Vor globaler Marihuana-Legalisierung?

“…..Die jüngsten Entwicklungen in den USA deuten auf einen für die kommenden Jahre bevorstehenden Paradigmenwechsel, welcher große Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben wird und zudem neue Möglichkeiten in der Medizin mit sich bringen könnte. Das Marihuana gilt nach wie vor als umstritten, nicht zuletzt auch wegen der jahrzehntelangen Propaganda und regelrechten Verteufelung dieses Wunderkrauts. Die Zeit ist überreif mit den Mythen endlich aufzuräumen, die wahren Gründe des Verbots aufzudecken sowie Vorteile aber auch mögliche Risiken einer Legalisierung von Cannabis aufzuzeigen…” (Ganz interessante Analyse hier)

12 comments

  1. waldsee

    die argumemte der pro-bewegung sind nicht unwahr.der kampf um arbeitsplätze,das entkriminalisieren und anderes blabla sind vorhanden,die polizei kann dann vermehrt falschparker ,raucher…..drangsalieren.es verdienen dann eben apotheken,coffeeshops und nordafrikanische bauern.damit ist es auch integrations fördernd.
    NUR,es ist ein suchtgift,es macht süchtig und hat katastrophale!! folgen für das gehirn heranwachsender.da ich
    beruflich und als vater eines konsumenten die folgen tag für tag erlebe bin ich strikt dagegen.ein heer adynamer ,lächelnder deppen wird entstehen,wer will sowas?
    die medizinischen folgen werden kleingeredet und verharmlost.ich habe selbst jahrzehnte lang geraucht und sage ihnen ,es ist nur sucht .die cannabiswelt ist sucht mit deutlichen psychophysischen folgen,nichts anderes.wem nützt denn das??

  2. ichbins

    Der verlinkte Text ist ganz nett, einige Dinge sind aber einfach zu wenig kritisch. Auch Behauptungen zum Anbau und Verwendung von Hanf. Auch Hanf-Monokultur wird Spritzmittel brauchen. Da hilft vielleicht einmal grüne Gentechnik :). Und dass Hanf die bessere Textilfaser sei, halte ich für ein Gerücht, Hanf saugt u.a. viel weniger Feuchtigkeit, es fühlt sich eher an wie Leinen. Nur noch kratziger.
    Generell werden im Artikel immer Verschwörungen geortet, wo einfach nur selbstverstärkende Prozesse am Wirken waren und sind.
    @waldsee: Es wird immer Menschen geben, die mit diversesten Substanzen nicht klarkommen (suchtmäßig). Das geht mit Zucker los.
    Cannabis im Jugendalter ist was anderes als späterer Konsum, weil diverse Gehirnareale noch in Entwicklung sind. Deshalb ist es eine wirklich gute Idee, das Jugendlichen eindringlich klar zu machen.
    Generell ist aber die Frage eine andere: Hilft Prohibition mehr als sie schadet. Dies ist keine Meinungsfrage, sondern seit Jahrzehnten empirisch belegt: Prohibition und Strafverfolgung schadet unendlich mehr als eine Zitat “(…)gesundheitsrechtliche Regulierung mit AKZESSORISCHER ordnungs- oder strafrechtlicher Sanktionierung sowie mit adäquaten Jugendhilfemaßnahmen (…).” http://bit.ly/1jKqKAV
    Sprich Regelung wie mit Hochprozentigem.
    Das ist das einzige, auf das es wirklich ankommt. If you are in a hole, stop digging.
    Prohibition: “Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.”
    Henry Louis Mencken

  3. rubens

    Wenn erfahrungsgemäß 7 % der Erstkonsumententen eine schizophrene Psychose erleiden, dann ist eine Freigabe grob fahrlässig.
    Wie waldsee fragt: “…..ein heer adynamer ,lächelnder deppen wird entstehen,wer will sowas?”

  4. aaaaaaa

    @rubens: Ein Verbot hält aber niemand davon ab, erst recht keine Jugendlichen. Offener Umgang und Aufklärung würden viel mehr helfen.

    Außerdem treibt die Illegalität die Preise hoch, was den Drogenkonsum in schwacher Dosis unattraktiv macht und die Leute zu viel höheren Dosen treibt. Früher tat man sich ein Kokablatt ganz normal in den Schwarztee, die Dosis an Kokain, die dann durch die Verdauungsorgane aufgenommen wurde, war niedrig. Bei den heutigen Preisen wäre das aber viel zu teuer, die heutigen Preise lohnen sich nur, wenn man sich gleich die Nase zuhaut.

