Volksbanken: Das nächste Sondergesetz?

“Das Volksbanken-Institut ÖVAG verdreifachte den Verlust und dürfte Geld brauchen. Die Genossenschafter können aber nur über eine Gesetzesänderung zur Kasse gebeten werden.” (hier)

One comment

  1. gms

    “Dem Vernehmen nach soll eine Kapitallücke von 500 Millionen Euro bis zu einer Milliarde Euro bestehen. […] Ein neuer Tabubruch? [..] 688.000 Volksbanken-Genossenschafter”

    Ausgehend von der Unterstellung, ein Fehlbetrag von einer Milliarde könne das lokale Bankwesen zum Kollabieren bringen, folgert man die Notwendigkeit zur staatlichen Intervention, weil man’s nicht darauf ankommen lassen will, daß die einzelnen Inhaber, die zuvor die Früchte ihrer Vereinigungen genossen hatten, nun gemäß Genossenschaftsinsolvenzgesetz im Schnitt sieben Hunderter nachschießen müssen.

    Solange die Kenntnisse von Relationen, Verantwortung fürs eigene Tun und Lassen und die Anwendung der Grundrechnungsarten tabuisiert werden, werden wir im Land der Berge noch den einen oder anderen weiteren dunklen Abgrund entdecken, den finster blickende Politclowns mit Steuergeldern zuschütten wollen. Sind die tatsächlich so fehlsichtig, wie sie annehmen, der durchschnittliche Österreicher sei es?

    “Immerhin sind auch 1,7 Millionen Österreicher Miteigentümer einer Raiffeisen-Genossenschaft.”

    Inflationsbereinigt gingen bei der Konsum-Pleite vor 20 Jahren stolze 2,4 Milliarden den Bach runter, denen einige hunderttausend Genossenschafter nachwinken durften. Gerüchten zufolge blieb auch danach die Lebensmittelversorgung zwischen Boden- und Neusiedlersee aufrecht. Kenner der Realverfassung können nun einwerfen, in zwei Jahrzehnten lasse sich verdammt viel tabuisieren und das Land sei ja nicht grundlos irgendwo zwischen freiem Fall und harter Landung unterwegs.

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