Von Waffen, Gesetzen und Idioten

(ANDREAS TÖGEL) Angehörige der Nomenklatura und deren Herolde in den Massenmedien reagieren auf die Vorhaltungen ihrer Kritiker gerne mit dem Vorwurf, diese würden kruden Verschwörungstheorien anhängen. Ebensolcher Beliebtheit erfreut sich der zuverlässig jede weitere Debatte erübrigende Vorwurf des Rechtsextremismus. Vorwürfe dieser Art zu äußern, ist eine langjährig erprobte und erfolgreiche Taktik, denn niemand lässt sich gerne in den Kreis von Phantasten, Paranoikern, Rechtsradikalen und Spinnern aller Art eingemeinden.

Völlig gleichgültig, ob es um die Kritik an der Geld- Zuwanderungs- Energie- oder Klimapolitik geht, wird jedes noch so gut fundierte Argument als Werk übler Finsterlinge gebrandmarkt, die der ebenso weisen wie wohlmeinenden Dressurelite auf perfide Art zu widersprechen wagen. Immerhin sei diese ja von einer Mehrheit gewählt (was bei Berücksichtigung der Nichtwähler, die mit ihrer Wahlenthaltung ja ein klares Signal gesetzt haben, natürlich gar nicht stimmt), und handle stets auf dem Boden geltender Gesetze, was – siehe „Flüchtlingspolitik“ – eine glatte Lüge ist.

Wie dem auch sei, der weiterhin über die Deutungshoheit gebietende, politisch-mediale Komplex, schafft es immer wieder, seine unübersehbar gegen die Interessen derer, „die schon länger hier leben“ gerichtet Politik, dank unentwegt getrommelter Desinformation zu verkaufen. Unbegreiflich, traurig, aber wahr.

Ein besonderes Beispiel für den Erfolg der pausenlosen Gehirnwäsche, ist die Einstellung großer Teile der Bevölkerung zur Frage des privaten Waffenbesitzes. Selbst in Kreisen von Jägern und Sportschützen, finden sich viele, die beim Gedanken an eine Liberalisierung des Waffengesetzes, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Tenor: „Man kann doch nicht jedem Idioten eine Waffe in die Hand drücken!“ Das klingt zunächst plausibel, lässt aber einige Fragen offen und vieles unerklärt.

► So bekommt etwa während des Wehrdienstes durchaus jeder „Idiot“ eine Waffe – noch dazu eine vollautomatische – in die Hände. Auf Munition aus ärarischen Beständen ist keiner angewiesen, den die ist problemlos über den Waffenhandel zu beschaffen. Von Fällen, in denen mit derlei Waffen Missbrauch betrieben wird, ist indes nichts bekannt. Das gilt in der Schweiz auch für die Zeit nach der Grundausbildung, weil die Reservisten ihre Dienstwaffen gewöhnlich zu Hause aufbewahren, was dem Milizcharakter der Schweizer Armee entspricht.

► In Kreisen von Polizei und Militär gibt es keine „Idioten“? Handelt es sich bei Beamten, gleich ob uniformiert oder nicht, um eine besondere Art von Übermenschen, denen scharfe Waffen – inklusive einer obligaten Lizenz zum Töten – ohne Bedenken anvertraut werden können? Woher rührt – allen negativen Erfahrungen zum Trotz – dieser völlig aberwitzige Vertrauensvorschuss für die Vertreter des Gewaltmonopols?

► Zwar hält sich der angepasst lebende, gesetzestreue Untertan und Steuersklave an alle Regeln hinsichtlich des legalen Waffenerwerbs und –Besitzes. Er hat in aller Regel nämlich einfach zu viel zu verlieren, um eine Vorstrafe zu riskieren. Das gilt indes nicht für (Berufs-)Kriminelle und autochthone oder zugereiste Terroristen! Weshalb aber lassen die Waffen notorischer Gewalttäter Politiker und Behörden kalt, während sie zugleich alles daran setzen, Otto Normalverbraucher wehrlos zu machen?