  5. Christian Weiss

    @ Rubens
    7% der Erstkonsumenten erleiden eine schizophrene Psychose? Sind das die Zahlen des evangelikalen Kampfbundes gegen Punkrock, lange Haare und Jeansträger?

    Dass übermässiger Konsum von Cannabis-Produkten nicht gut für die Birne ist, dürfte inzwischen vielen klar sein. Aber gleiches gilt auch für extremen Alkoholkonsum. Trotzdem ist mit beiden Rauschmitteln ein normaler und suchtfreier Umgang möglich. Und für freiheitliche Geister sollte letztendlich das Suchtpotenzial einen entscheidenden Einfluss auf die Legalisierung einer Droge haben. Ist jeder Konsument ein Süchtiger, wird es problematisch. Besteht zwischen den beiden Zahlen ein grosser Unterschied, ist die staatliche Bevormundung kaum zu verstehen.

  6. aaaaaaa

    Kleine Anekdote als Ergänzung: Wisst ihr, warum Coca-Cola so heißt wie es heißt? Es wurde als alkoholfreie Alternative zum damals verbreiteten Kokawein entwickelt. Keiner wäre damals auf die Idee gekommen, dass Koka ein Problem sein könnte, während man die Probleme von Alkohol erkannte.

    Die Verbote von Kokain und Cannabis wurden unter Druck von religiösen und rassistischen Extremisten eingeführt, zum Beispiel mit der Behauptung, Kokain wäre daran Schuld, dass weiße Frauen mit schwarzen Männern schlafen wollen.

    Auch noch interessant zum Thema: Vortrag des libertären* US-Psychiaters ungarisch-jüdischer Abstammung Thomas Szasz an der Harvard Medical School zum Thema:

    “The Right to Take Drugs”
    http://www.youtube.com/watch?v=1LoSgdpHnUk

    Es sind nur 30 Minuten, die lohnen sich — besonders für Leser dieses Blogs!

    *) im Sinne von Mises/Hayek

  7. sybille Stoa

    Also ich würde das einmal differenziert betrachten:
    Im Artikel steht was von medizinischem Cannabis, das gegen Krämpfe und bei Epilepsie verwendet wird, aber nicht so berauschend wirkt. Dagegen spricht meiner Meinung nach nichts. Weiters wirken die ganzen Leute, die Produkte der Pharmaindustrie missbrauchen, oft auch sehr daneben.
    In einer meiner vorherigen Firma gab es 2 gelegentliche Konsumenten. Das war im Bereich IT. Die arbeiteten nicht schlechter als die Quartalstrinker. Dass bei Jugendlichen generell Drogen, aber auch hochprozentiger Alkohol in hohen Maße sehr schädlich sein können ist klar.

  8. Christian Peter

    Schon wieder linksliberales/anarchistisches/libertäres Drogenliberalisierungs – Gewäsch : Nicht einmal eingefleischte Alt-68er nehmen das noch ernst.

  9. Rennziege

    Mein erstes Outing wird auch mein einziges bleiben, da ich ansonsten nix zu outen habe:
    Zum ersten Mal nach zwölf Jahren, mit a wengerl Heimweh nach frechen Uni-Zeiten, hab’ ich vor einigen Monaten in Kanada, von fröhlichen Menschen umgeben, einen halben Joint geraucht. Aber es blieb nicht bei harmlosem Dauergrinsen wie damals. Den folgenden Tag, nur selten bei Sinnen, konnte ich vollkommen aus meinem Leben streichen.
    Was ich nicht ahnte und erst durch späteres Befragen der lustigen Kiff-Genossen erfuhr: Der THC-Gehalt der ordinären Cannabis-Pflanze wurde mittlerweile vervierfacht, durch Kreuzungen und Biogenetik. Heftiger Stoff, mit einem Wort. Es war garantiert meine letzte Tüte.

  10. Christian Peter

    Bewusstseinserweiterung, Drogen, sexuelle Befreiung – das ist doch (Althippie -) Schnee längst vergangener Tage.

  11. Andromidas

    Das ist die ultimative Forderung der Anarcho-Liberalen. Es lebe das Recht auf Betrug, auf den Verkauf toxischer Produkte aller Art, ob es sich um Finanzprodukte mit asymetrischem Risikoprofil oder Heroin handelt. Wer es kauft ist selbst Schuld. Wer Geld damit macht ist König, wie etwas Soros. Die britische East Indian Company rechtfertigte selbst die Kriegsführung für diese “Freiheit”.

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