mit “Superreichen” und “Neoliberalen” herum. Man jagt vor dem erstaunten Blick der Herde einem schwarzen Schaf hinterher, damit der Rest nicht merkt, wie er geschoren wird. Die Medien spielen brav den Hütehund; man beißt ja nicht die Hand, die einen füttert.
    Und die Stimmschafe sind so dumm und merken nichts.

  13. Der Unternehmer

    Die Höhe von Gehältern geht erst einmal nur die beiden Vertragsparteien etwas an.

    Als Libertärer und Marktwirtschaftler habe ich allerdings große Probleme wenn in Wirtschaftszweigen, in denen die freie Marktwirtschaft größtenteils außer Kraft gesetzt ist wie z.B. beim Investmentbanking, wenn dort dreistellige Millionenboni gezahlt werden, die Manager aber großen Schaden für die Allgemeinheit anrichten.

    Grundsätzlich kann ein guter Politiker gerne viel verdienen – in einem anderen politischen System, wo die Macht der Parteien stark begrenzt und reduziert wird und das Leben entpolitisiert

  14. Schabeltierfresser

    Die Frage, die man sich zuerst stellen müsste, ist, ob diese Konzerne ihre Gewinne wirklich auf dem freien Markt verdienen. Ich behaupte, ohne Protektion des Staates würden die Gewinne und damit die Managergehälter meist geringer ausfallen. Als bestes Beispiel mag der heftig politikabhängige Bankensektor dienen. Oder große Baukonzerne.

    Das ist das Problem in unserem System, und Schellhorn denkt leider auch nur um die erste Ecke: 50% der “freien” Wirtschaft sind vom Staat abhängig! Der Schluss liegt nahe, dass auch 50% der Managergehälter ohne staatliche Eingriffe irgendwo wären.

  15. gms

    Schabeltierfresser :
    Als bestes Beispiel mag der heftig politikabhängige Bankensektor dienen. Oder große Baukonzerne.

    Hierbei mag man noch den Energiesektor exemplarisch anführen. Daß das Bankwesen allein schon aus seiner Nähe zur Geldquelle bevorteilt ist, liegt auch auf der Hand.

    Dennoch halte ich den Schluß, eine nachfolgende Unfreiheit mit einer vorangegangenen und unerwünschten Unfreiheit zu begründen, für verkehrt.
    Wollen wir wirklich liberale Grundsätze aufgeben, weil das System nicht liberal ist? Damit machten wir uns doch vollends zu “nützlichen Idioten”.

  16. gms

    Der Unternehmer :
    .. die Manager aber großen Schaden für die Allgemeinheit anrichten.

    Sie /können/ großen Schaden für die Allgemeinheit anrichten. Warum also sollen sie einkommensmäßig begrenzt werden, wenn sie das nicht tun, sondern ganz im Gegenteil gerade in einer heiklen Situation wie der aktuellen das Werkel aus dem Dreck holen? Dann haben sie zwar ein Kartenhaus vor dem Einsturz bewahrt und gerade damit die Allgemeinheit vor Schaden bewahrt, aber sie selbst profitieren davon in Relation weniger. Komisch, nicht wahr?

    Ein ehrlicher und vertretbarer Zugang bestünde darin, die Managerhaftung neu zu gestalten, aufdaß in einem derart risikobehafteten Sektor selbst leichte Fahrlässigkeit für maßgeblich entscheidungsbefugte Individuen existenzbedrohend werden kann.[1]

    Daß Manager diesen Schaden wiederum einzig und allein aufgrund einer unendlichen Kaskade politischer Fehler anrichten können, kommt noch oben drauf.
    Und weil das allein noch nicht langt: Wo waren denn all die Aufsichtsräte, deren ureigendste Aufgabe die Kontrolle des Managements ist? (Aus der verläßlichsten aller denkbaren Quellen weiß ich zu berichten, wonach Aufsichtsräte jede Menge Papier unterfertigen und damit Haftungsbereitschaft für Fehler bekunden müssen.)

    Diejenigen, die etwas durchführen, werden ostentativ geprügelt, und all jene — vom Staat und dessen Organe bis hin zu den Aufsichten innerhalb der Unternehmen — welche Unheil verhindern müssen, bleiben in der Debatte völlig außen vor. Das ist verkorkst und scheinheilig, sind doch die Aufseher im Irrenhaus nicht minder therapiebedürtig, aber angesichts ihrer Lufthoheit in der Debatte wohl gegen jeden Ansatz resistent.

    [1] “Lieber Manager, kraft Ihrer Befugnisse haben Sie ein Unterfangen gewagt, das (diese und jene) negativen Folgen zeitigte, welche nun von der Allgemeinheit zu tragen sind. Ein alternatives Vorgehen (..) hätte laut Gutachten von (..) keinen relevanten Schaden bedingt. Gemäß Paragraph (whatever) verurteile ich Sie zu (verdammt autsch!)”

    Soetwas kann man machen, es ist nachvollziehbar und wirksam. Es wäre – und exakt hierbei springt der Affe ins Wasser – deshalb angemessener, weil man in der öffentlichen Debatte ja niedrige Motive fürs Eingehen der Risiken ins Rennen führt. Die Größe der Karotte am Ziel ist für die Laufrichtung aber weit weniger bestimmend, als die erwartbaren Schmerzen, die ein Fehltritt mitsich bringt.

    Den Manager will ich sehen, der bei einer derartigen Haftung irgendwas am Aufsichtsrat oder den Behörden vorbeitrickst.

  17. Der Unternehmer

    @gms
    Ich sehe das Problem nicht in der Regulierung oder anderen Haftungsgregeln, sondern im System selbst.

    Um bei meinem Fallbeispiel zu bleiben: solange es das staatliche Geldmonopol gibt, wird es im großen Umfang investmentbanking geben. Es gedeiht prächtig unter staatlichem Schutz.

    Schaffen wir das staatliche Geldmonopol (und das Teilreservesystem ab), können wir uns eine Bankenregulierung weitestgend sparen.

    Ich bin ein Anhänger freier Märkte, und da steht das Unternehmertum und die Selbständigkeit an erster Stelle. Manager sind keine Unternehmer, sondern leitende Angestellte.

    Gerade weil die Großindustrie gerne mit dem Staat kungelt gilt es, das Leben und die Wirtschaft zu entpolitisieren, den Staat massiv zurückzudrängen, die Parteienherrschaft abzuschaffen.

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