Volker Beck hätte nicht zurücktreten müssen

“Die Reaktionen auf den Drogenfund bei Volker Beck sind abgedroschen und verlogen. Was man ihm wirklich vorwerfen muss: Dass er im Bundestag nicht für eine liberalere Drogenpolitik gekämpft hat….” (hier)

21 comments

  1. wbeier

    Die Welt spricht es in diesem Artikel an und erklärt es gleichzeitig und unvergleichlich nonchalant zur Normalität: (Bundesdeutsche) Politik wird (auch) unter dem Einfluss psychedelischer Substanzen gemacht. Wir haben es schon lange geahnt…….
    Jetzt soll der grüne Schutzheilige verfolgter Minderheiten sowie Kreuzritter der Päderasten und Nichtraucher auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden? Recht so!

  2. Fragolin

    Erstaunlich, wer so alles zur Ehrenrettung eines Junkies ausreitet. Wirklich köstlich kann man das bei Hadmut Danisch mitverfolgen.
    Nur gut, dass er keinen Dirndl-Witz gerissen hat, das wäre ein riesiger Skandal. Aber so ein bisschen harte Drogen spritzen oder schlucken, herrje, ist doch nicht so schlimm. Solange er im Rausch nicht “Ich bin das Volk” grölt oder “Neger” sagt, ist das kein Problem.
    Also, liebe Kinder, habt ihr was gelernt von dem guten Onkel, der euch ja auch sooo lieb hat? Harte Drogen sind eigentlich nicht so schlimm, ihr könnt ruhig schlucken, spritzen oder kiffen – solange ihr nicht vergesst, politisch korrekt zu sein!

  3. sokrates9

    Ein Rauchverbot gehört kompromisslos durchgesetzt, harte Drogen sind dafür in!- Ganz unrecht hat er natürlich nicht, diese GRÜN – Politik ist am Besten nur zugedröhnt zu ertragen!

  4. Thomas Holzer

    @Fragolin
    Erstaunlich auch, daß dieser “Hans Dampf in allen Gassen” ganz plötzlich ganz schweigsam ist.
    Kein Thema konnte zu privat sein, um sich nicht lauthals und öffentlichkeitswirksam einzumischen und nach neuen und zusätzlichen Vorschriften zu rufen. Anscheinend wurde dieser Mensch durch diesen Vorfall auf die Größe zurechtgestutzt, welche ihm eigentlich zu Gesichte steht.

  5. mariuslupus

    Ein kleiner Unterschied, ein Grüner bekommt einen Bonus, aber wäre es ein AfD Politiker, würden die Medien ihn gnadenlos verurteilen, inklusive seines Trotzanfalls im Kindergarten.

  6. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Das ist verständlich, erklären uns doch seine Parteifreunde und Bewunderer, er hätte solche brutalen psychedelischen Schmerzblocker nur genommen, weil der Stress eines engagierten Politikers eben so hoch wäre – also gerade weil er sich um so viel gekümmert und zu allem Stellung bezogen hat, brannte er so aus, dass er sich niederbügeln musste. Sind halt nie um eine Ausrede verlegen, die Radieschen.
    Und da er sich jetzt bemüht, wieder “clean” zu werden, wird ihn wohl die Kraft verlassen haben, zu allem und jedem und vor Allem zu sich selbst noch irgend eine Meinung zu haben.

  7. Mona Rieboldt

    Ein Moralapostel, der jeden und alles anzeigte, auch die Polizei im Fall eines ermordeten Eritreers, die Polizei hätte nicht genug gegen Rechts ermittelt. Als sich rausstellte, dass er von einem anderen Eritreer ermordet wurde, sagte Beck nichts mehr dazu. Dazu hat er jahrelang gelogen, was seine Schrift für Pädophile angeht, die er straffrei haben wollte, dazu verlangte er das Schutzalter bei Kindern herab zu setzen. Nach Jahren, als man ihm nachweisen konnte, dass er das geschrieben hatte, gab er es endlich zu.
    Jeden ging er an und alle, die nicht der “grünen” Meinung waren, wurden als Nazis bezeichnet von ihm.

    Wer sich so als Moralapostel über andere aufschwingt, sich auf das hohe Ross setzt, fällt natürlich um so tiefer. Und nun wird er auch noch von Claudia Roth verteidigt, bei der man sich schon fragt, was nimmt die für Drogen?

    Eines ist klar, die Wachtel aus der Ueckermark, Königin Angela, nimmt keine Drogen. Merkel ist ganz ohne Drogen so.

