Von wegen “Jahr des Europäischen Bürgers”

Von | 26. Mai 2013

Angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit in der EU schreitet die Union jetzt wacker zur Tat und schafft endlich Arbeitsplätze: Um für den Kroatien nach dem Beitritt des Landes ja zustehenden Kommissar eine Agenda zu finden, wird das Ressort “Gesundheit und Verbraucherschutz” aufgespalten, was vorher ein Kommissar erledigt hat, besorgen also künftighin zwei. Damit wird nicht nur ein zusätzlicher Job für einen zusätzlichen Kommissar geschaffen, sondern natürlich auch Stellen für Assistenten und Sekretäre, Kabinettsleiter und deren Untergebene, Fahrer und Bürohelfer – ein wirkungsvoller Beitrag zu Bekämpfung der Jobmisere in der EU also.

Damit das kein Einzelfall bleibt, wird die Anzahl der EU-Kommissare, die laut dem Vertrag von Lissabon ab dem nächsten Jahr eigentlich deutlich verkleinert werden sollte, nun doch nicht verringert, sondern bleibt mit 28 so aufgebläht, wie sie vom durchschnittlichen Europäer empfunden wird. Das wurde diese Woche in Brüssel so ohne allzu viel Aufhebens endgültig beschlossen.

Von den dadurch entstehenden Kosten her ist das freilich keine große Aufregung wert: Da wird in Europa deutlich mehr Geld für deutlich größere Dummheiten beim Fenster hinausgeworfen. Als Symbol freilich ist diese Unfähigkeit, auch die Exekutive der Union schlanker zu gestalten, ein ziemliches Desaster. Eine Kommissars-Stelle zu spalten, um Platz für zwei Top-Verdiener samt deren Entourage zu schaffen, ist nicht sehr hübsch anzusehen für Millionen von Europäer, die täglich um ihren Job fürchten müssen, deren Einkommen sinken und deren Lebensaussichten sich krisenbedingt eintrüben wie das Wetter in Brüssel im November. Deren eh schon ziemlich fest zementiertes Vorurteil vom bürokratischen Moloch Europäische Union wird dadurch nicht eben erschüttert werden.

Dabei wäre es völlig falsch, “der EU” die Schuld für diese falsche Entscheidung zuzuschieben. Dass die Kommission nicht verkleinert wird, wie das seinerzeit in Lissabon vereinbart worden ist, haben nämlich ausschließlich die 27 Staats-und Regierungschefs der EU beschlossen und nicht “die EU”, wie das nun fälschlicherweise allgemein rezipiert wird.

Der EU – genauer: der Kommission – kann ein gravierender Vorwurf trotzdem nicht erspart bleiben: dass sie sich nicht mit Händen und Füßen gegen diese Feigheit der Regierungschefs gewehrt hat. Hätte Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso etwa öffentlich angeprangert, dass hier Geld der europäischen Steuerzahler vergeudet wird und ehern darauf bestanden, die Kommission wie vereinbart zu verkleinern, hätte er mehr für die Europäische Union und ihre Akzeptanz bei der Bevölkerung geleistet als hunderte hülsenhafte “Friedensprojekt Europa”- Sonntagsreden zusammen.

Doch Herr Barroso weiß natürlich, wer über die begehrten Jobs an der Spitze der Europäischen Exekutive entscheidet – nämlich genau jene Regierungschefs, denen er nun im Interesse der EU und ihrer Bürger entgegentreten müsste.

Die EU hat übrigens 2013 zum “Jahr der Bürger” erklärt. Die dürften sich angesichts derartiger Geschehnisse freilich eher gepflanzt denn ernst genommen fühlen. (“WZ“)

39 Gedanken zu „Von wegen “Jahr des Europäischen Bürgers”

  1. KClemens

    world-citizen :
    Entsorgen wir endlich diese Nationalstaaten, bevor sie noch mehr Schaden anrichten!

    Ach Weltbürger oder Weltbürgerin!, das Problem sind nicht die Nationalstaaten, das Problem ist die EU.

