“Völlige Gleichheit ist eine schlechte Utopie”

Von | 28. Mai 2014

“……Wenn die Einkommen ganz gleich verteilt sind, so wage ich zu behaupten, dass das zu weniger künstlerischen, kulturellen und wissenschaftlichen Spitzenleistungen beiträgt. Bei gleicher Verteilung hätte sich niemand einen Klimt leisten können. Klimt hat damals für ein Bild mindestens 10.000 Kronen verlangt. Das Jahreseinkommen eines Arbeiters lag bei 1000 Kronen….” (Der Historiker Roman Sandgruber, hier)

8 Gedanken zu „“Völlige Gleichheit ist eine schlechte Utopie”

  1. FDominicus

    Entsetzlich, Kunstschätze in Privathänden. Das darf Gurlitt sei Dank nicht sein….

  2. Thomas Holzer

    Einer, der von einer “kommunistischen Korrektur(sic!)” schreibt, der ist, auch wenn er Historiker ist, nicht ganz ernst zu nehmen.
    Ob Eigentum ohne Arbeit, nur aus Vermögen entsteht, oder nur durch Arbeit, oder durch eine Mischung oder was auch immer, hat den Staat schlicht und einfach nicht mal äußerst peripher zu tangieren!

  3. Thomas Holzer

    Wenn alle gleich sind, braucht es weder einen Klimt noch einen Strauss; weil dann singen alle (freiwillig) 24 Stunden die Internationale……….

    Manchmal wird wirklich viel “bullshit” -Verzeihung für die Verwendung dieses Wortes- “verzapft”, wenn der Tag nur lang genug ist

  4. Reinhard

    Das “Gerechtigkeits”-Gelaber ist nur noch lästig. In welchem Grad diese Schwurbelköpfe “Gerechtigkeit” nur noch darüber definieren, wem sie möglichst viel unter Gewaltandrohung zwangsenteignen können, zeigt, dass sie den Sinn ihres eigenen Geschwafels nicht begreifen. Willkommene Kommentatoren im “Standard” – aus welcher Arbeit auch immer sozialistische Kampfrhetorik ableiten, und schon gibt’s Applaus.

  5. gms

    Roman Sandgruber: “Wenn ich Arbeit sehr hoch besteuere und arbeitsloses Einkommen relativ niedrig, dann passt das mit der ökonomischen Theorie nicht zusammen.”

    Jene Theorie (vom griechischen Wort für “Anschauung”), die Vermögen als Einkommen wahrnimmt, bedarf schon eines besonders linken Standpunktes. Da überblickt man in der Selbstwahrnehmung sogar aus dem Bergwerk heraus einen endlosen Horizont.

    Sandgruber: “Man müsste Lohnarbeit etwas entlasten und könnte bei den Vermögen ein bisschen die Schraube anziehen.”

    Einmal mehr der der Klassiker schlechthin: Ein Mittelding zwischen Richtig und Falsch wird als das Bessere verkauft. Wer sich dabei noch moderat gibt, der kann ja garnicht falsch liegen. Und wer seine selbstgeplanzten Bäume morgens nicht ins Bergwerk zum Arbeiten schickt, ist selbst schuld – laut Theorie.
    So will man bloß “ein bisschen” rauben, oder auch analog mit anvisierten 2% Inflation Geldhalter nur ein Kleinwenig enteignen. Da könnte man für jeden 50sten vom Staat geklauten Ziegel aus dem arbeitsunwilligen Bauwerk schon Verständnis aufbringen, wären da nicht so Kleinigkeiten, wie ein eventuell nie stattfindender Verkauf, oder der sowie schon ins Gesetz gegossene Beuteteil für den Staat am Verkaufserlös, so man seine inflationsbedingt höher bewertete Immobile tatsächlich auf den Markt bringt und vom reduzierten Entgelt unterm Strich bescheidener einkaufen darf.

    Angezogen wurden die Schrauben bereits, ein bißchen Wahnsinn hat die Köpfe der Masse schon weichgeklopft. Politik per chronischer Bleivergiftung, langsam, schleichend und langfristig garantiert letal, weil ein Bisschenwas geht auf gut Wienerisch ja bekanntlich immer.

    “[20er Jahre, 60%] Es war eine sehr umfassende Steuer, von der alle Einkommensarten erfasst wurden, sogar so etwas wie imputierte Mieten.”

    Für ambutierte Geister ist alles “eine Art von Einkommen”, wie etwa die aktuelle Besteuerung selbsterzeugten Stroms veranschaulicht. Wer eigene Bücher hat, zahlt nicht für die Leihbibliothek, wer Kinder unterrichtet, erspart sich den Lehrer, wer eigenständig atmet, der verzichtet auf den von der Krankenkasse bereitgestellten Respirator, und wer noch selbst denken kann, kommt ohne teuren Vormund aus. Wir haben’s kapiert – Finanzamt, bediene dich.

    Als es noch verbreitet Analphabetentum gab, verdienten manche des Schreibens Kundige ihren Unterhalt mit dem Abfassen von simplen Schriftstücken. Nachdem das Gros des heutzutage schriftlich Erstellten sowieso elektronisch daherkommt, könnte man die Steuerbasis für imputierte Texterstellungkosten durch Drittanbieter auf den Buchstaben und Cent genau ermitteln. Dagegen verkommt dasselbe bei Mieten regelrecht zur anachronistischen Finanzalchemie.

    Liebe Angehörige der Putativ-Elite, langt zu! Irgendwann muß doch eure Saat der seit Jahrzehnten gestreuten Volksverdummung aufgehen, wonach Unterschiede belanglos sind und demgemäß alles zugleich “ein bisschen” dessen exakten Gegenteils ist.

  6. Reinhard

    Dieser Mann ist Professor an einer Universität. Ein “Geleerter”. 😉
    Abgesehen davon, dass sein Säckel zu jenen gehört, die allmonatlich mit des Steuerzahlers abgepresstem Halbe gefüllt werden, muss man sich vor Augen halten, dass er diesen gequirlten bullshit auch noch täglich, monatlich, jährlich wiederholend in die Hirne Auszubildender ergießt, die mit dieser unappetitlichen Füllung dann in eine reale Wirtschaftswelt entlassen werden.

  7. Thomas Holzer

    @Reinhard
    Aber bitte, gehen’s doch nicht so hart ins Gericht mit diesem Herren! Auch der Herr Felber unterrichtet an der Universität, und dessen “gequirlter bullshit” ist noch viel dümmer, aber deswegen auch umso gefährlicher!

  8. Reinhard

    @Thomas Holzer
    Wie leider wahr… 🙁
    Die Zahl der Geleerten ist Legion und das Erbe ihres Schaffens Katastrophe…

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