Vertragen Atheisten Giftgas besser als Christen?

“…..Die syrisch-orthodoxe Kirche soll bei der Auswahl von Flüchtlingen aus dem Bürgerkriegsland mitbestimmen. Das Innenministerium will gemeinsam mit der hiesigen Christengemeinde sowie den internationalen Flüchtlingsorganisationen UNHCR und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) die Kriterien dafür festlegen, welche 500 Syrer künftig in Österreich Schutz genießen dürfen, sagte Ministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck….” (“Presse“)

15 comments

  1. Thomas Holzer

    Ist halt schwierig! wenn der Staat Österreich 500 Syrer zusätzlich! aufnehmen will, muß es halt Kriterien geben.
    Und Kriterien implizieren, daß Personen, welche diese nicht erfüllen, ausgeschlossen werden, oder, anders gesagt, diskriminiert werden
    Man könnte natürlich auch nur Homosexuelle syrische Flüchtlinge nach Österreich bringen; würde vielleicht weniger Getöse unter Caritas, Diakonie und einschlägigen NGO hervorrufen.

    Sind Männer gegen Giftgas immun? Spindelegger sprach ja explizit von Frauen und Kindern

  2. cmh

    Das wäre schön gewesen.

    Hätte mir nur ein Onkel oder eine Tante immer dann Geld überwiesen oder mich zum Essen eingeladen, wenn ich mich mit meinen Geschwistern oder am Spielplatz getögelt habe.

    War aber nicht so.

    Wie bescheuert müssen doch die Moslems sein, wenn sie ihre eigenen Glaubensgenossen umbringen. Und das wird noch getoppt durch die Gutmenschen aus Euroland, die tatsächlich meinen, sie müssten sich da als große Friedensstifter geben.

  3. Weninger

    @cmh
    “Wie bescheuert müssen doch die Moslems sein, wenn sie ihre eigenen Glaubensgenossen umbringen.”
    Ein etwas arrogantes Urteil.
    Sie sollten sich mal mit den europäischen Kriegen der letzten 400 Jahre befassen, und nein, ich meine nicht nur den 30-jährigen (Glaubens-)Krieg. Steht ein Schiite einem Sunniten näher als ich einem Engländer oder Franzosen? Oder war es vernünftiger, Jüdische Menschen und Zigeuner auszurotten statt Italiener und Spanier zu kloppen? Und was die Lage im Nahen Osten betrifft, so haben die Suppe doch die Kolonialmächte eingebrockt, die erfolgreich das Osmanische Reich zerschlagen haben, um danach willkürliche Grenzen zu ziehen. Das konnte nicht gutgehen, genauswenig wie Jugsolawien gutgehen konnte.

  4. Christian Weiss

    @ Weninger: Sie glauben aber nicht ernsthaft, dass irgendetwas besser wäre im Nahen Osten, wenn es das Osmanische Reich noch gäbe? Oder dass es auf dem Balkan friedlicher zu und her ginge, wenn es Österreich-Ungarn noch gäbe.?

  5. cmh

    Bei aller Grausamkeit jeden Krieges ist es doch so, dass die Regeln der Kriegsführung, deren Einhaltung Obama von Assad jetzt einfordert, ein Produkt des christlichen Abendlandes sind und nicht der molemischen Welt sind.

    Von einem Christen wird also auch in einem gerechten Krieg erwartet, dass er sich ordentlich benimmt. Ein Moslem im Djihad darf machen, was er glaubt, dass es Allah gefällt. Ein nicht unbeträchtlicher Unterschied!

    Wieder etwas anderes ist es aber, das Abendland für alles verantwortlich zu machen. Das geht spätestens seit den Tagen der VAR (Vereinigten Arabischen Republik) für Syrien und Agypten nicht mehr. Trotzdem gefallen sich die Europäer immer wieder sich gegenseitig dafür die Schuld zu geben.