  2. Mourawetz

    Die EU ist für alle da. Das ladet ein zur Verschwendung, jeder meint sich in diesem Selbstbedienungsladen “seine” Subventionen, Rechte u.s.w. herausholen zu dürfen. Richtig schlimm wird es dann, wenn alle einig sind, wie in diesem Fall und keiner aufsteht und diese Verschwendung kritisiert. Aber dafür müsste jemand die gemeinsame Sache im Auge haben. Das ist genauso wenig der Fall, wie früher die Bauern ihr Vieh auf die Gemeindewiese getrieben haben. Die war auch jeden Bauern wurscht. Dass dort bald nichts mehr wuchs, nachdem ihre Kühe alles ratzekahl abgefressen haben: nicht ihr Problem. Die Bauern haben sich der Gemeindewiese genauso bedient, wie es die Nationalstaaten mit der EU tun. Schaffen wir die Gemeindewiese namens EU ab.

  3. Thomas Holzer

    @Mourawetz
    Natürlich steht kein “aktueller” Nationalpolitiker auf und protestiert; hofft doch ein jeder von denen, im Fall einer Wahlniederlage auf “höherer” Ebene finanziell versorgt zu werden! 🙂

  4. Rennziege

    “Das Jahr des europäischen Würgers” wäre ein besserer Slogan. Und wahrer wäre er auch. Zumal er die Untaten der EU treffend zusammenfasst.

  5. Bösmensch

    @world-citizen
    Ein EU-Superstaat kann nicht funktionieren, weil du bei dieser (kommunistischen) Idee fälschlicherweise davon ausgehst, dass alle Kulturen und Menschen in Europa gleich sind. Die Kulturen in Europa sind aber nicht gleich und daher auch nicht notwendigerweise miteinander kompatibel, sodass diese in einem Riesenstaat zusammen leben könnten (alleine die Sprachbarriere wäre ein großes Hindernis).

  6. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>> Die Kulturen in Europa sind aber nicht gleich und daher auch nicht notwendigerweise miteinander kompatibel, sodass diese in einem Riesenstaat zusammen leben könnten (alleine die Sprachbarriere wäre ein großes Hindernis). <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Die indische Bundesrepublik hat mehr als 550 regionale Sprachen – ein vielfaches von Europa.

    Ein Staat ist weder eine Familie, noch eine Gemeinschaft, sondern lediglich eine administrative Zone.
    Die Nationalstaatsidee des 19. Jhd. hat nichts anderes gebracht, als eine Fülle von europäischen Bürgerkriegen in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts.

  7. Mourawetz

    @world-citizen
    Vorher hat’s keine Bürgerkriege gegeben?
    Sind Bürgerkriege schlimmer als normale Kriege?
    Was ist eine administrative Zone?

    Fragen über Fragen……

  8. world-citizen

    @Mourawetz

    Beispiel für eine administrative Zone:

    ein markiertes Gebiet, das sich vom pannonischen Tiefland bis zum schwäbischen Meer erstreckt und von Behörden in Wien verwaltet wird. Ein solches Gebiet kann wiederum unterteilt werden in 9 Subverwaltungszonen, die von ihren jeweiligen Hauptstädten verwaltet werden. Und auch diese sind wiederum in Verwaltungsbezirke und Gemeinden unterteilt. Im Zuge einer Verwaltungreform kann man da einiges weglassen.

    Und dem Gebiet zwischen Pannonien und dem schwäbischen Meer ist wiederum eine größere Verwaltungszone übergeordnet, deren Behörden sich in Brüssel, Strassburg und Frankfurt befinden.

  9. world-citizen

    Thomas Holzer :
    @world-citizen
    WC, Sie haben den Tagungsort Ihrer Weltregierung vergessen anzuführen!

    Wenn es so weit ist, wird man sich hoffentlich auch über solche Nebensächlichkeiten einigen können. Am besten wäre wohl ein Schiff im Ozean. Dann wäre wohl niemand in seiner Eitelkeit gekränkt.