► Der seit dem Kriege herrschende innere Friede, droht unserer Tage durch einen brutalen linken Mob, wie er etwa in Hamburg, anlässlich des G20-Gipfels, zu besichtigen war, und eine große Zahl von im Zuge der „Flüchtlingswelle“ eingeschleuste Gewaltverbrecher, zerstört zu werden. Auch eine Vervielfachung der Polizeikräfte könnte die einst gewohnte Sicherheit längst nicht wiederherstellen.

Was läge angesichts einer – spätestens seit dem Sommer 2015 – dramatisch veränderten Lage näher, als die Illusion von der allgegenwärtigen Polizei endlich zu begraben und stattdessen auf die Tatkraft mündiger Bürger zu setzen? Das würde allerdings bedeuten, dass die Nomenklatura ihr Misstrauen gegen die eigenen Bürger aufzugeben hat. Und noch wichtiger: die Bürger sollten erkennen, dass sie für ihre Sicherheit einen Eigenbeitrag zu leisten haben und sich nicht auf das segensreiche Wirken des Leviathans verlassen dürfen.

Der Beitrag ist zuerst in der Oktober-Ausgabe 2017 von „eigentümlich frei“ erschienen.

19 comments

  1. mariuslupus

    …..aber, gibt es noch den muendigen Buerger ? Die Ereignisse der letzten Jahre zeigen dass, der Nachweis der Existenz des muendigen Buergers eher schwierig werden koennte. Sicher eine gefaehrdete Spezies, der muendige Buerger. Gefaehrdet nicht wegen einer Bedrohung durch Feinde von aussen, sondern weil er selbst, freiwillig beschlossen hat sein Dasein abzuschliessen.

  2. KTMTreiber

    @mariuslupus:

    “…aber, gibt es noch den muendigen Buerger ?” Leider nicht mehr in der benötigten prozentualen Höhe (etwas über 10 %) die notwendig wäre um einen sog. “Paradigmenwechsel” herbeizuführen. Politik, Bildung und insbesondere deren Lakaien, die Medien haben ganze Arbeit geleistet. Machen wir uns nichts vor, – der perfide “Plan”, ohne jetzt in den “VT” Bereich” zu schlittern, scheint aufzugehen …

  3. raindancer

    die aktuelle Diskussion ist reine Ablenkung.
    Der Täter von Dallas ist zum Islam konvertiert, der DAESH bekennt sich.
    Die Zeitungen machen weiter auf psychisch gestört und uh uh Waffen.
    Die Presse ignoriert das Thema überhaupt so als hätts nicht stattgefunden.
    Das sind die politischen Strategien in Europa damit die Migrationsagenda ungestört weitergehen kann.
    Der nächste nimmt halt wieder einen Lastwagen …Es geeht nicht um Waffen, es geht um Ideologien die krank machen, dazu gehört der Islam.

  4. KTMTreiber

    @raindancer:

    Sie haben recht, doch machen wir uns nichts vor, – Menschen wie Sie, “Mona R.”, “mariuslupus”, “selbstdenker” um nur ein paar Leser hervorragende Kommentatoren dieses Blogs aufzuzählen, werden an dem derzeitigen Status quo keine Änderung herbeiführen können.

    Für die breite Masse sind wir, die wir versuchen etwas an der “Oberfläche zu kratzen”, oder ehrlich seine Meinung zu sagen und für dieselbe einzustehen, schlichtweg, “Nazis”, “Rechte”, oder auch sehr beliebt, “Verschwörungstheoretiker”.

    Mir (persönlich) fehlt, tatsächlich, – der sprichwörtliche Plan und ich befürchte ernsthaft, dass sich diese “Welt” auf eine Art und Weise entwickelt, wie ich sie weder der Gesamtheit, noch mir und meinen Lieben wünsche.
    In den vergangen Jahren wurde soviel geschrieben, erfolglos argumentiert und soviel versucht … – ich bin einfach nur noch müde und bemerke diese “Erschöpfung” auf gehäuft auftretend in meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Die täglichen Nachrichten, das politische Versagen und die Ohnmächtigkeit der Völker Europas ist schlichtweg – zermürbend.

