11 Gedanken zu „Von Bischöfen und Koi-Fischen

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    Die “culpa in elegendo”?
    Es stellt sich immer wieder die Frage, wer daran beteiligt war, dass solche Charaktere in solche Ämter kommen? Hat da der Nuntius versagt, oder hat sich der betroffene Bischof vorher so verstellt dass man seine “wahren Eigenschaften” nicht erkannte?
    Aber die “schuldhafte Auswahl ” finden wir ja auch in Wirtschaft und Politik?

  2. Reinhard

    Es ist nur die Fortsetzung katholischer Tradition. Die kirchlichen Prunkbauten sind neben den Fürstenschlössern bis heute die wichtigsten Sehenswürdigkeiten mitteleuropäischer Städte. Mönchische Askese war nie Teil der bischöflichen Stellenbeschreibung und Sparen nicht gerade eine Grundtugend der oberen Führungsriege. Solange der Mann keine Steuergelder versemmelt, soll er protzen. Die Kirchensteuer zahlen die Leute immer noch freiwillig…

  3. Rennziege

    @Weninger: “Aus der Kirche kann man immerhin austreten.”
    @Reinhard: “Die Kirchensteuer zahlen die Leute immer noch freiwillig …”

    Zwei knorrige, stimmige Aussagen.
    Unsereine braucht zwar — angesichts der übel beratenen Anbiederung der Kirche an den linxxxgrünen Zeitgeist — immer stärkere Nerven, um für Suscípiat Dominus sacrifícium de manibus tuis, ad laudem et gloriam nóminis sui, ad utilitatem quoque nostram totiusque Ecclesiae suae sanctae hartverdiente Penunzen abzudrücken. Aber wir tun’s freiwillig, und eine Zeitlang schauen wir uns das noch an.
    Wobei der Limburger Bischof uns eh so gut wie nix angeht und für langfristige Umwegrentabilität sorgt, von seinem Badezimmer mal abgesehen. (Auch da liegt Reinhard richtig.)

    Aber wenn die katholischen Ausichtsräte weiterhin die Beliebigkeit der Protestanten anstreben, wird’s Zeit zu gehen. Jeder Konzern, der seine Geschäftsidee verwässert, um auch den lauwarmen* potentiellen Kunden zu gefallen, geht unter. Denn die Geschäftsidee (ich weiß, respektlos ausgedrückt, aber real) des Christentums ist nun einmal die Bibel; da helfen keine Pillen, gegelte TV-Pfarrer oder Möchtegern-Philosophen à la Richard David Precht.

    *Dies ist kein Seitenhieb auf Schwule und Lesben, sondern bezieht sich auf die Tiefe des Glaubens — Offenbarung 3,15 f.:
    Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wärest! So, weil du lau bist und weder kalt noch warm, so werde ich dich ausspeien aus meinem Mund.

  4. Rennziege

    Ich trage nach, wenn’s recht ist:
    Dieses Bibelzitat bezieht sich nicht nur auf Glaubensdinge, wie ich soeben begreife, sondern auch auf uns Menschen schlechthin, in unserem privaten und beruflichen (aber auch elterlichen) Leben. Ein Grund mehr, weshalb Kardinal Schönborn, der unsägliche Steffl-Pfarrer und alle pseudochristlichen Caritas-Apparatschiks sich diese Bibelverse hinter die geweihten und geschniegelten Ohrwascheln schreiben sollten.

  5. Thomas Holzer

    Wenn einer wegen eines Fehlverhaltens eines “Kirchenvertreters” -und sei es noch so monströs- aus der röm.kath. Kirche austritt, ist es mit dem Glauben dieser Person sowieso nicht weit her; ach diese Kleingläubigen. Wer ohne Sünde sei, werfe den ersten Stein.

  6. Gutartiges Geschwulst

    @Rennziege
    Ob Sie kalt oder warm bleiben, liebe Rennziege, die Lauheit wird Sie bestimmt nicht gefährden.

  7. elisabeth sagmeister

    voll der meinung von thomas holzer. nur den ausgetrettenen gehörn endlich die 8 christl. feiertage als urlaubstage angerechnet oder sie sollen arbeiten, z.b. im lugnershop. noch sinnvoller wäre, den ersparten kirchenbeitrag an den staat abliefern als kulturbeitrag.

  8. Christian Peter

    @reinhard

    “Solange der Mann keine Steuergelder sammelt”..

    Der ist gut, denn die katholische Kirche gehört zu den größten Subventionsempfängern der Republik Österreich : Mehr als 3 Milliarden Euro jährlich und unzählige durch das Konkordat gewährte Privilegien.

  9. LePenseur

    Geistbraus deckt auf 😉

    Und ob die »Hintergrundgeschichte zum deutschen Protz-Bischof Tebartz-van Elst« in der »Welt« wirklich so gut (über »wahr« wollen wir doch bei unseren Medien erst keine übertriebenen Hoffnungen machen!) ist, wie Ortner vermeint, darf, *hüstel*, zumindest hinterfragt werden.

  10. Christian Peter

    @LePenseur

    31 Millionen Euro Kosten für den Limburger Bischofssitz sind unbestritten. Warum eine Glaubensgemeinschaft aus öffentlichen Mitteln subventionieren, wenn diese gewaltiges Vermögen besitzt ?

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