  10. Thomas Holzer

    @world-citizen
    Das ist eine gute Idee.
    Wenn dieses Schiff dann einen Eisberg rammt, in einen Taifun gerät und/oder auf eine Monsterwelle trifft, säuft es wenigstens mit allen WC-Vertretern ab;
    und Niemandem werden sie fehlen. 🙂

  11. Mourawetz

    @world-citizen
    Warum nur die Auflösung des Nationalstaates? Da gibt es doch etwas noch Größeres, umfassend Auflösendes: die Vereinigte Sternenföderation der Planeten. Eine nicht nur die Welt sondern gleich das ganze Weltall umspannende Gemeinschaft von guten Planeten, in dem das Raumflottenkommando der Sternenföderation mit Captain Kirk an der Spitze vom Raumschiff Enterprise im Sauseschritt für den Frieden sorgt.

    Eigenbrötlerische Planeten gibt es nicht mehr. Alle Planeten werden aufgelöst in einem größeren Ganzen. Denn wenn etwas ein größeres Ganzes bildet, kann es nicht untereinander Krieg führen. So einfach ist das mit dem Frieden. Deshalb müssen alle Planeten aufgelöst werden und schon kehrt Friede ein.

    Vielleicht muss man den Friedensgedanken nur aufblasen, um den Irrsinn der EU zu erkennen.

  12. KClemens

    world-citizen :
    >>>>>>>>>>>>>>> Die Kulturen in Europa sind aber nicht gleich und daher auch nicht notwendigerweise miteinander kompatibel, sodass diese in einem Riesenstaat zusammen leben könnten (alleine die Sprachbarriere wäre ein großes Hindernis). <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
    Die indische Bundesrepublik hat mehr als 550 regionale Sprachen – ein vielfaches von Europa.
    Ein Staat ist weder eine Familie, noch eine Gemeinschaft, sondern lediglich eine administrative Zone.
    Die Nationalstaatsidee des 19. Jhd. hat nichts anderes gebracht, als eine Fülle von europäischen Bürgerkriegen in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts.

    Und aus wie viel unterschiedlichen Nationalstaaten besteht Indien?

  13. Thomas Holzer

    @Mourawetz
    Sorry, aber Sie mißverstehen WC!
    Erst wenn der Mensch eliminiert wurde, ist der Sternenföderationsfriede möglich;
    erst wenn es nur noch WC`ler gibt, sprich vielleicht maximal 100, wird Friede sternenumfassend einkehren;
    ach, welch schöne neue Welt

  14. world-citizen

    @KClemens

    >>>>>>>>>>>>>>>>> Und aus wie viel unterschiedlichen Nationalstaaten besteht Indien? <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Indien besteht aus 28 Bundesstaaten und 7 Unionsterritorien.
    Nationalstaaten sind ein europäischer Irrweg, der sehr viel Unfrieden und Schaden angerichtet hat und daher endlich mal überwunden werden sollte.

  15. Mourawetz

    @world-citizen
    Genau das Gegenteil ist wahr. Das Zusammenspannen von Nichtgleichem ist das Gefährliche. Abhilfe schafft der Nationalstaat, in dem jedes Volk nach seiner Facon leben kann. Den Basken ihr Baskenland. Den Kataloniern reicht die Bevormundung Spaniens. Sie schreiben an ihrer Unabhängigkeitserklärung bis ihnen die Sezession von Madrid gelingt. Warum soll man zusammenpferchen, was nicht zusammengehört? Genau daraus entstehen ja die Konfliktherde dieser Welt! Nicht aus dem Nationalstaat sondern aus dem Fehlen eines solchen! Siehe Kurden, Palästinenser, alle wollen ihren eigenen Nationalstaat.

    Erst durch brutalste Eingemeindung und Niederhalten gelingt das Auslöschen der Identitäten eines Volkes und dem Einfügen in ein größeres Ganzes. So wie etwa in der Provence, wo die provenzialische Sprache so lange unterdrückt wurde bis das Land ein ganz normaler Bestandteil Frankreichs wurde. Wer will die Unterdrückung von Sprache, Eigenheiten, Lebensart? Wer will Fremdherrschaft, wer will Tribut an einen Lehnsherrn zahlen? Wer nach Brüssel? Wer keinen Bürgerkrieg in Europa will, ist gegen die fortschreitende Zentralisierung der EU.

