Vom Nutzen der Wutbürger

“….Wer am Konsens der etablierten Kräfte kratzt, sieht sich schnell in eine Ecke gestellt. Der Protest verweist jedoch oft auf ernstzunehmende Probleme. Tabuisierung ist keine Antwort……” (NZZ; Leseempfehlung)

10 comments

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    Ich habe den Beitrag gestern schon gelesen und mir gewünscht, dass alle Regierungsmitglieder & Kammerfunktionäre und ÖGB diesen auch lesen würden!
    Und einigen Journalisten in unserem gelobten Land würde er (der Beitrag) auch Erleuchtung bringen?

  2. Selbstdenker

    Ein durchwegs ausgewogender Kommentar der NZZ, vielen Dank!

    Von der Grundlogik sehr treffend beschrieben:

    “[…] Ausgrenzung durch das tonangebende Juste Milieu kann sich zudem schnell rächen. So machten die Medien die FDP vor der letzten Bundestagswahl systematisch lächerlich; ihr Programm galt als durchgeknallter Neoliberalismus, ihr Führungspersonal als Witzfiguren-Kabinett. Die Liberalen fielen aus dem Parlament, und die Leerstelle nimmt die ins Obskure abgleitende Alternative für Deutschland (AfD) ein. Heute wären viele froh, eine starke FDP stünde als liberalkonservatives Sammelbecken zur Verfügung.”

    …wobei ich auch diesem Author empfehlen würde sich mit dem Begriff “Neoliberalismus” etwas sachlicher auseinanderzusetzen und diesen nicht mit Inhalten aufzuladen, die man ihm im politisch-medialen Swingerclub umgangssprachlich zuschreibt.

  3. Thomas Holzer

    Es gibt zu wenige Broder in Deutschland, in Österreich gibt es gar keinen……………

  4. Ähm

    Verzeihung werte Damen und Herren aber haben Sie sich den Artikel durchgelesen?

    Herr Gujer beklagt sich über eine Einheitspartei, der der Bürger gegenübersteht und fordert Unterscheidbarkeit der Parteien,bezeichnet aber gleichzeitig die AfD als “ins Obskure abgleitende” Partei? Futter für’s Volk und die hiesigen fressen ihm aus der Hand. Weitere Beispiele:

    “Hier liegt der tiefere Grund für den Aufstieg der Protestparteien. Diese sind fremdenfeindlich und intolerant, sie vereinfachen komplexe Sachverhalte in unzulässiger Weise, sie suchen nach Sündenböcken, oder sie präsentieren unausgegorene Vorschläge.”

    Wir sind also fremdenfeindlich und intolerant. Wir präsentieren unausgegorene Votschläge. Aha. Danke für die Auskunft.

    “”Im Zentrum der Empörung steht Brüssel, obwohl die eigentlichen Ursachen in der nationalen Politik zu suchen sind.”

    Verstehe. Man merke: der Euro ist etwas Nationales. Der Bruch der Verträge war ein nationales Problem. Die fehlende Legitimation eines Krebsgeschwürs, das inzwischen 80% unserer Gesetze normiert ist in den Nationen zu suchen. Der Exporteinbruch auf Grund der US- speichelleckenden Russlandsanktionen war eine nationale Entscheidung.

    “Diffuser Protest ist ein Indikator für gesellschaftliche Missstände.”

    Ja, die Forderung, jene härter zu behandeln, die uns nach dem Leben trachten, ist wirklich diffus. Die Forderung, wieder selbst über das politische Geschehen entscheiden zu dürfen und sich nicht mehr von Eurokraten in Sachen Haushaltsgeräte gängeln zu lassen ist sehr diffus. Auch die Eliminerung der erdrückenden Steuerlast kann man nur als, richtig, diffus bezeichnen!

    Die NZZ mausert sich immer mehr zur Zeitung der Mitte, soll heißen die Stoßrichtung lautet links.

  5. Herbert Manninger

    Diese NZZ -Artikel beweist auch nur: NULL Durc blick, NULL Differenzierung, plakative Darstellung der Sachverhalte.
    Fremdenfeindlichkeit? Als ob der Normalbürger (= Besitzer von Realitätssinn) nicht einen integrationswilligen Einwanderer von einem Sozialhilfeabgreifer oder Verbrecher unterscheiden könnte!
    Was aber NZZ-Journalisten und ihre Kollegen der Systempresse, vom Fördertopf abhängig, offensichtlich nicht schaffen.

  6. sokrates9

    Kleines Detail am Rande: Die EU verbietet den Bürgern auf der Krim Urlaub zu machen! Hurra! DDR Neu ist im kommen!

  7. Christian Peter

    Unwörter des Jahres 2014 :

    1. Protestpartei 8. Nationalisten
    2. Protestwähler 9. Skeptiker
    3. Populisten 10. Anti-Europäer
    4. Wutbürger 11. Isolationisten
    5. Rassisten 12. Fremdenfeindlichkeit
    6. Radikale 13. etc, etc.
    7. Extremisten

    Es liegt auf der Hand : Mit solchen und Dutzenden anderen abwertenden Begriffen versucht man, alle vom politischen Mainstream abweichenden Meinungen zu stigmatisieren und somit im Keim zu ersticken.

  8. Selbstdenker

    “Stimmungsmache für ein paar gute Zitate: Auf einer Pegida-Demo äußert sich ein Mann in einem Interview rassistisch. Später stellt sich heraus, dass er undercover für RTL arbeitet. Ein herber Schlag für die Glaubwürdigkeit des Journalismus.”

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/rtl-bei-pegida-demo-stimmungsmache-fuer-ein-paar-zitate-a-1009755.html

    Wow! Es gibt wirklich keine Überraschungen mehr bei der Reaktion vom Establishment. Vor ein paar Tagen habe ich das kleine Lexikon über den Umgang mit abweichenden Meinungen noch um eine weitere Methode ergänzt: die des präzise ausgewählten Ungustls als Interviewpartner.

    Dass mich die Realität in so kurzer Zeit mit Tempo 200 überholt, hätte ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht gedacht.

    Ich kann die Leute verstehen, die sich solche Methoden nicht mehr bieten lassen.

  9. Fragolin

    @Selbstdenker
    In Österreich gibt es diese Glaubwürdigkeit schon lange nicht mehr. Da werden Neonazis vom ORF selbst zu einer Strache-Veranstaltung gekarrt, vorher noch auf Staatskosten ordentlich beschenkt und dann als Provokateure “dokumentarisch” gefilmt. Die Drahtzieher werden unter den Quellenschutz der Redaktion gestellt und von der Staatsanwaltschaft nicht weiter behelligt.
    Wer beim ORF noch glaubt, dass irgendwer, der irgendwann zu irgendwas “interviewt” wird irgend eine nicht vorgefertigte Meinung absondert, dem ist nicht zu helfen.

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