    Aber vielleicht können Sie mir sagen, wieviele Asylanten Europa und/oder ÖSterreich noch aufnehmen muss, um für Sie die moralische Berechtigung zu erhalten, den Moslems zu sagen, dass sie – und nicht die Europäer – etwas ändern müssen.

  6. Weninger

    @cmh
    Wo leben Sie? Westliche Mächte haben in allen Kriegen der letzen 30 Jahre verbotene Waffen eingesetzt: Streubomben, Napalm und auch Kampfgiftgase, Uranmunition etc. Ebenso die Russen in Afghanistan etc. Der Unterschied ist nur dass Rebellen aufgrund ihrer geringeren Kampfkraft eher zu suberversiven Miotteln greifen müssen.

    @Weiss
    Besser, weiß nicht. Aber sicher wurde vieles durch die Kolonialmächte bewusst(?) viel schlechter gemacht, denn mit einer Region im Zwist wird man leichter fertig wie mit einer geeinigten Großmacht. Das war auch der Gedanke hinter der Zerschlagung des Osmanischen Reiches. Aber die Folgen wollten GB und Frnakreich nicht auf sich nehmen. Immerhin waren die Briten auch lange Zeit gegen die Gründung Israels, weil das die Region endgültig in den Unfrieden stürzte, mit vielen Vor-, aber auch Nachteilen für den Westen.

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  8. cmh

    Ich könnte Sie auch fragen, wo Sie leben.

    Sicher kennen Sie die gschmackigen Gschichten aus dem Irak, wo der Moslem1 einen Selbstmordanschlag auf den Moslem2 macht und der Moslem3 dann auf die Sanitäter ballert.

    Dass es Rebellen erlaubt ist, subversive Mittel einzusetzen ist mir neu. Sind sie dann noch Kombatanten oder schon Verbrecher? Ihrer Ansicht ist dann sicher der militärische Kommandant, der subversiv zurückschlägt ein Kriegsverbrecher, den man kreuzigen muss. Oder?

  9. Weninger

    @cmh
    Das sind alles schwierige ethische Fragen: Waren zB die SSler Verbrecher oder die russischen und jugoslawischen Partisanen die Verbrecher, die reguläre Soladten aus dem Hinterhalt umgebracht und gefoltert haben? Und so weiter, waren die Vietnamesen mit ihrem Guerillakrieg Kriegsverbrecher oder die Amis mit Massenbombardierungen und Napalm/Agent Orange? Waren die Taliban, die die Russen bekämpft haben weniger Verbrecher als jene, die jetzt gegen die US-Truppen kämpfen?
    Sie sehen schon, was ich sagen will, das Problem lässt sich nicht auf die Moslems beschränken, die sind nicht mehr und nicht weniger grausam als Europäer, Amis oder Asiaten in allen anderen Kriegen waren. C’est la guerre, wie der Franzose sagt. Die “christliche” Welt war in ihrer Kriegsführung ebenfalls nie fein, vom Schwedentrunk bis hin zu den Städtebombardierungen des 2. Wk.

  10. Wolf

    Ganz unabhängig von Giftgas, sind ja die (etwa 3 Mio) Christen am meisten gefährdet wenn Assad fällt – was immer man gegen ihn sagen kann, er hat zumindest eine gewisse Religionsfreiheit garantiert, jedenfalls konnten die Christen unter seiner Herrschaft ihre Religion ungehindert ausüben und waren vor allem nicht an Leib und Leben gefährdet. Das wird sich genau ins Gegenteil verkehren, wenn in Syrien Islamisten, Salafisten und Al-Quaida-Anhänger die Macht übernehmen – möglicherweise mit aktiver Hilfe durch Obama. So gesehen ist die Beschränkung auf Christen bei den 500 Asylanten durchaus gerechtfertigt.