    Sezession statt Integration. Es gibt noch viel zu wenig Nationalstaaten.

  16. world-citizen

    Mourawetz :

    Genau das Gegenteil ist wahr. Das Zusammenspannen von Nichtgleichem ist das Gefährliche. Abhilfe schafft der Nationalstaat, in dem jedes Volk nach seiner Facon leben kann. Den Basken ihr Baskenland.

    Das ist wieder mal die typische nationalistische Gleichschaltungs-Ideologie. So als ob alle Basken das gleiche wollten.

    Aber es gibt auch Menschen für die Heimat nicht Verwurzelung bedeutet, sondern genau das Gegenteil – die Mobilität. Und diese haben kein Interesse daran, daß deren Freiheit durch Trennlinien eingeschränkt wird.

    Nach Ihren Thesen hätte niemals auch nur ein einziger Airbus gebaut werden können, denn an diesem Werk sind Menschen aus allen Teilen Europas beteiligt.

    http://www.the-worldcitizen.blogspot.com/2012/10/vielfalt-entsteht-nicht-durch.html

  17. world-citizen

    rubens :
    @world-citizen
    Indien ist wirklich ein gutes Vorbild für Europa. Sagen Sie mal, was rauchen Sie?

    Warten wir mal 30 Jahre ab und sehen wir, wo dann Indien stehen wird und wo Europa. Wenn wir so weiter machen, werden die Inder dann auf uns herabsehen.

  18. Mourawetz

    @rubens
    In Indien gibt es Bombenanschläge, Massenvergewaltigungen, den Kaschmir-Konflikt. Ein Vorbild für Europa. Natürlich nur für unseren Weltenbürger.

  19. world-citizen

    Mourawetz :
    @rubens
    In Indien gibt es Bombenanschläge, Massenvergewaltigungen, den Kaschmir-Konflikt. Ein Vorbild für Europa. Natürlich nur für unseren Weltenbürger.

    In Europa gibt es Bombenanschläge, den Nordirland-Konflikt, den Kosovo-Konflikt, den Bosnien-Krieg, den Zypern-Konflikt und viele andere Kindergartenniveau-Streitigkeiten.
    Wer in einem Glashaus sitzt soll nicht auf andere mit Steinen werfen.

  20. Mourawetz

    @world-citizen
    Na und? Wo an welcher Stelle habe ich behauptet, Europa sei ein Vorbild für Indien? Wer mit Falschbeschuldigungen daherkommt, sollte gefälligst vor der eigenen Türe kehren.

  21. KClemens

    world-citizen :
    @KClemens
    >>>>>>>>>>>>>>>>> Und aus wie viel unterschiedlichen Nationalstaaten besteht Indien? <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
    Indien besteht aus 28 Bundesstaaten und 7 Unionsterritorien.
    Nationalstaaten sind ein europäischer Irrweg, der sehr viel Unfrieden und Schaden angerichtet hat und daher endlich mal überwunden werden sollte.

    Ich will Ihnen ja nicht zu nahe treten, aber eine Frage sei erlaubt: Sind sie bei den Grünen oder einer der Grünen nahestehenden NGO tätig?

    Sie antworten nämlich nicht auf die gestellten Fragen, sondern machen immer ein neues oder anderes Fass auf.

    Also, wie viele unterschiedliche Nationalstaaten gibt es in Indien denn nun?

  22. KClemens

    world-citizen :

    Mourawetz :
    @rubens
    In Indien gibt es Bombenanschläge, Massenvergewaltigungen, den Kaschmir-Konflikt. Ein Vorbild für Europa. Natürlich nur für unseren Weltenbürger.

