Vom Wert der persönlichen Begegnung

Von | 10. April 2020

(JOSEF STARGL) In Zeiten von Freiheitsbeschränkungen und von Freiheitsverboten erkennen die Menschen, dass das (wirkliche) Leben „personale Begegnung in einem Netz von persönlichen Beziehungen“ ist und nicht durch ein Leben in Scheinwelten ersetzt werden kann.

Persönlichkeitsbildung verlangt nicht nur eine „Suche nach Wahrheit“ und damit verbundene Lernprozesse, sondern auch ein Kennenlernen des Lebens, „Erkenntnis der Menschen“ und Selbsterkenntnis.
Menschlichkeit erfordert Menschenkenntnis – auch als Voraussetzung für die Erkenntnis des Selbst.

Selbstbildung, Selbstkultivierung, Selbstprüfung und Selbststärkung ermöglichen auch, andere Menschen in der persönlichen Begegnung, ihre „Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit“, beurteilen und als „Menschen mit ihren Schwächen und Stärken sowie mit ihren Irrtümern und Fehlern, aber auch mit ihren Leistungen und Erfolgen“ erkennen zu lernen.

Die Freiheit für persönliche Begegnungen, für den persönlichen Dialog, für die „körpersprachliche Begegnung“, für das Erkennen emotionaler Befindlichkeiten des Gesprächspartners, für die (spontane) Artikulation von Fragen, für eine Steuerung des Gespräches/der Gesprächsinhalte, für eine sachliche und argumentative Erörterung, für eine konstruktive Kritik und für eine Widerlegung/Falsifikation schützt uns auch vor (einer permanenten) Desinformation, vor Manipulation, vor Indoktrination und vor einer paternalistischen Betreuung durch die Mitglieder einer „Kaste von Hohepriestern“.

In „Zeiten der von der Obrigkeit beschränkten und verbotenen Freiheit für persönliche Begegnungen“, des Wandels der Realverfassung des liberalen Rechtsstaates, erkennen zahlreiche Menschen, dass immer mehr zentrale Verwaltung und Planung im regulierenden und intervenierenden paternalistischen Obrigkeits- und Versorgungsstaat auch zu einer Zerstörung von Freiheit und von Eigenverantwortung auf dem „Weg zur Knechtschaft“ führen können.

Immer mehr Bevormundung, Fürsorge, Betreuung und Therapie fördern eine Infantilisierung.

Eine eigenverantwortliche Lebensweise der Bürger ist unverzichtbar. Sie darf nicht durch einen Paternalismus verdrängt oder ersetzt werden.
Leben in der persönlichen Begegnung ermöglicht individuelle Lernprozesse, auf die im Interesse der Freiheit und des „Wohlstands für alle“ in einer offenen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung nicht verzichtet werden kann.
Eine (zunehmende) Verlagerung des Lebens in „virtuelle Räume“ eröffnet Chancen für mehr Kontrolle der Bürger in einem (totalitären) Überwachungsstaat.
Schutz vor dem Staat und Rechtssicherheit sind enotwendig.

2 Gedanken zu „Vom Wert der persönlichen Begegnung

  1. sokrates9

    80% der Bevölkerung sind mit diesem Kurs einverstanden,auch das homeoffive stößt immer weiter auf Begeisterung und Zustimmung.Die Tätigkeiten des homeoffices wo die “menschliche” Kommunikation immme mehr in den Hintergrund gedrängt wird, wird sich in Kürze durch KI ersetzen lassen. Dann sind alle Arbeitslos und nutzlos.

  2. Marianne GOLLACZ

    Die derzeitige Bevormundung kann nur stattfinden, weil bereits vorher eine Infantilisierung der Bevölkerung stattgefunden hat, durch Manipulation, den Sozialstaat, die Erziehung, das Bildungssystem, die EU, ….
    Wir haben in einer Scheinwelt gelebt.

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