Vernünftig: Homöopathie in Frankreich bald nicht mehr erstattet

“…..Homöopathische Mittel werden in Frankreich künftig nicht mehr von der Krankenkasse erstattet. Die derzeitige Erstattung von 30 Prozent der Kosten wird zunächst zum Jahreswechsel auf 15 Prozent abgesenkt, wie das französische Gesundheitsministerium gestern mitteilte. 2021 soll es dann gar keine Kostenübernahme mehr geben mehr hier

8 comments

  1. Marianne GOLLACZ

    Bedingt durch eine schulmedizinisch nicht heilbare, durch einen Gendefekt verursachte Erkrankung, deren Symptombehandlung durch Medikamente mit unangenehmen Nebenwirkungen verbunden ist, habe ich nach Alternativen gesucht. Neben Homöopathie habe ich auch Anderes ausprobiert, mir Wissen darüber angeeignet und Erfahrung gesammelt. So habe ich für mich eine Möglichkeit gefunden, mir selbst zu helfen. Die Krankheit ist noch immer da, lass sie auch schulmedizinisch beobachten und äußerst selten nehme ich Medikamente. Die “Alternativmethoden“ wende ich regelmäßig an, es gibt keine Nebenwirkungen und vor allem kann ich dadurch meine Lebensqualität steigern. Ich hatte und habe (noch) diese Wahlmöglichkeiten. Das mittlerweile in der Wortwahl teilweise aggressive Vorgehen gegen Homöopathie usw. und Menschen, die diese Methoden anwenden, finde ich bedenklich, weil es uns im Endeffekt in unserer Entscheidung frei zu wählen einschränkt. Mündige Bürger lassen sich nicht durch Menschen, die ihnen körperliches oder seelisches Heil versprechen, verführen und auch nicht durch eine politische Partei, die ihnen die Möglichkeit der Rettung der Welt vorgaukelt oder Wohlstand indem man “die Reichen“ abzockt. Die Wissenschaft trägt viel zur Weiterentwicklung auf verschiedenen Gebieten bei, bedauerlicherweise wird sie auch als Mittel zur Manipulation verwendet.

  2. Mourawetz

    „Die französische Gesundheitsbehörde HAS war Ende Juni zu dem Schluss gekommen, dass es keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege für eine Wirksamkeit der Homöopathie gebe,…“
    Erst Ende Juni? Jetzt auf einmal, das ist seltsam. Mir scheint, die Kassen sind leer, sodass man versucht, Leistungen einzuschränken. Nun hat es halt die Homöopathie getroffen, Osteopathie und Akupunktur kommen sicher auch bald dran.

  3. Gerald Steinbach

    Mourawetz

    Sehe ich genauso, dabei fürchte ich das Frankreich die Vorhut ist und bei uns nach der Wahl ähnliches auf uns zu kommt
    Ein Blick in die Vorhalle des AKH schärft meinen Pessimismus

  4. Hausfrau

    Die Wirkung von homöopathischen Mitteln lässt sich mit den üblichen Methoden nicht verifizieren. Denn da geht es nicht um Substanzen, die eingenommen werden, sondern um andere Effekte, welche bisher nicht beweisbar sind. Denn bisher wird nur das anerkannt, was jederzeit unter gleichen Bedingungen wieder stattfindet. Und daher sind eben Wellen – oder wie man dies bezeichnet – von Verdünnungen von z.B. D 300 (eine Zahl mit 300 Nullen!) nicht mit den heutigen Erkenntnissen nachweisbar.
    Natürlich bringen die Anhänger der Homöopathie immer die Argumente vor, dass auch unwissende Kleinkinder und Tiere eine Verbesserung erfahren. Damit will man die Behauptung “Dein Glaube hat dir geholfen” widerlegen.
    Ich meine, wer die Globuli weiter liebt, so sie einnehmen, aber bitte nicht auf Sozialversicherungskosten. Denn die Rohstoffkosten sind, wenn man den aktuellen Zuckerpreis heranzieht, enorm.
    Ich glaube als naturwissenschaftlich Gebildete, alle diese homöopathischen Mittel sind Placebos, welche auch psychologische Wirkungen erzeugen können. Und bekanntlich reagieren bei 35 % der nichtwissenden Probanden positiv auf Placeboeinnahmen.

  5. Hausfrau

    Entweder war der deutsche Arzt Samuel Hahnemann ein großer Schwindler – welcher heute nach 150 Jahren noch Anhänger (auch Schulmediziner) hat – oder seine Erkenntnisse werden erst in 100 Jahren bestätigt. Ähnliches trifft für die Schüsslersalze zu, welche mit ähnlichen Versprechungen vermarktet werden. Interessant ist, dass sich unsere Apotheken mit dem Verkauf beschäftigen, aber Geld stink bekanntlich nicht.
    Es gibt eine Reihe von alternativen Heilmethoden, wo ich ggfs. auf wenigen Gebieten der Akupunktur und der TCM Erfolge sehe. Es aber medizinisch völlig unverantwortlich, bei schweren Erkrankungen mit diesen Methoden zu behandeln.
    Im Übrigen ist es völlig belanglos, wie viel dieser Globoli man einnimmt, denn die versprochene Wirkung funktioniert nach einem uns bisher und vermutlich auch in Zukunft unbekannten System.
    Im Internet werden neutrale Globolis zum 100 kg-Preis verkauft und Hersteller sowie einige Apotheken besprühen dann diese Kügelchen mit den potenzierten Flüssigkeiten. Eine genaue Dosierung auf die jeweiligen Globoli ist somit nicht möglich, aber vermutlich gar nicht wichtig.
    Unverständlich bleibt mir, wie zugelassene Mediziner (sogar mit Krankenkassentarifen) neben der Schulmedizin auch homöopathische Behandlungen machen. Die Ärztekammer lässt dies zu und auch die Pflichtkrankenkassen haben nichts dagegen. Auch da gilt: Geld regiert die Welt.

  6. Marianne GOLLACZ

    Vielleicht finde ich ja noch einen Wissenschaftler, der mein Selbstheilungs-Phänomen erforscht ;-).
    Ich zahle alles über die Schulmedizin Hinausgehende privat. Ist nicht soo teuer.
    Grundsätzlich geht es mir darum, dass man den “Alternativmethoden” nicht die Wirkung abspricht, nur weil man sie (noch nicht) verstehen kann, Ärzte nicht verurteilt, die Methoden außerhalb der Schulmedizin anbieten und zur Kenntnis nimmt, dass es Menschen gibt, die Eigenverantwortung für ihre Gesundheit übernehmen können.

  7. TomM0880

    Es gibt keine Schulmedizin, sondern nur die Medizin.

    Die alternativen “Heilmethoden” sind vieles aber keine Medizin.

    Aber mich wundert der Umstand schon lange nicht mehr, dass selbst “studierte” Menschen im 21ten Jahrhundert lieber glauben statt Fakten akzeptieren.

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