Vergewaltigung, mit Kulturbonus

Von | 25. April 2017

“….Staatsanwalt und Gericht haben keinen Zweifel daran, dass die sexuellen Handlungen jener Nacht nicht im Sinne des Opfers waren und dass er sie mit Gewalt genommen hat. Doch die entscheidende Frage für den Ausgang des Strafprozesses war an die Zeugin, das Opfer, gerichtet: „Könnte es sein, dass der Angeklagte dachte, Sie seien einverstanden?“ Das könnte sein, ließ die Zeugin das Gericht wissen. Sie könne nicht beurteilen, ob er mit der Mentalität des türkischen Kulturkreises das Geschehen, das sie als Vergewaltigung erlebte, vielleicht für wilden Sex gehalten hat. Der Staatsanwalt räumte ein, dass der Freispruch ein „schwerer Schlag“ für die Geschädigte sein müsse. Andererseits sei eine Verurteilung nicht möglich, weil kein Vorsatz nachweisbar sei…” (hier)

7 Gedanken zu „Vergewaltigung, mit Kulturbonus

  1. mariuslupus

    Die Richterin hat sich durch ihren Urteilsspruch für die UNO qualifiziert. Die UNO hat Saudi Arabien in das Women Rights Commitee gewählt. In diesen erlauchten Gremium hätte sie als Vertreterin Deutschlands mit gleichgesinnten Frauen aus Saudi Arabien ihre Erkenntnisse und Ansichten Frauenrechte betreffend, auszutauschen.

  2. stiller Mitleser

    Ein schändliches Urteil, selbstverständlich ist Vorsatz (“und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt”) anzunehmen, aber: Drogen gegen Sex ist in solchen Milieus üblich und sie hätte nicht in seine Wohnung mitkommen, auch nicht in sein Auto einsteigen dürfen.

  3. sokrates9

    Da wird – natürlich von einer RICHTERIN – diskutiert ob das mit der Mentalität des türkischen Kulturkreises übereinstimmt!! – Super! Jeder anständige Moslem hält jede nicht – verschleierte Frau unbegleitet in der Öffentlichkeit für eine Hure! ERin echter Freibrief! wo steht eigentlich geschrieben dass österreichische Deutsche auf Kulturen anderer Länder Rücksicht nehmen müssen??

  4. Falke

    @sokrates9
    Es “steht zwar nicht geschrieben”, es ist Ihnen aber sicher aufgefallen, dass es seit Jahren bei uns gesellschaftliche und gerichtliche Praxis ist.

  5. Mona Rieboldt

    Der junge Mann, Niklas, der wohl von mehreren Türken in Bonn totgeschlagen wurde, hat selbst die Staatswanwaltschaft für den Täter Freispruch verlangt, weil sich angeblich Täter und Zeuge so ähnlich sehen, dass sie nicht wissen, wer der Haupttäter ist.

  6. Johannes

    Da steckt doch mehr dahinter oder? Kann doch wohl nicht sein wenn es so wahr das der frei geht, das ist ein Freibrief, was soll das?
    Ich kann nicht glauben das nach so einem Urteil nicht hunderttausende Frauen und Männer auf die Strasse gehen und demonstrieren, kann nicht glauben das die gesamte Mainstream Medienlandschaft dazu schweigt, kann nicht glauben das die grünen Frauenrechtlerinnen das so hinnehmen.
    Bin ich im falschem Film was ist los, wo sind die alle hingekommen die sich sonst so empören können?
    Diese Stille ist gespenstisch!

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