    In Europa gibt es Bombenanschläge, den Nordirland-Konflikt, den Kosovo-Konflikt, den Bosnien-Krieg, den Zypern-Konflikt und viele andere Kindergartenniveau-Streitigkeiten.
    Wer in einem Glashaus sitzt soll nicht auf andere mit Steinen werfen.

    Watt denn? Watt denn?

    Krieg auf der Insel der Friedfertigen? Wofür haben wir denn den Friedensnobelpreis bekommen?

  23. Mourawetz

    “Sie antworten nämlich nicht auf die gestellten Fragen, sondern machen immer ein neues oder anderes Fass auf. ”

    an das müssenS Ihnen schon gwöhnen bei einem Menschenschlag wie der Weltenbürger, der hoffentlich nicht das Referenzmodell eines Weltenbürgers darstellt. Ich hab ihn gefragt, WAS er unter “administrative Zone” versteht, daraufhin gab er mir ein poetisches (“schwäbisches Meer”) Beispiel. Ich harre immer noch auf eine Definition. Die anderen Fragen hat er schlicht weg ignoriert so wie jegliches Argument gegen seine Weltregierung.

    Aber so isser halt.

  24. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>> Ich will Ihnen ja nicht zu nahe treten, aber eine Frage sei erlaubt: Sind sie bei den Grünen oder einer der Grünen nahestehenden NGO tätig? <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Zum Glück habe ich es nicht nötig, für eine Partei tätig zu sein. Was ich mache, das mache ich ausschließlich für mich selbst.

    Und noch mal: In Indien gibt es Bundesstaaten und Unionsterritorien. Nationalstaaten gibt es dort nicht, dafür aber eine ethnische Vielfalt, die mit jener Europas durchaus vergleichbar ist. (Das trifft im Übrigen auch für China zu).
    Damit ist also die klare Antwort auf eine klare Frage gegeben.

  25. KClemens

    world-citizen :
    >>>>>>>>>>>>>>> Ich will Ihnen ja nicht zu nahe treten, aber eine Frage sei erlaubt: Sind sie bei den Grünen oder einer der Grünen nahestehenden NGO tätig? <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
    Zum Glück habe ich es nicht nötig, für eine Partei tätig zu sein. Was ich mache, das mache ich ausschließlich für mich selbst.
    Und noch mal: In Indien gibt es Bundesstaaten und Unionsterritorien. Nationalstaaten gibt es dort nicht, dafür aber eine ethnische Vielfalt, die mit jener Europas durchaus vergleichbar ist. (Das trifft im Übrigen auch für China zu).
    Damit ist also die klare Antwort auf eine klare Frage gegeben.

    Nein, ist es eben nicht. Weil Bundesstaaten und Unionsterritorien eine einheitliche nationalstaatliche “Decke” haben.

    Aber wir können ja gerne alles in einen Topf kloppen und am besten fangen wir nach der Einheitswährung mit der Einheitssprache an.

    Verpflichtend natürlich, ohne jede andere Sprache neben sich zu dulden.
    Das wird herrlich, wenn dann in den EU-Ländern die Leute Ordnungs- und Strafgelder kassieren, weil sie sich der Einheitssprache verweigern.

    Derweil aber die EU in Ländern außerhalb der EU jede Diskriminierung mit starken Worten und/oder Sanktionen abstraft.

  26. world-citizen

    @KClemens

    >>>>>>>>>>>>>>> Nein, ist es eben nicht. Weil Bundesstaaten und Unionsterritorien eine einheitliche nationalstaatliche “Decke” haben. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Man kann es nennen wie man will. Eine "nationalstaatliche Decke" – ich würde es eher "Bundesverwaltung" nennen kann man in Europa ebensogut errichten.

    Die europäischen Nationalstaaten sind nicht naturgegeben, sondern von Menschen geschaffene Kunstgebilde, die aber den Anforderungen der modernen Welt nicht mehr genügen können.