  11. Reinhard

    @Weninger
    Wenn Sie dem (christlichen) Westen die moralische Überlegenheit über die Kriegstaktiken nahöstlicher (muslimisch geprägter) Kriegsparteien absprechen, wie sehen Sie dann die Drohung Obamas, gegen ein Regime militärisch vorzugehen, das im (unbewiesenen) Verdacht steht, Giftgas eingesetzt zu haben? Da müssten wir beide ja der gleichen Meinung sein, nämlich dass der Westen weder ein Mandat noch die moralische Überlegenheit besitzt, um auch nur ansatzweise über ein militärisches Eingreifen in den Bürgerkrieg eines souveränen Staates nachzudenken!

  12. Reinhard

    Richtig, Wolf. Wenn Assad Giftgas besitzt und Assad gestürzt wird, verschwindet das Giftgas damit nicht. Es gerät nur in andere Hände. Ob dies verantwortungsvollere sind, mag bezweifelt werden.

  13. Weninger

    @Reinhard
    Wir sind uns auf jeden Fall einig, dass ein Eingreifen in einen Bürgerkrieg eine heikle Sache ist, vor allem wenn man es moralisch begründet und wie die USA selbst jede Menge Zivilisten als Kolateralschäden auf dem Gewissen hat. Aber die USA waren immer auch der Auffassung, dass die Beseitigung eines “bösen” Dikatators unter Umständen auch mit dem Leben von Unschuldigen bezahlt werden müssen. Bei der Invasion in der Normandie sind durch amerikanische Granaten auch mehr französische Zivilisten ums Leben gekommen als deutsche Soldaten. War es das Endergebnis wert? Wahrscheinlich schon, aber war es notwendig soviele Unschuldige draufgehen zu lassen. Das bleibt die Frage.

  14. Reinhard

    @Weninger
    Das Eingreifen der USA in den WK 2 befreite den Westen nicht von Hitler, sondern von Stalin. Deutschland war nach der vernichtenden Niederlage im Osten nicht mehr in der Lage, den Krieg für sich zu entscheiden; auch ohne die USA war das Hitler-Regime am Ende. Aber die immer schneller vorrückende Rote Armee hätte weder an der Elbe noch am Rhein Halt gemacht, sondern wäre Europa von den Faschisten befreiend bis Portugal durchmarschiert und Europa für Jahrzehnte kommunistisches Sowjetprotektorat geworden. Das zu verhindern war den Amerikanern wichtiger als “Kollateralschäden”; hätte Hitler in Russland gewonnen, wäre kein einziger Ami über den Großen Teich gekommen.
    Das wissen auch viele in Deutschland und sind den Amis heute noch dankbar dafür, dass sie eine Auslieferung Gesamtdeutschlands an die Russen verhindert haben. Und auch nach dem Krieg zB die Blockade Berlins aktiv durchbrachen und die Deutschen nicht an die Kommunisten auslieferten.
    Natürlich geschah dies auch nicht, weil das deutsche Volk den Amerikanern so am Herzen liegt, sondern weil damals Deutschland die größte Technologie- und Industriemacht der Welt darstellte. So etwas verschenkt man nicht an seinen Feind.

  15. Weninger

    @Reinhard
    Das ist wohl die sehr geschönte Version der Amis für die Umerziehung nach 1945. Deutschland und Japan waren die schärfsten wirtschaftlichen Konkurenten, diese mussten die USA beseitigen, um die Weltmärkte zu dominieren und Rohstoffe zu sichern. Die Sowjetunion war 1935 wirtschaftlich bedeutungslos und wäre es auch lange Zeit geblieben, wenn ihr die Amis im Wk2 nicht die Haut mit massiven Lieferungen an Material und Devisen geretttet hätten. Dass nach 1945 der Kommunismus der große Feind wurde, war nur folgerichtig weil Japan, USA und letztlich auch GB und Frankreich machtpolitisch bedeutungslos wurden. Man brauchte neue Feinde, um die kriselnde Schwer- und Rüstungsindustrie wieder anzukurbeln, mit Folge all der unnötigen Kriege von Korea bis Irak, die mehr Schaden als Nutzen für die Welt angerichtet haben.

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