Vom Verlust des öffentlichen Raumes

“….Das zunehmende Gefühl eines Verlustes von Sicherheit und Heimat zugunsten eines vermeintlichen multikulturellen Miteinanders, das nur allzu oft aufgrund weltanschaulicher Differenzen keines ist, manifestiert sich eben nicht allein an schrecklichen Gewalttaten wie zuletzt in Frankfurt oder Stuttgart. Es beginnt im eigenen Alltag. Bei den Dingen, den Aktivitäten, den Orten, die wir plötzlich meiden, weil wir nicht zu den Menschen passen, die diese Räume für sich eingenommen haben und weil diese nicht zu uns passen.” mehr hier

9 comments

  1. Kluftinger

    Und wenn man sich dagegen wehrt (sprich: darf hinweist, dass es so nicht weitergehen kann), ist man Nazi, oder rechtsextrem (AfD; FPÖ-Kickl etc.).
    Über das alles kann man diskutieren, aber dass auch unser Rechtssystem unterminiert wird, ist erschütternd.
    Auch in vielen Redaktionsstuben der (ehemals) seriösen Zeitungen sind “Revisoren” eingesetzt, die unliebsame Kommentare eilfertig löschen damit der Widerspruch sich nicht häuft.
    Die Frage ist, wann dialektisch gesehen ,die Quantität in Qualität umschlägt und der Prozess irreversibel ist?

  2. Marianne Gollacz

    Diese Entwicklung begann bereits vor Jahrzehnten, seit 2015 ist sie nicht mehr ignorierbar. Die Begleitung eines Mannes schützt die Frau nicht mehr vor Belästigungen und ein noch so kräftiger Mann hat gegenüber einer Gruppe von Männern keine Chance. Das bringt immer mehr Frauen und Männer (nicht nur die Frauen ziehen sich aus dem öffentlichen Raum zurück) in eine Situation der Machtlosigkeit und diese Machtlosigkeit erzeugt Wut. Es betrifft längst nicht mehr nur die sozial Schwachen.

    Fr. Schunke hat sehr treffend die gesellschaftliche Entwicklung beschrieben und es bleibt zu hoffen, dass so mancher der sich für so tolerant haltenden Kosmopoliten diesen Artikel liest, obwohl die Verachtung von Medien, wie der “Jungen Freiheit” Teil ihrer Lebensphilosophie ist.

  3. Selbstdenker

    Nun zu Anabel Schunke:
    https://www.achgut.com/artikel/ohne_illusionen_durch_die_shisha_bars

    Als junge Frau, Jahrgang 1988, bin ich bereits früh mit „Ausländern“ aufgewachsen. Ein Teil von mir ist bis heute „Kanacke“. Ich gehe in Shishabars und in Clubs, in denen ich manchmal als Deutsche in der Minderheit bin. Und natürlich hatte ich auch muslimische Männer als Partner. Für mich ist Multikulti keine Theorie, die ich auf einer rein „biodeutschen“ Demo für mehr Vielfalt auslebe. Es ist gelebte Praxis. Ohne Vorurteile, mit Blick für das Gute, aber eben auch ohne Illusionen. Zu letzteren gehört für mich unter anderem auch die Vorstellung, dass eine Beziehung zwischen einem streng muslimischem Mann und einer emanzipierten deutschen Frau funktionieren würde. Solche Beziehungen funktionieren allenfalls temporär und befriedigen niemanden, weil jeder sich für den anderen in einem Maße verbiegen muss, dass es am Ende des Tages zu viel ist, um jemals glücklich miteinander zu werden. Sie funktionieren allenfalls da, wo die Frau bereit ist, ihre eigene Identität, Werte und Kultur zurückzulassen und die des Mannes vollständig zu übernehmen. Und nicht einmal das reicht immer aus, um alle Barrieren, die Sozialisation und Erziehung auf beiden Seiten hinfort zu wischen.

    Sie ist von falschen Grundannahmen ausgegangen und hat sich auf Basis von Erkenntnissen, die auf eigenen Erfahrungen beruhen, weiterentwickelt. Damit hat sie den meisten Intellektuellen etwas voraus: die Bereitschaft die Theorie an der Praxis zu messen, sich einen schwerwiegenden Irrtum (eigentlich: eine Lebenslüge) einzugestehen und schließlich viele der seit Jahrzehnten vermittelten Axiome als ungeprüfte Hypothesen der westlichen Universitätsbesuchenden zu erkennen.