  27. world-citizen

    @world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>> Aber wir können ja gerne alles in einen Topf kloppen und am besten fangen wir nach der Einheitswährung mit der Einheitssprache an. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Eine Einheitssprache wird es ebensowenig geben, wie in Indien. Aber eine Lingua Franca hat sich ohnehin schon längst etabliert.
    Diese ist, ob es uns gefällt oder nicht, Englisch, da das vielversprechende Esperanto-Projekt leider von den Nazis und auch den faschistischen Regimen in anderen Teilen Europas umgebracht wurde.

  28. Mourawetz

    @world-citizen
    Die Unterdrückung in China als positives Beispiel zu nehmen, ist schon ein starkes Stück. Wann begreifen Sie endlich, dass es die Vielfalt ist, die es erst durch Abgrenzung gibt, die den Erfolg und die Hegemonie Europas ausmacht.

  29. Mourawetz

    world-citizen :
    Die europäischen Nationalstaaten sind nicht naturgegeben, sondern von Menschen geschaffene Kunstgebilde, die aber den Anforderungen der modernen Welt nicht mehr genügen können.

    das ist auch wieder so eine Aussage, völlig wirr und losgelöst. Natürlich ist der Nationalstaat etwas von Menschen geformtes, was sonst? Ist das etwa schlecht? Aber dann kommt’s erst: er sei den “Anforderungen der modernen Welt” nicht mehr genug? Ja wer definierte denn das? Sind denn etwa die “Anforderungen der modernen Welt” naturgegeben? Wer definiert die “Anforderungen der modernen Welt”. Was sind die “Anforderungen der modernen Welt”. Etwa die, die der Weltenbürger stellt? Ja wie überheblich ist das denn?

  30. KClemens

    world-citizen :
    @world-citizen
    >>>>>>>>>>>>>>>>>>> Aber wir können ja gerne alles in einen Topf kloppen und am besten fangen wir nach der Einheitswährung mit der Einheitssprache an. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
    Eine Einheitssprache wird es ebensowenig geben, wie in Indien. Aber eine Lingua Franca hat sich ohnehin schon längst etabliert.
    Diese ist, ob es uns gefällt oder nicht, Englisch, da das vielversprechende Esperanto-Projekt leider von den Nazis und auch den faschistischen Regimen in anderen Teilen Europas umgebracht wurde.

    Das “vielversprechende” Esperanto-Projekt war von Anfang an eine Totgeburt. Sonst gäbe es nicht pro europäischem nicht nur ein paar hundert Menschen, die diesem Hobby nachgehen, sondern Millionen, die Esperanto sprächen.

  31. KClemens

    world-citizen Die europäischen Nationalstaaten sind nicht naturgegeben, sondern von Menschen geschaffene Kunstgebilde, die aber den Anforderungen der modernen Welt nicht mehr genügen können.

    Natürlich sind sie das. Allerdings begehen sie den großen Fehler, die Heutzeit als “moderne” Welt zu bewerten.

    Und wenn Sie mal genauer in die Geschichte Europas hineinschauen, werden Sie feststellen, daß das “vereinigte” Europa schon mehrfach in den Orkus gejagt wurde. Ebenso wie es schon einmal eine europäische Währungsgemeinschaft gab, die krachend gescheitert ist.

  32. gms

    world-citizen :
    Die europäischen Nationalstaaten sind nicht naturgegeben, sondern von Menschen geschaffene Kunstgebilde, die aber den Anforderungen der modernen Welt nicht mehr genügen können.

    Eine europäische Supernation ist viel mehr noch ein von Menschen geschaffenes Kunstgebilde. Zugleich wird eben dieses gigantische Machwerk den Bügern nicht gerecht und damit ebenso nicht der bedeutungsschwanger in den Zeugenstand gerufenen Welt.
    Weiters ausgerechnet mit dem perpetuierten Verweis auf das Dritte Reich nun am Vierten Reich zu basteln, ist der dümmste Treppenwitz der Geschichte. Wer das negiert, ist entweder ein nützlicher Idiot, oder als heutiger Sozialist beliebiger Färbung ein legitimer Nachfahre jener Brauen, die anno dazumal eine Nummer kleiner scheiterten.

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