  8. Christian Peter

    Natürlich nicht – an korrupte, koksende und Kinder missbrauchende Volksvertreter haben sich die Bürger mittlerweile gewöhnt.

  9. Thomas Holzer

    @Mona Rieboldt
    Ja, so ist es; Moralapostel sind die Brüder im Ungeiste aller Fundamentalisten: alle anderen zu einem Verhalten zwingen, welches man als das einzig Wahre auserkort, aber sich selbst natürlich davon ausnehmen.
    Möglichst drakonische Strafen für die unbedarften Anderen natürlich inklusive; sich selbst natürlich Straffreiheit zusichernd.
    Und die Mehrheit des Volkes lässt sich all dies gefallen……….

  10. Leitwolf22

    Was für eine nette Verharmlosung. Da man schon mal die Kohle hat, investiert man halt in Koks. Und wer sonst, als die Elite des Landes in Politik und Medien, sollte mündig genug sein um so eine Entscheidung für sich selbst zu treffen? Ausserdem schadet man ja keinem Anderen..
    “Die Anderen” das sind derweil die Untergebenen. Die müssen sehr wohl davon abgehalten werden sich selbst zu schaden, und ginge es nur um eine Zigarette.

    Dabei hat Rauchen durchaus seinen Nutzen. Etwa zusammen in der Arbeit mit Kollegen oder Vorgesetzten. Das vertieft Beziehungen, schafft Sozialkapital. Wahrscheinlich hat das irgendwas mit dem Belohnungssystem im Gehirn zu tun, dass das Umfeld ein stattfindenen Belohnung positiv besetzt.

    Jetzt frage ich mich, welche Bindungen wohl das gemeinsame Konsumieren von harten Drogen in Politik und Medien schafft? Und welche Abhängigkeiten, nicht nur in körperlicher oder mentaler Hinsicht, sondern vor allem im soziologischen und rechtlichen Sinne, das verursacht.
    Das “wir” Gefühl wird so wohl ungemein gesteigert. Das “wirr” Gefühl aber wohl auch.

    Was hat die Machtelite wohl so abgehoben gemacht? Sicher nicht allein Drogen, aber einen wesentlichen Beitrag dürften sie doch geleistet haben. Wie wirkt sich deren Konsum denn auf gefährliches und fahrlässiges Verhalten aus? Und wie oft ist den Bürgern in den letzten Jahren das Schlagendwerden von unabwägbaren Risiken teuer zu stehen gekommen?

    Bankenkrise, “Willkommenskultur”, der Euro…
    Ja, der drogeninduzierte Mangel an Umsicht, unrealistischer Optimismus und eben die vielschichtigen Abhängigkeiten sind da Pate gestanden. Also von wegen kein Schaden..

    Nein, ich denke doch, unsere Welt wäre mit einem Schlag ein weit bessere, würden wir zwingende Drogentests für Politiker, Journalisten und Bänker einführen. Ein meine, Verantwortungsträger die die Konseuqnzen ihres Handelns nüchtern betrachten könnten, das wäre doch mal was.

  11. Dorfbewohner

    @Fragolin
    Bin heute nach längerer Zeit – so viel gearbeitet, dass ich auch Anspruch auf entspannende Mittel hätte – mal wieder hier zum Lesen gekommen.
    Und schon ist alles von Ihnen trefflich gesagt!
    Vor allem der Querverweis zum Dirndl-Vergehen und seine anschließende “Aufbereitung” ist genial.
    Ich weiß immer, wenn ich Ihre Texte lese, dass Sie etwas aussprechen, das in meinem Unterbewusstsein nur schlummert.
    Sie sind also ein ganz aufgeweckter Beobachter UND Formulierer.
    Zum wiederholten Male Dank dafür!!!

  12. Selbstdenker

    Ich bin für die Freigabe und unlimitierte Verabreichung von Crystal Meth, Crack Cocaine, Heroin und Krokodil an Leute, die nachweisen können, dass sie die Grünen, die Sozialdemokraten oder die Linkspartei wählen. Das Happening darf selbstverständlich nur unter professioneller Aufsicht erfolgen um sicherzustellen, dass der Konsum ausschließlich persönlich bzw. zusammen mit engen Parteifreunden erfolgt.

  13. Rennziege

    Was lernen wir daraus?
    “Quod licet Iovi non licet bovi.” Oder: Für einen lautstarken Thermofratenser gilt diese Unterscheidung nicht; er ist beides zugleich.