    Was bleibt ? Ich weiß es nicht. Was ich sicherlich weiß, – es muss sich was ändern !

  5. KTMTreiber

    Nachtrag: “Fragolin” und “Rennziege” müssen noch unbedingt in meine Aufzählung !

  6. Lisa

    Erstaunlich wenige Taten werden mit der Armeewaffe (die, zit., “jeder Idiot” in die Hand bekommt) verübt. Man sieht ja nicht in die Seelentiefen jedes Waffenbesitzers, macht keine Impulskontrolle-Tests oder prüft dessen Aggressionspotential. Was allerdings nötig wäre bei freiem Zugang zu Waffen: Bedarf, Registrierung und Übung, etwa in einem Schiessverein. Amokschützen waren fast immer Einzelgänger, hier und in den Staaten.

  7. cmh

    Ich bin ein großer Freund der Wehrhaftigkeit und vor allem des wehrhaften Bürgers. (Steht ja schon so im Hainfelder Programm.)

    Mit Waffen herumzuhantieren ist aber gefährlich und bedarf langen und ständigen Trainings. Und die meisten werden das nicht wollen.

    Vielleicht sollte man aber den Großteil der Förderung des Fussballsportes zu den Schützenvereinen umdirigieren und denen wir früher auch eine gewisse Funktion im Rahmen der Landesverteidigung zuzuweisen.

  8. sokrates9

    KTM – Treiber@ Derzeit platzt gerade eine riesige Manipulationsblase! es wird transparent wie die Linken seit Jahren mit den schmutzigsten Methoden einen Meinungsterror aufgebaut haben! Vielleicht schwingt nun das Pendel zurück? Wahlergebnis von Schulz bei 20%,Kern scheint ähnliches(hoffentlich) anzustreben 🙂 belegen diese Aussage! Wenn ich mir die Parlamentsliste der AfD ansehe, die im Kernberufe alle total solide sind – keine Genderbeauftragtinnen und ähnliche Sozialwissenschaftler besteht die Hoffnung dass langsam sich doch wieder die Vernunft durchsetzen wird! Das intellektuelle und moralische Herunterwirtschaften einer Gesellschaft und negative Campaigning und Steuerungsversuche a la Soros,wie es die Linken aber auch die EU tun, wird auf die Dauer nicht funktionieren!

  9. Thomas Holzer

    @raindancer 08:49h

    Woher haben Sie denn Ihr Wissen? Würden Sie Ihre Quellen mit mir teilen?

  10. Rennziege

    3. Oktober 2017 – 09:14 — KTMTreiber
    Nachtrag: „Fragolin“ und „Rennziege“ müssen noch unbedingt in meine Aufzählung!
    Danke! Aber zuviel der Ehr’, soweit es mich betrifft. I bin jå lei a Karntna Diandle, weit weg von dahaam, åba gaach amål måg i hålt wissn, wås los is im guatn oidn Kakanien. Und da (jetzt wieder unkärntnerisch) ist Christian Ortners Wohnzimmer samt Hausherr und Gästen eine erstklassige Herberge. Außerdem der einzige Blog, an dem ich teilnehme.
    P.S.: Bezieht sich KTMTreiber auf Stefan Pierers erfolgreiche Firma in Mattighofen? Mein Mann und ich haben uns jüngst in Toronto zwei sündteure KTM-Fahrräder (nix E-Bikes, rein muskelbetrieben) geleistet; die Gschrappen kriegen auch bald welche, müssen aber zwei Monate warten. Der Laden ist brechend voll mit Leuten, die jenseits billiger China-Drahtesel nach teuren “Austrian Quality Bikes” lechzen, aber nicht so schnell kriegen. Und wieder war das Heimweh ein wenig gestillt.
    Herzliche Grüße!

