5 Gedanken zu „Von wegen Aufklärung…

  1. Samtpfote

    Die Anzahl der linken Journalisten, die früher Rugby-Spieler waren ist überschaubar…..
    Aber die, die früher “Kretzn” waren, sind – vermute ich ein mal – Legion… 🙂

  2. Feldheld

    Linksgrüne Dominanz gibts ja nicht nur unter Journalisten, sondern generell unter akademisch Gebildeten. Je länger jemand im staatlichen Bildungsbiotop Schule+Uni zubringt, desto größer die Chance, daß er linksgrün ist und es auch bleibt.

    Linksgrün ist der, der sich weigert erwachsen zu werden. Er möchte die auf das Gefühl der Geborgenheit in einem staatlich vor den Härten der Realität geschützten Biotop nicht verzichten. Sein Traum ist der Staat als Elternersatz bis ans Lebensende.

    Die Vorzüge der Freiheit kennt er meist gar nicht, da er sie nie erlebt hat. Und meist glaubt er beizeiten, zu alt zu sein für den Sprung ins wahre Leben. Freiheit, Selbständigkeit, Wagnisse, Verantwortung sind ihm fremd und suspekt. Und all die, die mehr Cojones in der Hose haben als er, sind sein Feindbild. Mit schmalen Schultern hat das alles so gut wie nix zu tun.

    Und die Macht der Sprache nutzt man als Linksgrüner ja nun wirklich garnicht. Denn auf der Schiene kommt von Linksgrünen in aller Regel entweder langatmiges Wiederkäuen von angelesenem Zeugs oder kindisches Gekläffe ad personam. Echte intellektuell-rhetorische Brillianz ist unter Linksgrünen so selten wie ein Nugget am Nordseestrand. Auf Anhieb fällt mir da nur Christopher Hitchens ein. Aber war der überhaupt ein Linker?

  3. gms

    Journalisten sind, neben Politikern, die einzige Berufsgruppe, deren Produkt mit der Werbung hierfür ident ist. Der Erfolg dieser besonderen Art von Produkten am Markt steht und fällt zwar ebenso mit der Zustimmung durch den Konsumenten, doch die Affirmation ist wie sonst nirgends völlig unabhängig von der faktischen Richtigkeit der Hervorbringung.

    Wer hauptberuflich die These in Umlauf setzt, 2×2=7, kann damit einzig als Journalist, Politiker oder sonstwie Angehöriger der Chattering Classes erfolgreich sein, für Maschinenbauer pars pro toto aber ist eine vergleichbare Faktenresistenz letal, die selbst mit bester Werbung nicht dauerhaft kompensiert werden kann.

    Analog zu Feldhelds obigen hervorragenden Ausführungen, wird damit der Journalismus zum idealen Biotop derjenigen, die wie kleine Kinder ein sich Messen an der Realität und damit Verantwortung schlechthin scheuen. Das einzig Anzustrebende ist Zustimmung, und so irrt der naive Feigling lieber im Kollektiv seiner hauptberuflich schnatternden Mitstreiter, als gegen diese das Richtige zu vertreten, oder gar zum Broterwerb mittelbar an den Naturgesetzen anzustreifen, welche sich durch verbalisierten Unsinn nicht sonderlich beeindrucken lassen.
    Da aber die Spielwiese mehrheitlich von Gleichgesinnten bevölkert ist, wird die Übung des gemeinschaftlichen Bullshittings ein erfolgreicher und zugleich befriedigender Akt. Wolkenkuckucksheim läßt grüßen.

    “Entscheidend ist weniger, wie die Dinge tatsächlich sind, sondern wie sie wahrgenommen werden.” — Journalisten sind ebenso wie Politiker mit dieser Binsenweisheit vertraut. Agendasetting, Ablenkung, konzertierte Aktionen und Vieles mehr sollen den Konsumenten glauben lassen, zwei mal zwei sei in der Tat sieben, und zum Nachteil aller Menschen haben sie damit auch Erfolg.
    Wenn richtig oder falsch aber keinen Unterschied mehr macht, weil solche Aspekte am Kiosk ebenso wie an der Wahlurne zum Mehrheitsentscheid verkommen, fällt die Missionierung auf fruchtbaren Boden, dann lassen sich Gesellschaften umbauen und abgesichert wird einmal mehr, worauf alles hinausläuft: Zustimmung zu dem, was man behauptet, ohne dafür jemals zur Rechenschaft gezogen zu werden.

    Dem bedingungslosen Grundeinkommen am nächsten sind die Vertreter der plappernden Zünfte, sind doch zugleich sie es, welche zur Erlangung des sorglosen Lebens über die tauglichsten Mittel verfügen. Per Parteien- und Medienförderung endlos an Mammas Brust saugen — hierin offenbaren sich die tatsächlichen Mächte im Staate.

  4. Mario

    @Feldheld
    Ja, er bezeichnet sich sogar selbst als Marxist – zumindest in einer der zahlreichen Diskussionen mit zumindest ebenso brillianten Theisten (auf you Tube)

  5. Mario

    @gms
    Auf den Punkt! Danke! Die Zeilen sind schon kopiert, werden mit © 😉 weitergegeben.

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