  14. gms

    Rennziege,

    > Was lernen wir daraus? „Quod licet Iovi non licet bovi.“

    Den Schluß halte ich für verfrüht. Die Gegenthese zum medial Ventilierten lautet, der jetzt Zurückgetretene hätte mit Meth nicht sein eigenes politisches Leben erträglicher gemacht, sondern Strichjungs seine körpernahe Anwesenheit. Für diese Theorie spricht auch, wonach ein monetär Bemittelter sich nicht ausgerechnet selbst mit dem billigsten und schädlichsten Gift die Birne wegdröhnt.

  15. gms

    Dorfbewohner,

    > Vor allem der Querverweis zum Dirndl-Vergehen und seine anschließende „Aufbereitung“ ist genial.

    Eh. Solche Verweise sind genial, so man bedenkt, die Dirndl-Story war ein Meilenstein in der Schmutzkübelampagne gegen die FDP, die hernach aus dem Bundestag flog und den Weg zur großen Koalition freigab, dessen Wirken die Deutschen heute kochend am eigenen Leib erleben.

    George Soros und Konsorten wußten ebenso um die Haltung der FDP in Sachen Fiskalpolitik [1], wie auch deren mutmaßlich vehementen Einwände betreffend Migration. In einer ‘ordoliberal /neo-classical German Position’ erfahren Strippenzieher ihren ärgsten Feind, selbst wenn diese Position das Dirndl nicht vollständig ausfüllt.

    [1] ecfr.eu/page/-/ECFR49_GERMANY_BRIEF_AW.pdf

  16. gms

    Als Nachtrag zu Dirndl-Vergehen und seine anschließende „Aufbereitung“:

    Wer wie Rainer Brüderle die realen Sachverhalte beim Namen nennt [1], insbesondere die Verbindung zwischen Linken und der Hochfinanz und die Folgen dieser Allianz, der muß um jeden Preis ausgeschaltet werden. Der einzige Fehler Brüderles war das Verkennen des EMS und von Schäuble als perfiden Lügner, der die Bankenunion und paneuropäische Einlagensicherung zuerst hinter den Kulissen und später offen betrieben hatte.

    [1] youtube.com/watch?v=QLDj6YML4us — sehenswert!

  17. Fragolin

    @gms
    Irgendwie habe ich da noch im Hinterkopf (Quellenlink gerade nicht parat, gibts auf der Tube), dass Westerwelle damals in den Koalitionsvertrag Dinge reinschreiben ließ (zB Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland) für die sich bereits nächstentags Angela hintenherum (dank wikileaks nach vorn gespült) bei den Amerikanern entschuldigte und versicherte, das würde sie eh zu verhindern wissen, dass irgendwas der gelben Ideen von Belang wäre. Es sthet zu vermuten, dass das einige der “Men in black” auf den Plan rief, die durch die bekannten Hintertüren die Demontage der FDP forcierten.

  18. Selbstdenker

    @Fragolin:
    Methamphetamin, die “Panzerschokolade” der Deutschen wird in den USA auch als Nazi-Crack bezeichnet. Eines der klassischen Herstellungsverfahren wird nicht rein zufällig als “Nazi Method” bezeichnet.

    Wenn ein ehemaliger grüner Moralapostel mit Dauererrektion im erhobenen, nackten Zeigefinger Nazi-Crack kauft, hat das durchwegs eine bestimmte Symbolkraft.

    Konstantin Wecker hat ja auch sein Ego mit der Yuppie-Droge Kokain und später mit Crack gedopt, wenn er wieder mal – besoffen von der eigenen “moralischen Überlegenheit” und high on Crack – andere mit und ohne Klavier massregelte.

    Arme Teufel, diese Moralin-Junkies.

  19. gms

    Fragolin,

    “Irgendwie habe ich da noch im Hinterkopf […], dass Westerwelle damals in den Koalitionsvertrag Dinge reinschreiben ließ (zB Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland)”

    Klingt recht plausibel [1]. Daß insbesondere Westerwelle mangels Aversion gegen Rußland aus Sicht der USA ein unsicherer Kantonist war, beweisen ebenfalls geleakte Botschaftsdepechen mit Ziel Washington. Vasallentreue wurde darin zu Guttenberg beschieden, bloß stolperte der über seine Indiskretionen den Einfluß der USA in Deutschland betreffend.

    Selbstdenker,

    Gut gebrüllt!

    [1] tagesspiegel.de/politik/us-atombomben-in-deutschland-nuklearwaffen-werden-nicht-abgezogen-sondern-modernisiert/10236788-all.html

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