  11. raindancer

    KTMTreiber …:)
    allerdings mir fehlt stiller Mitleser..ich hoffe sie ist nicht krank

  12. raindancer

    3. OKTOBER 2017 – 09:12
    KTMTreiber

    uns muss bewusst sein, dass wir schon die Alten sind, die sich vielleicht einfach nur gegen das Neue wehren.
    Vielleicht geht alles gut, die Migranten integrieren sich a la longue, the whole world wird buddy buddy und wir sind die Deppen.
    Vielleicht eskaliert jedoch der Terror, die Sozialsysteme kippen im Westen und die Islammufties, Burqazelte und Raper setzen sich durch und machen den Westen auch noch unbewohnbar für Frauen und Freiheitsliebende, für Schwule, für Juden und für Agnostiker.
    je ne sais pas

  13. astuga

    Interessant jedenfalls, dass das Massaker in Las Vegas so kurz nach dem Terroranschlag in Edmonton, Kanada stattfand.
    Letzteres wird – natürlich – relativiert, das andere als Beispiel für zu wenig Waffenkontrolle (wobei aber gerade diese Waffen verboten sind) und aggressive weiße Männer dargestellt.
    Bei Terroranschläge konnten jedenfalls nicht vorherige ohne Planung ausgeführt werden.
    Und im Fall von Edmonton war der spätere Terrorist den Behörden schon seit langem als radikal bekannt.

    Auch interessant, der IS hat sich nicht (!) zum Anschlag in Kanada bekannt, aber sehr wohl zu dem in Las Vegas.
    In beiden Fällen gibt es noch eine Menge offener Fragen…
    In Las Vegas berichten Augenzeugen, dass eine Frau vor Ort und kurz vor dem Massaker gerufen hätte: “Ihr werdet alle sterben!”
    Auch Verbindungen des Las Vegas Attentäters zur Antifa und zur Anti-Trump-Bewegung stehen noch im Raum.
    Das erinnert an den Terroranschlag des Bernie Sanders-Unterstützers und Anti-Trump-Aktivisten James T. Hodgkinson.

  14. astuga

    Korrektur: Beide Terroranschläge konnten jedenfalls nicht ohne vorherige Planung ausgeführt werden.

  15. raindancer

    ich sehe hier einfach zwei Themen, ich will auch nicht dass Schulkinder von irgendwelchen wahnsinnigen Waffennarren erschossen werden.
    Wir sind auch jahrzehntelang ohne Waffen ausgekommen.
    Aber zuerst kam der Ostblock mit der Einbruchskriminalität und nun ist es ganz schlimm mit Terror, Vergewaltigung und noch mehr Raub.
    Aber alle verschliessen die Augen.
    In letzter Zeit wird für alles was durch islamischen Religionswahn geschieht allzu oft in die Schiene: Psychisch krank, Waffennarr, rechter Nazi geschoben, um nur ja nicht über den Islam reden zu müssen oder gar über Migration aus gewissen Ländern.

  16. sokrates9

    Rennziege@ Muss sie enttäuschen! KTM Fahrräder haben nichts mit Pierer zu tun, der die Besten Geländemotorräder herstellt! Die Fahrradproduktion wurde von dem EXÖVP Politiker Taus gekauft, ging in Konkurs, dann von österreichischen Fahrradgroßhändler gekauft und schließlich von seiner Exfrau – einer Taiwanesin – übernommen! Hier zeigt sich dann dass asiatische Sparsamkeit mit österreichischer Technikverliebtheit kombiniert ein hervorragendes Produkt ergibt und KTM so auch in diesem Segment Weltruf erreicht! Mit Steyr ( Waffenrad) hatte Österreich ein 2.Top – Produkt welches aber Dank totaler Unfähigkeit im Marketing leider ebenfalls verkauft werden musste!

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