Versagen, zum moralischen Triumph verklärt

“Es gibt keinen Grund, Angela Merkel für ihre Flüchtlingspolitik zu feiern. Sie hat die Souveränität über die Landesgrenzen verloren und das schulterzuckend akzeptiert. Sie wurde von den Flüchtlingsströmen überrascht, weil sie offenbar dachte, dass das Morden und Vertreiben ein paar Flugstunden von Deutschland entfernt, nur in den Abendnachrichten stattfindet. Und sie hat nicht Charakter genug, ihre Fehler zuzugeben, sondern verklärt stattdessen die Ereignisse der letzten Wochen zu einer von ihr gestalteten Politik. Dabei hat sie nichts gestaltet, sie wurde von den Ereignissen vor vollendete Tatsachen gestellt.” (hier)

5 comments

  1. Thomas Holzer

    “….sondern das eigene Versagen zu vergesellschaften….”

    Ist dies nicht (fast) immer das Bestreben “unserer” Politikerdarsteller? Nämlich das eigene Versagen, egal ob in dieser Frage, oder z.B. bei der HAA in Österreich zu sozialisieren. Und ein großer Teil des Wahlvolkes scheint den leeren Versprechungen dieser Menschen noch immer zu glauben.

    Außerdem: Ganz so gestaltungslos war das Agieren von Frau Merkel, wie in diesem Beitrag insinuiert, auch
    wieder nicht. Hat doch der deutsche Entwicklungsminister vor über einem Jahr davor gewarnt, daß bei einer Kürzung der Mittel für das UNHCR, sich “Flüchtlinge” in Gang setzen werden.
    Sowohl EU als auch die Mitgliedsstaaten, respektive deren Vertreter, haben wissentlich und willentlich diese Mittel zumindest gekürzt, teilweise sogar auf Null gesetzt

  2. Lisa

    Angela Merkel, als behauptete “mächtigste Frau der Welt – wer verzapfte eigentlich diesen Unsinn zum ersten Mal? – könnte doch ihre immerhin relative Macht dafür einsetzen, die Aussengrenzen der EU zu sichern, aber da fehlts, nehme ich mal an, bestimmt an Leuten, und wer unbedingt, und seis illegal, reinkommen will, schaffts auch mit selbst gegrabenen Tunnels, in Booten, über Grüne Grenzen, in Kofferräumen und notfalls mit Gewalt gegen Grenzbeamte. Merkel will aber explizit Zuwanderung – und das ist ein anderes Thema als Flüchtlinge und Asylsuchende. Das ist, bei allem Respektvor ihrer Politik sonst, ein riesiger Fehler, zu abstrakt gedacht, zu wenig am real existierenden Menschen orientiert (“Wir riefen Arbeitskräfte und es kamen Menschen” Max Frisch). Aufnahmezentren mit Registrierung und Rückschaffungen schon an Europas Aussengrenzen wären eine Lösung – aber wenn Deutschland offiziell Willkommen! ruft, wird das natürlich auch so verstanden…

  3. Mona Rieboldt

    Überrannt wurde Merkel nicht. Wer Selfies mit Flüchtlingen macht, wer sie alle willkommen heißt, dann noch “Asyl kennt keine Obergrenze”, dazu überall behauptet, wir seien ein reiches Land, keine Grenzen will, lädt schon zur Party ein. Erst dann kam die große Welle von Asylanten, die alle nach Deutschland wollen. Und wer soviel “Taschengeld” an Asylanten zahlt, wie einer den ganzen Monat mit Arbeit in Serbien nicht verdient, darf sich über Massen von Asylanten nicht wundern.

  4. sokrates9

    Merkl will Deutschland ruinieren und geht dabei über Leichen! Jetzt sind hunderttausende nicht Berechtigte im Land! Wie will man die wieder rauswerfen? da wird es nette Szenen geben!

  5. Lisa

    Genau: hart angepackte, womöglich blutende Männer, weinende Frauen, herzzerrreissend schreiende Kinder. Und das Fernsehen (oder die Handy-Kamera und youtube) immer dabei. Einzelne aus der Schweiz rückgeschaffte Tamilen und sogar eine Familie seien bei Ankunft am Flughafen in Colombo verhaftet und misshandelt worden. Harte Kritik von Menschenrechtsorganisationen. Nun werden keine weiteren Tamilen mehr aus der Schweiz ausgeschafft. Sri Lanka wäre ja schön blöd zuzugeben, dass die Heimkehrer nicht bedroht sind, wo doch von den Emigranten, ehemals Flüchtlingen, Monat für Monat Geld ins Land fliesst. Bauernopfer nennt man das beim Schach. Eritreer müssen sogar 2% Steuer in ihr Land abgeben, egal, ob sie das Geld durch Arbeit erwirtschafteten oder vom Sozialstaat unterstützt werden. Und eigenartigerweise können sie , etwa zu Hochzeiten, in die sie angeblich bedrohende Heimat zurück fliegen. Und man kann dank der globalen Superinformation (um die ich nicht gebeten habe!) nicht mal sagen, das gehe mich letztlich nichts an…

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