    Bereits dieser Satz enthält einen großen Teil der Wucht aus der Asymetrie zwischen Muslimen und Westlern:
    Und natürlich hatte ich auch muslimische Männer als Partner.

    a) Wäre es für Muslime natürlich, wenn eine Muslimin einen unverheirateten Partner statt einen Ehemann hätte? b) Was wäre, wenn es sich um mehrere Partner handeln würde? c) Und was wäre, wenn diese Partner Nicht-Muslime wären?

    Für Anabel Schunke waren diese Dinge selbstverständlich, da sie als Jahrgang 1988 schließlich zur Toleranz erzogen wurde. Diese einseitige Toleranz öffent Ideologien mit Asymetrieregeln Tür und Tor.

    Die Grenzen des Zusammenlebens befinden sich dort, wo Grundsätze der Reziprozität verletzt werden. Wenn Reziprozität nicht möglich ist und zwei aufeinandertreffende Kulturen den Willen zum Fortbestand haben, kommt es zur Segregation, die sich anhand von Grenzzäunen und Mauern manifestiert.

    Und dort wo eine Kultur einseitig tolerant ist und die Nicht-Segregation zum absoluten Dogma erhebt, ist das Verdrängen der Toleranten durch die Nicht-Toleranten vorprogrammiert. Und dieser Prozess zeigt sich deutlich beim Verlust des öffentlichen Raumes.

  4. astuga

    Das fatale daran, es wächst in westeuropäischen Ländern bereits eine junge Generation Einheimischer heran die das alles als normal betrachtet und es folglich auch nicht mehr hinterfragt oder kritisiert.

    Oder die teils sogar dominante Verhaltensmuster und Sprache des isl. Migrantenmilieus übernimmt.
    Was vor allem Burschen aus sozialen Unterschichten betrifft (einheimische ebenso wie nichtmuslimische Migranten).
    Daran sind aber nicht nur die Muslime schuld, es liegt auch an der gezielten Vergötzung und Idealisierung alles Fremden, bei gleichzeitiger Abwertung des Eigenen.
    Das funktioniert natürlich nur wenn man die Jugend dumm hält, und sie in Wahrheit weder etwas über die eigene Kultur und Geschichte noch umfassend etwas über fremde Kulturen lernen.

  5. Selbstdenker

    @astuga:
    Dazu eine interessante Diskussion von Douglas Murray, Claire Fox und Yaron Brook zum Thema What Is Killing Western Civilization?:

  6. astuga

    Danke für den Hinweis, diese Diskussion kannte ich noch nicht (Murray und Brook natürlich schon)!
    Ich darf mich revanchieren.

  7. Johannes

    Wie Frau Schunke schreibt ist es für sie nicht mehr so schön in Buntdeutschland, sie beschreibt eindeutige Situationen und Erlebnisse die für eine Frau extrem unangenehme Alltagsrealität geworden sind. Da gibt es nichts zu beschönigen so erleben es viele Frauen in Deutschland und dabei können sie sich noch zu den Glücklichen zählen, viele andere hatten nicht das “Glück“ einer, zugegeben extrem unangenehmen Viehbeschau sondern wurden wie Vieh behandelt. Viele, viele Vergewaltigungen hat es seit 2015 gegeben.
    Köln war das ultimative Multi-Kulti-Organversagen, selbst dort hat man zuerst versucht die vielen unglaublichen, penetranten Exzesse gegen Frauen kleinzureden oder ganz zu verscheigen.

    Es gibt da ein Problem und es gibt eigentlich keine Lösung.
    Ungarn und die Visegrader haben diese Probleme nicht, ich kann es nicht verstehen warum Merkel und Soros den Ungarn solche Verhältnisse an den Hals wünschen.

    Nun gut Soros wird seine persönlichen Gründe haben, ein guter Spekulant läßt sich nie in die Karten schauen und spielt seine Asse meist dann aus wenn andere den Schaden haben. War mit dem Pfund so und mit der Goldspekulation, 2008 beginnend, ebenso, Er hat immer ein Vermögen gemacht wenn es anderen schlecht ging, wird wohl bei der Völkerwanderung auch nicht anders sein.

    Merkel hat sich heiser geschrien, mit “Multi-Kulti- ist gescheitert ! Absolut gescheitert!“ Zählt alles nicht mehr die alte Dame geht ihre eigenen Wege und Widerspruch wird von ihren treu ergebenen Medien niedergebellt.
    Warum hat sie das schon damals (2000) geschrien, damals war man noch weit von den heutigen Verhältnissen entfernt ? Ich vermute die alte Dame hat einfach schon vor langer Zeit jegliche Kontrolle verloren und verkauft ihre politische Unfähigkeit als die Vision des Deutschland ohne Volk dafür mit umso mehr Bevölkerung.

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