Von wegen sichere Spareinlagen…

Von | 26. März 2013

Deutsche Kanzlerin Merkel: “Die Spareinlagen sind sicher”. Eurogruppen-Chef Dijsselbloem: Zypern Muster für künftige Abwicklung fallierter Banken. Also: Spareinlagen alles andere als sicher. – Was jetzt also, bitte?

11 Gedanken zu „Von wegen sichere Spareinlagen…

  1. mannimmond

    Dazu hier:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/vorsicht_einlagensicherung_schuetzt_nicht_vor_zwangsabgabe

    Vera Lengsfeld 25.03.2013 12:16

    Vorsicht: EINLAGENSICHERUNG SCHÜTZT NICHT VOR ZWANGSABGABE

    Manchmal wird in Talkshows tatsächlich Klartext gesprochen. Bei Phoenix erläutern die Finanzexperten von CDU und SPD Norbert Barthle und Carsten Schneider, was auf alle europäischen Sparer, auch die Deutschen, zukommen kann: eine Zwangsabgabe auf Spareinlagen.

    Norbert Barthle weist in aller Offenheit darauf hin, dass eine Einlagensicherung nur bei Insolvenz einer Bank in Kraft tritt. Wenn ein Staat eine „einmalige Zwangsabgabe“ auf Sparkonten beschließt, greift die Einlagensicherung nicht. Und „selbstverständlich“ sei eine einmalige Abgabe auf Vermögen und Sparguthaben möglich, wenn es eine „Notsituation“ erfordere.

    Ergänzend teilt Herr Schneider mit, dass die Aussage der Kanzlerin, die Konten der deutschen Sparer seien „sicher“, nie mit einem Gesetz unterlegt wurde.
    Wer das genau wissen will, kann sich hier ab der siebten Minute die Originaltöne anhören:
    http://www.phoenix.de/content/656230

  2. FDominicus

    Wer jubelte hier den über die “Rettung” Zyperns? Als Schritt in die “richtige” Richtung? Was ist eigentlich los mit Ihnen. Wie kann man so verschieden schreiben?

  3. Thomas Holzer

    @mannimmond
    So ist es, leider.
    Und damit die Einführung von Zwangsabgaben erleichert wird, wird die Bankenunion forciert!

  4. Christian Peter

    Es wäre höchst erfreulich, das Zypern – Modell auch in anderen Ländern
    anzuwenden. Nicht der Steuerzahler, sondern die Aktionäre und die Gläu-
    biger müssen die Verantwortung tragen. Daher bedarf es auf europäisch-
    er Ebene endlich eines Insolvenzverfahrens für Banken und Staaten.

    “Ohne klare Regeln für eine Insolvenz von Banken und Staaten sind
    noch zahlungsfähige Staaten durch Banken und andere Staaten stets
    erpressbar. Und so baut man Brücken, die unweigerlich in die Haftungs-
    und Transfergemeinschaft führen.”

    http://blog.openeuropeberlin.de/2013/03/was-ist-aus-dem-geordneten.html

  5. Samtpfote

    Ich vermisse immer noch, dass die Verantwortlichen, die GR und ZY in die EU liessen, zur Verantwortung gezogen werden. Inklusive Goldman Sachs….
    Aber wie heisst es so schön?
    hast Du 10.000 Euro Schulden, ist es dein Problem.
    hast du das Zigfache davon, ist es das Problem der Banken.
    Hast Du höhere Schulden als das BIP ist es das Problem der Steuerzahler….

  6. Christian Peter

    Bankeinlagen können niemals sicher sein, wer das meint, glaubt
    auch an den Weihnachtsmann.

  7. Reinhard

    Zypern war nur ein Probelauf.
    Die Höchstgrenze wird bei den nächsten Aktionen sukzessive herabgesetzt werden, um die “Schmerzgrenze” des Volkes zu eruieren. Man wird immer etwas “nachbessern”, damit die kleinen Würschtel glauben, es würde “andere” (vorzugsweise “die Reichen”, “die Russen” oder andere Feindbilder) mehr treffen als sie selbst, auf dass sie im Wirtshaus motschgern, aber nicht auf die Idee kommen, über das Zusammenspiel von Wäscheleinen und Straßenlaternen mit Politikerhälsen zu grübeln. Die Inflation als kalte Enteignung hat sich als zu langsam erwiesen, um die Guthaben in das Schuldenloch zu kippen, jetzt werden drastischere Maßnahmen gesetzt.
    Es wird nicht nur weitergehen, es wird schlimmer werden.
    Es gibt weder sichere Spareinlagen noch sichere Immobilien oder sichere Produktionsmittel. Alles, was man nicht im Wald vergraben oder schnell im Koffer über die grüne Grenze schaffen kann, kann morgen dem Staat gehören. Wer etwas anderes behauptet, ist ein Lügner, oder korrekt gegendert, eine Lügnerin.
    Auch die DDR war nach ihrer Gründung ein wirtschaftlich ganz normal funktionierender Staat. Wie von 1949 bis immerhin 1972 erst die großen, dann die landwirtschaftlichen und schlussendlich die kleinen Betriebe enteignet und in Staatsbesitz überführt, ausgemolken und abgewirtschaftet wurden, ist wohl jedem bekannt. Dass so etwas nicht wieder geschehen kann ist genauso wahr wie die Aussage, die Sparguthaben wären sicher…

  8. FDominicus

    @Reinhard
    Seien Sie mir nicht bös aber Sie (und viele Anderen) predigen gegen eine So abgrundtiefe Blödheit an, daß es nur noch weh tut.

    Es ist bezeichnen, daß die zypriotischen Delebets es bevorzugen von den EU Delebets unterjocht zu werden. Es sichert deren Schmarotzertum. Es hätte eine östereichische Variante gegeben. Aber dazu sind die Delebets aller Länder zu gut verzahnt und die Meisten Menschen gehen glücklich zur Schlachtbank. Das Gewaltmonopol tut so als ob alles seine Richtigkeit hat.

    Ich kann mich an so viele Blogeinträge seit 2008 erinnern, wo viele diesen Weg skizzierten, und es kommt als wäre es nach Drehbuch gelaufen.

  9. Christian Peter

    Ungedecktes Buchgeld kann niemals sicher sein, das weiß jedes Kind.

  10. FDominicus

    Christian Peter :
    Ungedecktes Buchgeld kann niemals sicher sein, das weiß jedes Kind.

    Darum sollten eben das Fiat-Geld und deren Hauptvertreter die Zentralbanken abgeschafft werden. Aber das würde den Politikern ja die Möglichkeit nehmen sich ganz so einfach bei Ihren Bürgern zu “bedienen”. Die Verteufelung von Bargeld etc hat durchaus einen Sinn. Wir können ja sehen wie schnell Guthaben auf der Bank zu einem Nichts zusammenschnurren…

  11. Christian Peter

    @FDominicus

    Europäische Banken arbeiten mit einer Fremdkapitalquote von etwa 50:1
    (französische Banken gar 100:1) Jeder kann sich ausmalen, wie sicher
    dort Geld veranlagt ist.

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